Pharmazie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Eigenbrauer-Syndrom: Kein Alkohol konsumiert, aber trotzdem betrunken?
„Herr Polizist, ich habe keinen Tropfen getrunken, auch wenn das Messgerät 2,1 Promille anzeigt.“ Was nach schlechter Ausrede klingt, ist tatsächlich möglich. Menschen, die unter dem Eigenbrauer-Syndrom leiden, werden betrunken, ohne Alkohol zu konsumieren. Er wird von ihrem eigenen Körper produziert.Show morepharmazie
Körper produziert selbst
05.05.2026, 15:30 Uhr
Tumore überlisten Immunabwehr
Die Immunabwehr wird normalerweise durch Proteine aktiviert, die von Tumoren gebildet werden. Zumindest eines dieser Signalproteine ist allerdings auch daran beteiligt, das Abwehrsystem zu täuschen. Unter seinem Einfluss bildet der Tumor eine Schutzschicht und wird dann nicht mehr als schädliches Gewebe erkannt: Der Krebs kann sein Wachstum ungehindert fortsetzen.Show moreAus der Forschung
14.04.2010, 22:00 Uhr
Chemotherapie des alten Tumorpatienten
Unter Berücksichtigung altersabhängiger Besonderheiten können auch alte Tumorpatienten von einer zytotoxischen Behandlung profitieren. Grundlage für die Therapieentscheidung sind ein geriatrisches Assessment und entsprechend adaptierte Behandlungsprotokolle.Show moreOnkologie
14.04.2010, 22:00 Uhr
Capsaicin-Pflaster – neue Option in der Schmerztherapie
Die medikamentöse Therapie von Patienten mit peripheren neuropathischen Schmerzen ist bis heute oft nicht zufriedenstellend und mit einer Reihe unerwünschter Wirkungen verbunden. Zusätzlich wird die Behandlung durch Wechselwirkungen, einen langsamen Wirkungseintritt, sowie schlechte Patienten-Compliance erschwert. Mit dem Wirkstoffpflaster Qutenza stellt die Astellas Pharma GmbH nun eine neue therapeutische Option zur Verfügung, die direkt am Entstehungsort der peripheren neuropathischen Schmerzen ansetzt und aufgrund der topischen Applikation kaum zu systemischen Nebenwirkungen führt.Show moreNeuropathie
14.04.2010, 22:00 Uhr
Kombination mit Infliximab nach Methotrexat-Monotherapie
Den Ergebnissen einer schwedischen Studie zufolge könnte sich bei einer frühen rheumatoiden Arthritis folgendes Vorgehen bewähren: Eine dreimonatige Gabe von Methotrexat, der bei ungenügendem Ansprechen eine Kombination aus einem TNFα-Inhibitor plus Methotrexat folgt.Show moreFrühe rheumatoide Arthritis
14.04.2010, 22:00 Uhr
Falsche Versprechungen lassen keine Haare wachsen
Der anlagebedingte Haarausfall ist ein weit verbreitetes Phänomen. Dem Schwinden der Haarpracht kann mit wissenschaftlich gut dokumentierten Präparaten entgegengewirkt werden. Auf einer Konsensuskonferenz zur Behandlung der androgenetischen Alopezie haben Experten aus den Bereichen Dermatologie, Gynäkologie und Pharmazie kürzlich eine gemeinsame Stellungnahme verabschiedet, in welcher der äußerlich aufzutragenden Minoxidil-Lösung eine besondere Rolle zukommt. Zudem wird die notwendige Beratung des Apothekers hervorgehoben.Show moreHaarausfall
14.04.2010, 22:00 Uhr
Clopidogrel/Omeprazol-Interaktion ohne Folgen?
