Pharmazie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Wer zahlt die Mehrkosten bei Fampyra?
Die Fampridin-Generika sind weg, der Festbetrag dennoch niedrig: MS-Patient*innen, die Fampyra® brauchen, zahlen pro Vier-Wochen-Packung über 80 Euro. Oder übernehmen die Krankenkassen in diesem Ausnahmefall die Mehrkosten? Die DAZ hat recherchiert.Show morepharmazie
Patient oder Krankenkasse
13.05.2026, 13:00 Uhr
IQWiG erkennt keinen Nutzen für Blutzuckerselbstkontrolle
Typ-2-Diabetiker, die kein Insulin spritzen, profitieren nicht von einer Blut- oder Urinzuckerselbstmessung. Diese Einschätzung ist dem IQWiG-Vorbericht zur Nutzenbewertung der Zuckerselbstkontrolle bei nicht mit Insulin behandelten Typ-2-Diabetikern zu entnehmen. Die Kritik an dieser Bewertung bleibt nicht aus.Show moreNicht insulinbehandelte Typ-2-Diabetiker
01.07.2009, 22:00 Uhr
Körpereigenes Protein führt zur Cisplatin-Resistenz
Nach einer Einschätzung des Robert Koch-Instituts, die auf den Daten der Krebsregistrierung bis 2004 basiert, erkranken mehr als 9600 Frauen jährlich in Deutschland an Ovarialtumoren, etwa 5500 von ihnen sterben an der Krebserkrankung. Nach vermeintlich erfolgreicher Ersttherapie der Tumoren mit Cisplatin sprechen die Frauen häufig nach einem erneuten Ausbruch nicht mehr auf das Zytostatikum an. Jetzt konnte gezeigt werden, dass eine erhöhte Expression des körpereigenen Proteins IGF-1R zu einer Cisplatin-Resistenz führt.Show moreOvarialtumoren
01.07.2009, 22:00 Uhr
Plötzliche Todesfälle unter Methylphenidat
Stimulanzien wie Methylphenidat scheinen das Risiko für plötzliche Todesfälle bei gesunden Kindern zu erhöhen. Das legt zumindest eine Fall-Kontrollstudie nahe. Die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA sieht in dem Ergebnis allerdings noch keinen Beweis für einen ursächlichen Zusammenhang.Show moreStimulanzientherapie
24.06.2009, 22:00 Uhr
Neuer DPP-4-Inhibitor Linagliptin in der Entwicklung
Eine Studie mit Linagliptin, einem neuen Dipeptidylpeptidase-4-Inhibitor (DPP-4-Inhibitor) zeigte, dass er bei Typ-2-Diabetikern klinisch relevant und statistisch signifikant den HbA1c -Wert und die Nüchternplasmaglucose reduzieren kann. Linagliptin bindet sehr selektiv und lang anhaltend an die Dipeptidylpeptidase 4. Da er zu 94% nicht-renal ausgeschieden wird, könnte er vorteilhaft für die meist älteren Typ-2-Diabetiker sein, die oft eine eingeschränkte Nierenfunktion haben.Show moreDiabetes Typ 2
24.06.2009, 22:00 Uhr
Exzessive Sonnenexposition fördert das Basalzellkarzinom
"Jedes Zeitalter macht sich seine Krankheiten". Dieses Zitat von Egon Fridell sieht Prof. Dr. Thomas Ruzicka durch das gehäufte Auftreten von Hauttumoren bestätigt, wie er auf dem Pharmacon in Meran ausführte. Umweltnoxen, Freizeitverhalten und eine längere Lebenserwartung haben in den vergangenen Jahren zu einem massiven Anstieg an Basalzellkarzinomen geführt, die zu den häufigsten Tumorerkrankungen zählen.Show moreHauttumore
24.06.2009, 22:00 Uhr
Pantoprazol für die Selbstmedikation zugelassen
Zur kurzzeitigen Behandlung von Refluxsymptomen wie Sodbrennen oder saures Aufstoßen bei Erwachsenen hat erstmals ein Pantoprazol-Präparat von der Europäischen Kommission die Zulassung als nicht-verschreibungspflichtiges Arzneimittel erhalten. Pantoprazol Control® (Nycomed) enthält 20 mg Wirkstoff und soll zum 15. Juli 2009 in den Apotheken eingeführt werden.Show moreRefluxösophagitis
24.06.2009, 22:00 Uhr
Ergebnis einer Metaanalyse: Fischöl senkt kardiale Sterberate
