Pharmazie
Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Plozasiran bei familiärem Chylomikronämie-Syndrom zugelassen
Auf die Zulassungsempfehlung im April folgte nun die Zulassung: Wie Hersteller Arrowhead Pharmaceuticals mitteilt, ist das Plozasiran-haltige Arzneimittel Redemplo® jetzt für Erwachsene mit der Erkrankung Familiäres Chylomikronämie-Syndrom (FCS) zugelassen.Show morearzneimittel-und-therapie
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Seltene Erberkrankung
30.06.2026, 15:50 Uhr
Nutzen von Johanniskraut bei Depression belegt
Eine Cochrane-Metaanalyse wertete die Studienlage zu hydroalkoholischen Johanniskraut-Extrakten im Vergleich zu Antidepressiva und Placebo bei Depression aus. Die letzte Cochrane-Analyse dieser Art liegt zehn Jahre zurück. Aktuell flossen einige große neue Studien ein, ältere Untersuchungen mit zum Teil unklaren Diagnosen wurden ausgeschlossen. Dabei ergaben sich im Wirkungsvergleich der Johanniskraut-Extrakte zu Standardantidepressiva keine Unterschiede.Show moreCochrane Review
10.12.2008, 23:00 Uhr
Cetuximab zur Erst-Linien-Therapie bei Kopf-Hals-Tumoren
Die Europäische Kommission hat die Zulassungserweiterung für den monoklonalen Antikörper Cetuximab (Erbitux®) zur Erst-Linien-Therapie in Kombination mit Platin-basierter Chemotherapie von Patienten mit rezidivierenden oder metastasierten Plattenepithelkarzinomen des Kopfes und Halses erteilt. Cetuximab ist bereits in Kombination mit Strahlentherapie für lokal fortgeschrittene Kopf-Hals-Tumoren zugelassen.Show moreZulassungserweiterung
10.12.2008, 23:00 Uhr
Adalimumab bei rheumatischen Erkrankungen von Jugendlichen
Die Zulassungserweiterung gilt für die Therapie der aktiven polyartikulären juvenilen idiopathischen Arthritis in Kombination mit Methotrexat bei Jugendlichen im Alter zwischen 13 und 17 Jahren. Adalimumab (Humira®) ist zudem bei Patienten indiziert, die auf ein oder mehrere krankheitsmodifizierende Basistherapeutika nur unzureichend angesprochen haben. Im Fall einer Unverträglichkeit von Methotrexat (MTX), oder wenn eine weitere Behandlung damit nicht angezeigt ist, kann Adalimumab auch als Monotherapie verabreicht werden.Show moreZulassungserweiterung
03.12.2008, 23:00 Uhr
Von der Milch über den Brei zur Familienkost
Jedes Baby "weiß" bereits direkt nach der Geburt, dass es durch Saugen an die begehrte Milch kommt. Der Übergang von der reinen Milchernährung zur Familienkost gestaltet sich dagegen weniger natürlich. Essen will gelernt sein und muss geübt werden. Spätestens nach Vollendung des sechsten Lebensmonats sollte man mit der Einführung fester Nahrung beginnen und das Kind nach und nach an die Familienkost heranführen. Wie das am besten geschieht, können Sie im folgenden Artikel lesen.Show moreBasiswissen Kinderernährung (Folge 2)
03.12.2008, 23:00 Uhr
Weiterer Lepraerreger entdeckt
Weltweit sollen etwa 8 bis 12 Millionen Menschen mit der Lepra infiziert sein. Ihre Symptome können stark variieren, wobei zwei wesentliche Verlaufsformen – die tuberkuloide und die lepromatöse Lepra – unterschieden werden. Diese Erscheinungsformen sind bislang mit individuellen Reaktionen des Immunsystems erklärt worden. Jetzt gelang es, einen weiteren Lepraerreger zu identifizieren. Er wurde aus dem Gewebe von zwei an einer lepromatösen Lepra Verstorbenen isoliert. Daher wurde für den neu beschriebenen Infektionserreger der Name Mycobacterium lepromatosis s. nov. vorgeschlagen.Show moreInfektionskrankheiten
