Pharmazie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Neues zu Chikungunya, FSME und Meningokokken
Vierfach-Impfung gegen Meningokokken für Jugendliche, neue STIKO-Empfehlung zu Chikungunya und ein verlängerter Booster-Abstand bei Encepur – das ändert sich bei Reiseimpfungen. Der Ständige Ausschuss für Reisemedizin rät zudem allen Reisenden zur Grippeimpfung – und weicht damit von der STIKO ab.Show moreKieferosteonekrosen: Vor der Therapie mit Bisphosphonaten die Zähne sanieren
Unter einer Behandlung mit Bisphosphonaten sind bei Tumorpatienten Kieferosteonekrosen zwar eine sehr seltene, allerdings auch eine schwerwiegende Komplikation. Vorsichtshalber sollte bei den Patienten eine eingehende zahnärztliche Voruntersuchung erfolgen, ehe mit der Behandlung begonnen wird.Show moreChronische Schmerzen: Retardiertes Hydromorphon als neue Therapiemöglichkeit
Vorteilhaft bei der Therapie mit Opioiden sind lang wirksame Substanzen, die ein gleichmäßiges analgetisches Niveau aufrechterhalten. Retardierte Opioidanalgetika verursachen bei langfristiger Anwendung keinen "Kick" und lösen keine psychische Abhängigkeit aus. Der Patient erfährt nicht primär die euphorisierende, sondern die analgetische Wirkung des Opioids. Mit Jurnista® steht seit Juli 2006 das semisynthetische Morphinderivat Hydromorphon in einer Retardformulierung zur Verfügung, die nur einmal am Tag eingenommen werden muss.Show moreBehandlung der Gicht: Neues Urikostatikum Febuxostat
Konkurrenz für Allopurinol? Mit Febuxostat befindet sich ein neuer selektiver Xanthinoxidase-Hemmer in der Entwicklung, der in einer multizentrischen Vergleichsstudie leichte Vorteile gegenüber Allopurinol aufwies. Febuxostat führte zu einer stärkeren Abnahme des Harnsäurespiegels; im Hinblick auf klinische Parameter wie dem Ausmaß der Gichtknoten oder der Häufigkeit von Gichtanfällen, wurde kein signifikanter Unterschied festgestellt.Show moreC. Rosado, M. UnkaufPenciclovir – auch bei for
Da Ausbrüche von Lippenherpes (Herpes labialis) oft als beschämend empfunden werden, fällt es im Apothekenalltag nicht immer leicht, Betroffene auf Infektionszeichen anzusprechen. Dabei lohnt es sich, diesen Schritt zu versuchen: Durch eine verbesserte topische Therapie stei–gen die Chancen auf eine erfolgreiche Behandlung. Ein azyklisches Nukleosidanalogon hat in Studien unter Beweis gestellt, dass sich bei Anwendungsbeginn bei den ersten Anzeichen, im fortgeschrittenen Stadium des Lippenherpes und noch im Bläschenstadium eine beschleunigte Abhei–lung erreichen lässt.Show moreInterview: Wohin geht die Alzheimer-Forschung in der Zukunft?
Weltweit wird intensiv nach möglichen Angriffspunkten für eine gezielte, ursächliche Behandlung des Morbus Alzheimer geforscht, an der weltweit Millionen von Menschen erkrankt sind. Doch wird Alzheimer in absehbarer Zeit wirklich heilbar sein? Oder lässt sich der langsame Hirnverfall wenigstens aufhalten? Wir sprachen darüber mit Dr. med. Stefan Teipel, Stationsarzt des Alzheimer Gedächtniszentrums der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie in München.Show moreR. SchlengerAlzheimer oder das Ende der Erinnerung
Als Professor Alois Alzheimer 1906 erstmals "Über eine eigenartige Erkrankung der Hirnrinde" referierte, taten seine Kollegen den Fall als exotisch ab. Die "Krankheit des Vergessens", wie ihr Entdecker sie nannte, passte in keine Schablone. Sie wurde noch Jahrzehnte als seltene Form von Altersschwachsinn verharmlost. Heute ist Alzheimer aktueller denn je. Morbus Alzheimer dreht die Entwicklung des Menschen zurück, beraubt ihn schleichend seiner Würde und Persönlichkeit. Die Zahl der Alzheimer-Kranken übertrifft heute die Zahl der Neugeburten, und sie wächst weiter. Derweil stecken Ansätze für kurative Therapien noch in den Kinderschuhen. Doch Fortschritte sind erkennbar.Show moreCholesterindiskussion: Eier – besser als ihr Ruf
