Pharmazie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
COVID-19-Impfung: Kein erhöhtes Risiko für plötzlichen Herztod
Während seltene Nebenwirkungen unter COVID-19-Impfstoffen wie Myokarditis bekannt sind, blieb die Frage nach einem Zusammenhang mit plötzlichen Herztodesfällen bei Gesunden offen. In einer aktuellen Fall-Kontroll-Studie wurde nun entwarnt.Show morepharmazie
Fall-Kontroll-Studie
13.04.2026, 14:00 Uhr
Zytostatika (Cisplatin, Ifosfamid) und L-Carnitin
L -Carnitin ist eine körpereigene quartäre Ammoniumverbindung, die in der Leber und den Nieren aus den essenziellen Aminosäuren L -Lysin und L -Methionin gebildet wird. Für die endogene Synthese ist der Organismus auf eine adäquate Verfügbarkeit der Cofaktoren Eisen, Vitamin C, Pyridoxin und Niacin angewiesen. Als Speicherkompartiment dient hauptsächlich die Skelettmuskulatur. Aus Sicht der Evolution zählen die L-Carnitin-abhängigen Stoffwechselwege neben der Glykolyse zu den ältesten.Show moreFolge 7
22.07.2009, 22:00 Uhr
Intradermaler Grippeimpfstoff erzeugt hohe Immunantwort
Zur Impfsaison 2009/2010 wird in Deutschland erstmals ein intradermal applizierter Grippeimpfstoff zur Verfügung stehen, zunächst für Personen ab 60 Jahre. Gerade bei älteren Menschen, die weniger gut auf Impfungen ansprechen, soll die Injektion der Vakzine in die Dermis eine bessere Immunantwort auslösen als die übliche intramuskuläre Anwendung.Show moreInfluenza
22.07.2009, 22:00 Uhr
Mütterliche Valproinsäure-Einnahme senkt kindlichen IQ
Eine Interimsanalyse weist auf verringerte kognitive Fähigkeiten dreijähriger Kinder hin, deren Mütter während der Schwangerschaft Valproinsäure eingenommen hatten. Daher sollte Valproinsäure bei Epileptikerinnen mit Kinderwunsch zurückhaltend eingesetzt werden.Show moreAntiepileptika
22.07.2009, 22:00 Uhr
Gefahr für Tod durch Bronchialkarzinom steigt
Eine kombinierte Hormonersatztherapie in der Postmenopause ist mit einem erhöhten Risiko für Schlaganfälle und Brustkrebs verbunden. Aber auch mit vermehrten Todesfällen durch Bronchialkrebs muss gerechnet werden.Show moreHormonersatztherapie
22.07.2009, 22:00 Uhr
Kochsalzreduktion kann den Blutdruck senken, aber …
Erwachsene, die mit der Nahrung weniger Kochsalz zu sich nehmen, können ihren Blutdruck mittelfristig etwas senken. Ob Menschen mit dauerhaft erhöhtem Blutdruck, sogenannter essenzieller Hypertonie, auf diese Weise auch langfristig das Risiko für Folgeerkrankungen vermindern können oder weniger blutdrucksenkende Medikamente einnehmen müssen, bleibt allerdings eine offene Frage. Zu diesem Ergebnis ist der am 20. Juli 2009 in Form eines Rapid Reports veröffentlichte Abschlussbericht des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) gekommen.Show moreIQWiG-Bericht
22.07.2009, 22:00 Uhr
Datenmanipulation zu Ungunsten von Insulin Glargin?
