Pharmazie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Vier Wirkstoffe sollen bei Long/Post-COVID erstattungsfähig werden
Für Menschen, die an Long- oder Post-COVID erkrankt sind, gibt es gute Nachrichten: Der Gemeinsame Bundesausschuss hat den Weg für die standardmäßige Kostenübernahme durch die Gesetzliche Krankenversicherung für vier Arzneimittel frei gemacht. Show morearzneimittel-und-therapie
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Ivabradin, Metformin, Agomelatin und Voriotexin
02.04.2026, 15:30 Uhr
Mit Almotriptan kommt zweites rezeptfreies Triptan
Bislang stand mit Naratriptan (Formigran®) nur ein Triptan für die Selbstmedikation einer zuvor eindeutig diagnostizierten Migräne zur Verfügung. 2009 wurde mit Almotriptan ein weiterer Vertreter partiell aus der Verschreibungspflicht entlassen, jetzt wird er zum 1. Mai 2011 unter dem Namen Dolortriptan® eingeführt.Show moreSelbstmedikation der Migräne
13.04.2011, 22:00 Uhr
Boceprevir und Telaprevir bessern Hepatitis C
Der Therapieerfolg bei der durch das Hepatitis-C-Virus (HCV) verursachten Infektionskrankheit ist abhängig vom Genotyp des Virus. Bei den Genotypen 2 und 3 ist die Erfolgswahrscheinlichkeit deutlich höher als beim Genotyp 1. Die derzeitige Standardtherapie bei Erkrankungen mit dem in den USA und Europa verbreiteten Genotyp 1 ist unbefriedigend. Zwei neue Studien zeigen jetzt eine deutliche Verbesserung der Behandlung auch beim HCV vom Genotyp 1 durch den Protease-Inhibitor Boceprevir. Ebenfalls erfolgreich verliefen Studien mit dem verwandten Wirkstoff Telaprevir.Show moreProteaseinhibitoren
06.04.2011, 22:00 Uhr
Prävention mit Pioglitazon senkt Typ-2-Diabetesrate
Die Therapie des Typ-2-Diabetes mit Glitazonen scheint unter keinem guten Stern zu stehen. Troglitazon musste wegen Lebertoxizität vom Markt genommen werden, Rosiglitazon wegen erhöhter kardiovaskulärer Risiken. Pioglitazon (actos®) steht seit dem 1. April 2011 nur noch in Ausnahmefällen für gesetzlich versicherte Diabetiker zur Verfügung. Dass Glitazone dennoch wirksame Antidiabetika sind mit einem möglicherweise nicht zu unterschätzenden Potenzial für die Prävention, untermauert jetzt eine Studie, nach der Pioglitazon bei Prädiabetes die Manifestation eines Typ-2-Diabetes um 72% senken konnte.Show moreGestörte Glucosetoleranz
06.04.2011, 22:00 Uhr
Hilft eine Diät bei ADHS?
Kann eine ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung) durch diätetische Maßnahmen gelindert werden? Mit dieser Frage befasste sich eine niederländische Arbeitsgruppe. Ihr Fazit: Eine Eliminationsdiät kann klären, ob die ADHS durch die Ernährung beeinflusst wird. Von einer Diät aufgrund von IgG-Bluttests ist abzuraten.Show moreAufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung
06.04.2011, 22:00 Uhr
HPV-Impfung auch bei Männern wirksam
Von einer Impfung gegen humane PapillomaViren (HPV) können möglicherweise nicht nur Frauen, sondern auch Männer profitieren. Auch hier kann die Entstehung von Krebsvorstufen verhindert werden. Aufgrund der kurzen Beobachtungszeit können derzeit noch keine Aussagen zum Einfluss auf die Krebshäufigkeit getroffen werden.Show morePapilloma-Viren
06.04.2011, 22:00 Uhr
ADHS-Verschlechterung durch Lebensmittelfarbstoffe?
