Pharmazie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Orale Tumortherapie: Es gibt nichts, was nicht schiefgehen kann
Orale Chemotherapie verlagert Hochrisiko-Arzneistoffe aus der Klinik in das häusliche Setting, wobei ihre Wirksamkeit und Sicherheit entscheidend von der korrekten Einnahme abhängen. Strukturierte Beratung – unabhängig von einer pDL – darf bei keiner Abgabe fehlen. Doch worauf kommt es an?Show morePflege der reifen Haut: Gegen die Zeichen der Zeit
Anti-Aging: Was Kosmetika versprechen und was sie wirklich halten könnenVon Franziska Wartenberg
Ein hohes Lebensalter zu erreichen ist gleichzeitig mit dem Wunsch verbunden, sich langfristig ein attraktives und jugendlich frisches Aussehen zu bewahren. Sowohl kosmetische Industrie als auch ästhetische Medizin nehmen sich der Herausforderung an, den Spuren der Zeit wirkungsvoll zu begegnen. Mit UV-Schutz, Nutricosmetics und spezifischen Wirkstoffen lassen sich bestimmte Alterungsprozesse hinauszögern oder in ihrer Intensität mildern. Darüber hinaus wird immer häufiger minimal invasiv eingegriffen, um Falten zu glätten und Volumenverluste auszugleichen. Gute Pflege, aber auch ein hautfreundlicher Lebensstil tragen dazu bei, alt zu werden, ohne danach auszusehen.
Show moreKardiale Erkrankungen – Die Pathophysiologie
Herzerkrankungen lassen sich in größere Gruppen einteilen:
• Durchblutungsstörungen des Herzmuskels bis zu seiner schlimmsten Ausprägung, dem Herzinfarkt
• Erkrankungen des Herzmuskels wie die Herzinsuffizienz
• Erkrankungen der Herzklappen, die den geordneten Blutfluss im kleinen und großen Kreislauf regulieren
• Herzrhythmusstörungen• Störungen der Herzfunktionen als Folge extrakardialer Ursachen wie endokrinologischer Erkrankungen (z. B. Schilddrüsenüberfunktion) oder Gefäßanomalien.
Davon sollen nur diejenigen Erkrankungen besprochen werden, die eine intensive Therapie mit Kardiaka erfordern.
Beim Essen auf die Zeit achten
Immer wieder wird kontrovers darüber diskutiert, ob für die Entwicklung von Übergewicht und Adipositas alleine die Energiemenge der Nahrung eine Rolle spielt oder ob auch die Zeiten der Nahrungsaufnahme zu berücksichtigen sind. Eine von amerikanischen Wissenschaftlern durchgeführte Studie spricht für letzteres.Show moreKardiale Erkrankungen – Kardiaka: Arzneistoffe, die am Herzen angreifen
Die Therapie von kardialen Erkrankungen beruht auf den Grundprinzipien Sicherstellung der koronaren Perfusion, Entlastung der Herzarbeit, Stärkung der Herzkraft, Eindämmung der neuro-humoralen Stimulation und Normalisierung der Herzfrequenz. Dementsprechend bedeutet die Therapie von Herzerkrankungen meistens eine Kombination verschiedener Wirkstoffgruppen.Show more

Kardiale Erkrankungen – Wenn der Pumpenkreislauf stockt
Die Erkrankungen des Herzen – koronare Herzerkrankung, Herzinfarkt, Herzinsuffizienz und Rhythmusstörungen – führen immer noch die Todesursachenstatistik an und führen am häufigsten zum Arztbesuch. Viele kardiovaskuläre Erkrankungen mindern die Perfusion des Herzmuskels, wo nach dem Prinzip der "letzten Wiese" im schlimmsten Fall die distalen Anteile des Herzmuskels hinter einem Gefäßverschluss zugrunde gehen. Die Folge: Herzinfarkt! Arbeitet die Pumpe nur noch ungenügend, also bei Herzinsuffizienz, wird der Körper nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt. | Von Prof. Dr. med. Thomas HerdegenShow more
Fett macht Appetit auf mehr
