Pharmazie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Wer zahlt die Mehrkosten bei Fampyra?
Die Fampridin-Generika sind weg, der Festbetrag dennoch niedrig: MS-Patient*innen, die Fampyra® brauchen, zahlen pro Vier-Wochen-Packung über 80 Euro. Oder übernehmen die Krankenkassen in diesem Ausnahmefall die Mehrkosten? Die DAZ hat recherchiert.Show morepharmazie
Patient oder Krankenkasse
13.05.2026, 13:00 Uhr
Die Renaissance einer altbekannten Substanz
Bei Arsen denken die meisten Pharmazeuten eher an ein stark wirkendes Gift als an ein Arzneimittel. Das kann sich bald ändern. Amerikanische Krebsforscher haben jetzt nämlich die Arbeiten von chinesischen Wissenschaftlern bestätigt, die gefunden hatten, daß Arsentrioxid gegen eine spezielle Leukämieform wirksam ist. Bei elf von zwölf Patienten mit akuter Promyelozytenleukämie kam es nach einer entsprechenden Behandlung zu einer Remission, die 12 bis 39 Tage anhielt. Der Wirkmechanismus von Arsentrioxid ist noch nicht geklärt. Die Befunde sprechen dafür, daß die Wirkung dieser Substanz vor allem auf der Induktion des programmierten Zelltodes (Apoptose) beruht.Show more03.01.1999, 16:22 Uhr
Protonenpumpenhemmer
In der oralen Medikation reicht es nicht aus, über einen potenten Wirkstoff zu verfügen; von vergleichbarer Wichtigkeit ist es, diesen Stoff in angemessener Zeit und im erforderlichen Umfang an seinen Wirkort zu bringen. Darin liegt die Aufgabe der Galenik, das heißt: Die Verfügbarkeit eines oral zugeführten Wirkstoffs wird in Ausmaß und Geschwindigkeit wesentlich von der galenischen Zubereitung bestimmt. In der vorliegenden Untersuchung wurden vier Präparate von drei Protonenpumpenhemmern (PPI), nämlich Lansoprazol, Omeprazol und Pantoprazol, auf ihre Freisetzung aus den jeweiligen Kapseln bzw. Tabletten in vitro getestet.Show more03.01.1999, 16:22 Uhr
Gentechnisch hergestellte Medikamente werden immer wichtiger
Fast drei Viertel (73%) der Bevölkerung sind mittlerweile der Ansicht, daß die Gentechnik für die Medizin Fortschritte bringt, und knapp 57% würden gentechnisch hergestellte Arzneimittel einnehmen. Dies ergab eine repräsentative Umfrage des EMNID-Instituts, die im Frühjahr 98 durchgeführt wurde. Die gentechnische Herstellung von Proteinen hat gegenüber ihrer konservativen Gewinnung aus Organen oder Geweben zahlreiche Vorteile: Größere Mengen eines bestimmten Proteins sind in höherer Reinheit herstellbar, und die Gefahr der Übertragung von Infektionskrankheiten kann minimiert werden.Show more03.01.1999, 16:22 Uhr
Stickstoffmonoxid als kardiovaskulärer Botenstoff
Die Geschichte der Medizin kennt zahlreiche Beispiele dafür, daß die klinische Wirksamkeit eines Medikamentes nicht zwangsläufig an ein Verständnis des Wirkmechanismus gebunden ist. Wer heilt, hat recht, mag sich auch jener Arzt gedacht haben, der dem herzkranken Erfinder des Dynamits Nitroglycerin in einer allerdings anderen Zubereitung verordnet hatte. Die Frage, was sich nach Gabe organischer Nitrate auf molekularer Ebene in den Gefäßen abspielt, blieb auch noch Jahrzehnte nach dem Tode Alfred Nobels ungeklärt.Show more13.12.1998, 16:21 Uhr
Warum ein Schnupfen bei Kleinkindern keine Bagatelle ist