03.12.2008, 23:00 Uhr
Liraglutid schlägt Glimepirid bei frühem Diabetes
Inkretinbasierte Therapien sind en vogue. Nach Gliptinen und Exenatid ist mit der Zulassung des GLP-1-Analogons Liraglutid zu rechnen. Wirksamkeit und Verträglichkeit von Liraglutid werden derzeit im Phase-III-Studienprogramm Lead (Liraglutide Effect and Action in Diabetes) geprüft. In einer aktuell im Lancet publizierten Einjahres-Studie führte Liraglutid bei Diabetikern im Frühstadium zu einer besseren Stoffwechselkontrolle als Glimepirid. Außerdem entwickelten sich Blutdruck und Körpergewicht günstiger als unter dem Sulfonylharnstoff. Die Patienten scheinen umso deutlicher von dem GLP-1-Mimetikum zu profitieren, je weniger ihre Erkrankung fortgeschritten ist.Show moreTyp-2-Diabetes
03.12.2008, 23:00 Uhr
Neue Tyrosinkinase-Inhibitoren bei Imatinib-Resistenz
Ein Problem der Imatinib-Therapie sind frühe Rezidive oder Unverträglichkeiten. Risikopatienten müssen mithilfe hämatologischer, zytogenetischer und molekularer Marker rechtzeitig erfasst und auf eine neue Therapie umgestellt werden. Eine Möglichkeit ist die Behandlung mit dem Multityrosinkinase-Inhibitor Dasatinib (Sprycel®). Ein Update entsprechender Studien zeigt den Benefit eines solchen Vorgehens.Show moreChronisch myeloische Leukämie
03.12.2008, 23:00 Uhr
STIKO soll HPV-Impfungneu bewerten
Die Diskussion um den HPV-Impfstoff gegen Gebärmutterhalskrebs reißt nicht ab. Jetzt haben 13 namhafte Wissenschaftler ein Manifest verfasst (s. Kasten). Ihre Forderung: die Ständige Impfkommission (STIKO) soll die HPV-Impfung neu bewerten. Zudem müsse den irreführenden Informationen ein Ende bereitet werden. Im Gespräch mit der DAZ äußerte Dr. Yvonne Deleré von der Geschäftsstelle der STIKO am Robert Koch-Institut zwar Verständnis für einige Kritikpunkte. Doch die Empfehlung der STIKO stehe zurzeit nicht zur Disposition.Show moreGebärmutterhalskrebs
03.12.2008, 23:00 Uhr
Rifaximin bei Reisediarrhö
Rifaximin (Xifaxan®) ist ein halbsynthetisches Rifamycin-Derivat. Es wird nicht resorbiert und wirkt deshalb ausschließlich im Darm. In Deutschland ist Rifaximin zur Behandlung der Reisediarrhö bei Erwachsenen indiziert, wenn diese durch nicht-invasive enteropathogene Bakterien verursacht wird.Show moreNeues Antibiotikum
26.11.2008, 23:00 Uhr
Bevacizumab kann venöse Thromboembolien fördern
Venöse Thromboembolien sind gefürchtete Komplikationen einer Krebserkrankung, die häufig tödlich enden. Sie können in Folge der Grunderkrankung oder einer konventionellen Chemotherapie auftreten. Aber auch der Angiogenesehemmer Bevacizumab steht im Verdacht, das Risiko zu erhöhen.Show moreOnkologie
26.11.2008, 23:00 Uhr
Komplexhomöopathika in der Altersmedizin
Mit dem Alter steigt die Inzidenz von Durchblutungsstörungen, die sich in den kleinen Blutgefäßen manifestieren. Mikrozirkulationsstörungen sind insbesondere bei älteren Menschen an zahlreichen pathologischen Prozessen beteiligt. Untersuchungen zeigen, dass sich das Komplexhomöopathikum Vertigoheel® protektiv auf die Mikrozirkulationsstörungen auswirkt.Show moreHomöopathie
26.11.2008, 23:00 Uhr
Was nützt Mitochondrien ein eigener genetischer Code?
