Pharmazie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Malaria-Impfungen senken Kindersterblichkeit um 13%
Vorbeugende Impfungen können viele Leben retten - das zeigten Wissenschaftler in einer Analyse nun für Malaria bei Kindern. Forscher sehen sogar noch mehr Potenzial.Show moreAGRP macht Appetit
Übergewicht betrifft inzwischen etwa 65 Prozent der Erwachsenen in Deutschland, rund 20 Prozent sind von Adipositas oder Fettleibigkeit betroffen. Neben Hormonen wie Insulin spielen auch Melanocortine bei der Gewichtsregulierung eine Rolle. Ihre Bindung an den zugehörigen Rezeptor hat eine appetithemmende Wirkung. Gleichzeitig existiert ein weiteres Hormon, das sogenannte AGRP, das bei Bindung an den gleichen Rezeptor appetitfördernd wirkt. Münchner Wissenschaftler haben nun entdeckt, dass AGRP diese Funktion nicht nur durch einen passiven, sondern durch einen aktiven Wirkmechanismus ausübt.Show moreTerbinafinlösung kann Fußpilztherapie verkürzen
Eine einmalige Fußpilzbehandlung mit einer filmbildenden Terbinafinlösung (Lamisil once®) ist mindestens so effektiv wie die Behandlung über einen längeren Zeitraum mit anderen topischen Antimykotika, so das Ergebnis einer Metaanalyse. Die Auswertung von 32 Studien zeigte, dass Terbinafin in einer filmbildenden Lösung anderen Terbinafin-Darreichungsformen, anderen Antimykotika oder Placebo nicht unterlegen war.Show moreOrales Rivaroxaban besser als subkutanes Enoxaparin
Bei Patienten, die ein künstliches Kniegelenk erhalten hatten, konnten postoperative Blutgerinnsel durch den oralen Thrombininhibitor Rivaroxaban (Xarelto) zuverlässiger verhindert werden als durch die subkutane Injektion von Enoxaparin. Die Überlegenheit der oralen Thromboseprävention wurde in einer doppelblinden Phase-III-Studie gezeigt.Show moreLungenembolie unter der Einnahme von Yaz®
Der Tod einer jungen Frau in der Schweiz, die das orale Kontrazeptivum Yaz® (0,02 mg Ethinylestradiol und 3 mg Drospirenon) eingenommen hatte, sorgt für Beunruhigung. Sie war Mitte September an den Folgen einer Lungenembolie verstorben.Show moreCranberry: Bakterienabwehr bei Harnwegsinfekten
Vom Hausmittel zur gut erforschten TherapieVon Stefanie Burkhardt-Sischka
Die Cranberry (Vaccinium macrocarpon) ist ein altes indianisches Heilmittel. Sie wurde schon von den Ureinwohnern der Neuen Welt bei Blasen- und Nierenleiden eingesetzt. Seit den 1980er Jahren ist sie Gegenstand wissenschaftlicher Forschung. Die Ergebnisse demonstrieren ihre Effizienz bei akuten sowie rezidivierenden Harnwegsinfekten. Denn ihre polyphenolischen Inhaltsstoffe hemmen die Anheftung von Coli-Bakterien an die Blasenschleimhaut. In einer aktuellen Metaanalyse hat die renommierte Cochrane Collaboration die Cranberry als geeignetes Mittel zur Prophylaxe von Harnwegsinfekten beurteilt.