Gesättigte Fettsäuren greifen offenbar im Gehirn in die Regulation des Stoffwechsels ein. Wie eine Studie an Ratten gezeigt hat, veranlassen sie, dass das Gehirn Körperzellen signalisiert, sie sollen Signale der Hormone Leptin und Insulin ignorieren. Die Folge ist ein verzögertes Sättigungsgefühl.Show moreAuf Gewebeschäden nach Promethazin i.v. achten
Bei intravenöser Gabe von Promethazin muss mit schweren Gewebeschäden einschließlich einer Gangrän gerechnet werden. Amputationen können notwendig werden. Die FDA will dieses Risiko durch einen umrahmten Warnhinweis (Boxed Warning) ins Bewusstsein rücken.Show moreDiuretika vermeiden Hypertoniefolgekomplikationen
"Diuretika sind als einzige Wirkstoffgruppe bei der Reduktion der Hypertoniefolgekomplikationen keiner anderen Wirkstoffgruppe unterlegen und weisen in einzelnen Aspekten Zusatznutzen gegenüber anderen Antihypertensiva auf." So das Fazit des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit in seinem Abschlussbericht. Für die Behandlung eines erhöhten Blutdrucks gelten Diuretika für viele Patienten für das IQWiG damit als Mittel der ersten Wahl.Show moreZwischenbilanz beim Mammografie-Screening
Der erste Evaluationsbericht des Mammografie-Screening-Programms in Deutschland wurde vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) und der Kooperationsgemeinschaft Mammografie (KoopG) vorgestellt. Sein Ergebnis aus den ersten drei Jahren 2005 bis 2007: Das Mammografie-Screening ist für über zehn Millionen Frauen im Alter zwischen 50 und 69 Jahren die wichtigste Maßnahme zur Brustkrebsfrüherkennung. Die große Zahl der Frauen, die der Einladung zum Screening nicht gefolgt sind, zeigt jedoch, dass noch Information- und Aufklärungsbedarf besteht.Show moreZur Sicherheit der adjuvantierten H1N1-Impfstoffe
Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) äußert sich in einer Stellungnahme zur geplanten Schutzimpfung gegen das neue Influenza-A-Virus (H1N1) in Deutschland und den dafür vorgesehenen Impfstoffen. Die Indikationsstellung für eine Impfung sollte sich nach Ansicht der AkdÄ am Expositionsrisiko z. B. bei Beschäftigten im Gesundheitswesen mit Patientenkontakt sowie am individuellen Risikoprofil des Patienten orientieren und den aktuellen Erkenntnissen angepasst werden.Show moreIntanza® wird vorerst nicht eingeführt
Intanza® ist ein intradermal zu applizierender Grippeimpfstoff, der eine bessere Immunantwort erzeugt als die üblichen intramuskulär applizierten Grippeimpfstoffe. Die für diesen Herbst angekündigte Markteinführung verzögert sich jedoch. Intanza® wird frühestens für die Impfsaison 2010/2011 zur Verfügung stehen.Show moreNicotinsäure ergänzt Statine bei der Lipidkontrolle
Gefäßkrankheiten sind in westlichen Ländern die häufigste Todesursache. Bei der Lipidtherapie steht als effektivste Einzelmaßnahme die Normalisierung des LDL-Cholesterins im Vordergrund. Ein alte und effektive Substanz, die das Wirkprofil von Statinen ergänzt, ist die Nicotinsäure. Ihren breiten Einsatz limitieren Nebenwirkungen, allen voran der Flush. Mit Tredaptive® ist Anfang September eine Kombination aus retardierter Nicotinsäure und dem neuen Prostaglandinantagonisten Laropiprant auf den Markt gekommen, der die heftige Hautreaktion unterbinden soll.Show moreRapsöl wertet Babybrei auf
