Pharmazie
Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Ohrinfektionen vorbeugen und behandeln
Ohrenschmerzen sind ein typisches Beschwerdebild bei Kindern, kommen jedoch auch bei Erwachsenen vor. Häufig treten sie nach Erkältungen oder Schwimmbadbesuchen auf. Meist ist eine topische Therapie kombiniert mit oraler Analgetikagabe ausreichend. Wann sind jedoch die Grenzen der Lokalbehandlung erreicht ? Und lassen sich Ohrinfektionen durch gezielte Ohrhygiene verhindern?Show moreNeues Indiz für Krebsrisiko unter Insulin Glargin?
Vor einem Jahr hatten in der Zeitschrift Diabetologia veröffentlichte Beobachtungsstudien den Verdacht aufkommen lassen, dass sich unter dem Insulin-Analogon Insulin Glargin (Lantus®) das Krebsrisiko erhöht. Nun wurde eine neue Fall-Kontroll-Studie publiziert [1], die für weiteren Diskussionsstoff sorgt.Show moreNur ein paar Pickel? Gut beraten bei Akne
Nach den Therapieempfehlungen der Deutschen Dermatologischen GesellschaftVon Kirsten Lennecke
"Mein Sohn hat so viele Pickel. Das ist ihm so unangenehm. Er mag gar nicht mehr aus dem Haus gehen. Da gibt es doch bestimmt eine geeignete Hautpflege. Können Sie mir etwas empfehlen?" Das können wir sicherlich. Wichtig ist, als erstes abzuklären, ob es sich bei den Hautproblemen des Sohnes tatsächlich nur um ein paar Pickel handelt oder ob er unter Akne leidet, die konsequent und effektiv behandelt werden kann.
Show moreDie Krankheit der 1000 Gesichter
Gehbehinderung und sensible Störungen prägen das öffentliche Bild der multiplen Sklerose. Jedoch können vielfach auch früh Fatigue und Depressionen auftreten, die sich negativ auf die Kognition und die Lebensqualität auswirken. Das erleben viele Patienten als beeinträchtigender als die motorischen Störungen. Eine frühe Therapie und unterstützende Programme können unter Umständen die Progression verzögern.Show moreKrebs durch chronische Entzündungsreaktion?
Entzündungsreaktionen sind Ausdruck eines aktivierten Immunsystems und können dazu beitragen, der Entstehung von Tumoren entgegenzuwirken. Aber chronische Entzündungen können einer Krebsentstehung den Weg bahnen. Gut dokumentiert ist dies vor allem im Gastrointestinaltrakt.Show moreMit Fleisch werden Mädchen früher „zur Frau“
Essen Mädchen während der Kindheit regelmäßig Fleisch, haben sie ihre erste Monatsblutung im Durchschnitt früher als Mädchen, die vegetarisch ernährt wurden. Da eine frühe Menarche mit verschiedenen Krankheiten in Verbindung gebracht wird, könnte der Befund medizinisch von Bedeutung sein.Show moreLapatinib zur First-line-Kombinationstherapie
Die Europäische Zulassungsbehörde hat jetzt die Kombination von Lapatinib (Tyverb®) mit einem Aromatasehemmer für die Behandlung von postmenopausalen Patientinnen mit Hormonrezeptor-positivem metastasiertem Brustkrebs, deren Tumore ErbB2 (HER2) überexprimieren und die derzeit nicht für eine Chemotherapie vorgesehen sind, zugelassen.Show moreAmpel ist vorerst vom Tisch
Das Europaparlament hat vor Kurzem über die Nährwertkennzeichnung abgestimmt. Für Verbraucherschützer und Ärzteverbände ist das Ergebnis eine herbe Enttäuschung. Die von ihnen geforderte Ampel-Kennzeichnung wurde abgelehnt.Show more„Die Sicherheit ist nicht erwiesen!“
Prof. Dr. Peter Sawicki, Leiter des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, zeichnet sich als Koautor mitverantwortlich für die vor einem Jahr veröffentlichte IQWiG/AOK-Studie, in der ein dosisabhängiges Krebsrisiko unter Insulin Glargin festgestellt worden war. Im Gespräch mit der DAZ erläutert er, warum aus seiner Sicht auch vor dem Hintergrund neuer Daten keine Entwarnung gegeben werden kann.Show moreErdnüsse sollen allergenfrei werden
Amerikanische Agrarwissenschaftler haben eine neue Erdnuss-Sorte gezüchtet, die sich durch ein verringertes allergenes Potenzial auszeichnet. In weiteren Züchtungsversuchen wollen sie dieses Potenzial nun noch weiter verringern – idealerweise steht am Ende die allergenfreie Erdnuss.Show moreMediterrane Kost verbessert die Herzfunktion
Eine Zwillingsstudie hat ergeben, dass eine mediterrane Ernährung die Herzfunktion verbessern kann – selbst dann, wenn eine genetische Prädisposition für kardiovaskuläre Erkrankungen bei einem Menschen vorliegt.Show moreZulassung für Fingolimod bei schubförmiger MS beantragt
