Pharmazie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
US-Leitlinie bei Dyslipidämie: Paradigmenwechsel mit Ansage
Mit der neu veröffentlichten US-Leitlinie zur Dyslipidämie wird ein deutlicher Paradigmenwechsel sichtbar. Während frühere Leitlinien stark LDL-Cholesterol-zentriert waren, verfolgen die Autoren der aktuellen Version einen deutlich breiteren, stärker individualisierten Ansatz der kardiovaskulären Risikobewertung und Therapie.Show morearzneimittel-und-therapie
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Vergleich mit der deutschen Versorgungsleitlinie
14.04.2026, 15:50 Uhr
Keine eindeutige Datenlage für Antidepressiva
Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat drei Antidepressiva nach ihrem Nutzen bewertet. Für Bupropion fanden sich Belege für die Wirksamkeit als Akuttherapie und zur Vorbeugung eines Rückfalls von Winterdepressionen. Das tetrazyklische Antidepressivum Mirtazapin zeigte zwar eine gewisse Wirkung gegenüber Placebo, war jedoch anderen Antidepressiva unterlegen. Für Reboxetin bemängelt das IQWiG fehlende Daten und kann aus den derzeit vorliegenden Daten keinen Beleg für einen Nutzen einer Behandlung mit Reboxetin ableiten.Show moreIQWiG-Vorbericht
17.06.2009, 22:00 Uhr
Anorexia nervosa – wenn Hungern zur Sucht wird
In den vergangenen Folgen unserer Serie "Basiswissen Kinderernährung" haben wir uns mit dem zunehmenden Problem von Übergewicht und Adipositas bei Kindern und Jugendlichen beschäftigt. In dieser Folge dreht sich nun alles um ein gegenteiliges Krankheitsbild: die Anorexia nervosa. Die Sucht zu Hungern ist vor allem bei jungen Mädchen verbreitet und wird durch Werbung und prominente Vorbilder geschürt. Mit dem Hungern anzufangen, fällt leicht – damit wieder aufzuhören, ist für die Betroffenen dagegen fast unmöglich und die Prognose daher entsprechend schlecht.Show moreBasiswissen Kinderernährung (Folge 8)
17.06.2009, 22:00 Uhr
H1N1-Impfstoff soll bald zur Verfügung stehen
Weltweit nehmen die Infektionen mit dem neuen InfluenzaA/H1N1-Erreger zu. Vor diesem Hintergrund hat die WHO am 11. Juni 2009 nun erstmals seit über 41 Jahren mit der Phase 6 die höchste Pandemie-Warnung ausgerufen. Die WHO-Kollaborationszentren haben inzwischen den Herstellern Saatviren für die Entwicklung eines pandemischen Impfstoffs zur Verfügung gestellt. Sie läuft auf Hochtouren. Einige Hersteller haben schon mit der Impfstoffproduktion begonnen, andere werden in Kürze folgen.Show moreNeue Grippe
17.06.2009, 22:00 Uhr
Rosiglitazon und das kardiovaskuläre Risiko
Rosiglitazon steht seit einiger Zeit in dem Verdacht, das Herzinfarktrisiko bei Typ-2-Diabetikern zu erhöhen. Der Hersteller von Rosiglitazon, GlaxoSmithKline, hat immer wieder die kardiovaskuläre Sicherheit von Rosiglitazon beteuert und hierzu auf die Record-Studie verwiesen, die dies belegen sollte. Nun liegen die Endergebnisse vor. Ein im Vergleich zur Sulfonylharnstoff- und Metformin-Therapie erhöhtes kardiovaskuläres Risiko unter Rosiglitazon ist nicht zu erkennen. Doch Kritiker halten die Studie nicht für aussagekräftig.Show moreRecord-Studie
17.06.2009, 22:00 Uhr
Degarelix zur Behandlung des hormonabhängigen Prostata-Ca
Der GnRH-Antagonist Degarelix ist seit Juni 2009 unter dem Namen Firmagon® in Deutschland erhältlich und ist zur Behandlung des fortgeschrittenen hormonabhängigen Prostatakarzinoms zugelassen. Er ermöglicht eine schnelle, deutliche und lang anhaltende Testosteron-Suppression und PSA-Reduktion und ist dabei gut verträglich.Show moreProstatakarzinom
10.06.2009, 22:00 Uhr
Antihypertensiva bei Dialysepatienten einsetzen