Show moreAktuelle Leitlinien stärken die Echinocandine
Bei der Behandlung invasiver Mykosen und speziell bei schweren Candidosen gewinnen die Echinocandine an Stellenwert. Das belegen die neuen Leitlinien der Arbeitsgemeinschaft Infektionen in der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (AGIHO) wie auch die jüngst aktualisierten Leitlinien der "Infectious Disease Society of America" (IDSA).Show moreKonkrete Therapieempfehlungen für alle Schweregrade
Die im August 2009 publizierte Leitlinie für die Diagnose und Therapie der pulmonal-arteriellen Hypertonie [1] enthält erstmals konkrete Empfehlungen zur Mono- und Kombinationstherapie. Für Erkrankte aller Schweregrade stehen heute Substanzen mit dem höchsten Evidenzgrad (I-A) zur Verfügung. Nach einer Zulassungserweiterung kann nun der Phosphodiesterase-5(PDE5)-Inhibitor Sildenafil (Revatio) auch zur Initialtherapie bei Patienten der Funktionsklasse II eingesetzt werden. Neue Langzeitdaten zeigen hohe Überlebensraten unter der Therapie mit Sildenafil und Sitaxentan.Show moreAkute Pankreatitis unter Sitagliptin
Die US-amerikanische Zulassungsbehörde FDA weist in einer "Information for Healthcare Professionals" auf ein erhöhtes Risiko für Entzündungen der Bauchspeicheldrüse unter dem Dipeptidylpeptidase-IV-Inhibitor Sitagliptin hin. In die Verschreibungsinformationen von Sitagliptin bzw. der Fixkombination mit Metformin muss in den USA ein entsprechender Hinweis auf Berichte über akute Pankreatitiden aufgenommen werden.Show moreFluvastatin senkt perioperatives Ischämierisiko
Eine kurzfristige Fluvastatingabe kann bei Risikopatienten die Rate kardialer Ereignisse nach einem gefäßchirurgischen Eingriff deutlich senken. Der Benefit der Statintherapie schlägt sich des Weiteren in einer halbierten Mortalitätsrate nieder, so das Resümee einer im September dieses Jahres publizierten Studie.Show moreTolvaptan: erster Vasopressin-Rezeptorantagonist
Tolvaptan (Samsca®) ist ein selektiver Vasopressin-V2 -Rezeptorantagonist, die erste Substanz der Stoffgruppe der Vaptane, die bei uns auf den Markt kommt. Es wird zur Behandlung von Erwachsenen mit Hyponatriämie als sekundärer Folge des Syndroms der inadäquaten (erhöhten) Sekretion des antidiuretischen Hormons (SIADH) eingesetzt.Show moreRivaroxaban – als Innovation in der Antikoagulation ausgezeichnet
Mit dem PZ-Innovationspreis wurde in diesem Jahr der erste direkte hoch selektive und oral verfügbare Faktor-Xa-Inhibitor Rivaroxaban ausgezeichnet. Er stellt, so hieß es in der Würdigung der neuen Substanz, einen erheblichen Fortschritt bei der Thromboseprophylaxe dar. Die Hoffnungen richten sich nun auf weitere potenzielle Indikationen bei der Prävention und Therapie arterieller und venöser thromboembolischer Komplikationen.Show moreDie Top-Five für die Kinder
Die Altersgruppe der (Klein)-Kinder und deren Infektbehandlung ist heutzutage untrennbar mit dem Stichwort Homöopathie verbunden. Die Beratungsqualität der Apotheke widerspiegelt sich auch und gerade bei diesem Thema: Vor diesem Hintergrund, wonach bis zu 90% der Erreger Viren sind, bietet sich eine homöopathische Behandlungsempfehlung geradezu an. Denn homöopathische Arzneimittel haben einen Multi-target-Effekt. Sie wirken lokal auf das erkrankte Organ und systemisch durch ihre immunmodulierenden Eigenschaften.Show morePflege der reifen Haut: Gegen die Zeichen der Zeit
Anti-Aging: Was Kosmetika versprechen und was sie wirklich halten könnenVon Franziska Wartenberg
Ein hohes Lebensalter zu erreichen ist gleichzeitig mit dem Wunsch verbunden, sich langfristig ein attraktives und jugendlich frisches Aussehen zu bewahren. Sowohl kosmetische Industrie als auch ästhetische Medizin nehmen sich der Herausforderung an, den Spuren der Zeit wirkungsvoll zu begegnen. Mit UV-Schutz, Nutricosmetics und spezifischen Wirkstoffen lassen sich bestimmte Alterungsprozesse hinauszögern oder in ihrer Intensität mildern. Darüber hinaus wird immer häufiger minimal invasiv eingegriffen, um Falten zu glätten und Volumenverluste auszugleichen. Gute Pflege, aber auch ein hautfreundlicher Lebensstil tragen dazu bei, alt zu werden, ohne danach auszusehen.
Show moreKardiale Erkrankungen – Die Pathophysiologie
Herzerkrankungen lassen sich in größere Gruppen einteilen:
• Durchblutungsstörungen des Herzmuskels bis zu seiner schlimmsten Ausprägung, dem Herzinfarkt
• Erkrankungen des Herzmuskels wie die Herzinsuffizienz
• Erkrankungen der Herzklappen, die den geordneten Blutfluss im kleinen und großen Kreislauf regulieren
• Herzrhythmusstörungen• Störungen der Herzfunktionen als Folge extrakardialer Ursachen wie endokrinologischer Erkrankungen (z. B. Schilddrüsenüberfunktion) oder Gefäßanomalien.