In einer Metaanalyse konnten kardioprotektive Wirkungen von Fischöl gezeigt werden. Der Analyse zufolge reduziert Fischöl die Sterberate durch kardiale Ereignisse um 20%. Die Gesamtmortalitätsrate sowie das Auftreten von Arrhythmien wurden durch Fischöl nicht beeinflusst.Show moreOmega-3-Fettsäuren
24.06.2009, 22:00 Uhr
Bisphosphonate gegen Knochenmetastasen
Wenn ein Tumor Knochenmetastasen gebildet hat, bedeutet das für den betroffenen Patienten, dass der Krebs nicht mehr heilbar ist. Mit dem Bisphosphonat Zoledronat lässt sich die Manifestation dieser schmerzhaften Krebsfolgen um etwa ein Jahr hinauszögern, wie Prof. Dr. Dr. Walter Schunack auf dem Pharmacon in Meran zeigte.Show moreTumortherapie
24.06.2009, 22:00 Uhr
Zoledronsäure bei prämenopausalen Frauen
Zoledronsäure hat als intravenös applizierbares Bisphosphonat einen festen Platz in der Therapie von tumorbedingten skelettbezogenen Komplikationen. In präklinischen Untersuchungen wurden darüber hinaus spezifische Anti-Tumor-Eigenschaften gefunden. Ob diese Eigenschaften auch klinisch relevant sind, untersuchte eine randomisierte Studie: Die zusätzliche Gabe von Zoledronsäure zur endokrinen Standardtherapie bei prämenopausalem Brustkrebs konnte das krankheitsfreie Überleben im Nachbeobachtungszeitraum signifikant verlängern.Show moreBrustkrebstherapie
24.06.2009, 22:00 Uhr
Aktiviertes Immunsystem soll Grippeviren stoppen
Bei der Bekämpfung viraler Infektionen stehen bisher verschiedene Optionen zur Verfügung, die sich gegen das Virus selbst richten wie Impfstoffe oder Virustatika. Französische Wissenschaftler haben jetzt im Tierversuch nachgewiesen, dass es möglich ist, virale Infektionen auch durch eine gezielte Aktivierung von Komponenten des Immunsystems erfolgreich zu bekämpfen [1]. Die Versuche wurden zunächst ausschließlich mit einem Stamm des Grippevirus H1N1 durchführt, zeigen jedoch einen grundsätzlich neuen Therapieansatz auf.Show moreAus der Forschung
24.06.2009, 22:00 Uhr
Kurz wirksamer SSRI für Männer, die zu früh „kommen“
Die Ejaculatio praecox ist häufig kein vorübergehendes, situatives Problem. Viele Männer leiden lebenslang und dauerhaft unter vorzeitigem Samenerguss. Mit vielen Konsequenzen: Das Selbstwertgefühl sinkt, psychische Probleme können auftreten und Partnerschaften geraten in Gefahr. Mit dem kurz wirksamen selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) Dapoxetin (Priligy®), der seit Juni im Handel ist, soll sich die Zeit bis zur Ejakulation verzögern und die fehlende Kontrollfähigkeit beim Koitus verbessern lassen.Show moreEjaculatio praecox
24.06.2009, 22:00 Uhr
Warnhinweise für Cimicifuga-haltige Zubereitungen
Das BfArM hat mit Wirkung vom 1. September 2009 für Cimicifuga-haltige Arzneimittel, einschließlich Homöopathika bis zur Verdünnungsstufe D2, Ergänzungen der Produktinformationen angeordnet, mit denen auf ein möglicherweise erhöhtes Risiko von Leberschädigungen hingewiesen wird. Von dieser Anordnung sind nur Arzneimittel ausgenommen, die nach einer im Homöopathischen Teil des Arzneibuchs beschriebenen Verfahrenstechnik hergestellt werden und Cimicifuga-Zubereitungen in einer Endkonzentration ab D3 enthalten.Show moreLebertoxizität
17.06.2009, 22:00 Uhr
Neuropsychiatrische Nebenwirkungen unter Montelukast
Leukotrien-Rezeptorantagonisten werden zur Behandlung des allergischen Asthmas und der allergischen Rhinitis eingesetzt. Sie stehen im Verdacht, schwere neuropsychiatrische Nebenwirkungen bis hin zum Suizid auslösen zu können. Die FDA hat jetzt angeordnet, dass ein entsprechender Sicherheitshinweis in die Fachinformationen von Montelukast, Zafirlukast und Zileuton aufgenommen wird.Show moreFDA-Sicherheitshinweis