Der Nutzen einer blutdrucksenkenden Therapie in der allgemeinen Bevölkerung zur Senkung des Herzinfarkt- und Schlaganfallrisikos ist eindeutig erwiesen. Dagegen besteht in der speziellen Patientengruppe der Dialysepatienten eine gewisse Unsicherheit, ob die Antihypertensiva hier im gleichen Maße indiziert sind. Nun wurde in einer Metaanalyse gezeigt, dass auch Dialysepatienten von einer Blutdruck senkenden Therapie profitieren.Show moreKardiovaskuläres Risiko
10.06.2009, 22:00 Uhr
Neuer Impfstoff gegen japanische Enzephalitis
Die halbe Weltbevölkerung lebt in Risikogebieten der japanischen Enzephalitis. Für westliche Reisende ist die durch Stechmücken übertragene virale Hirnentzündung eine exotische Zoonose – sehr selten, aber potenziell tödlich. Der Verlauf der ausgebrochenen Erkrankung ist schicksalhaft. Je einer von drei Betroffenen stirbt, zeigt anhaltende neurologische Symptome oder gesundet. Eine Therapie gibt es nicht, aber seit Mai 2009 einen Impfstoff (Ixiaro®), der nach den Zulassungsstudien wirksam und verträglich ist.Show moreReisemedizin
10.06.2009, 22:00 Uhr
Neuer Therapieansatz für das Pankreaskarzinom
Charakteristisch für Bauchspeicheldrüsenkrebs ist, dass Frühsymptome selten sind und der Tumor erst in fortgeschrittenen Stadien diagnostiziert wird. Auch ist der Tumor gegen die meisten Chemotherapeutika resistent. So besteht für die überwiegende Zahl der Erkrankten kaum eine Aussicht auf Heilung. In einer präklinischen Studie konnte jetzt im Tierversuch mit einer Kombinationstherapie von der Substanz IPI-926, die sich von einem pflanzlichen Steroidalkaloid ableitet, und dem Zytostatikum Gemcitabin eine Verdoppelung der Lebenszeit erzielt werden.Show moreAus der Forschung
10.06.2009, 22:00 Uhr
Metamizol nur bei starken Schmerzen anwenden!
Da in den letzten Jahren die Zahl der Verordnungen von Metamizol in Deutschland kontinuierlich zugenommen hat und im gleichen Maße auch die Anzahl der Meldungen über zum Teil schwerwiegende unerwünschte Arzneimittelwirkungen zunahm, nimmt das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte dies zum Anlass, auf die Notwendigkeit einer richtigen Indikationsstellung und die Beachtung von Vorsichtsmaßnahmen und Warnhinweisen hinzuweisen.Show moreWarnhinweis
10.06.2009, 22:00 Uhr
Liraglutid: hohe Homologie und lange Wirkdauer
In der Diabetologie machen derzeit die Inkretin-basierten Therapieoptionen Furore. Als nächster Vertreter dieser neuen Strategie dürfte in Kürze Liraglutid (vorgesehener Handelsname Victoza®) auf den Markt kommen, die EMEA hat eine "positive opinion" ausgesprochen. Es handelt sich um das zweite Inkretinmimetikum, das sich in einigen Eigenschaften von dem bereits verfügbaren Exenatide unterscheidet: Seine längere Halbwertszeit ermöglicht die einmaltägliche Gabe.Show moreNeues Inkretin-Mimetikum
03.06.2009, 22:00 Uhr
Hilfe bei der Auswahl des richtigen Sonnenschutzes
Dass übermäßige Sonneneinstrahlung die Haut schädigen kann, ist mittlerweile bekannt. Wenn man intensive Sonnenbestrahlung nicht vermeiden kann oder will, kommen häufig Sonnenschutzmittel zum Einsatz. In Apotheken, Drogerien und Supermärkten wird heute eine große Palette verschiedener Sonnenschutzmittel angeboten, die in ihrer Produktvielfalt die Entscheidung für den Konsumenten nicht immer leicht macht. Denn Sonnencreme ist nicht gleich Sonnencreme, und ihr Schutz wird oft überschätzt. Ein genauer Blick auf die Kennzeichnung der Produkte und eine umfassende kompetente Beratung helfen, für jeden Kunden individuell das richtige Sonnenschutzmittel auszusuchen.
