Pharmazie
Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Wenn Forschung die Offizin trifft
Netzwerke aus Forschungsapotheken in verschiedenen Ländern haben eindrucksvoll gezeigt, dass öffentliche Apotheken nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Versorgung sondern eben auch zur Versorgungsforschung leisten können. Um auch in Deutschland eine strukturierte Forschungsinfrastruktur mit öffentlichen Apotheken zu etablieren, wurde ein Einstiegsprogramm für das Netzwerk für exzellente Forschung in Apotheken (Nefa) entwickelt.Show morepharmazie
Apotheken in der Versorgungsforschung
21.04.2026, 15:00 Uhr
Plötzlicher Herztod unteratypischen Neuroleptika
Auch Patienten, die mit atypischen Neuroleptika behandelt werden, müssen mit einem erhöhten Risiko für einen plötzlichen Herztod rechnen. Folgt man den Ergebnissen einer retrospektiven Kohortenanalyse, so sind die atypischen Neuroleptika bezüglich dieser Nebenwirkung nicht sicherer als die klassischen Vertreter.Show moreAntipsychotika
21.01.2009, 23:00 Uhr
Männliche Gehirne hungern nicht gern
Männliche Gehirne reagieren auf Nährstoffmangel empfindlicher als die Gehirne von Frauen. Zu diesem Ergebnis sind amerikanische Wissenschaftler bei Versuchen mit Zellkulturen gekommen. Danach beginnen männliche Hirnzellen bei Nährstoffmangel bereits mit der Selbstverdauung, wenn weibliche Zellen noch Reserven mobilisieren.Show moreMännliche Gehirne hungern nicht gern
21.01.2009, 23:00 Uhr
Orale MS-Therapeutika werden Interferone ergänzen
Standen in der Pathophysiologie der multiplen Sklerose (MS) bislang die T-Zellen im Brennpunkt, hat sich der Fokus der Forschung in den letzten Jahren zu den B-Zellen verschoben. Das führte zu neuen Ansätzen für die Therapie. Geprüft werden Fusionsproteine wie Atacicept, die zerstörerische B-Zellen in MS-Läsionen aufspüren und angreifen. Aber auch der Weg über autoreaktive T-Lymphozyten verspricht Erfolg. Das orale Fingolimod hindert sie an ihrer Wanderung ins ZNS. Eher unspezifisch greift das Zytostatikum Cladribin beide Lymphozytenstämme an.Show moreMultiple Sklerose
21.01.2009, 23:00 Uhr
FDA erteilt Zulassung für Chemokin-Rezeptorantagonist
Die amerikanische Zulassungsbehörde Food and Drug Administration (FDA) hat die Zulassung für Plerixafor (Mozobil™) erteilt: Der CXCR4-Chemokin-Rezeptorantagonist mobilisiert hämatopoetische Stammzellen und wird in Kombination mit dem Wachstumsfaktor G-CSF (granulocyte colony stimulating factor) im Vorfeld einer autologen Stammzelltransplantation beim Non-Hodgkin-Lymphom oder multiplem Myelom angewendet, damit vermehrt Stammzellen aus dem Knochenmark in das periphere Blutsystem freigesetzt werden.Show moreAutologe Stammzelltransplantation
21.01.2009, 23:00 Uhr
Impfung kann nicht vor Rezidiven schützen
In einer Phase-III-Studie wurde die Wirksamkeit des Impfstoffs Vitespen (Oncophage®), einem Hitzeschockprotein-Peptid-Komplex, der aus dem Tumorgewebe des einzelnen Patienten gewonnen wird, bei Nierenkrebspatienten als unterstützende Therapie zur Operation untersucht. Das rezidivfreie Überleben konnte dabei durch die Impfung nicht verlängert werden.Show moreNierenzellkarzinom
21.01.2009, 23:00 Uhr
Suizidgefahr unter Leukotrien-Rezeptorantagonisten?
