Pharmazie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Birkenpollen sind auf ihrem Höhepunkt
Niesen, Juckreiz und gereizte Augen setzen derzeit vielen Allergikern zu, vor allem Menschen mit Birkenallergie. Ein Ende der Pollensaison ist noch nicht in Sicht, und auch Gräserpollenallergiker müssen sich auf steigende Pollenkonzentrationen einstellen.Show morepharmazie
Allergien
09.04.2026, 11:00 Uhr
Zusatztherapie mit Cineol ist wirksam bei COPD
Die chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD) hat sich zur Volkskrankheit mit einer Prävalenz vergleichbar dem Diabetes entwickelt: In Deutschland leiden 9% der Männer und 4% der Frauen an COPD, Tendenz steigend. Die Leitlinientherapie mit Bronchodilatatoren und Steroiden kann Symptome kontrollieren und Verschlimmerungen teilweise vorbeugen. Der Stellenwert der schleimbeeinflussenden "Mukopharmaka" ist nicht eindeutig. Eine placebokontrollierte Studie zeigte nun, dass Cineol als Add-on-Therapie die Häufigkeit, Dauer und Schwere von Exazerbationen senken kann.Show moreChronisch-entzündliche Atemwegserkrankungen
20.01.2010, 23:00 Uhr
Wenn Milch zum Problem wird
Bereits im Säuglingsalter ist Milchzucker bzw. Lactose ein wichtiger Bestandteil der Ernährung: Er ist energiereich und seine Fermentation fördert im Kolon den Aufbau der physiologischen Darmflora. Auch in vielen Lebensmitteln ist das Disaccharid enthalten und für die Ernährung nach der Stillperiode von Bedeutung. Doch Lactose ist neben Fructose auch einer der häufigsten Auslöser einer Malabsorption bei Kindern. Dabei wird zwischen verschiedenen Formen unterschieden, die wir hier näher betrachten wollen.Show moreBasiswissen Kinderernährung (Folge 15)
20.01.2010, 23:00 Uhr
Glycyrrhizin gegen Infektionen nach Verbrennungen
Das Saponin Glycyrrhizin aus der Wurzel der Süßholzpflanze (Glycyrrhiza glabra L.) ist offensichtlich gegen Infektionen wirksam, die durch Pseudomonas aeruginosa hervorgerufen werden. Im Tierversuch konnten amerikanische Wissenschaftler zeigen, dass nach Verbrennungen der natürliche Schutzschild aus antimikrobiellen Peptiden geschädigt ist. Durch die Applikation von Glycyrrhizin wurde nicht nur die Funktion wiederhergestellt, auch die Sepsis, die von einer Pseudomonas-aeruginosa-Wundinfektion herrührte, war anschließend kontrollierbar.Show moreAus der Forschung
20.01.2010, 23:00 Uhr
Sequenz- oder Monotherapie?
Beim rezeptorpositiven Mammakarzinom verlängert eine antihormonelle Therapie das krankheitsfreie Überleben und senkt die Brustkrebsmortalität. Die BIG-Studie untersucht Therapieregime mit Letrozol und Tamoxifen. Einer aktuellen Auswertung zufolge scheint zwischen verschiedenen Sequenzprotokollen und einer Monotherapie mit Letrozol kein auffallender klinischer Unterschied zu bestehen.Show moreEndokrine Therapie des Mammakarzinoms
13.01.2010, 23:00 Uhr
Antidepressiva wirksam nur bei schweren Depressionen?
Serotonin-Wiederaufnahmehemmer und trizyklische Antidepressiva sind nur bei schweren Depressionen wirksamer als Placebos. Zu diesem Ergebnis kommt eine Metaanalyse, die die Ergebnisse von sechs randomisierten klinischen Studien aus den Jahren 1980 bis 2009 zusammenfasst [1]. Über die Veröffentlichung ähnlicher Daten wurde bereits vor zwei Jahren heftig diskutiert [2]. Die jetzt vorgelegte Untersuchung wertet allerdings zum ersten Mal den Erfolg einer Behandlung bei Hunderten von Patienten aus, die vorwiegend leichtere Symptome zeigten.Show morePsychische Erkrankungen
13.01.2010, 23:00 Uhr
24-Stunden-Betaagonist: Weite Bronchien rund um die Uhr
Indacaterol ist der erste europaweit zugelassene Bronchodilatator für COPD-Patienten, der eine rasch einsetzende mit einer 24 Stunden anhaltenden Wirkung verbindet. Die Europäische Kommission erteilte die Zulassung für Onbrez® Breezhaler® Anfang Dezember 2009 zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit COPD. Der lipophile Betaagonist soll mindestens so wirksam sein wie die etablierten Bronchodilatatoren, für den Patienten aber durch die Einmalgabe komfortabler.Show moreCOPD
13.01.2010, 23:00 Uhr
Kann Ginkgo den kognitiven Abbau doch nicht aufhalten?