17.06.2009, 22:00 Uhr
Komplementärmedizin verbessert die Lebensqualität
Komplementärmedizinische Maßnahmen sollen die onkologische Standardtherapie ergänzen und die Lebensqualität der Patienten verbessern, so Prof. Dr. Josef Beuth auf dem Pharmacon Meran. Sie finden zunehmend Eingang in schulmedizinische Behandlungskonzepte und werden in Disease Management Programme aufgenommen. Dies spiegelt zum einen den Patientenwunsch nach aktiver Krankheitsbewältigung und zum andern positive, belegbare Erfahrungen mit komplementäronkologischen Methoden wider.Show moreOnkologie
17.06.2009, 22:00 Uhr
Pharmazeutische Betreuung von Tumorpatienten
Eine zunehmende Zahl an Tumorpatienten und vermehrt ambulant durchgeführte Behandlungen werden in den nächsten Jahren dazu führen, dass Krebskranke häufiger von Offizinapothekern betreut und beraten werden, so Prof. Dr. Ulrich Jaehde auf dem Pharmacon Meran. Dies gilt vor allem im Bereich der Supportivtherapie, die bestimmte Therapien erst ermöglicht und dazu beiträgt, die Lebensqualität zu verbessern oder zu erhalten.Show moreOnkologische Supportivtherapie
17.06.2009, 22:00 Uhr
WHO empfiehlt weltweit Rotavirus-Impfung
Rotavirus-Infektionen bedrohen vor allem Säuglinge und Kleinkinder in Entwicklungsländern. Doch bislang wurde eine Impfung mit den beiden zur Verfügung stehenden Impfstoffen Rotarix® und Rotateq® von der WHO nur für Europa, Lateinamerika und die USA empfohlen, weil nur Studiendaten zur Wirksamkeit der Impfung aus diesen Ländern vorlagen. Die jetzt erfolgte weltweite Empfehlung wird mit Ergebnissen von neuen, in Afrika und Südasien durchgeführten Studien begründet, die jedoch noch nicht publiziert sind.Show moreDiarrhö
17.06.2009, 22:00 Uhr
Keine eindeutige Datenlage für Antidepressiva
Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat drei Antidepressiva nach ihrem Nutzen bewertet. Für Bupropion fanden sich Belege für die Wirksamkeit als Akuttherapie und zur Vorbeugung eines Rückfalls von Winterdepressionen. Das tetrazyklische Antidepressivum Mirtazapin zeigte zwar eine gewisse Wirkung gegenüber Placebo, war jedoch anderen Antidepressiva unterlegen. Für Reboxetin bemängelt das IQWiG fehlende Daten und kann aus den derzeit vorliegenden Daten keinen Beleg für einen Nutzen einer Behandlung mit Reboxetin ableiten.Show moreIQWiG-Vorbericht
17.06.2009, 22:00 Uhr
Anorexia nervosa – wenn Hungern zur Sucht wird
In den vergangenen Folgen unserer Serie "Basiswissen Kinderernährung" haben wir uns mit dem zunehmenden Problem von Übergewicht und Adipositas bei Kindern und Jugendlichen beschäftigt. In dieser Folge dreht sich nun alles um ein gegenteiliges Krankheitsbild: die Anorexia nervosa. Die Sucht zu Hungern ist vor allem bei jungen Mädchen verbreitet und wird durch Werbung und prominente Vorbilder geschürt. Mit dem Hungern anzufangen, fällt leicht – damit wieder aufzuhören, ist für die Betroffenen dagegen fast unmöglich und die Prognose daher entsprechend schlecht.Show moreBasiswissen Kinderernährung (Folge 8)
17.06.2009, 22:00 Uhr
H1N1-Impfstoff soll bald zur Verfügung stehen
Weltweit nehmen die Infektionen mit dem neuen InfluenzaA/H1N1-Erreger zu. Vor diesem Hintergrund hat die WHO am 11. Juni 2009 nun erstmals seit über 41 Jahren mit der Phase 6 die höchste Pandemie-Warnung ausgerufen. Die WHO-Kollaborationszentren haben inzwischen den Herstellern Saatviren für die Entwicklung eines pandemischen Impfstoffs zur Verfügung gestellt. Sie läuft auf Hochtouren. Einige Hersteller haben schon mit der Impfstoffproduktion begonnen, andere werden in Kürze folgen.Show moreNeue Grippe