Vor 30 Jahren wurde entdeckt, dass Mitochondrien einen eigenen genetischen Code und eine eigene Eiweißbiosynthese besitzen. Jetzt haben Wissenschaftler der Johannes Gutenberg-Universität Mainz nachgewiesen, dass dieser zweite genetische Code der Bildung ganz spezieller Proteine dient, die gegen oxidativen Stress wesentlich besser geschützt sind.Show moreAus der Forschung
26.11.2008, 23:00 Uhr
Wie sollte Bluthochdruck heute behandelt werden?
Die Diskussion um eine geeignete antihypertensive Therapie wird zunehmend von politischen und ökonomischen Faktoren geprägt. Die primären Ziele – eine effektive Blutdrucksenkung und eine zuverlässige Patientencompliance – geraten dabei oft ins Hintertreffen. Therapieentscheidungen, die diese Aspekte nicht berücksichtigen, erscheinen fragwürdig und werden kaum zum gewünschten dauerhaften Erfolg führen.Show moreHypertoniebehandlung
26.11.2008, 23:00 Uhr
IQWiG bewertet Nutzen ginkgohaltiger Präparate
Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) sollte den Nutzen einer langfristigen Behandlung mit ginkgohaltigen Präparaten bei Alzheimer-Demenz im Vergleich zu einer Placebogabe bewerten. Das Fazit des Abschlussberichts: Patienten mit Alzheimer-Demenz können von ginkgohaltigen Präparaten profitieren, sofern sie diese in einer hohen Dosierung einnehmen. Es gibt aber auch Studien, in denen kein Nutzen durch Ginkgo nachweisbar war, sodass letztlich unklar bleibt, wie groß der Effekt ist.Show morePhytotherapie
26.11.2008, 23:00 Uhr
Äpfel haben immer Saison
Kein anderes einheimisches Obst ist als Frischvariante über so viele Monate im Jahr verfügbar wie der Apfel. Von Natur aus umweltfreundlich verpackt, findet sich direkt unter der Schale ein umfangreiches Angebot an wertvollen Inhaltsstoffen. Traubenzucker liefert schnelle Energie, sekundäre Pflanzenstoffe sorgen für einen hohen gesundheitlichen Wert. Ob knackig, weich, säuerlich oder süß – ein Apfel taugt immer als kalorienarme Zwischenmahlzeit und bietet aufgrund der enormen Sortenvielfalt für jeden einen persönlichen Favoriten. Folge 11 der Lebensmittelkunde Obst sammelt Interessantes rund um die Frucht und stellt die beliebtesten Apfelsorten vor.Show moreLebensmittelkunde Obst (Folge 11)
26.11.2008, 23:00 Uhr
Zeit läuft: time is brain
Bereits eine Stunde nach einem Schlaganfall sind etwa 120 Millionen Nervenzellen zerstört – so viele wie sonst in 3,6 Jahren. Mit jeder weiteren Stunde steigt das Ausmaß irreversibler Schäden. Durch eine sofortige und effektive thrombolytische Therapie in Schlaganfall-Einheiten können Folgeschäden verhindert oder zumindest verringert werden.Show moreSchlaganfallbehandlung
26.11.2008, 23:00 Uhr
Das Yin und Yang der makrobiotischen Ernährung
Die makrobiotische Lebens- und Ernährungsweise (griech.: langes Leben) wurde ursprünglich von dem japanischen Philosophen George Ohsawa (1892 –1966) begründet und mittlerweile von den amerikanischen Ernährungswissenschaftlern Mishio Kushi und Steven Acuff weiterentwickelt. Sie basiert auf dem Daoismus, einer vor über 5000 Jahren in China entstandenen philosophischen und religiösen Lehre, in deren Mittelpunkt das Prinzip der beiden entgegengesetzten, sich aber ergänzenden Kräfte Yin und Yang steht.Show moreAlternative Ernährungsformen (Folge 8)
19.11.2008, 23:00 Uhr