Nachdem in der sogenannten "Southampton-Studie" für Kleinkinder unterschiedlicher Altersgruppen nach dem Trinken einer Mischung aus Lebensmittelfarbstoffen und dem Konservierungsstoff Natriumbenzoat eine erhöhte Hyperaktivität nachgewiesen worden war [1], ist die Sicherheit von Lebensmittelfarbstoffen immer wieder diskutiert worden. Jetzt hat die USamerikanische Gesundheitsbehörde FDA eine Tagung zu einer möglichen Exazerbation der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) durch Lebensmittelfarbstoffe anberaumt [2]. Es werden jedoch weder Verbote noch Warnhinweise erwartet.Show moreLebensmittelzusatzstoffe
06.04.2011, 22:00 Uhr
Dabigatran-Kapseln nicht ausblistern!
Das orale Antikoagulans Dabigatranetexilat (Pradaxa®) muss bis zur Einnahme in der Originalverpackung aufbewahrt werden und sollte keinesfalls in Tages- oder Wochendispenser umgefüllt werden. Denn unter Einfluss von Feuchtigkeit zerfällt der Wirkstoff und es droht ein Wirksamkeitsverlust. Darauf weist die FDA hin.Show moreThromboemboliegefahr
06.04.2011, 22:00 Uhr
Wann Medizinprodukte eine GKV-Leistung sind
Eine ältere Dame kommt in die Apotheke mit einem Rezept für ihren Mann. Verordnet sind Macrogol AL® , 50 Beutel. Außerdem hat sie ein BtM-Rezept mit einem starken Schmerzmittel für ihren Mann dabei. Bei Belieferung stellen Sie fest, dass es sich bei Macrogol AL® um ein Medizinprodukt handelt. Darf dieses überhaupt zulasten der Krankenkasse abgegeben werden? Oder hätte es auf einem grünen Rezept verordnet werden müssen? Wie ist überhaupt die Frage der Verordnungsfähigkeit und der Preisberechnung bei einem Medizinprodukt zu handhaben?Show moreNicht auf Rezept
30.03.2011, 22:00 Uhr
Neue Wirkstoffe verbessern die Lungenfunktion
Die Mukoviszidose oder Cystische Fibrose ist in Westeuropa nach der Hämochromatose die häufigste angeborene Stoffwechselerkrankung. Etwa 8000 Menschen leben in Deutschland mit dieser bislang unheilbaren Erbkrankheit und jedes Jahr werden 300 Kinder mit Mukoviszidose geboren. Die Lebenserwartung liegt bei 35 bis 40 Jahren. Typisches Symptom ist die Bildung eines zähflüssigen Schleims in den Bronchien. Neue schleimlösende Wirkstoffe zeigen in klinischen Phase-III-Studien eine Verbesserung der Lungenfunktion.Show moreMukoviszidose
30.03.2011, 22:00 Uhr
Neues Fentanyl-Nasenspray bildet Film auf der Schleimhaut
Bei der Behandlung von Durchbruchschmerzen bei Tumorerkrankungen haben sich schnellwirksame transmukosale Fentanyl-Präparate etabliert. Mit PecFent® ist ein weiteres Nasenspray für diese Indikation verfügbar geworden, das sich infolge seiner Galenik wie eine Art Gel über die Nasenschleimhaut legt und so eine rasche, aber zugleich eine über die Schmerzepisode anhaltende Schmerzlinderung vermittelt.Show moreTumor-Durchbruchschmerzen
30.03.2011, 22:00 Uhr
Lippen- und Gaumenspalten unter Topiramat
Die Behandlung von Schwangeren mit dem Antiepileptikum und Migräneprophylaktikum Topiramat geht mit einem erhöhten Risiko für kongentiale Fehlbildungen, insbesondere Lippen- und Gaumenspalten einher. Auf europäischer Ebene hatte man schon 2009 eine differenzierte Nutzen-Risiko-Bewertung durchgeführt und die Produktinformationen angepasst. Auch in den USA hat man jetzt Maßnahmen ergriffen, die jedoch von den europäischen abweichen.Show moreSchwangerschaft
30.03.2011, 22:00 Uhr
Vismodegib bei fortgeschrittenem Basalzellkarzinom