Show more03.06.2009, 22:00 Uhr
Nebenwirkung von Contergan® aufgeklärt
Vor etwa 50 Jahren berichteten Kinderkliniken in der Bundesrepublik Deutschland von gehäuft auftretenden Missbildungen bei Neugeborenen. 1961 äußerten deutsche und australische Ärzte den Verdacht, dass das Schlaf- und Beruhigungsmittel Contergan® die Ursache sein könnte. Jetzt wurde die Nebenwirkung des Wirkstoffs Thalidomid entschlüsselt: Eine antiangiogenetische Wirkung führt in einer bestimmten Phase der Schwangerschaft dazu, dass die Bildung neuer Blutgefäße ausschließlich in den Extremitäten unterbleibt und sich somit die typischen Missbildungen erklären lassen.Show moreUnerwünschte Arzneimittelwirkungen
03.06.2009, 22:00 Uhr
Fampridin verbessert Gehfähigkeit bei jedem Dritten
Für die nachlassende Gehfähigkeit bei multipler Sklerose gibt es bisher außer physiotherapeutischen Maßnahmen keine Behandlungsmöglichkeit. In einer randomisierten, doppelblinden Studie verbesserte der Kaliumkanalblocker Fampridin die Gehfähigkeit bei etwa jedem dritten Betroffenen. Als unerwünschte Wirkung können Krampfanfälle auftreten.Show moreMultiple Sklerose
03.06.2009, 22:00 Uhr
Erhöhte Mortalität nach Erythropoetinen
Einer aktuellen Metaanalyse zufolge ist die Behandlung von Tumorpatienten mit Erythropoetin mit einer erhöhten Mortalität und einem reduzierten Gesamtüberleben assoziiert. Daher sollten Erythropoese-stimulierende Substanzen nur bei einer klaren Indikation eingesetzt sowie Nutzen und Risiken im Einzelfall abgewogen werden.Show moreOnkologie
03.06.2009, 22:00 Uhr
Gut geschützt auf der Sonnenseite des Sommers
In den letzten Jahrzehnten wurde Hautbräune immer begehrter. Das Gefahrenpotenzial von künstlicher und natürlicher Sonneneinstrahlung wird oft unterschätzt – nicht zuletzt durch ein verändertes Freizeitverhalten, höhere Lebenserwartung und mehr UV-Belastung durch die dünner werdende Ozonschicht. Umfassende Schutzmaßnahmen, vom Aufenthalt im Schatten bis zum effizienten Sonnenschutzmittel, sind daher unerlässlich, um Sonnenbrand und dessen Spätfolgen vorzubeugen. Die Auswahl des geeigneten Lichtschutzes sollte unter Berücksichtigung von Kriterien wie Hauttyp oder der Präparategrundlage erfolgen.Show moreAuswahl der Sonnencreme
03.06.2009, 22:00 Uhr
Die Top-Five für die Freizeit
Insbesondere homöopathische Arzneimittel sind bereits seit Jahren integrierter Therapiebestandteil in der Sportmedizin. Wesentlicher Vorteil ist, dass sie nicht auf der Dopingliste stehen. Damit die betont naturwissenschaftlich orientierte Leserschaft diese Tatsache nicht zu einer falschen Schlussfolgerung verleitet: Vielfach sind Homöopathika bei sportmedizinischen Indikationen in placebokontrollierten Studien untersucht worden und entsprechen durchaus einer evidenzbasierten Medizin. Hier fünf bewährte Mittel, die bei akuten Beschwerden, wie sie häufig in der Freizeit auftreten, ohne großen Aufwand empfohlen werden können.Show moreHomöopathie
03.06.2009, 22:00 Uhr
Zulassung für Ulipristal erteilt
Dem selektiven Progesteron-Rezeptor-Modulator Ulipristalacetat (Ellaone®) wurde die Zulassung zur Notfallkontrazeption erteilt. Es kann bis zu fünf Tage nach einer möglichen unerwünschten Befruchtung eingesetzt werden. Die Einführung und Vermarktung von Ellaone® soll im 4. Quartal 2009 in der gesamten Europäischen Union erfolgen.Show moreNotfallkontrazeption
03.06.2009, 22:00 Uhr
Die Haut von innen auf die Sonne vorbereiten
In Zeitschriften und im Internet wird jedes Jahr kurz vor der Urlaubszeit für "Sonnenschutz von innen" geworben. Mithilfe von Nahrungsergänzungsmitteln soll man die Haut so auf die Sonne vorbereiten können, dass sich die Sonnenbrandgefahr verringert, heißt es dort. Um es gleich vorweg zu nehmen: Einen Sonnenschutz zum Schlucken oder Essen gibt es nicht. Allerdings scheint eine optimal mit verschiedenen Mikronährstoffen versorgte Haut tatsächlich besser in der Lage zu sein, Sonnenschäden auszugleichen.Show moreErnährung und Sonne
03.06.2009, 22:00 Uhr
Können Antidepressiva Selbstmordgedanken auslösen?
