
Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Mein liebes Tagebuch
Nein, es gibt kein gut gefülltes Osternest für die Bundesgesundheitsministerin, sondern einen gut gefüllten Werkzeugkasten – von der Finanzkommission. Wie fein, und was ist da drin? Zum Beispiel eine über fünf Jahre retardierte Fixumserhöhung. Oh nein, das darf nicht sein, Frau Warken, fassen Sie dieses Tool nicht an! Wir vertrauen Ihrem Versprechen: Das Fixum kommt, jetzt. Dafür gedulden wir uns gerne für das elektronische BtM- und T-Rezept bis 2028. Aber wir warten ungeduldig auf die Kontrolle der EU-Versender, wann kommt das Gesetz? Die dm-Versandapo in Tschechien empfiehlt derweil für ihre Produkte bereits die kostenlose Beratung – in den deutschen Vor-Ort-Apotheken. Frohe Ostern! Show moreBecker: DAV hat sofort gehandelt
50. DAV-Wirtschaftsforum: DAV kämpft weiter für Dynamisierung des Apothekenhonorars
Potsdam (lk). Mit Hochdruck bereitet der Deutsche Apothekerverband (DAV) die Umsetzung des neuen Fonds zur Verteilung der Not- und Nachtdienstpauschale vor. Dazu seien bereits zwei Einrichtungsbeauftragte vom DAV benannt worden, die in den nächsten Tagen weitere Einzelheiten mit der Bundesregierung klären sollen. "Der DAV hat sofort gehandelt", sagte DAV-Chef Fritz Becker zum Auftakt des 50. Wirtschaftsforums in Potsdam. Show moreBerufsgericht: Verwarnung für 50-Cent-Gutschein
Bagatellgrenze – nur für Verhältnismäßigkeit von Belang
Gießen (az). Das Berufsgericht für Heilberufe beim Verwaltungsgericht Gießen hat eine Apothekerin, die ihren Kunden einen 50-Cent-Gutschein bei der Einlösung eines Rezeptes gewährt hat, wegen eines Verstoßes gegen die Berufsordnung zu einer Verwarnung verurteilt. Zudem wurden ihr die Kosten des Verfahrens auferlegt. Dies teilt die Landesapothekerkammer Hessen mit – und weist ihre Mitglieder nochmals darauf hin, "sich bei der Gewährung von Rabatten, Boni und Gutscheinen rechtskonform zu verhalten".Show more„Wir bleiben auch in Zukunft transparent“
ABDA-Präsident Friedemann Schmidt will Schlussstrich unter Datenaffäre ziehen
BERLIN (diz). Mit der Veröffentlichung der Zusammenfassung des Untersuchungsberichts über Vorgänge bei der ABDA unter ihrem früheren Pressesprecher und El-Pato-Mitinhaber Bellartz, insbesondere über Zahlungen an die Nachrichtenagentur El Pato, ist der Vorgang noch nicht vom Tisch. Verschiedene Seiten wünschen Einsicht in den Hauptbericht. Die Nachrichtenagentur El Pato selbst versucht von Vorwürfen an Bellartz und empfangenen ABDA-Zahlungen abzulenken, indem sie andeutet, dass die Öffentlichkeitsarbeit der ABDA nur eine Baustelle von vielen (gewesen) sei. Peter Ditzel, DAZ-Herausgeber, fragte ABDA-Präsident Friedemann Schmidt, wie es nun weitergeht und welche Konsequenzen die ABDA aus der Untersuchung zieht. Show moreGrüne machen sich für E-Zigarette stark
Arzneimittel zur Raucherentwöhnung soll es wieder auf GKV-Kosten geben
Berlin (jz). Die in der geplanten EU-Tabakproduktrichtlinie enthaltene Einstufung der E-Zigarette als Arzneimittel ist aus Sicht der Grünen weder verhältnismäßig noch sinnvoll. In einem aktuellen Antrag fordert die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen von der Bundesregierung unter anderem, sich bei den Beratungen im Europäischen Rat für eine Überarbeitung der Richtlinie einzusetzen. Show moreSchmidt: Prüfbericht zieht Schlussstrich
50. Wirtschaftsforum in Potsdam – AZ-Interview mit Friedemann Schmidt
Berlin (lk). Überschattet von der Diskussion um den El Pato-Sonderbericht und Konsequenzen daraus hat das 50. DAV-Wirtschaftsforum in Potsdam stattgefunden: Wirtschaftlich stehen die Apotheker seit Jahresauftakt 2013 wieder etwas besser da. Aber die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) ringt weiterhin mit den Folgen der BMG-Datenaffäre. Für ABDA-Präsident Friedemann Schmidt zieht der El-Pato-Bericht einen Schlussstrich darunter. Aber es gibt weiterhin kritische Fragen.Show moreNeues Register zu Lieferengpässen
