Pharmazie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Was der neue AMTS-Aktionsplan in petto hat
Zum 1. April 2026 hat das Bundeskabinett einen neuen Aktionsplan für Arzneimitteltherapiesicherheit beschlossen. Insgesamt 20 Maßnahmen sollen dazu beitragen, die AMTS zu stärken. Von den Ideen ist noch nichts in Stein gemeißelt: Die Ansätze werden zunächst erarbeitet bzw. erprobt.Show morearzneimittel-und-therapie
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Arzneimitteltherapiesicherheit
22.04.2026, 15:50 Uhr
Formoterol nicht beim akuten Asthmaanfall einsetzen!
Das langwirksame Beta2-Sympathomimetikum Formoterol sollte trotz seines raschen Wirkungseintritts nur zur Basistherapie des Asthma bronchiale und nicht beim akuten Asthmaanfall eingesetzt werden. Darauf weist die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) im Deutschen Ärzteblatt hin.Show more30.08.1998, 15:19 Uhr
Acamprosat und Kurzintervention zur Alkoholentwöhnung
Im Zusammenhang mit einer Acamprosat-Therapie ist die Kurzintervention ebenso wirksam wie andere, wesentlich aufwendigere Therapieformen. Das zeigen die Daten der sogenannten INTEGRAL-Studie, deren erste Ergebnisse jetzt vorgestellt wurden. Nach erfolgreicher Entgiftung erhielten die Patienten Acamprosat über 24 Wochen und wurden begleitend mit verschiedenen psychotherapeutischen Verfahren (Einzel- oder Gruppen-Psychotherapie, Verhaltenstherapie, Kurzintervention) behandelt.Show more30.08.1998, 15:19 Uhr
„Auf welche Zigarette würden Sie gerne verzichten?“
Raucher sollten in erster Linie versuchen, ihren Zigarettenkonsum einzuschränken, um die Schäden, die durch das Rauchen entstehen, zu verringern. Nicht mehr der absolute und bedingungslose Rauchstopp wird gefordert, sondern ein langsames Abgewöhnen. Dabei können verschiedene Mittel für den Nicotinersatz unterstützend wirken.Show more30.08.1998, 15:19 Uhr
Eptifibatid senkt Häufigkeit von Herzattacken und Todesfällen
Die Behandlung mit dem Wirkstoff Eptifibatid verringert signifikant die Häufigkeit des Auftretens von Todesfällen oder Herzattacken bei Patienten, die an Erkrankungen des Herzens wie einer instabilen Angina pectoris und Myokardinfarkt ohne ST-Segment-Erhöhung leiden. Ungefähr eine Million Patienten in Europa sind von einer derartigen Erkrankung betroffen.Show more23.08.1998, 15:19 Uhr
Natürliches Vitamin E schützt das ungeborene Leben
Ein guter Vitamin-E-Status ist nicht nur für die Prävention einer Reihe chronischer Erkrankungen (z.B. Arteriosklerose, rheumatischer Formenkreis, Störungen des Immunsystems, Erkrankungen des ZNS wie Epilepsie oder Alzheimer) von erheblicher Bedeutung. Vor allem in den ersten Lebensmonaten ist die Menge des zur Verfügung stehenden Alpha-Tocopherol entscheidend für die Gesundheit des Neugeborenen.Show more23.08.1998, 15:19 Uhr
Onkologische Pharmazie
Krebs ist die zweithäufigste Todesursache, und Krebserkrankungen sind mit einer hohen Morbidität verknüpft. Derzeit bildet die antineoplastische Chemotherapie neben Chirurgie und Strahlentherapie die bedeutendste Behandlungsform. Immuntherapie und Gentherapie sind Gegenstand der aktuellen Forschung. Die antineoplastische Chemotherapie ist gekennzeichnet durch eine geringe therapeutische Breite mit komplizierten Formulierungen und Applikationstechniken. Die Onkologische Pharmazie, als Spezialdisziplin der Klinischen Pharmazie für den onkologischen Patienten, ist als kooperative Tätigkeit zu verstehen, um eine sichere, angemessene und kosteneffektive antineoplastische Chemotherapie und Supportivtherapie des Patienten zu bewirken. In der Kooperation ist der Apotheker der Spezialist für die Arzneimittelanwendung. Er erbringt die onkologisch-pharmazeutischen Inhalte in direkter Interaktion mit dem Patienten und den anderen Mitgliedern des therapeutischen Teams und trägt Sorge für alle mit der Arzneimitteltherapie in Zusammenhang stehenden Bedürfnisse des Patienten. Show more23.08.1998, 15:19 Uhr