Beim Wort Cholesterin schaltet bei vielen Menschen die innere Ampel auf rot, denn die jahrzehntelange Warnung vor dem Fettbegleitstoff ist fest in unseren Köpfen verankert. Und den meisten Menschen fällt dazu auch spontan das Hühnerei ein Ų als Cholesterinbombe par excellence. Breit angelegte Studien ergaben jedoch nun, dass man die Situation entspannter sehen kann als man bisher dachte. Denn: Der Cholesteringehalt von Eiern hat offenbar weniger Einfluss auf den Cholesterinspiegel als befürchtet. Andere Faktoren wie die Gesamternährung, Stress, Übergewicht, mangelnde Bewegung und erbliche Komponenten spielen hier eine viel größere Rolle.Show moreKoprostase und Obstipation: Jetzt auch aromafrei gegen die Verstopfung
Nicht nur Erwachsene, auch Kinder leiden häufig unter einer Obstipation. Sie brauchen rasche Hilfe, damit die Beschwerden nicht chronisch werden. Mittel der Wahl ist Polyethylenglykol, das jetzt speziell für Kinder auch aromafrei verfügbar ist.Show moreTherapie des Glaukoms: Neue Fixkombination senkt den Augeninnendruck
Zur Therapie des Glaukoms steht seit 1. September eine Fixkombination aus dem Prostamid Bimatoprost und dem Betablocker Timolol zur Verfügung, wie die Pharm Allergan GmbH mitteilte. Ganfort® Augentropfen sind indiziert zur Senkung des erhöhten Augeninnendrucks bei Patienten mit Offenwinkelglaukom und okulärer Hypertension, die auf die topische Anwendung von Betablockern oder Prostaglandin-Analoga nur unzureichend ansprechen.Show morePsoriasis: Therapie mit Etanercept verbessert das Erscheinungsbild
Zur Therapie einer schweren Psoriasis stehen seit einigen Jahren so genannte Biologics zur Verfügung, die im Vergleich zu konventionellen Therapien einige Vorteile aufweisen. Zu diesen zählt das TNF-Rezeptor-Fusionsprotein Etanercept (Enbrel®), durch das Haut- und Gelenksymptome günstig beeinflusst werden. Der Wirkmechanismus von Etanercept soll auf der kompetitiven Hemmung der Bindung von Tumornekrosefaktor (TNF) an seine Zelloberflächen-Rezeptoren beruhen, was zu einer Reduktion der biologischen Aktivität von TNF führt.Show moreNeues Analgetikum: Ziconotid: Schneckengift gegen den Schmerz
Das neue Analgetikum Ziconotid (Prialt®) ist ein N-Typ-Calciumkanalblocker. Es ist als nicht-opioides Schmerzmittel zur Behandlung von starken, chronischen Schmerzen bei Patienten angezeigt, die eine intrathekale Analgesie benötigen und auf andere stark wirksame Analgetika inklusive intrathekales Morphin nicht ausreichend ansprechen.Show moreBasiswissen Ernährung (Folge 5): Vitamin A für Augen, Knochen und Immunsystem
In unserer Serie "Basiswissen Ernährung" haben wir uns bislang mit den Hauptnährstoffen Fett, Kohlenhydrate und Proteine beschäftigt. Weiter geht es nun mit den Vitaminen. Den Anfang macht das fettlösliche Vitamin A. Es wird insbesondere über Innereien zugeführt bzw. in Form von Betacarotin auch über verschiedene Gemüsesorten. Ein Vitamin-A-Mangel ist in den Industriestaaten selten. Probleme macht eher eine zu hohe Zufuhr, nicht zuletzt verursacht durch eine "gut gemeinte" Supplementation zusätzlich zu einer Vitamin-A-reichen Ernährung. Welche Folgen dies haben kann, wofür Vitamin A im Organismus benötigt wird und wer wie viel Vitamin A benötigt, erfahren Sie im folgenden Artikel.Show moreAkute myeloische Leukämie: Kann ein molekularer Marker einen Rückfall vorhersa
Während der 42. Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology wurde eine Studie vorgestellt, die sich mit der molekularen Diagnostik einer genetischen Veränderung beschäftigte, die mit der Entstehung einer akuten myeloischen Leukämie (AML) in Zusammenhang gebracht wird. Dieser Marker könnte genutzt werden, um die Wahrscheinlichkeit eines Rückfalls vorherzusagen.Show morePflanzliche Beruhigungsmittel: Auf sanfte Art zur Ruhe kommen
