Pharmazie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
EMA empfiehlt Semaglutid-„Abnehmtablette“ zur Zulassung
Die EMA hat für Semaglutid (Wegovy) in oraler Darreichungsform eine Zulassungserweiterung empfohlen. Folgt die Europäische Kommission dieser Empfehlung, wäre Wegovy die erste Tablette mit einem Inkretinmimetikum zur Gewichtsregulation bei Nicht-Diabetikern.Show morearzneimittel-und-therapie
pharmazie
Wegovy
22.05.2026, 14:30 Uhr
Entzugssymptome und EPS-Symptome bei Neugeborenen
Eine Therapie mit Antipsychotika kann mit zahlreichen unerwünschten Wirkungen verbunden sein. Offensichtlich kann die Einnahme entsprechender Medikamente in den letzten Monaten einer Schwangerschaft auch zu Bewegungsstörungen (EPS-Symptomen) und Entzugssymptomen bei Neugeborenen führen. Nachdem in der jüngsten Vergangenheit zahlreiche Fälle bekannt wurden, lässt die US-amerikanische Gesundheitsbehörde FDA diese Warnung jetzt in die Fachinformationen aller Wirkstoffe einfügen.Show moreNeuroleptika
02.03.2011, 23:00 Uhr
Quadrupel-Therapie gegen Helicobacter pylori
Helicobacter pylori ist ein Krankheitserreger, der sich in der Magenschleimhaut einnistet und dort zu Entzündungen führen kann. Bestimmte Stämme des Bakteriums produzieren unterschiedliche Pathogenitätsfaktoren, die das Risiko für Geschwüre im Magen und Zwölffingerdarm sowie für Magenkrebs erhöhen. Zunehmende Resistenzen gegen das Antibiotikum Clarithromycin führen mittlerweile häufig zu Therapie-Misserfolgen. Mit einer neuen Therapie ist es möglich, das Magenbakterium Helicobacter pylori auch dann noch zu beseitigen, wenn es gegenüber dem Antibiotikum Clarithromycin resistent ist.Show moreInfektionskrankheiten
02.03.2011, 23:00 Uhr
Therapeutisches Vorgehen
Ernste Schlafstörungen sowie Angststörungen erfordern einen Behandlungsplan. Bei den Schlafstörungen können neben einer optimierten Umgebung entspannende und auch ritualisierende Abendstrukturen hilfreich sein. Bei den Angststörungen muss die Pharmakotherapie in psychotherapeutische Hilfen eingebunden sein. In keinem Fall wirkt die Pharmakotherapie kausal, sie kann aber sehr wirksam die Symptome beseitigen. Alternativ zu den GABAergen Wirkstoffen sind sedierende Antidepressiva und Neuroleptika bei Schlafstörungen sowie bei Angststörungen indiziert.Show more
Schlafstörungen
02.03.2011, 23:00 Uhr
Sumatriptan – ein bewährter Wirkstoff im neuen Gewand
Das Präparat Sumavel® DosePro® hat für Deutschland die Zulassung erhalten und ist seit dem 1. Februar 2011 in den Apotheken verfügbar. Es handelt sich um einen nadelfreien Pen für die subkutane Selbstanwendung, der den Wirkstoff Sumatriptan mit Hochdruck direkt ins Gewebe appliziert. Anwendungsgebiete sind akute Migräneattacken mit oder ohne Aura sowie akute Cluster-Kopfschmerzen bei Erwachsenen zwischen 18 und 65 Jahren.Show moreMigränetherapie
02.03.2011, 23:00 Uhr
Literaturverzeichnis "Pharmako-logisch: Schlafstörungen und Angst"
Schlafstörungen
02.03.2011, 23:00 Uhr
Schlaf, Schlafstörungen und Angst