Nicht nur die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA rät davon ab, bei einer Clopidogrel-Behandlung den Protonenpumpenblocker Omeprazol einzusetzen. Auch die Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft empfiehlt, nach Möglichkeit auf die routinemäßige Behandlung mit Protonenpumpeninhibitoren wie Omeprazol zu verzichten. Denn durch Interaktionen kann die Wirksamkeit des Thrombozytenaggregationshemmers Clopidogrel herabgesetzt werden. Das Schlaganfall- und Herzinfarktrisiko soll steigen. Eine neue Metaanalyse kann diesen Zusammenhang nicht bestätigen.Show moreHerzinfarkt- und Schlaganfallrisiko
14.04.2010, 22:00 Uhr
Morgens darf es etwas fetter sein
Wer sich an das Sprichwort "Frühstück wie ein Kaiser, Mittagessen wie ein König und Abendessen wie ein Bettler" hält, hat offenbar eine bessere Chance, sich vor Übergewicht und Diabetes zu schützen als Frühstücksmuffel. Das sagen amerikanische Wissenschaftler, die an Mäusen untersuchten, wie sich verschiedene Arten von Nahrung und der Zeitpunkt der Aufnahme auf ein metabolisches Syndrom auswirken.Show moreMetabolisches Syndrom
07.04.2010, 22:00 Uhr
Neuer Xanthinoxidase-Hemmstoff Febuxostat
Febuxostat (Adenuric®) ist ein neuer nicht Purin-selektiver Hemmstoff der Xanthinoxidase, der als Alternative zu Allopurinol zur Behandlung der chronischen Hyperurikämie bei Erkrankungen indiziert ist, die bereits zu Uratablagerungen geführt haben. Mit der Febuxostatbehandlung sollte erst nach vollständigem Abklingen eines akuten Gichtanfalls begonnen werden.Show moreHyperurikämie
07.04.2010, 22:00 Uhr
Dienogest: neue Therapieoption bei Endometriose
Endometriose wird häufig erst spät erkannt. Vielleicht weil das Beschwerdebild mit Blutungsstörungen und starken Unterbauchschmerzen dem typischen "Frauenleiden" gleicht und deshalb von Ärzten wie von Patientinnen nicht ernst genommen wird. Bisheriger Standard für die medikamentöse Therapie waren GnRH-Analoga. Mit der Einführung des Gestagens Dienogest (Visanne®) für die Indikation Endometriose erweitert sich die Palette der Möglichkeiten. Für Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch bleibt der chirurgische Eingriff aber die einzige Option, die Fertilität zu verbessern.Show moreGegen Dysmenorrhoe und Blutungsstörungen
07.04.2010, 22:00 Uhr
Dem wichtigsten Stoffwechselorgan etwas Gutes tun
Wenn es nach einer üppigen Mahlzeit im Oberbauch drückt und kneift, vermuten Kunden dahinter häufig "Probleme mit der Galle". Bei leichten Beschwerden kann die Apotheke Mittel empfehlen, die Schmerzen lindern und die Leber- bzw. Gallenfunktion anregen. Symptome, die auf schwerwiegendere Störungen hindeuten, bedürfen jedoch der ärztlichen Abklärung.Show moreLeber- und Gallebeschwerden
07.04.2010, 22:00 Uhr
Schokolade macht keine Migräne
Schokolade galt bislang als eines der Lebensmittel, das im Verdacht stand, Migräneattacken auslösen zu können. Gute Nachricht zur Osterzeit: Die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) hat Schokolade nun teilweise rehabilitiert. Nahrung werde als Auslöser für Kopfschmerzen überbewertet.Show moreKopfschmerzen
07.04.2010, 22:00 Uhr
Einfache Diagnose durch Darmbakterien
Die Zahl der im menschlichen Darmtrakt vorkommenden Bakterien wird auf etwa 100 Trillionen geschätzt. Ein Ungleichgewicht dieser Keime kann zu Darmerkrankungen führen und – umgekehrt – bei verschiedenen Erkrankungen kann ein unterschiedliches Artenspektrum beobachtet werden. So findet man bei Patienten mit Morbus Crohn weniger Bakterien der Art Faecalibacterium prausnitzii , bei Colitis ulcerosa hingegen tritt dieser Keim vermehrt auf. Dies könnte für eine einfache Diagnostik hilfreich sein, bietet zudem aber auch Therapieoptionen.Show moreDarmerkrankungen
07.04.2010, 22:00 Uhr
Orale MS-Therapie ist „durchaus vielversprechend“
Cladribin und Fingolimod sind nach Einschätzung des ärztlichen Beirats der Deutschen Multiplen Sklerose Gesellschaft (DMSG) zur oralen Behandlung der multiplen Sklerose "durchaus vielversprechend". Die Nebenwirkungen seien derzeit aber noch schwer abzuschätzen. Der ärztliche Beirat bezieht sich auf die Ergebnisse von drei Studien, die kürzlich veröffentlicht wurden.Show moreDeutsche Multiple Sklerose Gesellschaft
07.04.2010, 22:00 Uhr
Dunkle Schokolade senkt das Herzinfarktrisiko
Die Meldung ist nicht wirklich neu. Angesichts der vielen Schokoladen-Ostereier, die im Moment wieder darauf warten, verzehrt zu werden, ist sie jedoch durchaus berichtenswert. Dunkle Schokolade, so das Ergebnis einer achtjährigen Studie mit knapp 20.000 Personen, kann in Maßen genossen den Blutdruck und das Herzinfarktrisiko senken.Show moreErnährung und Herzgesundheit
07.04.2010, 22:00 Uhr
Pharmakotherapeutische Möglichkeiten