Mit dem Sphingosin-1-Phosphat(S1P)-Rezeptor-Modulator Fingolimod kann die zerstörerische Wirkung autoaggressiver Lymphozyten in Gehirn und Rückenmark gehemmt werden. Klinische Studien zeigen bei schubförmiger multipler Sklerose eine Reduktion der jährlichen Schubrate im Vergleich zu Placebo um 50 bis 60% und eine Überlegenheit gegenüber intramuskulär appliziertem Interferon-beta-1a. Fingolimod (in den USA vorgesehener Handelsname Gilenia®) befindet sich derzeit im Zulassungsverfahren in den USA und Europa.Show moreOhrentzündung und Ohrpflege bei Hund und Katze
Ohren regelmäßig kontrollierenVon Sabine Wanderburg
Die Entzündung des äußeren Ohres (Otitis externa) ist eine der häufigsten Erkrankungen in der Kleintierpraxis. Bis vor wenigen Jahren beschränkte sich die Therapie auf die Verabreichung so genannter trivalenter Ohrenpräparate (bestehend aus einem Antibiotikum, einem Antimykotikum und einem Corticoid). Inzwischen wird dagegen durch die Differenzierung von Ursachen, aufrechterhaltenden und prädisponierenden Faktoren ein komplexer Therapieansatz angestrebt.
Show moreAntidepressiva bei neuropathischen Diabetesfolgen
Diabetes mellitus geht nicht nur auf die Gefäße, sondern auch auf die Nerven. Bis zu 50% der Diabetiker entwickeln eine diabetische Polyneuropathie, die schmerzhaft sein kann. Oft zieht sie Schlafstörungen und psychische Erkrankungen nach sich. Weil die Nervenschädigung pathomechanistisch weit oben steht, spielen – ungeachtet ihrer Indikationsbezeichnung – Antikonvulsiva und Antidepressiva eine wichtige Rolle in der Diabetestherapie. Ein Symposium beim Diabeteskongress beleuchtete Eignung und Unterschiede der Wirkstoffe.Show moreLupus: Molekularbiologische Zusammenhänge nachgewiesen
Wissenschaftler der Universität Münster haben erstmals gezeigt, wie bestimmte Moleküle zur Entwicklung einer systemischen Autoimmunität beitragen können. An einem Mausmodell und dann durch Untersuchungen an Patienten wurde die entscheidende Rolle von zwei Proteinen bei der Entstehung des systemischen Lupus erythematodes (SLE) nachgewiesen [1]. Diese Ergebnisse könnten Grundlage neuer Therapieansätze für den SLE, aber auch andere Autoimmunerkrankungen sein, die auf ähnliche Mechanismen zurückzuführen sind.Show moreStörungen des Galactosestoffwechsels
Galactose, die neben Glucose ein Baustein der Lactose ist, kann im Fall eines Enzymmangels zu starken gesundheitlichen Schädigungen führen. Als Folge muss bereits bei Neugeborenen umgehend mit einer Lactose- und damit auch Galactose-freien Ernährung begonnen werden [1]. Wie diese Stoffwechselstörung sich bemerkbar macht und mit welchen Therapiemaßnahmen aus der Ernährungsmedizin man ihr begegnen kann, soll in diesem Beitrag erläutert werden.Show moreKein Nutzen durch hoch dosierte B-Vitamine?
Eine kanadische Studie ergab, dass hoch dosierte B-Vitamine das Fortschreiten einer diabetischen Nephropathie nicht verzögern können. Offenbar muss von einer solchen Supplementation sogar dringend abgeraten werden, denn bei den in der Studie behandelten Patienten nahm im Vergleich zur Placebogruppe die glomeruläre Filtrationsrate signifikant ab, das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko verdoppelte sich.Show moreHormonfrei durch die Wechseljahre
Zur Behandlung von Wechseljahresbeschwerden stehen zahlreiche Phytotherapeutika für die Selbstmedikation zur Verfügung. Eine besondere Stellung unter den pflanzlichen Präparaten nimmt der spezielle isopropanolische Traubensilberkerzenextrakt iCR ein. Er ist im Hinblick auf Wirksamkeit und Sicherheit bei klimakterischen Beschwerden gut untersucht und dokumentiert.Show more„Keine routinemäßige Ezetimib-Verordnung!“
Die in der Vergangenheit veröffentlichten Studien zu Ezetimib (Ezetrol®, Inegy®) haben mehr Fragen als Antworten aufgeworfen und Zweifel an dem Nutzen des Cholesterinsenkers hervorgerufen. Neuen Auftrieb hat die Diskussion durch eine vor Kurzem im European Heart Journal veröffentlichte Studie erhalten, nach der Ezetimib die proatherogenen LDL-Subfraktionen erhöht (s.a. DAZ 24/2010, S. 35). Wir haben mit Prof. Dr. Heiner Berthold vom Interdisziplinären Stoffwechselzentrum der Charité Berlin und Coautor der Studie über die Bedeutung dieser Ergebnisse gesprochen. Wir wollten wissen, welche Konsequenzen für die Praxis zu ziehen sind. Ist der Einsatz von Ezetimib noch zu rechtfertigen und wenn ja, unter welchen Voraussetzungen?Show moreBereichert Lasofoxifen die Therapie?