Die Diskussion um ein erhöhtes Krebsrisiko unter Therapie mit dem langwirksamen Insulinanalogon Glargin (Lantus®) nimmt an Schärfe zu. Besonders deutlich wird der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie, Prof. Dr. Gerhard Ehninger. Er sieht keine Steigerung des Krebsrisikos und wirft dem Leiter des IQWiG, Prof. Dr. Peter Sawicki vor, er bediene sich eines üblen Taschenspielertricks, um das Medikament zu verteufeln. Sawicki ist Mitautor einer Kohortenstudie, die ein erhöhtes Krebsrisiko für Glargin gezeigt hat.Show moreDiskussion um Krebsrisiko
22.07.2009, 22:00 Uhr
IQWiG: Auch kein Zusatznutzen bei Typ-1-Diabetes
Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen kann für Typ-1-Diabetiker keinen Zusatznutzen von Insulin Glargin oder Insulin Detemir im Vergleich zu Humaninsulin erkennen. Zudem sei die Langzeitsicherheit unklar. Auch bei Typ-2-Diabetes hatte das IQWiG keinen Zusatznutzen unter einer Therapie mit den beiden langwirksamen Insulinanaloga gesehen.Show moreLangwirksame Insulinanaloga
15.07.2009, 22:00 Uhr
Neues humanes GLP-1-Analogon Liraglutid
Mit dem Wirkstoff Liraglutid (Victoza®) ist in Deutschland als erstem Land weltweit eine neue Behandlungsoption beim Typ 2-Diabetes zugelassen worden. Das humane GLP-1-Analogon senkt über physiologische Mechanismen signifikant den HbA1c -Wert, ohne das Hypoglykämierisiko zu erhöhen.Show moreTyp-2-Diabetes
15.07.2009, 22:00 Uhr
Bulimia Nervosa – die versteckte Essstörung
Schönheitsideale, die weit unter dem Normalgewicht liegen, und die übermäßige Beschäftigung mit dem Essen und dem eigenen Körper sind in unserer Gesellschaft stark verbreitet. Bereits im Kindes- und Jugendalter werden die ersten Diäterfahrungen gemacht. Besonders bei jungen Frauen in der Pubertät können Auffälligkeiten und Störungen des Essverhaltens beobachtet werden. Dazu zählen die in der letzten Folge unserer Serie vorgestellte Anorexia Nervosa, die Binge Eating Disorder (Episoden von Fressanfällen ohne gewichtsregulierende Gegenmaßnahmen) und Bulimia Nervosa, mit der sich nun diese Folge beschäftigt.Show moreBasiswissen Kinderernährung (Folge 9)
15.07.2009, 22:00 Uhr
Homöopathie bei Lampenfieber und Mobbing
Ärger und Kränkung oder Lampenfieber und Prüfungsangst sind Beispiele für Probleme, die sich in sehr unterschiedlicher Weise auf psychischer und körperlicher Ebene auswirken können. Klassische Homöopathika weisen in ihrem Arzneimittelbild sowohl psychische als auch körperliche Komponenten auf und sollen damit dieser Problematik in besonderem Maße gerecht werden. Die Konstitution des Betroffenen gibt dabei vor, welches Homöopathikum am besten zur Linderung der Beschwerden geeignet ist.Show morePsychosomatik
15.07.2009, 22:00 Uhr
HPV-Impfung reduziert Krebsvorstufen
Seit langem wird heftig über den Nutzen einer HPV-Impfung mit den Impfstoffen Cervarix® und Gardasil® zur Reduktion von Zervixkarzinom-Fällen diskutiert. Die Gegner der Impfung bemängelten vor allem die Qualität der vorgelegten Daten. Jetzt wurden die abschließenden Ergebnisse der Patricia-Studie vorgelegt, die den Befürwortern einer HPV-Impfung neue Argumente liefert [1]. Gleichzeitig zeigt die mit Cervarix® durchgeführte Studie auch die "Lücken" dieser HPV-Impfung auf.Show morePatricia-Studie
15.07.2009, 22:00 Uhr
Das Burnout-Syndrom – ein Schwelbrand der Gesellschaft
Erschöpft – verbittert – ausgebrannt; so charakterisierte Prof. Dr. Volker Faust bei den Bregenzer Grenzgesprächen den typischen Verlauf eines Burnout-Syndroms. Da dem ausgebrannten Individuum nur schwer zu helfen ist, stehen Prävention und eine damit verknüpfte gesunde Lebensführung im Vordergrund.Show morePsychische Erkrankungen
15.07.2009, 22:00 Uhr
Was tun bei poor mobilizern?