Postmarketing-Berichte hatten den Verdacht aufkommen lassen, dass die bei allergischem Asthma und allergischer Rhinitis eingesetzten Leukotrien-Rezeptorantagonisten und -Syntheseinhibitoren für schwere neuropsychiatrische Komplikationen bis hin zum Suizid verantwortlich sein könnten. Die FDA hat daraufhin die Daten aller kontrollierten klinischen Studien von Montelukast, Zafirlukast und Zileuton überprüfen lassen. Doch die Sichtung dieser Daten ließ kein erhöhtes Suizidrisiko erkennen. Trotzdem will die FDA noch keine Entwarnung geben.Show moreAllergisches Asthma
21.01.2009, 23:00 Uhr
Fettreiche Ernährung erhöht das Brustkrebsrisiko
Das Deutsche Institut für Ernährungsforschung in Potsdam-Rehbrücke (DIfE) hat vor Kurzem Daten zu einer 1994 begonnenen Studie veröffentlicht, die Zusammenhänge zwischen Ernährung und Krebs und anderen chronischen Erkrankungen aufzeigt. Danach kann eine fettreiche Ernährung mit einem bis zu zweifach erhöhten Risiko für Brustkrebs verbunden sein [1].Show moreFettreiche Ernährung erhöht das Brustkrebsrisiko
21.01.2009, 23:00 Uhr
Omeprazol und Sumatriptan bald ohne Rezept
Der Protonenpumpenhemmer Omeprazol und das Migränemittel Sumatriptan sollen aus der Verschreibungspflicht entlassen und unter bestimmten Bedingungen im Rahmen der Selbstmedikation in der Apotheke erhältlich sein, so die Empfehlung, die der Sachverständigenausschuss für Verschreibungspflicht in seiner Sitzung ausgesprochen hat. Gefordert wird "die Einhaltung bestimmter Formulierungen in der Produktinformation", daher sollen die Fach- und Produktinformationen der Präparate angepasst werden.Show moreSachverständigenausschuss
21.01.2009, 23:00 Uhr
Klein- und Schulkinder optimal ernähren
Nach dem ersten Lebensjahr haben sowohl die Verdauungs- als auch die Stoffwechselfunktionen ein gewisses Maß an Reife erreicht, so dass Kinder nun größere Nahrungsmengen und verschiedenartige Speisen vertragen. Zur vollen Ausreifung kommt es aber erst mit Vollendung des Schulkindalters. Im Kleinkindalter muss daher darauf geachtet werden, dass schwer verdauliche, sehr fettreiche, scharf gewürzte und gesalzene sowie sehr ballaststoffreiche Speisen noch nicht geeignet sind. Und auch im Schulalter gilt es, verschiedene Ernährungsaspekte zu beachten.Show moreBasiswissen Kinderernährung (Folge 3)
14.01.2009, 23:00 Uhr
Kardiovaskuläre Risikofaktoren beachten
Dank Antipsychotika der zweiten Generation ("Atypika") können wichtige Ziele wie die langfristige Erhaltungstherapie, eine Rezidivprophylaxe sowie die soziale Reintegration schizophrener Patienten besser umgesetzt werden. Eine wichtige Voraussetzung ist die anhaltende Compliance des Patienten, die vornehmlich vom Nebenwirkungsspektrum der eingesetzten Substanz abhängt. Mit Ziprasidon (Zeldox®) steht ein gewichtsneutraler Wirkstoff zur Verfügung, unter dem keine kardiovaskulären Begleiterscheinungen auftreten.Show moreTherapie der Schizophrenie
14.01.2009, 23:00 Uhr
α -Liponsäure bei Alzheimer-Demenz
Es gibt vielfältige potenzielle Wirkmechanismen der α-Liponsäure bei neurodegenerativen Erkrankungen. So wirkt sie als Antioxidanz und Proteinglykosylierungshemmer der neuronalen Schädigung durch freie Radikale und AGEs entgegen. Eine klinische Studie bei Patienten mit milder bis moderater Alzheimer-Demenz zeigte, dass die zusätzliche Gabe von α-Liponsäure zu Acetylcholinesterasehemmern das Fortschreiten der Erkrankung extrem verlangsamt.Show moreAktuell und kompakt
14.01.2009, 23:00 Uhr
Giftige Arsenverbindungen in Fischölen?