Etwa 15 bis 35% der Bevölkerung leiden unter leichten bis schweren Schlafstörungen. Die Prävalenz wird mit 3 bis 8% angegeben, bei Älteren steigt sie auf bis zu 30%. In Deutschland sollen insgesamt 10% der Bevölkerung an Schlafstörungen leiden; diese Zahl wird plausibel, wenn man allein die 800.000 Patienten bedenkt, die an Schlafapnoe leiden. Die Nicht-Diagnose und entsprechend die Nicht-Behandlung verursacht indirekte Kosten in Milliardenhöhe inklusive der vermeidbaren Frühberentungen.Show moreVerlust der inneren Ruhe
02.03.2011, 23:00 Uhr
Teriparatid baut Kieferknochen auf
In einer kleinen Pilotstudie konnte durch Teriparatid der Kieferknochenverlust bei einer schweren Parodontitis verringert werden. Ob sich dieses Vorgehen in der Praxis umsetzen lässt, müssen weitere Studien zeigen.Show moreParodontalerkrankungen
02.03.2011, 23:00 Uhr
Kein Beweis für Asthma durch Paracetamol
Die Pharmakovigilance Working Party (PhVWP) der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) sieht bislang keinen ursächlichen Zusammenhang zwischen Paracetamol-Einnahme während der Schwangerschaft oder der frühen Kindheit und dem Auftreten von Asthma bei Kindern. Regulatorische Maßnahmen werden nicht für erforderlich gehalten.Show morePharmakovigilanz-Gruppe der EMA
02.03.2011, 23:00 Uhr
Niedrige Vitamin-D-Spiegel – höheres Allergierisiko
Eine Studie mit mehr als 3000 Kindern hat aktuell gezeigt, dass niedrige Vitamin-D-Blutspiegel mit einem erhöhten Allergierisiko einhergehen. Bei Kindern sollte den Studienautoren zufolge daher verstärkt auf eine ausreichende Vitamin-D-Aufnahme geachtet werden.Show morePädiatrie
02.03.2011, 23:00 Uhr
Wirkung von Ginseng unzureichend nachgewiesen
Seit vielen Jahren wird Ginseng vor allem in der chinesischen und Alternativmedizin zur Bekämpfung von Krankheiten und Alterserscheinungen eingesetzt. Ob Ginseng wirklich kognitive Fähigkeiten verbessern kann, ist bisher nicht belegt. In einem Cochrane-Review wurde jetzt die derzeitige Studienlage zusammengefasst. Nur fünf Studien genügten den Ansprüchen der Auswertung. Die Autoren sehen Hinweise auf einen positiven Effekt für die kognitive Funktion, das Verhalten und die Lebensqualität.Show moreCochrane Review
23.02.2011, 23:00 Uhr
Neue Behandlungsstrategien gegen Prostatakarzinome
Die vielfach eingesetzte Hormontherapie zur Behandlung des Prostatakarzinoms ist häufig nur begrenzt erfolgreich, da die Krebszellen den Androgenrezeptor nach einer bestimmten Zeit über den Botenstoff Interleukin 6 (IL-6) dennoch aktivieren können. Eine neue Therapiestrategie besteht darin, die Aktivität von Interleukin 6 direkt auszuschalten. In einer Phase-I-Studie konnte die Aktivität des Botenstoffs mit dem Interleukin-6-Antikörper Siltuximab herunterreguliert und die Apoptose so erhöht werden.Show moreAus der Forschung
23.02.2011, 23:00 Uhr
Durchblutungsfördernde Creme als sinnvolle Therapieoption
Durchblutungsfördernde Tiefenwärme stellt eine wirkungsvolle ergänzende Behandlungsmöglichkeit bei unspezifischen Rückenschmerzen dar. Eine Studie der Deutschen Sporthochschule Köln konnte kürzlich die Tiefenwirksamkeit einer hyperämisierenden Creme mit der Kombination aus Nonivamid und Nicoboxil zeigen.Show moreRückenschmerzen
23.02.2011, 23:00 Uhr
Dabigatran als Alternative zu Warfarin bei Vorhofflimmern?