Hersteller können freiwillig über Lieferschwierigkeiten informieren
Berlin (ks). Auf der Webseite des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) gibt es seit letzter Woche ein neues Register, in dem pharmazeutische Unternehmen zu etwaigen Lieferengpässen informieren können. Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) verspricht sich von diesem Melderegister mehr Transparenz. Vorbild ist ein ähnliches Register der US-amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA. Das Ministerium kündigte zudem an, weitere Maßnahmen zur Abwendung von Versorgungsengpässen zu prüfen.Show moreNotdienstpauschale: Flach rechnet Zuschuss vor
Landapotheken profitieren weit mehr als Stadtapotheken
Berlin (jz). Stadtapotheken dürften jährlich etwa 3500 Euro aus dem Notdienst-Fonds, Landapotheken etwa 18.000 Euro bekommen – jedenfalls wenn die Notdienstpauschale bei etwa 250 Euro liegt. So hat es Ulrike Flach, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium, dem Gesundheitsausschuss vorgerechnet. Birgitt Bender (Grüne) hatte im Zusammenhang mit dem Apothekennotdienstsicherstellungsgesetz (ANSG) nach der unterschiedlichen Belastung der Apotheken durch Notdienste gefragt.Show moreNotdienstfonds wird DAV-Vereinszweck
Berlin (lk). Zur Umsetzung und Abwicklung der Notdienstpauschale über den neuen Notdienstfonds ändert der Deutsche Apothekerverband (DAV) jetzt seine Satzung. So will er die Übernahme der neuen hoheitlichen Aufgabe absichern: "Damit der DAV diese Aufgabe wahrnehmen kann, muss sie zu seinen satzungsgemäßen Zwecken gehören", heißt es in dem Antrag, den die Mitgliederversammlung letzten Freitag (nach AZ-Redaktionsschluss) in Potsdam beschließen sollte.Show more„Eine Selbstverständlichkeit!“
Keine schriftliche Stellungnahme zur öffentlichen Anhörung von BAK und ABDA
STUTTGART (du). Am 24. April 2013 fand eine öffentliche Anhörung im Gesundheitsausschuss zur Entlassung der Pille danach aus der Rezeptpflicht statt. Mehrere Verbände haben im Vorfeld ihre Stellungnahme dazu abgegeben, unter anderem die Kassenärztliche Bundesvereinigung. Auch der Deutsche Pharmazeutinnen Verband (dpv, s. Kasten) hat die Gelegenheit zur Stellungnahme im Rahmen der Anhörung genutzt. Keine schriftliche Stellungnahme haben dagegen die Bundesapothekerkammer (BAK) und die ABDA vorgelegt.Show moreKassen schreiben Grippeimpfstoffe trotz anhaltender Kritik weiter aus
BERLIN (ks). In elf der 17 Kassen-Regionen Deutschlands haben die gesetzlichen Krankenkassen die Versorgung ihrer Mitglieder mit Grippeschutzimpfungen für die kommende Saison ausgeschrieben. In den meisten Fällen sind die Exklusivverträge mit einem Hersteller bereits unter Dach und Fach. Sowohl bei Apothekerorganisationen als auch beim Verband forschender Pharma-Unternehmen (vfa) sieht man das Vorgehen der Krankenkassen überaus kritisch.Show moreOpposition schimpft über Präventionsgesetz
1. Lesung im Bundestag
BERLIN (dpa/daz). Die Koalitionspläne für eine bessere Gesundheitsvorsorge in Deutschland stoßen in der Opposition auf eine Front der Ablehnung. SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach bezeichnete sie anlässlich der ersten Lesung des Gesetzentwurfs im Bundestag als "Etikettenschwindel". Sozial Schwache, die Prävention am nötigsten hätten, würden zurückgelassen. Statt in konkrete Maßnahmen vor Ort zu investieren, würde mit der Einrichtung einer Präventionskonferenz zusätzliche Bürokratie geschaffen. Das Geld für die Ausarbeitung des Entwurfs sei in eine nationale Studie zum Gesundheitszustand der Bevölkerung besser investiert gewesen.Show moreKeine gemeinsamen Festbetragsgruppen für Human- und Analoginsuline
