
Pharmazie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
EMA empfiehlt Semaglutid-„Abnehmtablette“ zur Zulassung
Die EMA hat für Semaglutid (Wegovy) in oraler Darreichungsform eine Zulassungserweiterung empfohlen. Folgt die Europäische Kommission dieser Empfehlung, wäre Wegovy die erste Tablette mit einem Inkretinmimetikum zur Gewichtsregulation bei Nicht-Diabetikern.Show morearzneimittel-und-therapie
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Wegovy
22.05.2026, 14:30 Uhr


Update
Die Serie Pharmako-logisch! ist seit fast zwei Jahren fester Bestandteil der DAZ. Ziel dieser Serie war und ist es, aktuelles pharmakologisches Hintergrundwissen auf dem neuesten Stand anzubieten. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, wurde ein Update der ersten sechs Folgen erstellt. Dabei werden neue Entwicklungen und Diskussionen zu Arzneistoffen und Therapien aufgegriffen, die bei Diabetes mellitus, Hypertonie, Atherosklerose, Adipositas, Blutgerinnungsstörungen, kardialen Erkrankungen und Schlaganfall von Bedeutung sind. | Von Thomas Herdegen
Show morePharmako– logisch!
01.12.2010, 23:00 Uhr
Pioglitazon ab April 2011 nicht mehr für Kassenpatienten
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) will bekanntlich Glitazone und Glinide zur Behandlung des Typ-2-Diabetes von der Verordnungsfähigkeit zulasten der gesetzlichen Krankenkassen ausschließen. Zwar hatte das Bundesministerium für Gesundheit noch um ergänzende Stellungnahmen gebeten, doch nun wird das nach der Marktrücknahme von Rosiglitazon einzige verbliebene Glitazon, das Pioglitazon (Actos ®), zum 1. April 2011 nur noch in begründeten Einzelfällen von der GKV erstattet werden.Show moreTyp-2-Diabetes
01.12.2010, 23:00 Uhr
Protein-„Superklebstoff“ Sororin stabilisiert Chromosomen
Fehlerhafte Zellteilungen können zu Chromosomenschäden, Fehlgeburten oder Tumoren führen. Während der Replikation der DNA werden die beiden Schwesterchromatide mit einem Eiweiß, dem Cohesin, aneinander gebunden. Ein weiteres Protein, das Sororin, ist essenziell für eine stabile Cohesin-Bindung an die DNA. Wissenschaftler vom Institut für Molekulare Pathologie in Wien zeigten jetzt die Funktion und Wirkungsweise des Sororins auf, die auch das steigende Risiko für Trisomien bei Kindern älterer Mütter erklärt.Show moreAus der Forschung
01.12.2010, 23:00 Uhr

Adipositas und Atherosklerose
Die Diskussion der sinnvollen und adäquaten Senkung der Blutfette stellt immer wieder die Frage nach den geeigneten Messparametern (LDL, CRP, Dicke der Gefäßintima) sowie nach dem Nutzen von weiteren Lipidsenkern wie Ezetimib und Nicotinsäure als ergänzende Komedikatoren zu den Statinen. Zudem gibt die Pleiotropie der Statine immer wieder Anlass, neue Indikationen wie den Einsatz gegen Krebs zu erforschen.Show moreUpdate
01.12.2010, 23:00 Uhr

Diabetes mellitus
Die aktuelle Diskussion einer modernen Therapie des Diabetes mellitus Typ 2 beschäftigt sich mit zwei größeren Themenkomplexen: der Wirksamkeit der neuen Inkretin-Mimetika bzw. Gliptine und der optimalen Einstellung des Blutzuckers bzw. der Definition von Untergruppen, die von einem straff eingestellten Blutzucker profitieren.Update
01.12.2010, 23:00 Uhr
Suizidgefahr unter der Therapie mit Ziconotid
Der Wirkstoff Ziconotid (Prialt®), das synthetisch hergestellte Gift der Meeresschnecke Conus magus, wurde bei seiner Einführung 2006 als sichere Alternative zu Morphin gefeiert. Jetzt gerät es zunehmend in Verdacht, bei Patienten Suizide auszulösen. Ziconotid ist zur Behandlung von starken, chronischen Schmerzen bei Erwachsenen angezeigt, die eine intrathekale Analgesie benötigen.Show moreAnalgetika