Finasterid stoppt den Haarausfall
Finasterid ist das erste orale Arzneimittel zur Therapie der androgenetischen Alopezie, dessen Wirksamkeit in klinischen Studien nachgewiesen ist, und es ist das erste Medikament, das in den pathogenetischen Prozeß des Haarausfalls eingreift. Finasterid hemmt als spezifischer Inhibitor der 5-Alpha-Reduktase vom Typ II die Bildung von Dihydrotestosteron. Finasterid ist unter dem Handelsnamen Propecia® in den USA, Schweden, Argentinien, Brasilien, Mexiko und Neuseeland zur Behandlung der androgenetischen Alopezie zugelassen.Show more23.08.1998, 15:19 Uhr
Risiko für venöse Thromboembolien bei neurochirurgischen Patienten gesenkt
Einer neuen Studie zufolge bewirkt die prophylaktische Behandlung mit dem Antithrombotikum Enoxaparin-Natrium (Lovenox®/Clexane®) in Kombination mit Kompressionsstrümpfen eine signifikante Senkung des Risikos für venöse Thromboembolien (tiefe Venenthrombose und Lungenembolie) bei Hochrisikopatienten, bei denen geplante neurochirurgische Operationen vorgenommen werden.Show more23.08.1998, 15:19 Uhr
Betaferon bei sekundär-progredienter Multipler Sklerose
Schering hat kürzlich sowohl in Europa als auch in den USA bei den zuständigen Gesundheitsbehörden die Zulassung von Betaferon (Interferon beta-1b) zur Behandlung der sekundär-progredienten Multiplen Sklerose (MS) beantragt. Das Unternehmen hofft auf eine Zulassung in dieser Indikation im ersten Quartal 1999. Betaferon ist das erste Medikament, das in dieser schwerer betroffenen Gruppe von Patienten getestet wurde. Die klinische Prüfung zeigte, daß Betaferon das Fortschreiten der Behinderung statistisch signifikant verzögern konnte, und zwar um neun bis zwölf Monate während des Behandlungszeitraums von zwei bis drei Jahren.Show more23.08.1998, 15:19 Uhr
Hormonersatztherapie: Heben Östrogene die Stimmung?
Die Hormonersatztherapie für Frauen in der Menopause hat günstige Effekte. Sie beugt der Osteoporose vor und verringert die Häufigkeit kardiovaskulärer Erkrankungen. Inzwischen gibt es erste Hinweise, daß sie auch die depressive Stimmungslage, mit der viele Frauen in der Menopause zu kämpfen haben, sowie nachlassende kognitive Fähigkeiten positiv beeinflussen kann.Show more16.08.1998, 15:19 Uhr
Therapie der stabilen Angina pectoris: Junge Oldies: organische Nitrate
Glyceroltrinitrat und andere organische Nitrate werden zur Behandlung der stabilen Angina pectoris eingesetzt. Sie besitzen ein ausgezeichnetes Wirkprofil. Doch schon nach mehrstündiger Anwendung verlieren Nitrate ihre Wirkung und erlangen sie erst nach kurzer Anwendungspause wieder.Show more16.08.1998, 15:19 Uhr
Klinische Pharmazie 6. Folge: Pharmazeutische Betreuung
Mit der Apothekenbetriebsordnung von 1987 wurde die Informations- und Beratungspflicht in das Berufsbild des Apothekers aufgenommen. Im Apothekenalltag zeigt sich, daß viele Patienten einen hohen Informations- und Beratungsbedarf haben und auch bereit sind, eine Beratung anzunehmen. Bei der Erstanwendung eines Arzneimittels, im weiteren Verlauf und schließlich zum Abschluß der Therapie ergeben sich für sie jeweils neue Probleme. Ein Beratungsbedarf besteht also nicht nur am Anfang, sondern auch im Verlauf einer Therapie. Eine bedürfnisgerechte Beratung ist demnach kein einmaliger Vorgang bei der Aushändigung des Arzneimittels, sondern ein Prozeß, der die gesamte Arzneimitteltherapie begleiten sollte. Für diesen Prozeß steht der Begriff der "Pharmazeutischen Betreuung" (Pharmaceutical Care).Show more16.08.1998, 15:19 Uhr
Asthma bronchiale: Besserung durch Leukotrien-Rezeptorantagonisten
Der Leukotrien-Rezeptorantagonist Montelukast verbesserte bei sechs- bis vierzehnjährigen Kindern die Asthmasymptomatik, ohne unerwünschte Wirkungen hervorzurufen. Insbesondere wurde durch die Behandlung mit Montelukast die Lungenfunktion signifikant verbessert.Show more16.08.1998, 15:19 Uhr
Gefäßneubildung: Inhibitoren der Angiogenese als neue Therapiemöglichkeit?