Ein- und Durchschlafschwierigkeiten sind ein häufiges Gesundheitsproblem. Etwa 20 bis 30% der Bevölkerung in westlichen Industrienationen schlafen nicht so, wie sie es sich eigentlich wünschen. Vielfach ist Stress die Ursache des Problems Ų denn wer tagsüber ständig unter Strom steht, dem fällt es schwer, abends abzuschalten. Hilfreich kann in diesen Fällen der Einsatz pflanzlicher Beruhigungsmittel sein, wie eine Anwendungsbeobachtung mit der Kombination aus Baldrianwurzel, Hopfenzapfen und Passionsblumenkraut (Kytta-Sedativum® Dragees) belegt.Show moreKoronare Herzkrankheit: Mit Adiponektin das Risiko für Herzinfarkt abschätzen
Heidelberger Mediziner fanden heraus, dass ein Zusammenhang besteht zwischen der Konzentration des Fettzellen-Hormons Adiponektin im Blut und dem Zustand der Herzkranzgefäße. Personen mit koronarer Herzkrankheit (KHK) weisen deutlich niedrigere Spiegel des Botenstoffs auf als Personen, bei denen keine KHK besteht. Auch ist die Krankheit umso ausgeprägter, je niedriger der Wert ist.Show moreAids-Prävention: Hoffen auf Impfstoff
Der Weg zu einem Impfstoff gegen Aids ist lang und steinig. Derzeit wird in Deutschland, Belgien und Indien eine klinische Studie für den Impfstoff-Kandidaten tgAAC09 (AAV2) durchgeführt. Die ersten Zwischenergebnisse der klinischen Phase-1-Studie wurden am 30. August auf der AIDS-Impfstoffkonferenz in Amsterdam vorgestellt. Zwar erwies sich der Impfstoff als gut verträglich und sicher Ų eine Immunantwort war jedoch nur bei jenen Probanden zu beobachten, die mit der höchsten Dosierung geimpft wurden.Show moreMultiple Sklerose: Langfristig die Neurodegeneration hemmen
Ziel der Behandlung der multiplen Sklerose (MS) ist es nicht nur, die entzündlichen Prozesse zurückzudrängen, sondern auch, die Neurodegeneration aufzuhalten. Möglich scheint dies mit Glatirameracetat (Copaxone®) zu sein, welches nach dem Ergebnis einer neuen Langzeitstudie über zehn Jahre die Schubrate nachhaltig verzögert und die Behinderungszunahme bei schubförmiger MS bremst.Show moreNeu in der Osteoporosetherapie: Rekombinantes Parathormon stimuliert Knochenaufb
Parathormon stellt ein medikamentöses Wirkprinzip in der Osteoporosetherapie dar, das erstmals den Knochenaufbau stimuliert. Denn die gebräuchlichen Bisphosphonate bremsen lediglich den Abbau vorhandener Knochensubstanz. Hingegen wirkt Parathormon bei intermittierender Gabe knochenaufbauend. Am 28. August 2006 wurde nun das erste rekombinante, langkettige, naturidentische Parathormon (PTH 1-84, Preotact®) eingeführt.Show moreSpanische Grippe: Erfolgreiche Serumtherapie auch bei Vogelgrippe?
Zwar ist es stiller geworden um die Vogelgrippe und die drohende Pandemiegefahr, doch im Hintergrund wird weltweit nach brauchbaren Strategien gesucht, mit denen eine näher rückende Influenzapandemie bewältigt werden könnte. Dabei besinnt man sich auch auf Methoden, die während der Spani–schen Grippe im Jahr 1918 angewendet worden sind.Show moreNicht-steroidale Antirheumatika: Acetylsalicylsäure kann vor Prostatahyperplasi
Nicht-steroidale Antirheumatika (NSAID) wie Acetylsalicylsäure oder Ibuprofen scheinen die Entstehung einer benignen Prostata–hyperplasie verhindern oder verzögern zu können. Das Prostatahyperplasie-Risiko soll bei Männern, die NSAIDs anwenden, um 50% reduziert sein.Show moreTee und seine Sorten (Folge 7): Fenchel, Kamille und Anis – Klassiker der
Nachdem wir in der letzten Folge unserer Serie "Tee und seine Sorten" mit Pfefferminze, Brennessel und Melisse bereits drei klassische Kräutertees vorgestellt haben, kommen heute drei weitere solcher Klassiker hinzu: Fenchel, Kamille und Anis. Sie werden seit Alters her wegen ihres Geschmacks und der wohltuenden Wirkung ihres Aufgusses geschätzt.Show moreHerzinfarkt und Schlaganfall: Clopidogrel ohne Zusatznutzen?