Während für Erwachsene ein Schnupfen zumeist eine banale Angelegenheit darstellt, kann dies für kleine Kinder eine ernsthafte, im Extremfall sogar lebensbedrohliche Erkrankung sein. Die vermeintliche Bagatellerkrankung verlangt daher bei Säuglingen und Kleinkindern besondere Aufmerksamkeit und eine konsequente Therapie, die alle bestehenden Möglichkeiten ausnutzt. Hierzu gehören auch schleimhautabschwellende Nasentropfen, die gute Erfolge erzielen und bei richtigem Gebrauch ohne Bedenken eingesetzt werden können.Show more13.12.1998, 16:21 Uhr
Unliebsame Begleiter in der kalten Jahreszeit
Erkältungskrankheiten sind diejenigen Krankheiten, mit denen es der Hausarzt am häufigsten zu tun hat. Auch bei der Selbstmedikation in der Apotheke spielen Schnupfen, Husten und "grippale Infekte" eine herausragende Rolle, vor allem in der kalten Jahreszeit. Bereits mit wenigen zielgerichteten Fragen kann sich der Apotheker ein erstes Bild vom Krankheitszustand des Patienten machen. Harmlose Beschwerden lassen sich im Rahmen der Selbstmedikation behandeln. Sind die Symptome dagegen schwerwiegend oder dauern längere Zeit an, ist dem Patienten der Besuch bei seinem Hausarzt anzuraten.Show more13.12.1998, 16:21 Uhr
Neuer Protonenpumpeninhibitor Rabeprazol
Die Protonenpumpenhemmer haben sich gemausert. Nach anfänglichen Vorbehalten bei der Markteinführung der ersten Wirkstoffe gelten sie inzwischen nach Ansicht der Gastro-Liga als Medikamente der Wahl in der Therapie säurebedingter Erkrankungen, wie Refluxösophagitis und Magen- und Dünndarm-Ulzera. Der neue Protonenpumpeninhibitor Rabeprazol (Pariet(r)), der seit 1. Dezember 1998 im Handel ist, zeichnet sich durch einen schnellen Wirkungseintritt aus.Show more06.12.1998, 16:21 Uhr
Umstellung auf Entacapon: aber wie?
Der COMT-Hemmer Tolcapon wurde vor kurzem wegen seiner leberschädigenden Wirkung vom Markt genommen (siehe DAZ 48, S. 12). Unsicherheit besteht nun darüber, wie die Patienten, die bislang Tolcapon erhalten haben, weiter behandelt werden sollen. Aussagefähige Studien darüber existieren nicht. Die Neurologen Prof. Dr. Günther Deuschl, Kiel, Prof. Dr. Werner Poewe, Innsbruck, und Prof. Dr. Wolfgang Oertel, Marburg, haben sich nun aufgrund ihrer Erfahrungen gemeinsam auf bestimmte (ungeprüfte) Vorgehensweisen geeinigt.Show more06.12.1998, 16:21 Uhr
Behandlungserfolge mit Proteasehemmern stimmen optimistisch
Am 1. Dezember war Welt-AIDS-Tag. Die Tatsache, daß sich die Zahl der Todesfälle und der schweren, AIDS-assoziierten Erkrankungen dramatisch reduziert hat, gibt Anlaß zu verhaltenem Optimismus. Auch viele der bedrohlichen Begleiterkrankungen sind zu Raritäten geworden. Hierfür ist vor allem die schlagkräftige Kombinationstherapie mit Proteasehemmern verantwortlich. Das derzeit vielversprechendste Therapieschema besteht in der Kombination zweier Nukleosidanaloga mit einem Proteasehemmer.Show more06.12.1998, 16:21 Uhr
Exitus letalis nach Einnahme von Viagra(r)
Das Spektrum der durch Arzneimittel verursachten schweren Hautreaktionen umfaßt drei Erkrankungsbilder: 1.Erythema exsudativum multiforme majus (EEMM), 2.Steven-Johnson-Syndrom (SJS), 3.Toxische Epidermale Nekrolyse (TEN; früher: medikamentöses Lyell-Syndrom). Bereits 1984 und 1991 hatte die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) über diese oft, allerdings nicht ausschließlich im Zusammenhang mit der Einnahme bestimmter Arzneimittel, vorkommenden schweren Hautreaktionen berichtet. Nachfolgend wird über die in diesem Zusammenhang wichtigsten Risiko-Medikamente und die Organisation diesbezüglicher Meldungen informiert.Show more06.12.1998, 16:21 Uhr
Neue Optionen in der Hochdrucktherapie