Bestimmte Fischöle sind als Nahrungsergänzungsmittel hochgeschätzt. Ihre ungesättigten Fettsäuren sollen Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen, da sie dazu beitragen, das "schlechte" LDL-Cholesterin zu senken. Sowohl im Fischöl vom Kabeljau als auch der Lodde, einem weiteren Hochseefisch, konnten jetzt natürliche Arsenverbindungen in hoher Konzentration nachgewiesen werden [1, 2]. Ob sie für den Menschen giftig sind, wird derzeit überprüft.Show moreUngewöhnliche Naturstoffe
14.01.2009, 23:00 Uhr
Glitazone verdoppeln Frakturrisiko in der Postmenopause
Die Glitazone Rosiglitazon (Avandia®) und Pioglitazon (Actos®) lassen bei postmenopausalen Frauen mit Typ-2-Diabetes das Frakturrisiko steigen. Das hat jetzt auch eine Metaanalyse bestätigt. Dabei erhöht sich die Frakturgefahr in Abhängigkeit vom Alter der Diabetikerinnen. Nach einem Behandlungsjahr mit einem Glitazon muss eine von 21 älteren Frauen (Durchschnittsalter 72 Jahre) mit einer Fraktur rechnen, bei einem Durchschnittsalter von 56 Jahren eine von 55 Frauen.Show moreTyp-2-Diabetes
14.01.2009, 23:00 Uhr
Antibiotikawahl am Risikoprofil des Patienten orientieren
Neue breit antibiotisch wirksame Substanzen sind Mangelware. Daran wird sich in naher Zukunft wohl auch nichts ändern. Umso wichtiger ist der differenzierte Einsatz der verfügbaren Wirkstoffe. Diese sollten nur bei klarer Indikationsstellung gegeben werden, dann aber frühzeitig und effizient, um der Resistenzbildung entgegenzuwirken.Show moreTiefe Atemwegsinfektion
14.01.2009, 23:00 Uhr
Desmopressin gegen Nykturie bei nächtlicher Polyurie
Übermäßiger nächtlicher Harndrang ist eine der Hauptursachen für Schlafstörungen. Bereits zwei Toilettenbesuche pro Nacht werden als Nykturie bezeichnet. Folgen dieses Schlafmangels sind unter anderem Tagesmüdigkeit, Depressionen und eingeschränkte Lebensqualität. Jetzt steht ein Desmopressin-Präparat (Nocturin®) zur Verfügung, das zur Behandlung der Nykturie in Zusammenhang mit nächtlicher Polyurie zugelassen ist. Der Vorteil: Die erste Schlafperiode wird signifikant verlängert, wodurch die Lebensqualität deutlich verbessert wird.Show moreNächtlicher Harndrang
14.01.2009, 23:00 Uhr
Die Top-Five bei Erkältungskrankheiten und grippalem Infekt
Jetzt ist sie wieder da, die typische Jahreszeit mit dem gehäuften Auftreten von fieberhaften Infekten und Erkältungskrankheiten. Einmal mehr sollte man daran denken, dass bei Säuglingen und (Klein)-Kindern bis zu 90% dieser Infekte viraler Genese sind, im Erwachsenenalter bis zu 80%. Homöopathische Arzneimittel sind bei dieser Indikation bewährt ("Immunstimulanzien"); sie können ohne Gefahr einer Interaktion auch mit chemisch-synthetischen Grippemitteln kombiniert werden.Show moreHomöopathie
14.01.2009, 23:00 Uhr
Trifunktionale Antikörper aktivieren die Immunabwehr
Trifunktionale Antikörper besitzen Bindungsstellen für drei unterschiedliche Zelltypen: Tumorzellen, T-Zellen und akzessorische Zellen, wie Makrophagen, natürliche Killerzellen und dendritische Zellen. Damit können sie T-Zellen und akzessorische Zellen direkt am Tumorherd mit Tumorzellen zusammenbringen und eine komplexe, gegen den Tumor gerichtete Immunantwort auslösen. Diese Antikörper könnten zukünftig eine weitere Option in der Tumortherapie bieten.Show moreNeuer Ansatz gegen Krebs
14.01.2009, 23:00 Uhr
Galantamin bessert Kognition auch bei schwerer Demenz
