Pharmazie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Eigenbrauer-Syndrom: Kein Alkohol konsumiert, aber trotzdem betrunken?
„Herr Polizist, ich habe keinen Tropfen getrunken, auch wenn das Messgerät 2,1 Promille anzeigt.“ Was nach schlechter Ausrede klingt, ist tatsächlich möglich. Menschen, die unter dem Eigenbrauer-Syndrom leiden, werden betrunken, ohne Alkohol zu konsumieren. Er wird von ihrem eigenen Körper produziert.Show moreNur noch einmal täglich inhalieren mit Indacaterol
Das lang wirksame Beta-Sympathomimetikum Indacaterol, das seit Januar 2010 auf dem Markt ist, wird von Takeda Pharma unter dem Präparatenamen Hirobriz® Breezhaler® seit Mitte Juni vertrieben. Indacaterol lässt sich mit der Formel 1/5/24 charakterisieren: Die einmal tägliche Applikation führt innerhalb von fünf Minuten zu einer signifikanten Bronchodilatation, die über 24 Stunden anhält.Show moreErhöhte Fehlbildungsraten unter Valproinsäure
Die Einnahme von Valproinsäure während den ersten Schwangerschaftsmonaten erhöht das Risiko für mehrere kindliche Fehlbildungen. Zu diesem Ergebnis kam eine umfangreiche, aktuell publizierte Datenanalyse.Show moreWenn Haustiere alt werden
Verständnis ist das A und OVon Rolf Vajna
Nicht nur Menschen leiden an Altersbeschwerden. Auch das Leben unserer Haustiere wird mit den Jahren mühsamer. Typisch sind abnehmende Leistungsfähigkeit und zunehmende gesundheitliche Probleme. Doch der menschliche Partner kann viel dafür tun, seinem Vierbeiner möglichst lange ein Maximum an Lebensqualität zu erhalten.
Show moreProfitieren Prostatakrebspatienten von Statinen?
Vieles deutet darauf hin, dass Statine das Wachstum von Prostatakarzinomzellen hemmen können. Schon länger wird diskutiert, ob sich ein solcher Effekt zur Prophylaxe nutzen lässt. Jetzt liefert eine Studie ein weiteres Indiz dafür, dass nach einer Prostatektomie das Rezidivrisiko durch Statinbehandlung zu senken ist.Show moreHoher Patientennutzen mit Dexpanthenol-haltiger Salbe
Neue Versorgungsstudie zur Selbstmedikation in ApothekeVon Matthias Augustin
Rund 92% der Patienten, die bei irritierten Hautstellen Dexpanthenol-haltige Salbe anwenden, sind mit dem Behandlungserfolg sehr zufrieden oder zufrieden. Dieses positive Patientenurteil ermittelte eine neue prospektive Versorgungsstudie des Competenzzentrums Versorgungsforschung in der Dermatologie (CVderm) in Hamburg [1]. Zusätzlich demonstriert die in 392 Apotheken durchgeführte Anwendungsbeobachtung, dass direkte Nutzenforschung auch im Bereich der Selbstmedikation möglich und sinnvoll ist.
Show moreDenosumab hemmt die Osteoklastenaktivität
Mit dem humanen monoklonalen Antikörper Denosumab (Prolia®) ist der erste RANK-Ligand-Inhibitor zur Therapie von Knochenschwund auf dem Markt. Ähnlich wie das physiologische Osteoprotegerin hemmt es den RANK-Ligand und verhindert so die Aktivierung der Osteoklasten und dadurch sowohl die Knochenresorption im kortikalen als auch im trabekulären Knochen. Ein wesentlicher Vorteil: Es muss nur zweimal jährlich subkutan injiziert werden.Show moreAdjuvante Chemotherapie verbessert Prognose
Magenkrebspatienten, deren Karzinom operativ entfernt wurde, profitieren von einer adjuvanten Chemotherapie, was verlängerte krankheitsfreie Zeiten und eine erhöhte Gesamtüberlebenszeit zeigen. Diese Ergebnisse wurden in einer aktuell publizierten Metaanalyse ermittelt.Show moreSchmerzen bei Bandscheibenvorfall durch Immunreaktion
Bislang war man davon ausgegangen, dass der Druck, den die bei einem Bandscheibenvorfall austretende Substanz auf die Nerven ausübt, auch die heftigen Schmerzen verursacht. Offensichtlich ist aber eher eine massive Immunreaktion für diese Schmerzen verantwortlich. Das konnte jetzt durch Vergleich von gesundem und erkranktem Gewebe gezeigt werden.Show moreNicht-medikamentöse Maßnahmen mehr einsetzen