Die Einnahme von Ginkgo-biloba-Extrakten scheint den altersbedingten kognitiven Abbau des Gehirn nicht aufhalten zu können. Zu diesem Ergebnis kommt eine randomisierte placebokontrollierte Studie. Allerdings sind die jetzt publizierten Ergebnisse nur eine nachträglichen Auswertung der 2008 veröffentlichten großen Studie mit dem Ginkgo-biloba-Extrakt EGb 761®. Der Hersteller kritisiert das Fazit der Autoren und weist auf methodische Mängel im Studiendesign hin.Show moreGinkgo-biloba-Extrakt
13.01.2010, 23:00 Uhr
Energy Shots nur einen am Tag
Hinter dem Begriff Energy Shots verbirgt sich ein neuartiger Typ flüssiger coffein- und taurinhaltiger Lebensmittel, die damit werben, die Konzentration und Leistungsfähigkeit oder die sportliche Leistung zu steigern. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) weist darauf hin, dass Energy Shots bei bestimmungsgemäßem Verzehr kein Risiko darstellen. Es geht jedoch davon aus, dass viele Konsumenten die Empfehlung überschreiten werden – und dadurch ihre Gesundheit riskieren.Show moreBfR-Warnung
13.01.2010, 23:00 Uhr
Calciumkanäle haben Geschmack
Calcium kommt einem beim Thema Geschmack nicht unbedingt als Erstes in den Sinn. Wie japanische Wissenschaftler nun herausgefunden haben, spielen Calciumkanäle auf der Zunge jedoch eine wichtige Rolle bei der Geschmackswahrnehmung.Show moreGeschmackswahrnehmung
13.01.2010, 23:00 Uhr
Antikörper Rituximab beeinflusst Grippeimpfung
Nach einer Behandlung mit dem CD20-Antikörper Rituximab (MabThera®) kann eine Impfung gegen die saisonale Grippe unwirksam sein, so das Ergebnis einer niederländischen Untersuchung an der Universität Groningen. Elf Patienten waren vier- bis sechs Wochen nach der Gabe von Rituximab mit dem üblichen trivalenten Impfstoff gegen die saisonale Grippe geimpft worden. Gegen keines der drei Impfstoffviren wurde ein ausreichender Antikörpertiter induziert.Show moreSaisonale Grippe
13.01.2010, 23:00 Uhr
Rasche Gewichtszunahme unter atypischen Neuroleptika
Gewichtszunahme ist eine bekannte Nebenwirkung atypischer Neuroleptika. In einer amerikanischen Studie nahmen Kinder und Jugendliche unter einer erstmaligen Behandlung mit Aripiprazol, Olanzapin, Quetiapin bzw. Risperidon jedoch ungewöhnlich rasch zu: innerhalb von nur elf Wochen gelangten zwischen 10 und 36% von ihnen in den Status des Übergewichts oder der Fettleibigkeit.Show moreAntipsychotika
13.01.2010, 23:00 Uhr
Molekularbiologisch zu neuen Wegen der Osteoporosetherapie
Die konventionelle Osteoporosetherapie mit Bisphosphonaten kann den weiteren Knochenabbau zwar erfolgreich stoppen und die Frakturrate stark senken, die Forschung konzentriert sich jedoch auf die Entwicklung knochenanaboler Medikamente. Das körpereigene Eiweiß Oncostatin M regelt sowohl den Knochenaufbau als auch -abbau. Hierfür sind zwei unterschiedliche Rezeptoren verantwortlich. Australische Forscher konnten jetzt im Tierversuch den für den Knochenabbau zuständigen Rezeptor ausschalten. Die Zahl der aufbauenden Knochenzellen und damit auch die Knochendichte stiegen daraufhin deutlich an.Show moreAus der Forschung
13.01.2010, 23:00 Uhr
Standardisiertes Lavendelöl gegen Unruhe bei Angst