01.12.2010, 23:00 Uhr

Hypertonie
Fortschritte in der Hypertonie-Behandlung liefern neue Fixkombinationen, die den Blutdruck effektiv senken bei im Vergleich zu den Monotherapien gleichen oder sogar verminderten Nebenwirkungen. Je länger Medikamente auf dem Markt sind, desto mehr Hinweise auf Nebenwirkungen werden in retrospektiven Analysen erhoben wie ein leicht erhöhtes Krebsrisiko unter den als sehr gut verträglich geltenden AT1-Blockern (Sartanen). Die Frage der klinischen Relevanz und der Konsequenzen für den täglichen Einsatz muss wie so oft offen bleiben. Bedeutsame klinische Verbesserungen lassen sich erfreulicherweise für die Therapie der pulmonalen Hypertonie vermelden.Update
01.12.2010, 23:00 Uhr

Schlaganfall
In den letzten zwei Jahren haben sich die Möglichkeiten der Prophylaxe von kardialen thromboembolischen Ereignissen, die zu einer zerebralen Ischämie führen können, wesent-lich erweitert. Die Möglichkeiten der oralen Antikoagulation durch Vitamin-K-Antagonisten werden durch die oralen direkten Hemmstoffe der Faktoren X und II erweitert; am Herzen gibt es neue Therapieoptionen für die Frequenzkontrolle bei chronischem Vorhofflimmern.Show more
Update
01.12.2010, 23:00 Uhr
Enzymprofil ist wichtiger als Art des Nahrungsfetts
Zellmembranen sind zum Großteil aus Fettsäuremolekülen aufgebaut. Dies gilt auch für die Membranen der roten Blutkörperchen. Wie Wissenschaftler um Matthias Schulze vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung (DIfE) nun gezeigt haben, lässt sich anhand des Fettsäureprofils der roten Blutzellen das Typ-2-Diabetes-Risiko einer Person bestimmen. Derzeit ist allerdings noch unklar, ob eine solche Untersuchung im Rahmen von Vorsorgeuntersuchungen einsetzbar ist.Show moreDiabetes-Risiko
24.11.2010, 23:00 Uhr
Therapie starker Regelblutungen
Für das orale Kontrazeptivum Qlaira® wurde die Zulassung auf die Behandlung starker Menstruationsblutungen ohne organische Ursache bei Frauen, die eine orale Kontrazeption wünschen, erweitert. Das Präparat enthält als Östrogen Estradiolvalerat, die veresterte Form des körpereigenen Estradiols. Weiterer Bestandteil ist das synthetische Gestagen Dienogest.Show moreZulassungserweiterung
24.11.2010, 23:00 Uhr
FSH-Rezeptoren als universelle Tumormarker?
Das follikelstimulierende Hormon (FSH), ein Glykoprotein und Sexualhormon (Gonadotropin), wird bei beiden Geschlechtern im Vorderlappen der Adenohypophyse gebildet. Rezeptoren für das Hormon kommen bei gesunden Erwachsenen nur in Hoden und Eierstöcken vor. Mit spezifischen Antikörpern konnten diese Proteine jetzt in den Blutgefäßwänden ganz unterschiedlicher Tumorarten nachgewiesen werden. Als universelle Tumormarker könnten die FSH-Rezeptoren neue Diagnostik- und Therapieoptionen eröffnen.Show moreAus der Forschung
24.11.2010, 23:00 Uhr
Schätzungsweise 500 Tote durch Appetitzügler Benfluorex
Benfluorex (Mediator ®), das unter anderem in Frankreich zur Gewichtsreduktion eingesetzt worden ist, könnte dort in den vergangenen 30 Jahren nach Schätzungen der französischen Arzneimittelbehörde Afssaps für mindestens 500 Todesfälle verantwortlich gewesen sein. In Deutschland waren Benfluorex-haltige Präparate nie im Handel.Show moreFrankreich
24.11.2010, 23:00 Uhr
Asthmarisiko bei Kindern abhängig von Gen-Varianten der Mutter?