BERLIN (ks). Diabetiker, die auf Insulinanaloga eingestellt sind, müssen nicht mehr fürchten, künftig durch Aufzahlungen belastet zu werden. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat letzte Woche seinen im Februar gefassten Beschluss zur Festbetragsgruppenbildung für Humaninsulin und Insulinanaloga aufgehoben. Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) hatte diesen Beschluss Ende März beanstandet. Auch nachdem der G-BA sich daraufhin um Klarstellungen bemüht hatte, blieb das Ministerium bei seiner Auffassung.Show moreLAV weist auf Tücken von Rabattverträgen hin
STUTTGART/BERLIN (jz). Die Krankenkassen pochen fortlaufend auf die finanziellen Vorteile von Arzneimittel-Rabattverträgen – doch in der Praxis führen sie immer wieder zu Unsicherheiten und Unmut, auch im Zusammenhang mit den Packungsgrößen. Rabattverträge seien einfach nicht für jeden Versorgungsbereich die richtige Lösung, mahnt daher der Landesapothekerverband Baden-Württemberg (LAV) – und das nicht nur, weil sie für Apotheker zusätzliche Bürokratie bedeuten.Show moreABDA hält El-Pato-Bericht unter Verschluss
HAV-Vize Diefenbach fordert Einsicht
BERLIN (lk). Die Art und Weise wie die Zusammenfassung des El-Pato-Sonderberichts durch die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) veröffentlicht wurde, ist in den Publikumsmedien ebenso auf Kritik gestoßen wie innerhalb der Standesorganisation. Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" und "Der Spiegel" beklagten sich in ihren Berichten, nicht zur Präsentation eingeladen worden zu sein. Und der stellvertretende Vorsitzende des Hessischen Apothekerverbandes, Dr. Hans R. Diefenbach, verlangt von der ABDA die Einsicht in die Originalfassung des El-Pato-Sonderberichts: "Es sollte schon jedem zugestanden werden, dies zu bewerten", so Diefenbach gegenüber DAZ.online.Show moreSchlagabtausch zum ANSG im Deutschen Bundestag
BERLIN (jz). In der ersten Bundestagsdebatte zum Apothekennotdienstsicherstellungsgesetz (ANSG) am Morgen des 19. April war zu spüren, dass der Wahlkampf bereits begonnen hat: Anders als SPD und Grüne stehe die christlich-liberale Koalition zur inhabergeführten Apotheke und sei auch weiterhin für den Erhalt des Fremd- und Mehrbesitzverbotes, betonte Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP). Das ANSG sei insoweit eine finanzielle Anerkennung der apothekerlichen Gemeinwohlpflichten. Karl Lauterbach (SPD) warf Bahr wiederum bloße Wahlkampftaktik vor. Auch die übrigen Abgeordneten sparten nicht mit Spitzen – und kritisierten den Gesetzentwurf trotz grundsätzlicher Zustimmung auch inhaltlich.Show moreUni Leipzig will Pharmazie-Studienplätze kürzen
BERLIN (jz). Die Universität Leipzig will zum kommenden Wintersemester nur noch 36 Pharmaziestudenten immatrikulieren – neun weniger als im Vorjahr, bestätigte ein Sprecher der Universität. Perspektivisch plant die Universitätsleitung aber weiterhin, das Pharmazeutische Institut zu schließen. Monika Koch, die Vorsitzende des Sächsischen Apothekerverbands, will diese Entscheidung allerdings nicht akzeptieren.Show moreAus für Förderung der PTA-Schulen
MÜNSTER (diz). "Wir werden die Förderung der PTA-Schulen in Nordrhein-Westfalen schrittweise einstellen." Diese Botschaft brachte Marlies Bredehorst, Staatssekretärin im Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter in Nordrhein-Westfalen, mit zum Westfälisch-lippischen Apothekertag. Show moreNotdienstpauschale ist eine „Anerkennung“