Nur bei bestenfalls jedem zweiten Hypertoniker wird eine ausreichende Blutdruckkontrolle erreicht. Ursache ist meist eine unzureichende Compliance infolge unerwünschter Nebenwirkungen. Es besteht somit noch eindeutig Bedarf für neue Antihypertensiva. Zwei neue Wirkstoffe, der Calciumantagonist Lacidipin und der Angiotensin-1-Rezeptorantagonist Telmisartan, wurden bei der Hochdruckligatagung 1998 in Freiburg vorgestellt.Show more06.12.1998, 16:21 Uhr
Therapiestandards und Neuentwicklungen bei Darmkrebs
Anders als vor 15 Jahren beschränkt man sich bei der Behandlung von Kolorektalkarzinomen nicht mehr auf die Operation. Welche Nachbehandlungen heute Standard sind und welche neuen Substanzen die Therapie in den nächsten Jahren verändern könnten, erläuterte Dr. Andreas Harstrick, Essen, bei einer Veranstaltung der Apothekerkammer Westfalen-Lippe.Show more06.12.1998, 16:21 Uhr
Arzneimittelinduzierte schwere Hautreaktionen
Das Spektrum der durch Arzneimittel verursachten schweren Hautreaktionen umfaßt drei Erkrankungsbilder: 1.Erythema exsudativum multiforme majus (EEMM), 2.Steven-Johnson-Syndrom (SJS), 3.Toxische Epidermale Nekrolyse (TEN; früher: medikamentöses Lyell-Syndrom). Bereits 1984 und 1991 hatte die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) über diese oft, allerdings nicht ausschließlich im Zusammenhang mit der Einnahme bestimmter Arzneimittel, vorkommenden schweren Hautreaktionen berichtet. Nachfolgend wird über die in diesem Zusammenhang wichtigsten Risiko-Medikamente und die Organisation diesbezüglicher Meldungen informiert.Show more06.12.1998, 16:21 Uhr
Spendebereitschaft rettet Leben
Allein in Deutschland werden jährlich etwa 2300 Nieren, 580 Herzen, 780 Lebern und 4000 Augenhornhäute transplantiert. Allerdings stehen rund fünfmal so viele Patienten auf der Warteliste für eine Nierentransplantation, und rund doppelt so viele Patienten warten auf ein Spenderorgan für eine Herz- oder eine Lebertransplantation. Nicht wenige davon müssen wegen des Mangels an Spenderorganen vorzeitig sterben. Nur 65% aller Deutschen sind zu einer Organspende bereit, aber 95% möchten im Krankheitsfall ein Organ transplantiert bekommen.Show more29.11.1998, 16:20 Uhr
Heilkraft des Salzes wird unterschätzt
Eine Art Renaissance erlebt derzeit die Salztherapie, also die Anwendung von Salz in Form von Tinkturen, Inhalationen, Bädern oder, sehr aktuell, in Form der regelmäßigen Nasenspülung mit isotoner Salzlösung zur Vorbeugung von Erkältungen. Seit vielen Jahrhunderten schon ist die Heilkraft des Salzes bekannt und wird in der Balneologie genutzt. Nachdem sich die heilenden Effekte nicht generell nach schulmedizinischen Kriterien fassen ließen, gerieten die Verfahren aber in Vergessenheit. Eine neue Theorie geht nun davon aus, daß Salzbäder nicht bei allen Menschen gleich wirksam sind. Ähnlich wie es von der Homöopathie bekannt ist, scheinen ihre heilenden Effekte von der konstitutionellen Verfassung des Patienten abhängig und vor allem bei einer "lymphatischen Diathese" indiziert zu sein. Bei der Salztherapie handelt es sich somit um ein Behandlungsprinzip, das nicht nur gezielt bei bestimmten Erkrankungen angezeigt ist, sondern auch wenn es gilt, eine allgemein den Organismus stärker "tonisierende" Wirkung zu vermitteln.Show more29.11.1998, 16:20 Uhr
Basiliximab - neuer monoklonaler Antikörper gegen T-Zell-Rezeptor