Im Arsenal der Wirkstoffe zur Therapie der Osteoporose hat der selektive Estrogenrezeptor-Modulator (SERM) Raloxifen mittlerweile einen festen Stellenwert. Durch die Interaktion mit verschiedenen Estrogenrezeptoren im Körper entfalten SERM neben der Hemmung des Knochenabbaus eine Vielzahl an Wirkungen. Ein weiterer SERM ist Lasofoxifen, das versucht in den Kreis der etablierten Substanzen aufzusteigen. Eine Studie untersuchte den Einfluss auf das Frakturrisiko, das Risiko für Brustkrebs und für kardiovaskuläre Erkrankungen.Show moreErhöhtes Krebsrisiko unter Sartanen?
Einer soeben erschienen Metaanalyse zufolge scheinen Sartane das Krebsrisiko geringfügig zu erhöhen. Da die Patienten überwiegend mit Telmisartan (Micardis®, Kinzalmono®) behandelt worden waren, lastet der Verdacht in besonderem Maße auf diesem Angiotensin-II-Rezeptorblocker. Der Hersteller Boehringer Ingelheim sieht keine Gefahr. Eine interne Sicherheitsanalyse zeige kein erhöhtes Risiko für maligne Erkrankungen unter Telmisartan.Show moreMagnesium Update 2010
Anwendung bei Hypertonie und Diabetes mellitusVon Klaus Kisters und Uwe Gröber
In beinahe allen Fachgebieten der Medizin ist das Interesse an Magnesium in den letzten Jahren gestiegen. Magnesium ist ein essenzieller Cofaktor von über 300 enzymatischen Reaktionen des Intermediärstoffwechsels und an allen ATP-abhängigen Prozessen beteiligt. Es ist Bestandteil energiereicher Phosphatverbindungen und fungiert in den Körperflüssigkeiten als Elektrolyt. Das Erdalkalimetall ist damit für nahezu alle Stoffwechselbereiche von großer Bedeutung.
Show moreHäufiger Diabetes durch Betablocker und Diuretika
Unter der Therapie mit Betablockern und Diuretika scheint häufiger Diabetes aufzutreten. Das verdeutlicht ein jetzt beim Deutschen Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) veröffentlichter Bericht. Es konnte ein signifikanter Unterschied in der Entwicklung des Typ-2-Diabetes unter antihypertensiver Behandlung gezeigt werden. Unter Diuretika und/oder Betablocker war die Diabetesinzidenz am höchsten, eine mögliche präventive Wirkung haben ACE-Hemmer und Angiotensin-Rezeptorblocker.Show moreSildenafil-Derivat in Instant-Kaffee
Der Magic Power Coffee soll allein auf rein pflanzlicher Basis die Lust bei Männern und Frauen gleichermaßen steigern. Die FDA warnt vor der Verwendung dieses Nahrungsergänzungsmittels. In dem Instant-Kaffee wurde Hydroxythiohomosildenafil gefunden, das mit dem in Viagra ® enthaltenen Sildenafil verwandt ist.Show more„Ezetimib-Atherogenität ist nicht belegt!“
Ezetimib ist in Deutschland als Ezetrol® und in Kombination mit Simvastatin als Inegy® im Handel. Der Hersteller, MSD Sharp und Dohme, hat zu der European-Heart-Journal-Studie [Berneis K. et al. doi:10.1093/eurheartj/ehq181)] wie folgt Stellung genommen.Show moreErhöhtes kardiovaskuläres Risiko unter Olmesartan?
In zwei großen Studien sollte gezeigt werden, dass das Antihypertensivum Olmesartan bei Typ-2-Diabetikern die Progression einer diabetischen Nephropathie verlangsamen kann. Doch in beiden Studien stieg unter dem Angiotensin-II-Rezeptorblocker überraschend das Risiko für kardiovaskuläre Todesfälle. Die FDA hat dies zum Anlass genommen, das kardiovaskuläre Sicherheitsprofil von Olmesartan zu überprüfen.Show moreRechtliches
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