MÜNSTER (diz). Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr steht zur Freiberuflichkeit des Apothekers, zum Apotheker als Heilberuf und Kaufmann und zur inhabergeführten Apotheke. Dies machte er in seinem Grußwort auf dem Westfälisch-lippischen Apothekertag am 20. April in Münster deutlich. Aber er bekräftigte auch, dass das AMNOG mit seinen Einsparungen notwendig war. Die Apotheken haben einen großen Beitrag dazu geleistet.Show moreCDU-Senioren protestieren gegen Notdienst
Apothekerkammer irritiert über Unterschriftenaktion in Castrop-Rauxel
Berlin (lk). Mit einer Unterschriftenaktion am Marktplatz in Castrop-Rauxel protestierten am letzten Samstag die CDU-Senioren der Region gegen die aus ihrer Sicht unzureichende Anzahl von Notdienstapotheken. Die Forderung der Senioren-Union: "Doppelt so viele Notdienstapotheken wie bisher sollen die Wege halbieren", so der Senioren-Unions-Vorsitzende Helge Benda.Show moreApothekenzahl in Bayern sinkt
BAV-Wirtschaftspressekonferenz: Hubmann vermisst Kompromissbereitschaft der Kassen
München (ks). Die Zahl der Apotheken in Bayern ist erneut zurückgegangen. Sie lag Ende März dieses Jahres bei 3332; davon waren 2715 Hauptapotheken und 617 Filialapotheken. Ende 2012 waren es insgesamt noch 15 Apotheken mehr. Diese Zahlen präsentierte der Bayerische Apothekerverband (BAV) bei seiner Wirtschaftspressekonferenz am 16. April in München. Der BAV-Vorsitzende Dr. Hans-Peter Hubmann und Verbandsgeschäftsführer Dr. Stefan Weber beklagten überdies die starre Haltung der gesetzlichen Krankenkassen in Sachen Grippeimpfstoff-Ausschreibung und Kassenabschlag.Show moreEin-Euro-Boni bei Rezepteinlösung: Verstoß gegen Berufsrecht
Berliner Berufsgericht sieht Spürbarkeitsgrenze des Bundesgerichtshofs kritisch
Berlin (ks). Das Werben mit einem Bonus im Wert von einem Euro für die Einlösung eines Rezeptes verstößt gegen die Berliner Berufsordnung der Apotheker und kann berufsrechtlich geahndet werden. Dies entschied letzte Woche das Berufsgericht für die Heilberufe am Verwaltungsgericht Berlin. Rund zehn Verfahren von Berliner Apothekerinnen und Apothekern gegen die Apothekerkammer hat das Gericht verhandelt und entschieden. In den meisten Fällen fiel das Urteil für die Apotheken milder aus als die vorherige Geldauflage der Kammer. (Urteile des Berufsgerichts für Heilberufe bei dem Verwaltungsgericht Berlin vom 16. April 2013, Az.: VG 90 K 4.11 T u. a.)Show more
ANSG nimmt erste Hürde im Bundestag
Bundesrat: Gute Chancen auf Zustimmung
Berlin (lk/jz). Bundestag und Bundesrat haben in der vergangenen Woche mit der Beratung des Apothekennotdienstsicherstellungsgesetzes (ANSG) begonnen. Dabei zeichnet sich eine parteien- und länderübergreifende Zustimmung ab. Somit ist davon auszugehen, dass die Länderkammer am 5. Juli das ANSG endgültig verabschiedet. Damit könnten die ersten Notdienstpauschalen für das 3. Quartal im Oktober ausgezahlt werden. Erwartet wird ein Betrag von circa 200 Euro pro Notdienst. Bei der Vorstellung des Gesetzentwurfs im Bundestag pochte Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) auf die Anerkennung der Gemeinwohlpflichten der Apotheker.Show moreKorruption: Ärzte empört über GKV-Spitzenverband
Formular zur Meldung von Verdachtsfällen sorgt für Unmut
Berlin (ks). Korruption im Gesundheitswesen ist derzeit ein heiß diskutiertes Thema. In der Politik denkt man über neue Straftatbestände nach – doch viele Betrügereien können auch schon mit den bestehenden Regelungen verfolgt werden. Nun appelliert auch der GKV-Spitzenverband auf seiner Webseite an die Bürger: "Jeder kann sich mit einem konkreten Verdacht oder glaubhaften Hinweis auf Fehlverhalten im Gesundheitswesen an die zuständige Kranken- oder Pflegekasse, ihre Verbände oder an den GKV-Spitzenverband wenden." Auf einem Formular können konkrete Angaben gemacht werden. Die Ärzteschaft reagierte empört.Show moreRechtliches
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