Nach wie vor gibt es lediglich Hinweise, jedoch keine Beweise, dass Kinder von Müttern, die in der Schwangerschaft Paracetamol eingenommen haben, ein erhöhtes Allergie- und Asthma-Risiko haben. In einer britischen Studie wurde jetzt die Beobachtung gemacht, dass Paracetamol in der Schwangerschaft das Asthmarisiko der Kinder erhöht, deren Mütter spezifische Variationen von Antioxidans-Genen aufweisen.Show moreParacetamol in der Schwangerschaft
24.11.2010, 23:00 Uhr
Nur genaue Anamnese hilft, Allergen zu meiden
Nicht jede vermutete Nahrungsmittelallergie ist eine allergische Erkrankung, sondern steht häufig als "Platzhalter" für andere Beschwerden. Wie die sachgerechte Diagnostik erfolgt und welche Nahrungsmittel häufig Allergien hervorrufen, erläuterte Prof. Dr. Tilo Biedermann, Tübingen, beim diesjährigen Heidelberger Herbstkongress.Show moreNahrungsmittelallergien
24.11.2010, 23:00 Uhr
Bei Reizhusten für Ruhe sorgen
In den Herbst- und Wintermonaten rollt die Erkältungswelle mit Virusinfektionen der oberen Atemwege wieder an. Ein dabei auftretender Husten kann sehr quälend sein und sich über Wochen hinziehen. Der Apotheker kann mit der richtigen Auswahl des Wirkstoffs und einer geeigneten Arzneiform die Behandlung des Hustens wirkungsvoll unterstützen.Show moreAntitussiva
24.11.2010, 23:00 Uhr
Aktuelle Husten-Leitlinie: möglichst kausal therapieren
Husten ist ein wichtiger Schutzreflex der Atemwege, Husten ist aber auch gemeinsames Symptom nahezu aller bronchopulmonaler und zusätzlich einiger extrapulmonaler Erkrankungen. Seit Anfang dieses Jahres liegt eine überarbeitete Leitlinie zur Diagnostik und Therapie des Hustens vor. Ein Kapitel ist der medikamentösen Therapie erwachsener Patienten gewidmet. Aufgrund der insgesamt mäßigen Datenlage spricht die Leitlinie allerdings nur verhaltene Empfehlungen aus.Show moreAkuter und chronischer Husten
24.11.2010, 23:00 Uhr
Eribulin erhält Zulassung in den USA
Das Zytostatikum Eribulin-Mesylat (vorgesehener Handelsname Halaven®) hat jetzt die Zulassung der US-amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA erhalten. Sie gilt für die Behandlung von Patientinnen mit metastasierendem Brustkrebs im Spätstadium, die bereits mindestens zwei Chemotherapien einschließlich einer Anthracyclin- und Taxan-basierten Therapie erhalten haben.Show moreOnkologie
24.11.2010, 23:00 Uhr
Früher Therapiebeginn bringt keine Vorteile
Erleiden Patientinnen mit Eierstockkrebs ein Rezidiv, dann steigt die Konzentration des Tumormarkers CA-125 oft schon mehrere Monate vor dem Auftreten klinischer Symptome an. Nach den Ergebnissen einer kürzlich veröffentlichten Studie bringt eine bereits zu diesem Zeitpunkt begonnene Chemotherapie jedoch keine Vorteile bezüglich Überlebensrate oder Lebensqualität.Show moreOvarialkarzinom
24.11.2010, 23:00 Uhr
Prävention schon mit der Babynahrung?