Nicotin inhalieren – neue Möglichkeit zur Entwöhnung
Rauchverbot, Nichtraucherschutz und Raucherentwöhnung sind mehr denn je in der Diskussion, und das kontrovers und leidenschaftlich. Nachdem ein Großteil der Raucher das Rauchen gerne aufgeben möchte, es aber oft nicht schafft, steht auch die Nicotinersatztherapie im Mittelpunkt des Interesses. Nun macht mit dem Nicotininhaler eine neue Darreichungsform auf sich aufmerksam, die vor allem auch die Beachtung des beratenden Apothekers verdient. Die DAZ sprach hierzu mit Prof. Dr. Michael Kunze, Vorstand des Instituts für Sozialmedizin der Medizinischen Universität Wien.Show moreInterview
19.11.2008, 23:00 Uhr
Nicotin inhalieren – neue Möglichkeit zur Entwöhnung
Nachdem Nicotin als geeignetes Mittel zur Raucherentwöhnung erkannt wurde, kamen eine Reihe von Produkten auf den Markt, zunächst Kaugummis, später Pflaster, Nasalsprays und Sublingual- und Lutschtabletten. Nun werden die Anwendungsmöglichkeiten mit einem Nicotininhaler erweitert, der als Nicorette® Inhaler ab Dezember 2008 in den Apotheken zur Verfügung stehen soll.Show moreNicotinersatztherapie
19.11.2008, 23:00 Uhr
5-HT4-Agonist Prucaloprid steigert die Darmmotilität
In einer klinischen Studie führte der 5-HT4-Agonist Prucaloprid bei Patienten mit schwerer Obstipation zu einer deutlichen Verbesserung der Beschwerden. Diese Studie wurde 1998 durchgeführt, aber erst 2008 veröffentlicht. Ein Kommentator weist kritisch auf den langen Zeitintervall zwischen der Untersuchung vor knapp zehn Jahren und der heutigen Publikation der Daten hin und fordert weitere Studien, um Wirksamkeit und Sicherheit des Arzneistoffs aktuell einschätzen zu können. Show moreSchwere Obstipation
19.11.2008, 23:00 Uhr
Leukämiepatient überwindet HIV-Infektion
Ein Leukämiepatient der Berliner Charité scheint dank einer Knochenmarktransplantation mit HIV-resistenten Stammzellen von seiner HIV-Infektion geheilt zu sein. Dieser Fall erregte großes Aufsehen in den Medien. Doch die Berliner Wissenschaftler warnen vor zu großen Hoffnungen.Show moreAids
19.11.2008, 23:00 Uhr
Wenn Clopidogrel das Herz nicht schützen kann
Protonenpumpenblocker wie Omeprazol, Pantoprazol und Lansoprazol werden über das Cytochrom-P450-2C19-Enzym metabolisiert. Dieses Enzym benötigt auch der Thrombozytenaggregationshemmer Clopidogrel, um in seine aktive Form überführt zu werden. Die gleichzeitige Behandlung mit diesen Arzneistoffen scheint bei Patienten nach Stentoperation oder Ballondilatation das kardiovaskuläre Risiko zu erhöhen.Show moreProtonenpumpenblocker
19.11.2008, 23:00 Uhr
Interferon dirigiert natürliche Killerzellen ins Krebsgewebe
Natürliche Killerzellen sind in der Lage, abnorme Zellen wie Tumorzellen oder virusinfizierte Zellen abzutöten. Im Gegensatz zu den T-Zellen des Immunsystems müssen sie dabei keine spezifischen Zielstrukturen erkennen: Sie töten gezielt solche Körperzellen ab, die ihren "molekularen Pass", bestimmte Proteinkomplexe auf der Zelloberfläche, im Verlauf einer Virusinfektion oder Krebsentartung verloren haben. Jetzt konnte im Tierversuch gezeigt werden, dass Interferon γ und eine weitere Signalsubstanz (CXCL10) Killerzellen zum Tumor locken können [1].Show moreAus der Forschung
19.11.2008, 23:00 Uhr
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