Die Bildung von neuen kapillaren Blutgefäßen (Angiogenese) spielt bei einer Vielzahl von physiologischen Prozessen eine wichtige Rolle. Dieser Prozeß wird sowohl räumlich als auch zeitlich durch ein koordiniertes Zusammenspiel von Aktivatoren und Inhibitoren reguliert. Störungen der Angiogenese können zu Augenerkrankungen (z.B. diabetische Retinopathie), Krebs (Metastasierung eines soliden Tumors), Gefäßerkrankungen (z.B. Arteriosklerose) oder zu chronisch entzündlichen Krankheiten (z.B. rheumatoide Arthritis) führen. Mit Angiogenese-Inhibitoren können diese Erkrankungen möglicherweise therapiert werden.Show more16.08.1998, 15:19 Uhr
Thrombozytenaggregationshemmer für die Sekundärprävention: Clopidogrel: Konku
Acetylsalicylsäure (ASS) gehört als Thrombozytenfunktionshemmer zur Standardtherapie in der Sekundärprophylaxe nach Herzinfarkt und Schlaganfall. Sie senkt das Risiko erneuter ischämischer Attacken um etwa ein Viertel und ist kostengünstig. Künftig wird sich ASS allerdings an dem neuen ADP-Antagonisten Clopidogrel (Plavix®, Iscover®) messen lassen müssen, der seinen Vorteil in einer großangelegten Untersuchung, der CAPRIE-Studie, belegen konnte. Aus Kostengründen wird Clopidogrel bestimmten Risikogruppen vorbehalten bleiben.Show more16.08.1998, 15:19 Uhr
Arzneimittelinformation und Arzneimittelanamnese
Mit der ständig wachsenden Zahl der Arzneimittel nimmt auch der Umfang der hierzu notwendigen Informationen zu. Die Anzahl der Publikationen über Arzneimittel und medikamentöse Therapien steigt rasant an. Alleine im biomedizinischen Bereich werden ca. 1 Million wissenschaftliche Veröffentlichungen pro Jahr publiziert. Die Aufgabe des Apothekers, Arzneimittelinformationen zu beschaffen, die Quelle und den Inhalt zu bewerten und den Bedürfnissen der Empfänger entsprechend bereitzustellen, wird vor diesem Hintergrund noch an Bedeutung zunehmen.Show more09.08.1998, 15:19 Uhr
Therapeutische Ziele und Strategien müssen überdacht werden
Im vergangenen Jahr hat die Amerikanische Diabetes Association (ADA) beschlossen, die Diabetes-Diagnosekriterien zu verschärfen. Der Grund: Epidemiologische Daten belegen inzwischen eindeutig, daß das Risiko für diabetische Folgeschäden, etwa eine Retinopathie, bereits ab Nüchternplasmablutzuckerwerten von etwa 126 mg/dl deutlich zu steigen beginnt. Jetzt fordern Diabetologen, auch die Therapieziele zu überdenken. Auch hier soll versucht werden, die Nüchternplasmablutzuckerspiegel unter einen Wert von 126 mg/dl und entsprechend den HbA1c-Wert unter 7% zu senken.Show more09.08.1998, 15:19 Uhr
Kombination von drei Reverse-Transkriptase-Hemmern
Die Therapie mit drei Reverse-Transkriptase-Hemmern führt bei der HIV-Infektion zu einer stärkeren Suppression der viralen Replikation als die Kombination von zwei Reverse-Transkriptase-Hemmern. Möglicherweise kann mit der Tripeltherapie auch die Resistenzentwicklung verzögert werden.Show more09.08.1998, 15:19 Uhr
Raucher sind doppelt so häufig betroffen