Psychostimulanzien erhöhen die Freisetzung oder die Präsenz von biogenen Aminen im synaptischen Spalt, insbesondere von Dopamin und Noradrenalin. Im Gegensatz zu den Antidepressiva lösen sie keine depressiven Stimmungen, sondern erhöhen die Konzentrationsfähigkeit und vermindern die Hyperaktivität von ADHS-Patienten.Show more31.03.2010, 22:00 Uhr
DNA-Kontamination in Rotarix
Jüngst verbreitete sich die Meldung, dass "mithilfe neuer Analysenmethoden im Rahmen wissenschaftlicher Untersuchungen" DNA des Porcinen Circovirus Typ 1 (PCV-1) im oralen Impfstoff Rotarix® nachgewiesen wurde. Und zwar nicht nur in einer der letzten Impfstoff-Chargen, sondern von Anfang an. Also auch das Virus-Saatgut und die Ausgangs-Zellbank, die für die Herstellung des Impfstoffes verwendet wird, sind kontaminiert [1].Show moreRotavirus-Impfstoff
31.03.2010, 22:00 Uhr
Die Diagnose und Pathogenese
Die Diagnose ADHS ist eine Ausschlussdiagnose. Oft ist die Abgrenzung zu anderen Erkrankungen schwierig. Bezeichnungen wie "Zappelphilipp" und "Hans Guck-in-die-Luft" lassen erahnen, wie unterschiedlich die Symptome ausgeprägt sein können. Sie treten in der Regel vor dem siebten Lebensjahr in Erscheinung und wandeln sich mit dem Älterwerden. Wie es zu diesen Störungen kommt, ist unklar. Strittig ist nach wie vor, ob es sich um eine eigene Krankheitsentität handelt oder um ein Syndrom mit vielfältigen Ursachen. Sicher ist jedoch, dass ADHS nicht nur eine Kinder- und Jugenderkrankung ist, sondern auch als eine zu lange unterschätzte Krankheit im Erwachsenenalter persistieren kann.Show more31.03.2010, 22:00 Uhr
Betuline – multifunktionale Aktivsubstanzen
Sie zeigen pharmakologisch ein breites Wirkspektrum, werden klinisch aber erst in einem kleinen Bereich genutzt – die Betuline. Über ihre derzeitige Anwendung zur Pflege trockener Haut hinaus scheinen diese pflanzlichen Triterpene ein beachtliches therapeutisches Potenzial zu haben. So beobachtet die Betulin-Forschung wundheilende, juckreizhemmende sowie antitumorale Effekte.Show moreSekundäre Pflanzeninhaltsstoffe
31.03.2010, 22:00 Uhr
Das therapeutische Vorgehen
Nach den Leitlinien zur Therapie der ADHS im Kindes- wie Erwachsenenalter ist der Einsatz von Psychostimulanzien wie Methylphenidat und Amphetamin die wirksamste medikamentöse Therapie. Sie führt zur Remission der Grundsymptome, aber nach Beendigung treten die Symptome wieder auf. Der Erfolg der Pharmakotherapie ist unter anderem auch abhängig vom Umfeld des Patienten, soziale Probleme können ihn erschweren.Show more31.03.2010, 22:00 Uhr
TKTL1-Diät für Tumorpatienten nicht empfehlenswert
Tumorpatienten wird seit einiger Zeit ein neues Ernährungsprinzip empfohlen mit dem Versprechen, durch eine Ernährungsumstellung auf eine kohlenhydratarme, fettreiche Ernährung unter dem Einsatz spezieller, nicht deklarierter Lebensmittel ("mit besonderen Kohlenhydratquellen") Wachstum und Metastasierung ihres Tumors verhindern zu können. Ernährungsexperten der Deutschen Krebsgesellschaft nehmen dazu folgendermaßen Stellung:Show moreStellungnahme Deutsche Krebsgesellschaft
31.03.2010, 22:00 Uhr
Spinale Muskelatrophie: Medikamentöse Therapie möglich?
Die spinale Muskelatrophie (SMA) ist eine genetisch bedingte neuromuskuläre Erkrankung, die in verschiedenen Formen auftreten kann. Mit einer Häufigkeit von 1:6000 bei Lebendgeborenen ist sie nach der Mukoviszidose die zweithäufigste rezessiv vererbte Erkrankung beim Menschen. Nachdem kanadische Forscher bereits früher festgestellt hatten, dass ein bestimmtes Enzym bei SMA-Patienten übermäßig aktiv ist, konnten sie jetzt im Tierversuch durch Hemmung dieses Enzyms die Lebensdauer erkrankter Mäuse signifikant verlängern.Show moreNeuromuskuläre Erkrankungen
31.03.2010, 22:00 Uhr
Zellulärer Defekt mit erhöhter Krebsanfälligkeit ist therapierbar
Amerikanische und israelische Wissenschaftler haben einen zellulären Defekt gefunden, der die Entstehung von Krebserkrankungen offensichtlich begünstigt. Gleichzeitig konnten sie mit einem neuartigen Präparat, das derzeit in klinischen Phase-I-Studien getestet wird, die durch den entarteten Zellstoffwechsel entstandenen Krebszellen erfolgreich bekämpfen.Show moreAus der Forschung
31.03.2010, 22:00 Uhr
Produktinformation für Yasmin® wird aktualisiert
Die Bayer Schering Pharma AG wird die Produktinformation für ihr orales Kontrazeptivum Yasmin® (3 mg Drospirenon und 0,03 mg Ethinylestradiol) in den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union aktualisieren und die Ergebnisse von vier epidemiologischen Studien aufnehmen. So wird künftig darauf hingewiesen, dass das Risiko einer Thrombose unter Drospirenon höher liegt als bei älteren Wirkstoffen.Show moreOrale Kontrazeptiva
31.03.2010, 22:00 Uhr
Deutscher Apotheker Verlag Logo
Rechtliches
© 2026 Deutsche Apotheker Zeitung