Patienten mit Morbus Parkinson leiden nicht nur in den Off-Zeiten. Sie sind rund um die Uhr durch ihre Krankheit beeinträchtigt. Eine kontinuierlich wirksame medikamentöse Therapie ist deshalb unabdingbar. Sie sollte aber durch nicht-medikamentöse Maßnahmen ergänzt werden. Was Logopädie, Physiotherapie und Ergotherapie leisten können, zeigte ein Besuch des Zentrums für Parkinson-Therapie am St. Joseph-Krankenhaus in Berlin-Weißensee.Show moreUV-A-Strahlung schädigt irreversibel DNA in Melanozyten
Eine Schädigung der DNA der Melanozyten durch UV-A-Exposition kann der Entwicklung von bösartigem Hautkrebs vorausgehen. Auch waren die Melanozyten nicht in der Lage, die geschädigte DNA zu reparieren. In einem vergleichenden Versuch wurden normale Hautzellen durch UV-A-Strahlung hingegen nicht geschädigt.Show moreParoxetin und Fluoxetin bei Tamoxifentherapie meiden
Jetzt empfiehlt auch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Tamoxifen nicht zusammen mit Paroxetin und Fluoxetin zu verordnen. Bei bestehender Behandlung wird ein Therapiewechsel empfohlen. Hintergrund ist das Ergebnis einer kürzlich publizierten Kohortenstudie, nach der Paroxetin die Wirkung von Tamoxifen herabsetzen und die Brustkrebssterblichkeit erhöhen kann (s. a. DAZ 2010, Nr. 7, S. 44).Show moreOmega-3-Fettsäuren nur bei Ernährungsumstellung sinnvoll
Um sich im Bereich Ernährung auf dem Laufenden zu halten, müsste man ständig unzählige Studien durcharbeiten. Für die Teilnehmer des WIPIG-Netzwerk Ernährung erleichtert Prof. Dr. Werner Richter, Leiter des Instituts für Fettstoffwechselstörungen und Hämorheologie, Windach, diese Arbeit. Am 26. Juni 2010 fand in München erneut ein "Ernährungs-UpDate" für die zum Ernährungsberater weitergebildeten Apotheker statt. Einen Nachmittag lang sprach der Referent dort über neue wissenschaftliche Erkenntnisse zu Themen wie Omega-3-Fettsäuren, erektiler Dysfunktion und Säure-Basen-Haushalt.Show moreHerz und Gehirn mögen Kaffee und Tee
Eine niederländische Langzeitstudie mit insgesamt 37.514 Teilnehmern füllt die Kaffeetassen und Teebecher. Laut den Wissenschaftlern besteht kein Zusammenhang zwischen Kaffee- und Teekonsum und einem erhöhten Schlaganfallrisiko oder Herzkrankheiten mit tödlichem Ausgang. Im Gegenteil:Es konnte sogar eine gesundheitsfördernde Wirkung gezeigt werden.Show more
Pazopanib: neuer Multi-Tyrosinkinase-Inhibitor
Als Fortschritt in der Therapie des Nierenzellkarzinoms gilt die zielgerichtete Therapie mit Multi-Tyrosinkinase-Inhibitoren. Nun wurde mit Pazopanib (Votrient®) ein Multi-Tyrosinkinase-Inhibitor der zweiten Generation mit Auflagen zugelassen. Er blockiert die Rezeptor-Tyrosinkinasen VEGF-R 1,2 und 3, PDGF-R und c-KIT und unterbindet so Tumorwachstum und Tumorangiogenese. Indiziert ist er für die First-line-Therapie von Patienten mit fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom und als Second-line-Therapie nach vorangegangener Zytokingabe.Show moreM. tuberculosis: Neuer Wirkstoff hemmt Zellwandbildung
Die Tuberkulose ist wieder auf dem Vormarsch. Zahlreiche Stämme des wichtigsten Erregers Mycobacterium tuberculosis haben gegen Antibiotika bereits Resistenzen entwickelt, und selbst die kostenaufwändige Standardtherapie gegen eine unkomplizierte Tuberkulose beginnt heute mit einer komplexen Vierfachkombination. Seit Jahren wurde zudem kein neues Antituberkulotikum entwickelt. Würzburger Wissenschaftler haben jetzt einen neuen Wirkstoff synthetisiert, der die Zellwandbildung des Bakteriums hemmt.Show more„Kein Hinweis auf erhöhte Tumorhäufigkeit“
Prof. Dr. Gerhard Ehninger, Direktor der Medizininischen Klinik und Poliklinik I des Universitätsklinikums Dresden und geschäftsführender Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO) hatte schon im vergangenen Jahr die IQWiG/AOK-Studie (Hemkens LG et al.) heftig kritisiert und von Datenmanipulation gesprochen (s. a. DAZ 30/2009 S. 32 – 34). Nachfolgend stellt er die neue Fall-Kontroll-Studie zu Tumorneuerkrankungen unter Insulinen vor und erläutert, warum die Ergebnisse seiner Meinung nach den Krebsverdacht für Insulin Glargin sogar entkräften.Show moreNeues Indiz für Krebsrisiko unter Insulin Glargin?