Der gewaltsame Tod eines Menschen ist ein schockierendes Ereignis, ganz besonders jedoch der gewaltsame Tod von eigener Hand. Der Suizid ist ein Phänomen, das als vollendete oder versuchte Selbsttötung sehr häufig registriert werden muss. Auch verschiedene Arzneimittel können bewusst oder unbewusst suizidales Verhalten stärken.Show moreSucht und Suizid
03.06.2009, 22:00 Uhr
Adipositas und Atherosklerose – Wichtige Neben- und Wechselwirkungen
Die Hyperlipidämie erfordert oft die Kombination verschiedener Fettsenker. Bei ihren Anwendungen müssen die möglichen Arzneimittelinteraktionen im Rahmen der Pharmakotherapie von kardiovaskulären Erkrankungen oder des metabolischen Syndroms beachtet werden.Show more27.05.2009, 22:00 Uhr
Tasimelteon lindert Schlafstörungen bei Schichtarbeit
Der Agonist am Melatoninrezeptor Tasimelteon könnte Schichtarbeitern und Flugreisenden das Umstellen der inneren Uhr erleichtern. Das zeigen die Ergebnisse aus zwei randomisierten Studien. Als generelles Einschlafmittel ist der Wirkstoff jedoch nicht geeignet.Show moreMelatoninagonisten
27.05.2009, 22:00 Uhr
Noni: Eine Frucht in der Diskussion
Über Produkte aus der Noni-Frucht flammen immer wieder Diskussionen zur gesundheitlichen Unbedenklichkeit auf. Am 3. April 2009 hat die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) nun eine Stellungnahme dazu veröffentlicht. Darin stuft sie Püree und Konzentrate aus Noni-Früchten als sicher für den menschlichen Verzehr ein. Bereits seit dem Jahr 2003 ist Noni-Saft aus den Früchten des Indischen Maulbeerbaums nach der Novel Food-Verordnung zugelassen.Show moreLebensmittelsicherheit
27.05.2009, 22:00 Uhr
Weniger Asthmasymptome nach Zugabe von Montelukast
Das in modernen Leitlinien formulierte Ziel der totalen Asthmakontrolle wird in der Praxis oft weit verfehlt. Für therapietreue Patienten ist jedoch eine Kontrolle der Symptome meist durch Anpassung der Medikation erreichbar: Wird das Therapieziel unter einer auf inhalativen Steroiden (ICS) bzw. einer Kombination aus ICS und einem langwirksamen Beta-Agonisten (LABA) basierenden Therapie nicht erreicht, besteht eine weitere Option in der Zugabe von Montelukast. Die nicht-interventionelle MONICA-Studie zeigte, dass sich Asthmakontrolle und Lebensqualität bei vielen Patienten bessern.Show moreAsthma bronchiale
27.05.2009, 22:00 Uhr
Große Verantwortung der Apotheken in der Selbstmedikation
Die Apotheke ist als Informationsquelle gefragt, wenn Arzneimittel im Rahmen der Selbstmedikation gekauft werden. So das Ergebnis des Bevölkerungssurveys 2008 des nordrhein-westfälischen Landesinstituts für Gesundheit und Arbeit (LIGA.NRW) dessen Ergebnisse jetzt vorliegen. Befragungen zur Gesundheit werden jährlich bei ca. 2000 Bürgerinnen und Bürgern aus NRW durchgeführt. Erstmals hatte das LIGA im Dezember 2008 Fragen zur Selbstmedikation aufgenommen.Show moreBevölkerungssurvey 2008
27.05.2009, 22:00 Uhr
Adipositas und Atherosklerose – Die Pathophysiologie
Das Geschehen von Adipositas und Atherosklerose ist komplex. Mehr als 50 Gene sind an der Entstehung der Atherosklerose beteiligt. Bei der Entwicklung einer Adipositas spielen psychosoziale Faktoren ebenso eine Rolle wie eine gestörte Appetitregulation, Dysfunktionen endokriner Regelkreise im Gehirn, das metabolische Syndrom sowie die ubiquitäre Verfügbarkeit preiswerter und schnell resorbierbarer Nahrungsmittel.Show more27.05.2009, 22:00 Uhr
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