Rapsöl in der Babynahrung wirkt sich positiv auf die Omega-3-Fettsäure-Spiegel im Blut aus. Das ist das Ergebnis einer Studie des Forschungsinstituts für Kinderernährung (FKE). Omega-3-Fettsäuren sind bei Babys für die Entwicklung des Gehirns, der Netzhaut und für Funktionen des Immunsystems wichtig. Die FKE-Forscher empfehlen aufgrund ihrer Studie, Gläschennahrung mit Rapsöl zu versetzen.Show moreIntegrasehemmer auch bei therapienaiven HIV-Patienten
Der Integrasehemmer Raltegravir (Isentress®) ist in seiner Anwendung künftig nicht mehr auf therapieerfahrene HIV-Patienten beschränkt. Vielmehr haben die europäischen Behörden die Zulassung auch auf therapienaive Patienten erweitert, sodass künftig praktisch alle erwachsenen HIV-Patienten Raltegravir in Kombination mit einem anderen antiviral wirksamen Medikament erhalten können.Show moreKardiale Erkrankungen – Wichtige Neben- und Wechselwirkungen
Viele Medikamente beeinflussen Herzfunktionen wie die Frequenz, Rhythmogenese und Kontraktionskraft direkt oder indirekt über Veränderungen des Blutdrucks oder des Elektrolythaushalts. Besonders für das vorgeschädigte Herz, aber auch für das Herz des alten Menschen, sind solche Nebenwirkungen gefährlich.Show moreNeues orales Antikoagulans auf dem Prüfstand
Apixaban, ein oral einsetzbarer Hemmstoff des Gerinnungsfaktors Xa, wurde in einer Phase-III-Studie gegen den bestehenden Standard Enoxaparin getestet. Die neue Substanz konnte keine Gleichwertigkeit in der Wirkung unter Beweis stellen, doch lassen die Ergebnisse hoffen, die Thromboseprophylaxe mithilfe der neuen Substanzen zukünftig einfacher und sicherer durchführen zu können.Show moreKardiale Erkrankungen – Pharmakotherapie
Bei kardialen Erkrankungen werden immer wieder die gleichen Therapieziele mit den gleichen Wirkstoffen angestrebt: geringerer Sauerstoffverbrauch, ausreichende Herzleistung, stabile Frequenz, Verhinderung von Thromboembolien in den Koronarien.Show moreGutachter befürworten HPV-Impfung von Jungen
Folgt die amerikanische Zulassungsbehörde FDA den Empfehlungen ihres Gutachtergremiums, dann könnten in den USA bald auch Jungen mit dem HPV-Impfstoff Gardasil® vor Genitalwarzen geschützt werden. Der HPV-Impfstoff wird in den USA seit 2006 untersucht. Er ist dort bislang zur Prävention von durch HPV ausgelöste Zervix-, Vulva- und Vaginalkarzinome bei Mädchen im Alter zwischen neun und 26 Jahren zugelassen.Show moreBeinwellkraut-Zubereitung fördert die Wundheilung
Von Mathias SchmidtBeinwell in topischen Zubereitungen ist ein rationales Phytopharmakon bei stumpfen Traumen wie Prellungen und Verstauchungen [1, 2]. Für eine Arzneicreme mit einem Auszug aus den oberirdischen Pflanzenteilen der Sorte Trauma-Beinwell wurden zudem ausgeprägte analgetische Effekte bei Muskelschmerzen im Rückenbereich nachgewiesen [3]. Da Trauma-Beinwell sich durch das Fehlen von Pyrrolizidinalkaloiden auszeichnet, können seine Zubereitungen auch auf offene Schürfwunden aufgetragen werden. Dabei zeigte sich neben den abschwellenden, entzündungshemmenden und schmerzlindernden Effekten auch eine beschleunigte Wundheilung. Diesem Befund wurde in einer kontrollierten Doppelblindstudie nachgegangen [4].
Show moreWas bringt die neue Leitlinie?
Über die Bedeutung der neuen Leitlinie zur Hormontherapie und speziell ihren Nutzen für die Beratung in der Apotheke sprachen wir mit Univ.-Prof. Dr. med. Ludwig Kiesel, Direktor der Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in Münster und Mitglied der Steuergruppe der Leitlinie.Show moreRechtliches
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