Erste Ergebnisse einer internationalen Studie lassen vermuten, dass hypoallergene Säuglingsnahrung bei Kindern die Bildung von Diabetes-Antikörpern und damit das frühe Auftreten einer Zuckererkrankung verhindern kann. Endgültige Gewissheit wird jedoch erst in einigen Jahren nach Abschluss der Studie bestehen.Show moreDiabetes mellitus
24.11.2010, 23:00 Uhr
Veränderte Hämagglutinin-Proteine ermöglichen Influenzaviren den Angriff an bewimperten Zellen
Der Austausch eines einzigen Proteinbausteins genügt, damit das Influenzavirus H1N1 neue Zielzellen befällt und Atemwegsbeschwerden auslösen kann. Das haben Wissenschaftler aus Marburg und London herausgefunden. Die mutierten Viren infizieren bevorzugt bewimperte Zellen in Lunge und Bronchien.Show more"Neue Grippe"
24.11.2010, 23:00 Uhr
Mindestens 3% der Verkehrsunfälle durch Medikamente
In Frankreich wurde untersucht, wie häufig verschreibungspflichtige Medikamente für Verkehrsunfälle verantwortlich sind und unter welchen Medikamenten das Risiko besonders steigt. Das Ergebnis: mindestens 3% aller Verkehrsunfälle lassen sich auf die Anwendung verschreibungspflichtiger Medikamente zurückführen und zwar auf solche, von denen bekannt ist, dass sie die Fahrtauglichkeit besonders einschränken.Show moreFrankreich
24.11.2010, 23:00 Uhr
RG7204 bei malignem Melanom
RG7204 ist ein kleines Molekül, das oral verabreicht wird und selektiv eine krebserzeugende mutierte Form des BRAF-Proteins hemmen soll, die bei etwa der Hälfte aller metastasierenden Melanom-Tumoren auftritt. Jetzt wurden neue Studienergebnisse zur Wirkung beim fortgeschrittenen Melanom veröffentlicht. Die Daten zeigen eine vielversprechende klinische Aktivität bei bereits behandelten Patienten mit einem die BRAF-V600E-Mutation aufweisenden metastasierenden Melanom.Show moreSchwarzer Hautkrebs
17.11.2010, 23:00 Uhr
Studie mit Buprenorphin-haltigem Implantat
In einer US-Studie wurde bei drogenabhängigen Probanden ein Buprenorphin-haltiges Implantat eingesetzt. Im Vergleich mit einem Placebo-Implantat konnten dadurch die Einnahme illegaler Drogen verringert und die Entzugssymptomatik gelindert werden.Show moreSubstitution
17.11.2010, 23:00 Uhr
ACC-haltige Schleimlöser nur in Frankreich kontraindiziert
Mit schleimlösenden Wirkstoffen wie Acetylcystein (ACC) soll auch Kindern das Abhusten erleichtert werden. In Frankreich sind allerdings inzwischen entsprechende Mukolytika für Kinder unter zwei Jahren kontraindiziert, weil sich die Meldungen über Komplikationen in dieser Altersgruppe gehäuft haben. Viele der betroffenen Kinder mussten wegen respiratorischer Probleme ins Krankenhaus eingewiesen werden. Mit diesen Beobachtungen steht Frankreich jedoch allein da, sie sollen in keinem anderen Land der EU gemacht worden sein.Show moreKinder unter zwei Jahren
17.11.2010, 23:00 Uhr
Vitamin D3 verbessert die Wirksamkeit von Atorvastatin
Ein Mangel an Vitamin D3 hat nicht nur negative Auswirkungen auf den Knochenstoffwechsel, sondern ist aktuellen Studien zufolge an der Entstehung und Progression zahlreicher Krankheiten beteiligt. Andererseits beeinflusst der Vitamin-D-Status die Wirksamkeit verschiedener Arzneimittel (z. B. Bisphosphonate). Die Ergebnisse einer aktuellen Studie geben Hinweise darauf, dass ein guter Vitamin-D-Status auch die Lipidspiegel-modulierende Wirkung der Statine verbessern kann.Show moreAktuell und Kompakt
17.11.2010, 23:00 Uhr
Moderate Reduktionskost für adipöse Schwangere
Dicke Mutter, dicke Kinder – ein Teufelskreis? Epidemiologische Daten legen das nahe: Frauen sind heute häufiger übergewichtig und nehmen im Verlauf der Schwangerschaft stärker zu als früher. Schwangerschafts- und Geburtskomplikationen steigen, das Gewicht der geborenen Kinder ebenso. Diese neigen selbst zu Übergewicht und Diabetes. Der Circulus vitiosus lässt sich durch Lebensstilveränderungen durchbrechen. Übergewichtige Frauen mit Kinderwunsch sollten sich vor einer Schwangerschaft beraten lassen, wie sie ihr Körpergewicht normalisieren können. In der Schwangerschaft selbst ist für adipöse Frauen eine moderate Reduktionskost empfehlenswert.Show moreErnährung in der Schwangerschaft
17.11.2010, 23:00 Uhr
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