Pharmazie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Hoher Blutdruck trotz Behandlung
Etwa 1,4 Milliarden Menschen weltweit litten im Jahr 2024 an Bluthochdruck. Betroffen sind vor allem Einwohner von Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen, nur etwa jeder fünfte erhält eine adäquate Behandlung. In Deutschland sind rund 20 Millionen Erwachsene zwischen 30 und 79 Jahren von Bluthochdruck betroffen, bei nur etwa der Hälfte davon ist die Erkrankung unter Kontrolle. Welche Ursachen gibt es für eine resistente Hypertonie und was kann man dagegen tun?Show morepharmazie
Therapieresistente Hypertonie
15.05.2026, 15:50 Uhr
Probiotischer Kulturenkomplex reduziert Symptome
Probiotischen Mikroorganismen werden positive gesundheitliche Wirkungen zugesprochen. Der wissenschaftliche Nachweis ist allerdings schwierig. Erstmalig wurde nun kürzlich gezeigt, dass Dauer und Ausprägung viraler Erkältungskrankheiten signifikant durch den Einsatz eines speziellen probiotischen Kulturenkomplexes gesenkt werden können.Show more02.10.2005, 16:12 Uhr
Ein wenig länger leben
Kein anderer solider Tumor hat so geringe Heilungschancen wie der Lungenkrebs. Ein neues Krebsmittel, Erlotinib (Tarceva®), kann im späten Krankheitsstadium dem Tod wenige Monate abringen und die Symptomatik lindern.Bei einzelnen Patienten gelingen spektakuläre Remissionen. Der Tyrosinkinase-Inhibitor wurde am 21. September zur Zweit- und Dritt-Linien-Therapie von Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem nicht-kleinzelligem Bronchialkarzinom in Europa zugelassen.Show more02.10.2005, 16:12 Uhr
Bessere Freigabekontrolle von Tamsulosin
Der Alpha1-Rezeptorantagonist Tamsulosin ist zur Behandlung von Symptomen des unteren Harntrakts bei der benignen Prostatahyperplasie zugelassen. Zurzeit sind zwei Darreichungsformen mit verzögerter Wirkstofffreisetzung auf dem Markt. Bisherige Untersuchungen ergaben für die neue Darreichungsform auf Basis der OCAS®-Technologie ein günstigeres pharmakokinetisches Profil als bei den herkömmlichen Retardkapseln, was zu einer besseren Wirksamkeit und Verträglichkeit von Tamsulosin führen könnte.Show more25.09.2005, 16:12 Uhr
Erheblicher Beratungsbedarf für Frauen mit Epilepsi
"Out of the shadows" heißt eine weltweite Kampagne, die von der International League Against Epilepsie, dem International Bureau for Epilepsy und der WHO mit dem Ziel initiiert wurde, das Wissen über die Epilepsie weltweit zu verbessern. Ein speziell für Frauen konzipierter Teil der Kampagne unter dem Titel "Guide your journey" oder "Selbstbewusst durchs Leben" will auf die besonderen Bedürfnisse von Epilepsiepatientinnen aufmerksam machen und den Frauen selbst Strategien für die Lebensplanung an die Hand geben. Eine dringend notwendige Aktion!Show more25.09.2005, 16:12 Uhr
Sicher diagnostizieren und operieren
Die Magnetenzephalographie (MEG) ist eine präzise und besonders patientenschonende Lokalisationsdiagnostik im Gehirn, die bei Epilepsie und präoperativer Diagnostik zum Einsatz kommt. Dies schafft die Grundlage für eine sichere Operation von bestimmten Epilepsie-Formen.Show more25.09.2005, 16:12 Uhr
PDE-4-Hemmer – Ausweg aus der Corticoidresistenz?