Jeder Zehnte über 80-Jährige leidet an Vorhofflimmern mit dem Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden. Gerinnungshemmende Wirkstoffe können diese Gefahr deutlich reduzieren. In den USA ist für diese Indikation Warfarin Bestandteil einer Standardtherapie. Nachdem die Ergebnisse einer umfangreichen Studie vorgelegt worden waren, hat die US-Gesundheitsbehörde FDA 2010 Dabigatran (Pradaxa®) zugelassen. Jetzt haben US-Fachgesellschaften den direkten Thrombinhemmer als gleichwertige Alternative zu Warfarin bei bestimmten Indikationen empfohlen.Show moreSchlaganfallprophylaxe
23.02.2011, 23:00 Uhr
Zink kann den Verlauf einer Erkältung abschwächen
Im Rahmen eines Cochrane-Rewies werteten indische Wissenschaftler 15 randomisierte, kontrollierte Studien mit insgesamt 1360 Teilnehmern aller Altersgruppen aus und konnten feststellen, dass Zink als Nahrungsergänzung bei gesunden Menschen nicht nur die Dauer einer Erkältung verringert, sondern sogar die begleitenden Symptome lindern kann, wenn die Anwendung innerhalb des ersten Tages nach Auftreten der Symptome beginnt.Show moreErkältungskrankheiten
23.02.2011, 23:00 Uhr
Wirkung von Schmerzmitteln hängt von der Erwartung ab
In der Schmerzforschung ist der Placebo-Effekt bereits gut untersucht, da Schmerzen experimentell relativ einfach von außen zugefügt und entsprechende Reaktionen nachgewiesen werden können. Beeindruckend sind jetzt Ergebnisse einer Untersuchung mit Remifentanil. Auch die Wirkung des starken Opioids hängt entscheidend von der individuellen Erwartungshaltung des Probanden ab. Es war sowohl ein eindeutiger Placebo- als auch ein Nocebo-Effekt nachweisbar: die Magnetresonanztomographie zeigte eine Aktivierung unterschiedlicher Hirnregionen.Show moreSchmerztherapie
23.02.2011, 23:00 Uhr
Kombination senkt Blutdruck stärker als Monotherapien
Bei vielen Hypertonikern reicht eine Monotherapie nicht aus, um den Zielblutdruckwert zu erreichen. In einer im Lancet veröffentlichten Studie testete man eine – in Deutschland noch nicht zugelassene – Kombination aus dem Renininhibitor Aliskiren und Amlodipin zunächst gegen die jeweiligen Monotherapien; nach 16 Wochen wurde die Kombibehandlung dann allen Studienteilnehmern zuteil. Besonders stark profitierten diejenigen Patienten, die von Anfang an mit der Kombination behandelt worden waren.Show moreHypertonietherapie
23.02.2011, 23:00 Uhr
Kein präventiver Nutzen durch Fischöl
Ist Fischöl zur Sekundärprävention von Vorhofflimmern geeignet? Eine aktuelle Studie verneint diese Frage, nachdem eine mehrmonatige Supplementation hoch dosierter Omega-3-Fettsäuren das erneute Auftreten von Arrhythmien nicht verhindern konnte.Show moreVorhofflimmern
23.02.2011, 23:00 Uhr
Immunbiologische Effekte von Mikronährstoffen
Teil 1: Überblick mit Fokus auf Vitamin C
Von Alexander Ströhle, Maike Wolters und Andreas Hahn