17.06.2009, 22:00 Uhr
Rosiglitazon und das kardiovaskuläre Risiko
Rosiglitazon steht seit einiger Zeit in dem Verdacht, das Herzinfarktrisiko bei Typ-2-Diabetikern zu erhöhen. Der Hersteller von Rosiglitazon, GlaxoSmithKline, hat immer wieder die kardiovaskuläre Sicherheit von Rosiglitazon beteuert und hierzu auf die Record-Studie verwiesen, die dies belegen sollte. Nun liegen die Endergebnisse vor. Ein im Vergleich zur Sulfonylharnstoff- und Metformin-Therapie erhöhtes kardiovaskuläres Risiko unter Rosiglitazon ist nicht zu erkennen. Doch Kritiker halten die Studie nicht für aussagekräftig.Show moreRecord-Studie
17.06.2009, 22:00 Uhr
Degarelix zur Behandlung des hormonabhängigen Prostata-Ca
Der GnRH-Antagonist Degarelix ist seit Juni 2009 unter dem Namen Firmagon® in Deutschland erhältlich und ist zur Behandlung des fortgeschrittenen hormonabhängigen Prostatakarzinoms zugelassen. Er ermöglicht eine schnelle, deutliche und lang anhaltende Testosteron-Suppression und PSA-Reduktion und ist dabei gut verträglich.Show moreProstatakarzinom
10.06.2009, 22:00 Uhr
Antihypertensiva bei Dialysepatienten einsetzen
Der Nutzen einer blutdrucksenkenden Therapie in der allgemeinen Bevölkerung zur Senkung des Herzinfarkt- und Schlaganfallrisikos ist eindeutig erwiesen. Dagegen besteht in der speziellen Patientengruppe der Dialysepatienten eine gewisse Unsicherheit, ob die Antihypertensiva hier im gleichen Maße indiziert sind. Nun wurde in einer Metaanalyse gezeigt, dass auch Dialysepatienten von einer Blutdruck senkenden Therapie profitieren.Show moreKardiovaskuläres Risiko
10.06.2009, 22:00 Uhr
Neuer Impfstoff gegen japanische Enzephalitis
Die halbe Weltbevölkerung lebt in Risikogebieten der japanischen Enzephalitis. Für westliche Reisende ist die durch Stechmücken übertragene virale Hirnentzündung eine exotische Zoonose – sehr selten, aber potenziell tödlich. Der Verlauf der ausgebrochenen Erkrankung ist schicksalhaft. Je einer von drei Betroffenen stirbt, zeigt anhaltende neurologische Symptome oder gesundet. Eine Therapie gibt es nicht, aber seit Mai 2009 einen Impfstoff (Ixiaro®), der nach den Zulassungsstudien wirksam und verträglich ist.Show moreReisemedizin
10.06.2009, 22:00 Uhr
Neuer Therapieansatz für das Pankreaskarzinom
Charakteristisch für Bauchspeicheldrüsenkrebs ist, dass Frühsymptome selten sind und der Tumor erst in fortgeschrittenen Stadien diagnostiziert wird. Auch ist der Tumor gegen die meisten Chemotherapeutika resistent. So besteht für die überwiegende Zahl der Erkrankten kaum eine Aussicht auf Heilung. In einer präklinischen Studie konnte jetzt im Tierversuch mit einer Kombinationstherapie von der Substanz IPI-926, die sich von einem pflanzlichen Steroidalkaloid ableitet, und dem Zytostatikum Gemcitabin eine Verdoppelung der Lebenszeit erzielt werden.Show moreAus der Forschung
10.06.2009, 22:00 Uhr
Metamizol nur bei starken Schmerzen anwenden!
Da in den letzten Jahren die Zahl der Verordnungen von Metamizol in Deutschland kontinuierlich zugenommen hat und im gleichen Maße auch die Anzahl der Meldungen über zum Teil schwerwiegende unerwünschte Arzneimittelwirkungen zunahm, nimmt das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte dies zum Anlass, auf die Notwendigkeit einer richtigen Indikationsstellung und die Beachtung von Vorsichtsmaßnahmen und Warnhinweisen hinzuweisen.Show moreWarnhinweis
10.06.2009, 22:00 Uhr
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