Der Thrombozytenaggregationshemmer Clopidogrel (Iscover®, Plavix®) hat einer Nutzenbewertung des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) zufolge gegenüber einer Monotherapie mit Acetylsalicylsäure (ASS) keinen Zusatznutzen, wenn es um die Sekundärprophylaxe von Herzinfarkt und Schlaganfall geht.Vorteile gegenüber Acetylsalicylsäure sieht das IQWiG nur für Patienten mit peripherer arterieller Verschlusskrankheit.
Show moreAdhäsionsmolekül-Inhibitor: Natalizumab zur Behandlung der multiplen Sklerose
Der neue monoklonale Antikörper Natalizumab (Tysabri®) kommt für die krankheitsmodifizierende Monotherapie bei schubförmig remittierend verlaufender multipler Sklerose (MS) zur Prävention von Schüben und zur Verlangsamung der Behinderungsprogression auf den Markt. Wegen der Gefahr von zwar sehr seltenen, aber lebensbedrohlichen Nebenwirkungen wird Natalizumab bei uns zunächst nur bei schweren Verläufen und bei Patienten, bei denen eine Therapie mit Interferon beta nicht anschlägt, eingesetzt.Show moreBiomarker: Diagnose der Schizophrenie bereits im Frühstadium möglich
Wissenschaftler der Universitäten Köln, Cambridge und London haben einen Biomarker für Schizophrenie entdeckt, mit dem erstmals ein messbarer Nachweis der Schizophrenie gelungen ist. Sie bestimmten in der Zerebrospinalflüssigkeit mittels HNMR-Spektroskopie eine Art Fingerprint der Energiestoffwechselprodukte, der sich bei Schizophrenie-Patienten sehr klar von dem Gesunden unterscheidet.Show moreBrustkrebs: Trastuzumab schädigt das Herz
Die Kardiotoxizität von Anthrazyklinen erschwert die Therapie des Mammakarzinoms. Doch auch die Behandlung mit dem monoklonalen Antikörper Trastuzumab (Herceptin®) kann das Herz schädigen. Das belegt erneut eine jüngst veröffentlichte retro–spektive Untersuchung nach Trastuzumab-Behandlung beim metastasierten Mammakarzinom.Show moreAkuter ischämischer Schlaganfall: Benefit durch den Radikalfänger NXY-059
Nach einem akuten Schlaganfall muss rasch gehandelt werden, um mögliche neurologische Folgeschäden wie Störungen der Motorik oder des Sprach- und Sehvermögens zu begrenzen. Wurde der Radikalfänger NXY-059 innerhalb von sechs Stunden nach Einsetzen des akuten ischämischen Schlaganfalls gegeben, so konnten auftretende Behinderungen verringert werden. Ausmaß und Dauer des Benefits müssen in weiteren Studien geklärt werden.Show morePneumonien: Wie lange sollten Antibiotika verordnet werden?
Bei moderaten bis ernsten Lungenentzündungen werden mit einer dreitägigen Antibiotikatherapie gleich gute Ergebnisse erzielt wie mit einer achttägigen Behandlung. Dieses Resultat ist insofern von Bedeutung, da kürzere Therapien Kosten sparen, die Compliance fördern und sich günstig auf die Resistenzlage auswirken.Show moreJ. KreskenFußpilz – bessere Compliance durch
Neues Terbinafin-Präparat zur EinmalanwendungDie Behandlung von Fußmykosen mit topischen Antimykotika ist nicht selten mit einer unzureichenden Compliance verbunden. Da die subjektiven Symptome unter der derzeit üblichen Behandlung (eine bis vier Wochen) oft schon nach wenigen Tagen abklingen, brechen viele Patienten die Behandlung vorzeitig ab, was zu einem unbefriedigenden Therapieergebnis und zu Rezidiven führen kann. Eine Lösung dieses Problems ist von einem neuartigen Präparat mit dem Wirkstoff Terbinafin zu erwarten, das nur ein einziges Mal angewendet werden muss und in Kürze unter dem Namen Lamisil® Once in Deutschland eingeführt wird.
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