Vor einem Jahr hatten in der Zeitschrift Diabetologia veröffentlichte Beobachtungsstudien den Verdacht aufkommen lassen, dass sich unter dem Insulin-Analogon Insulin Glargin (Lantus®) das Krebsrisiko erhöht. Nun wurde eine neue Fall-Kontroll-Studie publiziert [1], die für weiteren Diskussionsstoff sorgt.Show moreNur ein paar Pickel? Gut beraten bei Akne
Nach den Therapieempfehlungen der Deutschen Dermatologischen GesellschaftVon Kirsten Lennecke
"Mein Sohn hat so viele Pickel. Das ist ihm so unangenehm. Er mag gar nicht mehr aus dem Haus gehen. Da gibt es doch bestimmt eine geeignete Hautpflege. Können Sie mir etwas empfehlen?" Das können wir sicherlich. Wichtig ist, als erstes abzuklären, ob es sich bei den Hautproblemen des Sohnes tatsächlich nur um ein paar Pickel handelt oder ob er unter Akne leidet, die konsequent und effektiv behandelt werden kann.
Show moreDie Krankheit der 1000 Gesichter
Gehbehinderung und sensible Störungen prägen das öffentliche Bild der multiplen Sklerose. Jedoch können vielfach auch früh Fatigue und Depressionen auftreten, die sich negativ auf die Kognition und die Lebensqualität auswirken. Das erleben viele Patienten als beeinträchtigender als die motorischen Störungen. Eine frühe Therapie und unterstützende Programme können unter Umständen die Progression verzögern.Show moreKrebs durch chronische Entzündungsreaktion?
Entzündungsreaktionen sind Ausdruck eines aktivierten Immunsystems und können dazu beitragen, der Entstehung von Tumoren entgegenzuwirken. Aber chronische Entzündungen können einer Krebsentstehung den Weg bahnen. Gut dokumentiert ist dies vor allem im Gastrointestinaltrakt.Show moreMit Fleisch werden Mädchen früher „zur Frau“
Essen Mädchen während der Kindheit regelmäßig Fleisch, haben sie ihre erste Monatsblutung im Durchschnitt früher als Mädchen, die vegetarisch ernährt wurden. Da eine frühe Menarche mit verschiedenen Krankheiten in Verbindung gebracht wird, könnte der Befund medizinisch von Bedeutung sein.Show moreLapatinib zur First-line-Kombinationstherapie
Die Europäische Zulassungsbehörde hat jetzt die Kombination von Lapatinib (Tyverb®) mit einem Aromatasehemmer für die Behandlung von postmenopausalen Patientinnen mit Hormonrezeptor-positivem metastasiertem Brustkrebs, deren Tumore ErbB2 (HER2) überexprimieren und die derzeit nicht für eine Chemotherapie vorgesehen sind, zugelassen.Show moreAmpel ist vorerst vom Tisch
Das Europaparlament hat vor Kurzem über die Nährwertkennzeichnung abgestimmt. Für Verbraucherschützer und Ärzteverbände ist das Ergebnis eine herbe Enttäuschung. Die von ihnen geforderte Ampel-Kennzeichnung wurde abgelehnt.Show more„Die Sicherheit ist nicht erwiesen!“
Prof. Dr. Peter Sawicki, Leiter des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, zeichnet sich als Koautor mitverantwortlich für die vor einem Jahr veröffentlichte IQWiG/AOK-Studie, in der ein dosisabhängiges Krebsrisiko unter Insulin Glargin festgestellt worden war. Im Gespräch mit der DAZ erläutert er, warum aus seiner Sicht auch vor dem Hintergrund neuer Daten keine Entwarnung gegeben werden kann.Show moreErdnüsse sollen allergenfrei werden
Amerikanische Agrarwissenschaftler haben eine neue Erdnuss-Sorte gezüchtet, die sich durch ein verringertes allergenes Potenzial auszeichnet. In weiteren Züchtungsversuchen wollen sie dieses Potenzial nun noch weiter verringern – idealerweise steht am Ende die allergenfreie Erdnuss.Show moreMediterrane Kost verbessert die Herzfunktion
Eine Zwillingsstudie hat ergeben, dass eine mediterrane Ernährung die Herzfunktion verbessern kann – selbst dann, wenn eine genetische Prädisposition für kardiovaskuläre Erkrankungen bei einem Menschen vorliegt.Show moreRechtliches
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