Die Atemnot bei chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) kann symptomatisch mit Bronchodilatatoren gebessert werden. Aber gegen das Fortschreiten der irreversiblen Lungenzerstörung ist bis heute kein Kraut gewachsen, mit Ausnahme von Rauchstopp. Die COPD-typische Entzündung ist durch inhalative Corticosteroide nur unbefriedigend zu beeinflussen. Hoffnung machen in der COPD-Behandlung Substanzen mit anderen entzündungshemmenden Mechanismen, wie der selektiven Hemmung der Phosphodiesterase 4.Show more25.09.2005, 16:12 Uhr
Mukoviszidose: Neue Herausforderungen durch längere Lebensdauer
Die Prognose der Kinder mit Mukoviszidose hat sich in den vergangenen drei Jahrzehnten deutlich verbessert, die Mehrzahl der Kinder erreicht inzwischen das Erwachsenenalter. Damit aber wird die medizinische Versorgung, die früher fast ausschließlich in den Händen der Pädiater lag, zunehmend zu einer Herausforderung für die Erwachsenenmedizin.Show more25.09.2005, 16:12 Uhr
Generisches Fentanyl-Pflaster im Markt
Opioid-Pflaster erfreuen sich bei Ärzten und Patienten steigender Beliebtheit - wegen der guten Schmerzlinderung bei reduzierten Nebenwirkungen. Die Kassen dürfen sich nun über das erste generische Fentanyl-Schmerzpflaster freuen: Eines der umsatzstärksten Arzneimittel in Deutschland (335 Mio Euro) hat seit dem 15. August mit Fentanyl-Hexal® TTS einen preiswerteren Nachahmer gefunden. Dem Fentanyl-Reservoirpflaster wird in Kürze das Matrixpflaster folgen.Show more18.09.2005, 16:11 Uhr
Langzeiteffekte zytostatischer und endokriner Therapien
Seit Mitte des Jahres liegen die Ergebnisse der vierten weltweiten Metaanalyse einer internationalen Brustkrebsstudiengruppe vor. In ihr wurden die Langzeiteffekte zytostatischer und endokriner Therapien bei rund 145.000 Frauen mit Brustkrebs im frühen Stadium ausgewertet. Fazit: Auch nach 15 Jahren zeigt sich der Benefit einer Therapie, die im Idealfall die Mortalitätsrate halbieren kann.Show more18.09.2005, 16:11 Uhr
Milch ist gesund, doch nicht jeder verträgt sie
Unspezifische, immer wiederkehrende Bauchbeschwerden wie Übelkeit, Blähungen und Durchfall - hinter diesen Symptomen könnte sich eine Milchzuckerunverträglichkeit verstecken. Was viele nicht wissen: Die Lactoseintoleranz ist auch hierzulande weit verbreitet. Man schätzt, dass etwa fünf bis 15 Prozent der erwachsenen Deutschen Probleme mit der Verdauung von Milchzucker haben. Allerdings ist die Unverträglichkeit nicht bei allen gleich schwer ausgeprägt - und es gibt mittlerweile verschiedene Möglichkeiten, dem Problem im Alltag zu begegnen.Show more18.09.2005, 16:11 Uhr
Hämorrhoiden – Hilfe gegen den Juckreiz, für unbeschwerte Sitzungen
"Ich hätte gerne eine Hämorrhoidensalbe!" - Schnell können wir unserem Kunden, unserer Kundin Zusammensetzung unserer Hämorrhoidensalben nennen, ihm oder ihr Salbe oder Zäpfchen anbieten und verkaufen. Auf dem Gebiet der Wirkstoffe und Zusammensetzungen fühlen wir uns sicher. Hier beraten wir gut und gerne. Aber wie sieht es mit unserem Anspruch aus, die Eigendiagnose des Kunden abzuklären?Show more18.09.2005, 16:11 Uhr
Glitazon verhindert Tod, Infarkte und Schlaganfälle
Die hohe kardiovaskuläre Gefährdung der Typ-2-Diabetiker lässt sich durch Pioglitazon (Actos®) statistisch signifikant reduzieren. Das zeigen die Daten der PROactive-Studie, die beim Kongress der Europäischen Gesellschaft zum Studium des Diabetes (EASD) in Athen erstmals vorgestellt wurden. Pioglitazon ist das einzige Antidiabetikum, für das eine solche protektive Wirkung gezeigt werden konnte.Show more18.09.2005, 16:11 Uhr
Intravenöse Acetylsalicylsäure: Schneller Wirkeintritt
Aspirin® i.v. (D,L-Lysinacetylsalicylat Glycin) wurde am 6. Juli 2005 in Deutschland zugelassen und ist ab sofort im Handel. Es ersetzt die seit 1976 unter dem Handelsnamen Aspisol® zur Verfügung stehende injizierbare Acetylsalicylsäure, die zum 1. Januar 2006 außer Vertrieb gesetzt wird, wie Bayer HealthCare mitteilte.Show more18.09.2005, 16:11 Uhr