Für eine erfolgreiche autologe Stammzelltransplantation müssen zunächst aus dem peripheren Blut genügend Progenitor-Zellen geerntet werden. Leider scheitert das bei ca. 10% der schon vorbehandelten Patienten, den poor mobilizern, mit den bisher üblichen Methoden. Jetzt wurde auf der Jahrestagung der amerikanischen Krebsgesellschaft (ASCO) eine Untersuchung von 65 Patienten vorgestellt, die von einer Therapie mit dem Granulozyten-Kolonie-stimulierenden Faktor (G-CSF) plus dem neuen Wirkstoff Plerixafor profitieren konnten.Show moreStammzelltransplantation
15.07.2009, 22:00 Uhr
Konstanter Androgenentzug mit Histrelin-Implantat
Seit dem 2. Juli 2009 ist mit dem GnRH-Agonisten Histrelin (Vantas®) ein neuer Therapieansatz in der Behandlung des lokal fortgeschrittenen Prostatakarzinoms verfügbar. Über zwölf Monate hinweg kann damit der Testosteronspiegel auf niedrigem Niveau gehalten werden.Show moreProstatakarzinom
15.07.2009, 22:00 Uhr
Epigenetische Feinregulation der RNA-Synthese entschlüsselt
Viele Funktionen des Organismus werden durch epigenetische Regulationsmechanismen gesteuert. Diese sind nicht an die DNA-Grundstruktur der Zelle gebunden, können aber dennoch an folgende Generationen weitergegeben werden. Jetzt wurde ein weiterer wichtiger Mechanismus in diesem komplexen Puzzle aufgeklärt: das Enzym TFIIH-Kinase wurde als Regulator der RNA-Polymerase II, die die genetische Information der DNA in mRNA kopiert, identifiziert. Dieser Befund könnte zum besseren Verständnis der Entstehung von Krebs und anderen Erkrankungen beitragen.Show moreMolekularbiologie
15.07.2009, 22:00 Uhr
Catumaxomab wirkt gegen Krebsstammzellen
Der neue monoklonale Antikörper Catumaxomab (Removab®) ist zur intraperitonealen Behandlung des malignen Aszites bei Patienten mit EpCAM-positiven Karzinomen indiziert, für die keine Standardtherapie zur Verfügung steht oder bei denen diese nicht mehr anwendbar ist.Show moreTrifunktionaler Antikörper
08.07.2009, 22:00 Uhr
Kommt es wirklich nur auf das Pieksen an?
Seit Jahrzehnten kämpfen Anhänger der Akupunktur hierzulande für eine Anerkennung ihrer Behandlungsmethode. Eine Metaanalyse zeigte zwar, dass mit der chinesischen Nadeltechnik bei Schmerzzuständen tatsächlich gewisse Effekte erzielt werden können. Doch gleichzeitig zeigen die Daten, dass nicht nur Stiche in die klassischen Akupunkturpunkte auf den Meridianen helfen können, denn Scheinakupunkturen zeigten vergleichbare schmerzlindernde Effekte.Show moreAkupunktur
08.07.2009, 22:00 Uhr
Vareniclin steht unter Beobachtung
Vareniclin findet sich auf einer in regelmäßigen Abständen von der FDA veröffentlichten Liste zu Medikamenten, die durch eine gehäufte Meldung von Nebenwirkungen aufgefallen sind und deshalb unter besonderer Beobachtung stehen. Unter Vareniclin waren Fälle von schweren Hautreaktionen, Sehstörungen, Angioödemen und ein erhöhtes Unfallrisiko aufgetreten. Auch in Deutschland wurden entsprechende Nebenwirkungen berichtet. Eine veränderte Risikosituation sieht das BfArM jedoch nicht.Show moreHautreaktionen, Sehstörungen, Angioödem
08.07.2009, 22:00 Uhr
Almotriptan und Omeprazol für die Selbstmedikation
Almotriptan und Omeprazol werden voraussichtlich zum 1. August 2009 partiell nicht mehr der Verschreibungspflicht unterliegen. Das ebenfalls zur Entlassung aus der Verschreibungspflicht vorgeschlagene Sumatriptan wurde nicht in die entsprechende Verordnung aufgenommen.Show moreVor Entlassung aus Verschreibungspflicht
08.07.2009, 22:00 Uhr
Screening nach kindlicher Krebserkrankung
Junge Frauen, deren Brustbereich im Kindesalter radiotherapeutisch bestrahlt wurde, haben ein erhöhtes Brustkrebsrisiko und sollten daher ab 25 Jahren jährlich eine Mammographie durchführen lassen. Allerdings vernachlässigen viele Betroffene diese Untersuchung, wie eine amerikanische Studie feststellte.Show moreBrustkrebsfrüherkennung