Als Elemente des antioxidativen Systems, Cofaktoren von Enzymen, Bestandteile von Transkriptionsfaktoren und epigenetischen Modulatoren, beeinflussen Mikronährstoffe wie Vitamine und Spurenelemente verschiedene Stoffwechselbereiche, die unmittelbar mit den Immunfunktionen in Beziehung stehen. Aus ernährungsimmunologischer Sicht sind insbesondere die Vitamine C (Ascorbinsäure) und D (Calciferol) von Interesse, da diese sowohl über redoxabhängige als auch über transkriptional gesteuerte subzelluläre Prozesse sowohl die Phagocytoseaktivität als auch die T-Zell-Funktion beeinflussen. Ausgehend von einem Überblick zu den immunologischen Funktionen ausgewählter Mikronährstoffe soll in diesem ersten Teil des Beitrags der Fokus auf den Immuneffekten von Vitamin C liegen. Dabei wird u. a. die Frage von Interesse sein, inwieweit Vitamin C für die Vorbeugung und Behandlung von Erkältungskrankheiten relevant ist.Show moreMikronährstoffe
23.02.2011, 23:00 Uhr
Direktvergleich von Candesartan und Losartan
Die Analyse von Daten eines großen schwedischen Herzinsuffizienz-Registers ergab, dass unter einer Behandlung mit Candesartan signifikant mehr Patienten ein bzw. fünf Jahre überlebten als unter einer Behandlung mit Losartan. Die Relevanz dieser Ergebnisse wird kontrovers diskutiert, da derartige Beobachtungsstudien nicht die Aussagekraft randomisierter kontrollierter Studien besitzen.Show moreHerzinsuffizienz
23.02.2011, 23:00 Uhr
EMA fehlt Beweis für Narkolepsie durch Pandemrix
Unerwartet viele Berichte zum Auftreten einer Narkolepsie nach Impfung mit dem Pandemieimpfstoff Pandemrix® in Finnland und Schweden beschäftigen die Überwachungsbehörden. Während das finnische Gesundheitsinstitut THL einen Zusammenhang zwischen Impfung und Narkolepsie für wahrscheinlich hält, fehlen dem Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) bislang die Beweise für einen ursächlichen Zusammenhang, so das Fazit des CHMP auf seiner Februarsitzung.Show moreImpfung gegen Neue Grippe
23.02.2011, 23:00 Uhr
Apotheken könnten mehr UAW melden
"Tonnen-Ideologie ist nicht das, was wir brauchen"
Von Anne Paschke
Die Apotheker als Heilberufler könnten nicht nur erheblich zu einer Vermehrung der Melderaten an unerwünschten Arzneimittelwirkungen (UAW) beitragen, es gilt auch: Klasse statt Masse. Es fehlt vor allem an qualitativ hochwertigen UAW-Meldungen, um die Arzneimittelsicherheit in Deutschland zu verbessern. Dieser Auffassung ist Dr. Ulrich Hagemann, bis Ende 2010 Leiter der Abteilung "Pharmakovigilanz" im Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). In einem Gespräch im letzten Jahr mit dem Landesinstitut für Gesundheit und Arbeit Nordrhein-Westfalen gab er einen Einblick in seine Tätigkeit.Show morePharmakovigilanz
23.02.2011, 23:00 Uhr
Enzymdefekt als Ursache der fortgeschrittenen AMD
Die Mehrheit der an einer Makuladegeneration Erkrankten ist von der altersbedingten Makuladegeneration (AMD) betroffen. Die atrophe (trockene) Form macht etwa 80% der Fälle aus. Sie beginnt zunächst mit der Ablagerung von Alterspigmenten (Lipofuszinen). In fortgeschrittenem Stadium kann sie dann in einen flächigen Zelltod des retinalen Pigmentepithels übergehen. Dies ist möglicherweise auf die rückläufige Leistung eines spezifischen Enzyms zurückzuführen, das toxische Genprodukte aus der Netzhaut entfernt. Im Mausmodell zeigten sich bereits erfolgreiche Therapieansätze.Show moreAus der Forschung
16.02.2011, 23:00 Uhr
Meistgelesen
Deutscher Apotheker Verlag Logo
Rechtliches
© 2026 Deutsche Apotheker Zeitung