Fibrose
Fibrosen oder Sklerosen entstehen durch pathologische Überaktivitäten des Bindegewebes, das dadurch hart, derb und wenig elastisch wird und seine Funktion nur noch eingeschränkt erfüllt. Ursachen liegen häufig in chronischen Entzündungen oder einer überschießenden Wundheilung. Verschiedene Autoimmunerkrankungen wie Lupus erythematodes, Gefäßentzündungen oder Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises greifen häufig fibrotisch auf die inneren Organe über. Die Vermehrung der Fibroblasten (Bindegewebszellen) und die starke Einlagerung von Kollagen kann schließlich zum völligen Funktionsverlust des Organs und zum Tod des Patienten führen. Bislang sind noch keine Therapien etabliert, die gezielt das Wuchern des Bindegewebes stoppen.Show more18.09.2005, 16:11 Uhr
Omalizumab unterbricht allergische Kettenreaktion
Omalizumab (Xolair®) ist ein neuer monoklonaler Antikörper, der zur Behandlung von schwerem allergischem Asthma eingesetzt wird. Omalizumab wirkt, indem es Immunglobulin E, das Schlüsselmolekül der allergischen Reaktion, gezielt blockiert und dadurch die Entzündungsreaktion verhindert. Xolair® soll in Kürze bei uns auf den Markt kommen.Show more18.09.2005, 16:11 Uhr
Bisphosphonat jetzt als Monatstablette
Ein Jahr nach der Verordnung eines Bisphosphonates nehmen nur noch ein Drittel der Frauen dieses ein. Der Anteil steigt bei nur wöchentlicher Einnahme auf 50%. Auf eine weit bessere Compliance und damit auf einen zuverlässigeren Frakturschutz hoffen die Experten bei der nur einmal monatlichen Gabe des Bisphosphonates, wie sie jetzt durch die Monatstablette mit 150 mg Ibandronat (Bonviva®) möglich wird.Show more18.09.2005, 16:11 Uhr
Bei Zerebralparese gezielt Muskeltonus senken
Der pathologisch erhöhte Muskeltonus ist eines der wesentlichen Probleme bei Kindern mit infantiler Zerebralparese (siehe Kasten). Immer mehr setzt sich die gezielte Injektion von Botulinumtoxin A durch, um Spasmen lokal zu reduzieren. Botox® kann dabei auf ein gutes Sicherheitsprofil verweisen.Show more11.09.2005, 16:11 Uhr
Bald Impfstoff gegen Rotaviren
In den ersten Monaten des kommenden Jahres wird vermutlich ein Impfstoff gegen Rotaviren durch die EMEA zugelassen werden. Mit dem Vakzin, das von Sanofi Pasteur MSD entwickelt wurde und das sich durch eine hohe Effektivität und gute Verträglichkeit auszeichnet, sollen Kinder in den ersten Lebensmonaten geimpft werden, hieß es beim "4. Weltkongress für Infektionskrankheiten bei Kindern" in Warschau.Show more11.09.2005, 16:11 Uhr
Die Blutgruppe als Diätbasis
Im Rahmen unserer Serie "Diäten unter der Lupe" wollen wir Ihnen in dieser und in der nächsten Folge einige zum Teil als obskur zu bezeichnende Diätformen vorstellen. Ihnen mangelt es größten Teils an wissenschaftlichen Belegen und sie sind kaum empfehlenswert – dennoch werden auch diese Diätformen immer wieder nachgefragt, sodass man ihre Prinzipien für die Beratung parat haben sollte. Heute geht es um die Blutgruppendiät – frei nach dem Motto "sage mir deine Blutgruppe und ich sage dir, wie du am besten abnimmst".Show more11.09.2005, 16:11 Uhr
Integrin-Antikörper bewirken Remission
In der medikamentösen Therapie der Colitis ulcerosa kommen hauptsächlich Aminosalicylate (Mesalazin, Sulfasalazin, Olsalazin), im akuten Schub zusätzlich Glucocorticoide (z. B. Prednison) zur Anwendung. Letztere besitzen jedoch zahlreiche unerwünschte Wirkungen, weshalb intensiv nach nebenwirkungsärmeren Behandlungsmöglichkeiten gesucht wird. Eine viel versprechende Option ist die Verhinderung der Migration von Leukozyten in das entzündete Dünndarmgewebe durch Blockade von zellulären Adhäsionsmolekülen, wie in einer kürzlich veröffentlichten Studie gezeigt wurde.Show more11.09.2005, 16:11 Uhr