08.07.2009, 22:00 Uhr
Verblüffende Wirkung von Propranolol
"Blutschwämmchen" oder "Storchenbiss" werden die roten Hautmale bei Neugeborenen im Volksmund genannt. Meist sind sie harmlos und klein und verschwinden während der ersten Lebensjahre. Sind solche Hämangiome jedoch groß oder an einer ungünstigen Körperstelle, können sie eine Verunstaltung bedeuten und Behinderungen hervorrufen. Bisher werden ausgedehnte Hämangiome vor allem mit Prednisolon behandelt, erstaunlich positive Ergebnisse werden aber auch mit Propranolol erzielt.Show moreHämangiome
08.07.2009, 22:00 Uhr
Altenheimbewohner sind häufig mangelernährt
Knapp zwei Drittel der Bewohner in stationären Einrichtungen der Altenpflege sind von Mangelernährung betroffen oder gefährdet. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Ernährung in einer Pressemitteilung hin. Hintergrund für die Aussage sind die Ergebnisse der ErnSTES-Studie aus dem DGE-Ernährungsbericht 2008, die den Ernährungs- und Gesundheitszustand von älteren Menschen in Alten- und Pflegeheimen untersuchte.Show moreErnährung von Senioren
08.07.2009, 22:00 Uhr
Pflanzliches Mukosekretolytikum bei polypöser Sinusitis
Auch außerhalb der eigentlichen Schnupfensaison kann eine Sinusitis auftreten und auch chronisch werden. Ursache sind oft Polypen, die die Belüftung des Nasennebenhöhlensystems behindern. Bei der Behandlung der Polyposis nasi hat die Steigerung der mukoziliären Clearance mit Myrtol standardisiert (Gelomyrtol® forte) einen hohen Stellenwert. Das pflanzliche Mukosekretolytikum führt auch bei der Langzeittherapie der chronischen Sinusitis zu einer nachhaltigen Verbesserung der Symptomatik bei gleichzeitig guter Verträglichkeit.Show morePhytopharmaka
08.07.2009, 22:00 Uhr
Metastudie: Es gibt doch kein Depressions-Gen
Es wurde vor wenigen Jahren als sensationelles Ergebnis einer dreijährigen Studie gefeiert und erschien in der renommierten Fachzeitschrift Nature Neuroscience: Depressionen sollten auf einen bestimmten Genotyp des Serotonin-Transporter-Gens zurückzuführen sein. Amerikanische Wissenschaftler haben jetzt in einer Metastudie nachgewiesen, dass es keinen Zusammenhang zwischen diesem sogenannten 5-HTTLPR-Polymorphismus, hohen Belastungen durch kritische Lebensereignisse und einer erhöhten Inzidenz von Depressionen gibt.Show moreAus der Forschung
08.07.2009, 22:00 Uhr
Trastuzumab bei Magenkrebs
Magenkrebs ist die zweithäufigste Todesursache aller Krebserkrankungen, weltweit werden ca. eine Million neue Fälle pro Jahr diagnostiziert. Bei vielen Patienten ist die Erkrankung dann schon lokal fortgeschritten oder metastasiert. Eine klassische Chemotherapie, meist aus einem Platinderivat und Fluorouracil, kann zwar das mediane Überleben um neun bis elf Monate verlängern. Um aber hier eine weitere Verbesserung zu erreichen, wird sehr intensiv nach neuen Therapieoptionen auch im Hinblick auf zielgerichtete Therapien geforscht. Der Antikörper Trastuzumab (Herceptin®) verspricht hier eine weitere Option zu sein.Show moreOnkologie
08.07.2009, 22:00 Uhr
Polypill zur Prophylaxe von Herzinfarkt und Schlaganfall?
Das Konzept einer Polypill, die niedrig dosierte generisch verfügbare Wirkstoffe als fixe Fünferkombination gegen die wesentlichen Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen in fester Kombination enthält, ist ein pragmatischer Ansatz zur Reduktion kardiovaskulärer Sterblichkeit. Eine indische Phase-II-Studie untersuchte Wirksamkeit und Verträglichkeit der Multimedikation und wird mit ihren Ergebnissen kontrovers diskutiert.Show morePolypragmasie
08.07.2009, 22:00 Uhr
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