Die Transplantationsmedizin hat seit der ersten klinisch erfolgreichen Nierentransplantation 1954 eine stürmische Entwicklung genommen. Dies ist vor allem auf die Erfolge der immunsuppressiven Behandlung zurückzuführen. Jetzt wurde das neue Immunsuppressivum Basiliximab (Simulect(r)) eingeführt. Der monoklonale Antikörper richtet sich gegen einen T-Zell-Rezeptor, der maßgeblich an der Immunabwehr beteiligt ist. Basiliximab ist seit November 1998 zunächst für die Nierentransplantation zugelassen. Mit der Zulassung für Herz- und Lebertransplantationen wird in den nächsten Jahren gerechnet.Show more29.11.1998, 16:20 Uhr
Vitamin D und Calcium halbieren das Sturzrisiko
Eine Vitamin-D-Prophylaxe, wie sie für Säuglinge selbstverständlich ist, sollten in Zukunft auch deren Großeltern durchführen. Denn sie können so ihr Risiko für gefährliche Schenkelhalsfrakturen reduzieren. Diese Konsequenz läßt sich aus einer jüngst in Bad Pyrmont durchgeführten Interventionsstudie zur Wirkung von Calcium und Vitamin D ableiten.Show more29.11.1998, 16:20 Uhr
Pharmazeutische Betreuung von Krebspatienten
Studien zur Pharmazeutischen Betreuung haben bereits verschiedene Patientengruppen erfaßt. Krebspatienten standen noch nicht im Mittelpunkt einer solchen Studie. Frau Prof. Marion Schaefer von der Arbeitsgruppe Arzneimittelepidemiologie/Sozialmedizin an der Humboldt-Universität Berlin faßte zusammen, was für die Pharmazeutische Betreuung von Krebspatienten wichtig sein könnte.Show more29.11.1998, 16:20 Uhr
Misteltherapie bei Krebserkrankungen
Mistelpräparate sind als Anthroposophika, Homöopathika oder Phytotherapeutika im Rahmen der "besonderen Therapierichtungen" zugelassen. Sie genießen also einen Sonderstatus; anstelle eines Wirksamkeitsnachweises genügen bei diesen Arzneimitteln begründete Wirksamkeitsvermutungen für die Zulassung. Kann man Krebspatienten die Misteltherapie jedoch guten Gewissens empfehlen?Show more29.11.1998, 16:20 Uhr
Knorpel stabilisieren, Nebenwirkungen reduzieren
Rheumakranke können hoffen, die Forschung der NSAR, der nichtsteroidalen Antirheumatika ist in Bewegung gekommen. Zum einen hoffen die Pharmakologen, die bei NSARs unerwünschten Wirkungen drastisch zu reduzieren, zum anderen werden neue Medikamente entwickelt, die den Knorpel in den Gelenken schützen.Show more22.11.1998, 16:20 Uhr
Aggressive Cholesterinsenkung nützt dem Herzen
Patienten mit stabiler koronarer Herzkrankheit haben einen signifikanten kardiovaskulären Nutzen durch eine aggressive LDL-Cholesterin-Senkung (LDL-C, auch als "schlechtes" Cholesterin bezeichnet) auf Werte unter 100 mg/dl (2,6 mmol/l). Die Ergebnisse der AVERT-Studie (Atorvastatin Versus Revascularisation Treatments) zeigen, daß 87% der in die Atorvastatin-Gruppe randomisierten Patienten keine kardiovaskulären Ereignisse erlitten, obwohl sie an Stelle der eigentlich empfohlenen Ballondilatation die medikamentöse Therapie für die Dauer der 18monatigen Studienzeit erhielten.Show more22.11.1998, 16:20 Uhr
Efavirenz: HIV-Patienten profitieren von einmal täglicher Einnahme
Der nicht-nukleosidische Reverse-Transkriptase-Inhibitor (NNRTI) Efavirenz (DMP 266) ist das erste HIV-Therapeutikum, das nur einmal täglich eingenommen werden muß. Efavirenz wurde von der amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) im September 1998 zugelassen; in Deutschland wird Efavirenz von DuPont Pharma, Bad Homburg, voraussichtlich im Frühjahr 1999 unter dem Warenzeichen Sustiva(r) in den Markt eingeführt.Show more22.11.1998, 16:20 Uhr
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