Davon sollen nur diejenigen Erkrankungen besprochen werden, die eine intensive Therapie mit Kardiaka erfordern.
Beim Essen auf die Zeit achten
Immer wieder wird kontrovers darüber diskutiert, ob für die Entwicklung von Übergewicht und Adipositas alleine die Energiemenge der Nahrung eine Rolle spielt oder ob auch die Zeiten der Nahrungsaufnahme zu berücksichtigen sind. Eine von amerikanischen Wissenschaftlern durchgeführte Studie spricht für letzteres.Show moreKardiale Erkrankungen – Kardiaka: Arzneistoffe, die am Herzen angreifen
Die Therapie von kardialen Erkrankungen beruht auf den Grundprinzipien Sicherstellung der koronaren Perfusion, Entlastung der Herzarbeit, Stärkung der Herzkraft, Eindämmung der neuro-humoralen Stimulation und Normalisierung der Herzfrequenz. Dementsprechend bedeutet die Therapie von Herzerkrankungen meistens eine Kombination verschiedener Wirkstoffgruppen.Show more

Kardiale Erkrankungen – Wenn der Pumpenkreislauf stockt
Die Erkrankungen des Herzen – koronare Herzerkrankung, Herzinfarkt, Herzinsuffizienz und Rhythmusstörungen – führen immer noch die Todesursachenstatistik an und führen am häufigsten zum Arztbesuch. Viele kardiovaskuläre Erkrankungen mindern die Perfusion des Herzmuskels, wo nach dem Prinzip der "letzten Wiese" im schlimmsten Fall die distalen Anteile des Herzmuskels hinter einem Gefäßverschluss zugrunde gehen. Die Folge: Herzinfarkt! Arbeitet die Pumpe nur noch ungenügend, also bei Herzinsuffizienz, wird der Körper nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt. | Von Prof. Dr. med. Thomas HerdegenShow more
Fett macht Appetit auf mehr
Gesättigte Fettsäuren greifen offenbar im Gehirn in die Regulation des Stoffwechsels ein. Wie eine Studie an Ratten gezeigt hat, veranlassen sie, dass das Gehirn Körperzellen signalisiert, sie sollen Signale der Hormone Leptin und Insulin ignorieren. Die Folge ist ein verzögertes Sättigungsgefühl.Show moreAuf Gewebeschäden nach Promethazin i.v. achten
Bei intravenöser Gabe von Promethazin muss mit schweren Gewebeschäden einschließlich einer Gangrän gerechnet werden. Amputationen können notwendig werden. Die FDA will dieses Risiko durch einen umrahmten Warnhinweis (Boxed Warning) ins Bewusstsein rücken.Show moreDiuretika vermeiden Hypertoniefolgekomplikationen
"Diuretika sind als einzige Wirkstoffgruppe bei der Reduktion der Hypertoniefolgekomplikationen keiner anderen Wirkstoffgruppe unterlegen und weisen in einzelnen Aspekten Zusatznutzen gegenüber anderen Antihypertensiva auf." So das Fazit des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit in seinem Abschlussbericht. Für die Behandlung eines erhöhten Blutdrucks gelten Diuretika für viele Patienten für das IQWiG damit als Mittel der ersten Wahl.Show moreZwischenbilanz beim Mammografie-Screening
Der erste Evaluationsbericht des Mammografie-Screening-Programms in Deutschland wurde vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) und der Kooperationsgemeinschaft Mammografie (KoopG) vorgestellt. Sein Ergebnis aus den ersten drei Jahren 2005 bis 2007: Das Mammografie-Screening ist für über zehn Millionen Frauen im Alter zwischen 50 und 69 Jahren die wichtigste Maßnahme zur Brustkrebsfrüherkennung. Die große Zahl der Frauen, die der Einladung zum Screening nicht gefolgt sind, zeigt jedoch, dass noch Information- und Aufklärungsbedarf besteht.Show moreZur Sicherheit der adjuvantierten H1N1-Impfstoffe
Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) äußert sich in einer Stellungnahme zur geplanten Schutzimpfung gegen das neue Influenza-A-Virus (H1N1) in Deutschland und den dafür vorgesehenen Impfstoffen. Die Indikationsstellung für eine Impfung sollte sich nach Ansicht der AkdÄ am Expositionsrisiko z. B. bei Beschäftigten im Gesundheitswesen mit Patientenkontakt sowie am individuellen Risikoprofil des Patienten orientieren und den aktuellen Erkenntnissen angepasst werden.Show moreRechtliches
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