Mit dem neuen Phyto-Anxiolytikum Silexan (Lasea®), einem hochkonzentrierten, standardisierten Lavendelölextrakt, steht ab 1. Februar 2010 ein innovatives Präparat auch für die Selbstmedikation zu Verfügung, das Angst löst und gleichzeitig gut verträglich ist. Vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte ist das Phytopharmakon zugelassen für die Behandlung von Unruhezuständen bei ängstlicher Verstimmung im Erwachsenenalter.Show moreNeues Phyto-Anxiolytikum
13.01.2010, 23:00 Uhr
Zusätzlicher Infektionsschutz für Säuglinge und Kleinkinder
Durch die Einführung eines neuen 13-valenten Pneumokokken-Konjugat-Impfstoffs wird der Infektionsschutz bei Säuglingen und Kleinkindern optimiert. Mit dem Vakzin, das sechs zusätzliche Serotypen umfasst und damit die breiteste Serotypenabdeckung bietet, können Kinder zwischen sechs Wochen und fünf Jahren geimpft werden, wobei die Umstellung auf den neuen Impfstoff jederzeit möglich ist.Show more13-valenter Pneumokokken-Konjugat-Impfstoff
06.01.2010, 23:00 Uhr
Suizid verhindern: Was können Antidepressiva?
Der Schweregrad einer Depression korreliert mit dem Selbstmordrisiko. Wie erkennt man Suizidalität? Gibt es spezielle "antisuizidale" Antidepressiva? Initial werden derzeit vier von fünf ambulanten depressiven Patienten mit einem selektiven Serotonin-Reuptake-Inhibitor (SSRI) behandelt. SSRI haben erheblich gegenüber klassischen Trizyklika gewonnen, weil sie verträglicher sind, bei vergleichbarer Wirksamkeit. Wirksamkeitsvergleiche mit Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmern (SNRI) fallen weniger einheitlich aus.Show moreSchwere Depression
06.01.2010, 23:00 Uhr
Canakinumab: Interleukin-Inhibitor gegen Entzündungen
Canakinumab (Ilaris®) ist ein vollständig humaner monoklonaler Antikörper gegen Interleukin 1 beta. Canakinumab verhindert die durch IL-1 beta induzierte Genaktivierung und Bildung von Entzündungsmediatoren, indem es die Interaktion mit IL-1-Rezeptoren blockiert. Canakinumab kommt zur Behandlung von Patienten ab vier Jahren auf den Markt, die an einem der drei Cryopyrin-assoziierten periodischen Syndrome (CAPS) leiden.Show moreNeues orphan drug
06.01.2010, 23:00 Uhr
FDA sieht kein erhöhtes Krebsrisiko unter Ezetimib
Mitte 2008 hatte die sogenannte SEAS-Studie für Aufsehen gesorgt. Sie ließ nicht nur Zweifel an der Wirksamkeit einer kombinierten Ezetimib- und Simvastatin-Behandlung aufkommen, sondern auch den Verdacht, dass durch Ezetimib das Krebsrisiko erhöht wird. Schon damals wurde vermutet, dass das statistisch signifikant erhöhte Krebsrisiko unter Ezetimib ein Zufallsbefund gewesen sein könnte. Nun gibt die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA Entwarnung: Ezetimib soll das Krebsrisiko nicht erhöhen.Show moreEntwarnung für Cholesterinsenker
06.01.2010, 23:00 Uhr
Antibiotikaresistenz durch Desinfektionsmittel
Bakterien können nicht nur gegen Antibiotika Resistenzen entwickeln, sondern auch gegen Desinfektionsmittel. Dabei ist es durchaus möglich, dass der Mechanismus, der zur Resistenz gegen ein Desinfektionsmittel führt, gleichzeitig die Empfindlichkeit gegen Antibiotika herabsetzt. So kann der Problemkeim Pseudomonas aeruginosa durch niedrige Konzentrationen von Benzalkoniumchlorid in die Lage versetzt werden, nicht nur das Desinfektionsmittel selber aus der Zelle zu pumpen, sondern auch das Antibiotikum Ciprofloxacin.Show moreHygiene