Rauchen verdoppelt das Risiko, im Alter an Alzheimer oder einer anderen Demenzform zu erkranken. So lautet das Ergebnis der Rotterdam Study, in der Alzheimer- und andere Demenzfälle bei 6870 über 55jährigen untersucht wurden. Träger der genetischen Anlage für das Apolipoprotein E4 (APOE4), eines Risikofaktors für die Alzheimer-Demenz, weisen dagegen kein erhöhtes Risiko auf, wenn sie zur Gruppe der Raucher zählten.Show more09.08.1998, 15:19 Uhr
Tirofiban - ein Thrombozyten-Glykoprotein-IIb/IIIa-Rezeptorantagonist
Der Thrombozytenaggregationshemmer Tirofiban (Aggrastat(r)) ist seit August in Deutschland auf dem Markt. Sein Wirkprinzip ist die Hemmung des Thrombozyten-Glykoprotein-IIb/IIIa-Rezeptors. Als Zusatzmedikation neben Acetylsalicylsäure und Heparin senkt er bei Patienten mit instabiler Angina pectoris oder rudimentärem Herzinfarkt (Nicht-Q-Wellen-Infarkt) die Häufigkeit erneuter Infarkte und refraktärer Ischämien sowie das Mortalitätsrisiko.Show more09.08.1998, 15:19 Uhr
Neues Wirkprinzip in der MS-Therapie
Mit Glatirameracetat (Copolymer-1, Copaxone(r)) kommt jetzt nach den Beta-Interferonen ein zweiter Wirkstoff zur Behandlung der Multiplen Sklerose (MS) auf den Markt. Wie die Beta-Interferone eignet sich Glatirameracetat vor allem für Patienten mit relativ wenig Behinderungen in einem frühen Stadium der Erkrankung. Für die Anwendung bei Patienten mit chronisch-progredientem Krankheitsverlauf gibt es derzeit noch keine aussagekräftigen Studien. In der Wirksamkeit ist Glatirameracetat mit den Beta-Interferonen vergleichbar, die Anzahl der Schübe wird im Mittel um etwa 30% reduziert.Show more02.08.1998, 15:18 Uhr
Intrauterines System zur Kontrazeption und zur Behandlung der Menorrhagie
Das neue intrauterine System Mirena(r) ist seit September 1997 in Deutschland zur Empfängnisverhütung auf dem Markt. Im Gegensatz zu anderen Intrauterinsystemen wird durch die Anwendung von Mirena(r), das lokal im Uterus Levonorgestrel freisetzt, die Blutung stark abgeschwächt. Deshalb wird Mirena(r) auch zur Behandlung der Menorrhagie als Alternative zur Hysterektomie erprobt.Show more02.08.1998, 15:18 Uhr
Wem nützen Lipidsenker?
Bei Patienten mit hohem kardiovaskulären Risiko müssen erhöhte Cholesterinspiegel eher behandelt werden als bei Patienten mit niedrigem Risiko. In den USA gibt es einen Score des National Cholesterol Education Program (NCEP), mit dem eine Einteilung in Hoch- und Niedrig-Risikogruppen vorgenommen werden kann. Dessen Aussagefähigkeit wurde nun mit der einer modifizierten Version verglichen, die das Alter der Patienten stärker berücksichtigt.Show more02.08.1998, 15:18 Uhr
Compliance
Das Befolgen der Verschreibung und der Gebrauchsanweisung - die Compliance - soll den Erfolg der medizinischen Behandlung eines Patienten garantieren. Damit wird von allen, die an der Therapie beteiligt sind, ökonomische und soziale Verantwortung wahrgenommen. Die Gesellschaft erwartet vom Apotheker, daß er im gesetzlichen Rahmen und in Kenntnis der Bedürfnisse der Partner im Gesundheitswesen das Problem der Non-Compliance angeht und Lösungen sucht.Show more02.08.1998, 15:18 Uhr
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