Der Acetylcholinesterasehemmer Galantamin ist zur symptomatischen Behandlung der leichten bis mittelschweren Demenz zugelassen. Die Serad-Studie zeigt nun, dass der Wirkstoff auch bei schwerer Demenz gut verträglich und sicher ist: Galantamin führte im Vergleich zu Placebo zu einer signifikanten Verbesserung der Kognition, nicht jedoch der Alltagsfähigkeiten.Show moreAlzheimer Demenz
14.01.2009, 23:00 Uhr
Intradermale Applikation verbessert Impfstoffansprechen
Ein neuer Grippeimpfstoff, der intradermal appliziert wird, soll das Ansprechen älterer Menschen auf die Influenzaimpfung verbessern. Ein entsprechender Impfstoff ist vom wissenschaftlichen Gremium der Europäischen Arzneimittelbehörde EMEA positiv beurteilt worden. Sanofi Pasteur MSD plant nach der Zulassung den Impfstoff mit dem vorgesehenen Handelsnamen Intanza zur intradermalen Anwendung auf den Markt zu bringen.Show moreGrippeimpfung
07.01.2009, 23:00 Uhr
Depotformulierung von Olanzapin zugelassen
Die europäischen Behörden haben die Zulassung für eine injizierbare Depotformulierung des atypischen Neuroleptikums Olanzapin (ZypAdhera) für die Erhaltungstherapie bei erwachsenen Patienten mit Schizophrenie, die während einer akuten Behandlung hinreichend mit oralem Olanzapin stabilisiert wurden, erteilt. Voraussichtlich ab Ende Februar 2009 soll das Präparat zur Verfügung stehen.Show moreTherapie der Schizophrenie
07.01.2009, 23:00 Uhr
Überlebenszeit von mehr als einem Jahr möglich
Die Second-line-Therapie des fortgeschrittenen nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms mit Bevacizumab (Avastin) und Erlotinib (Tarceva) kann bei vielen Patienten zu einer Krankheitsstabilisierung von mehr als zwölf Monaten führen, wie aktuelle Studiendaten einer großen retrospektiven Analyse zu Erlotinib zeigen.Show moreLungenkrebs
07.01.2009, 23:00 Uhr
Zeitgerechte Behandlung der Morgensteifigkeit
Bei der Therapie der rheumatoiden Arthritis versucht man, neue Erkenntnisse über zirkadiane Schwankungen pro- und antiinflammatorischer Hormone stärker als bisher zur Therapieoptimierung zu nutzen. So wurde eine orale Prednison-Formulierung entwickelt, aus der der Wirkstoff nach abendlicher Gabe erst in den frühen Morgenstunden freigesetzt wird. Damit lässt sich die Dauer der Morgensteifigkeit – ein Leitsymptom der rheumatoiden Arthritis – deutlich reduzieren. Lodotra hat soeben die Zulassungsempfehlung der europäischen Arzneimittelbehörden erhalten.Show moreRheumatoide Arthritis
07.01.2009, 23:00 Uhr
Impfung verhindert multiple Sklerose
Bei der multiplen Sklerose attackiert und zerstört das Immunsystem gesundes Nervengewebe. Jetzt ist es Wissenschaftlern am Universitätsklinikum Heidelberg und am Deutschen Krebsforschungszentrum Heidelberg gelungen, Mäuse mit speziell präparierten, körpereigenen Immunzellen zu impfen und die Erkrankung an einer der multiplen Sklerose ähnlichen Nervenentzündung zu verhindern.Show moreAus der Forschung
07.01.2009, 23:00 Uhr
Wenn der „social jetlag“ Kopfschmerzen bereitet
Mit dem Begriff Jetlag verbindet man gemeinhin Schlafprobleme, die bei Fernreisen durch die Zeitverschiebung entstehen. Was uns viel mehr und vor allem dauerhaft quälen kann, ist der "social jetlag", der entsteht, wenn unsere innere Uhr mit unserem sozialen Leben nicht übereinstimmt. Leben wir dauerhaft gegen unsere innere Uhr, bedeutet das Stress pur für unseren Organismus. Er wird anfälliger für Krankheiten, auch Spannungskopfschmerzen nehmen zu.Show moreSpannungskopfschmerz
07.01.2009, 23:00 Uhr
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