06.01.2010, 23:00 Uhr
Folsäuresupplementation mit erhöhtem Krebsrisiko assoziiert
Zwei aktuelle norwegische Studien weisen auf einen Zusammenhang zwischen der langfristigen Folsäurezufuhr und einer erhöhten Krebsinzidenz hin. Sollte dieses Ergebnis in weiteren Untersuchungen bestätigt werden, muss eine Anreicherung von Folaten in Lebensmitteln – wie bereits in einigen Ländern praktiziert – überdacht werden.Show moreFolsäure
06.01.2010, 23:00 Uhr
IgG-Tests bei Lebensmittelunverträglichkeit ungeeignet
Die Europäische Akademie für Allergologie und Klinische Immunologie (EAACI) hat ein aktuelles Positionspapier zum Stellenwert von IgG- oder IgG4-Tests zur Feststellung von Lebensmittelunverträglichkeiten verfasst, das von den fünf deutschsprachigen Allergiegesellschaften in ihre Leitlinie übernommen wurde. Darin wird die Diagnostik von Lebensmittelunverträglichkeiten mittels IgG-Antikörpertests als ungeeignet eingestuft und strikt abgelehnt.Show moreLebensmittelallergien
06.01.2010, 23:00 Uhr
Kontroverse Diskussion zur HIV-Postexpositionsprophylaxe
Weltweit sind mehr als 33 Millionen Menschen HIV-infiziert; 7400 infizieren sich an jedem Tag. Die Zahl der Neuinfektionen ist in den letzten Jahren allerdings gesunken. In Deutschland betrug die Zahl der Menschen, die mit HIV/Aids leben, Ende 2008 zwischen 64.000 und 70.000. Die HIV-Postexpositionsprophylaxe (HIV-PEP), die "Pille danach", senkt das Infektionsrisiko nach Kontakt mit dem Virus. Die Anwendung dieser Kombination verschiedener antiviraler Medikamente nach möglicher HIV-Exposition ist aber nicht unumstritten [1].Show moreInfektionskrankheiten
06.01.2010, 23:00 Uhr
Nicht nur Karies kann man mit der Ernährung vorbeugen
Folge 13 unserer Reihe "Basiswissen Kinderernährung" setzte sich mit Karies im Kindes- und Jugendalter auseinander sowie der Möglichkeit, durch eine zahngesunde Ernährung der Karies vorzubeugen. Neben Karies können jedoch, wenn auch wesentlich seltener, nicht kariöse Erkrankungen, die partiell in Zusammenhang mit der Ernährung stehen, auftreten. Sie sind das Thema dieses Beitrags.Show moreBasiswissen Kinderernährung (Folge 14)
16.12.2009, 23:00 Uhr
Schwache Daten für Neuraminidasehemmer
Eine aktuelle Metaanalyse bescheinigt Neuraminidasehemmern nur eine begrenzte Effektivität bezüglich der Influenzasymptome. Im Zusammenhang mit dieser Metaanalyse wurde zwischen dem Tamiflu® -Hersteller Roche und den Autoren des Cochrane-Reviews eine kontroverse Diskussion um die Offenlegung von Studiendaten geführt. Kommentatoren fordern einen transparenten Umgang mit Studienunterlagen.Show moreMetaanalyse
16.12.2009, 23:00 Uhr
Fortschritt bei der Behandlung von Vorhofflimmern
Das Antiarrhythmikum Dronedaron wurde Ende November zugelassen und wird als Multaq® 400 mg Tabletten ab Januar 2010 verfügbar sein. Es ist angezeigt bei erwachsenen, klinisch stabilen Patienten mit nicht-permanentem Vorhofflimmern, um das Wiederauftreten von Vorhofflimmern zu verhindern oder die ventrikuläre Herzfrequenz zu senken. Es ist das einzige Antiarrhythmikum, das bei Vorhofflimmer-Patienten nachweislich zu einer deutlichen Abnahme von kardiovaskulärbedingten Krankenhausaufenthalten oder Todesfällen führt.Show moreDronedaron
16.12.2009, 23:00 Uhr
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