Benfotiamin und Diabetes
Die Prävalenz und Inzidenz des Diabetes mellitus Typ 2 ist weltweit dramatisch angestiegen. Zugleich nahmen die durch ihn verursachten Spätschäden an Nerven, Blutgefäßen, Augen, Nieren u. a. zu. Sie beeinträchtigen die Lebensqualität der Patienten erheblich und verringern ihre Lebenserwartung um bis zu 30%. Eine viel versprechende Option zur Vermeidung dieser Komplikationen ist das Benfotiamin, ein lipidlösliches Prodrug des wasserlöslichen Thiamin (Vitamin B1). Nach tierexperimentellen Studien ist Benfotiamin in der Lage, vier Hyperglykämie-bedingte pathologische Stoffwechselwege zu hemmen, die maßgeblich für die gefürchteten Spätschäden des Diabetes verantwortlich sind.Show more11.09.2005, 16:11 Uhr
Insulinsensitizer bei Alzheimer-Demenz
Derzeit wird in Studien ein neuer Ansatz verfolgt, um Alzheimer-Patienten zu helfen: Rosiglitazon (Avandia®), das bisher in der Therapie des Diabetes mellitus Typ 2 eingesetzt wurde, wird in Phase-II-Studien auf Wirksamkeit und Verträglichkeit bei Alzheimer-Patienten getestet. Es soll das Fortschreiten des Morbus Alzheimer verlangsamen können.Show more11.09.2005, 16:11 Uhr
Alendronat und Vitamin D als Fixkombination
Zur Therapie der postmenopausalen Osteoporose bei Patienten mit Vitamin-D-Mangel steht das Bisphosphonat Alendronat in einer Tablette mit der wöchentlich empfohlenen Menge an Vitamin D (2800 I.E.) zur Verfügung. Fosavance® vermindert das Risiko für Wirbel- und Hüftfrakturen.Show more11.09.2005, 16:11 Uhr
Bortezomib gegenüber Dexamethason überlegen
Bortezomib ist der erste Vertreter einer Substanzklasse mit völlig neuartigem Wirkprinzip, der Proteasomen-Inhibition. Diese greifen einen Enzymkomplex an, der eine zentrale Rolle bei der Aufrechterhaltung der Homöostase von Zellen, bei Zellwachstum und Apoptose spielt. Zurzeit ist Bortezomib (Velcade®) zur Zweit-Linien-Therapie des multiplen Myeloms zugelassen.Show more11.09.2005, 16:11 Uhr
Interdisziplinäre Verknüpfungen erwünscht
Im Sommersemester 2005 haben die ersten Staatsexamensprüfungen in Klinischer Pharmazie stattgefunden, im demnächst beginnenden Wintersemester 2005/06 wird die neue Disziplin erstmals Pflichtfach für alle Prüflinge im zweiten Abschnitt des pharmazeutischen Examens. Doch Ausbildung und Prüfung in Klinischer Pharmazie sind an den deutschen Hochschulstandorten der Pharmazie weiterhin sehr unterschiedlich organisiert. Das neue Fach ist an einigen Standorten sehr gut vorangekommen, aber der Weg zu einem "normalen" Fach innerhalb der Pharmazie erscheint an einigen Universitäten noch weit.Show more11.09.2005, 16:11 Uhr
Formuladiäten - Abnehmen mit Pulvernahrung
Mit dem BCM-Programm (DAZ Nr. 33/2005, S. 62 f.) sind wir in unserer Serie "Diäten unter der Lupe" in den Bereich der Formuladiäten eingestiegen. Heute stellen wir das Prinzip der Formuladiäten detailliert vor und nennen Vor- und Nachteile. Die Gewichtsreduktion erfolgt bei dieser Diätform mithilfe von pulverförmigen, bilanzierten Fertigmahlzeiten, die während der Diätphase konventionelle Mahlzeiten ganz oder teilweise ersetzen.Show moreDiäten unter der Lupe (Teil 11)
04.09.2005, 16:11 Uhr
Folsäure präventiv einnehmen
Seit 1994 wird Frauen mit Kinderwunsch die tägliche Einnahme von Folsäure zur Prävention von Neuralrohrdefekten empfohlen. Doch lediglich der Hälfte der Frauen im gebärfähigen Alter ist die Bedeutung der Folsäure überhaupt bekannt. Die Akzeptanz der Empfehlung ist gering, die Prävalenz der Neuralrohrdefekte in den letzten zehn Jahren kaum rückläufig. Aufklärung durch den Apotheker tut Not. Zumal aktuelle Studien zeigen, dass die Einnahme von 400 µg zu wenig sein kann. Und dass sich mit adäquater Folsäuresubstitution nicht nur Neuralrohrdefekten, sondern auch anderen Fehlbildungen vorbeugen lässt.Show more04.09.2005, 16:11 Uhr
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