Eine zulassungsrelevante klinische Phase-II-Studie mit dem Vismodegib, einem neuen Hedgehog-Signalweg-Inhibitor, hat jetzt positive Resultate bei Patienten mit fortgeschrittenem Basalzellkarzinom gezeigt, einer besonders schweren Form von Hautkrebs. Das gab die Firma Roche bekannt.Show moreIn der Entwicklung
30.03.2011, 22:00 Uhr
NICE erweitert Indikationen für Alzheimer-Medikamente
Durch die steigende Lebenserwartung nehmen die Bedeutung von Demenzerkrankungen und die Kosten für die Versorgung von demenzkranken Personen ständig zu. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklung, aber auch begründet durch neue wissenschaftliche Erkenntnisse hat das britische National Institute for Health and Clinical Excellence (NICE), das die Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit von Medikamenten in Großbritannien überprüft, die Indikation für Alzheimer-Medikamente erweitert.Show moreAntidementiva
30.03.2011, 22:00 Uhr
Risikobestimmung durch Metabolom-Analyse
Fettleibigkeit und erhöhte Glucosewerte sind bekannte Risikofaktoren für einen Typ-2-Diabetes. Für effektive Präventivmaßnahmen wäre es jedoch wertvoll, Risikopersonen schon zu einem früheren Zeitpunkt zu erkennen. Eine internationale Gruppe von Wissenschaftlern unter der Führung von Forschern des Massachusetts General Hospital ist diesem Schritt jetzt ein Stück näher gekommen. Ihre Ergebnisse zeigen einen Zusammenhang zwischen einem frühen vermehrten Auftreten verschiedener Aminosäuren und der späteren Entwicklung der Stoffwechselkrankheit.Show moreTyp-2-Diabetes
30.03.2011, 22:00 Uhr
Revolutioniert orales Fingolimod die MS-Therapie?
Zur Monotherapie für Erwachsene mit hochaktiver, schubförmig-remittierender MS erhielt am 18. März 2011 Fingolimod die europaweite Zulassung. Gilenya® ist ein Novum in zweierlei Hinsicht: Es kann als Kapsel genommen werden und weist einen neuen Therapieansatz auf. Fingolimod bremst über den Sphingosin-1-Rezeptor das Eindringen von T-Zellen ins Gehirn, wo sie Entzündung und Neurodegeneration verursachen. Seine Wirksamkeit bei schubförmiger MS übertrifft nach Studienlage die der eingeführten Immuntherapien. Der Eingriff ins Immunsystem wird erkauft mit einer höheren Infektionsneigung und weiteren Besonderheiten.Show moreMultiple Sklerose
30.03.2011, 22:00 Uhr
Neuer Ansatz für eine Vakzine gegen Noroviren
Noroviren sind weltweit ein gefürchteter Erreger von Infektionen des Gastrointestinaltrakts. Ein Impfstoff steht bislang nicht zur Verfügung. Ein neuer methodischer Ansatz US-amerikanischer Wissenschaftler könnte die Einführung einer Vakzine schon bald realisieren. Sie bauten in das Erbgut eines anderen, für den Menschen ungefährlichen Virus, ein Gen des Norovirus ein. Das Immunsystem von Mäusen reagierte auf das genmanipulierte Virus mit der vermehrten Bildung von Antikörpern. Auch Krankheitssymptome waren im Tierversuch nicht zu beobachten.Show moreInfektionen
23.03.2011, 23:00 Uhr
Therapieerfolg mit Sunitinib
In einer Phase-III-Studie wurde der Multi-Tyrosinkinase-Hemmer Sunitinib (Sutent®) bei fortgeschrittenen pankreatischen neuroendokrinen Tumoren mit einer best-supportive-care-Strategie verglichen. Da sich in der Sunitinib-Gruppe deutlich bessere Behandlungsergebnisse abzeichneten, wurde die Studie vorzeitig abgebrochen.Show morePankreatische neuroendokrine Tumoren
23.03.2011, 23:00 Uhr
Immunbiologische Effekte von Mikronährstoffen
Teil 2: Vitamin D und die Bedeutung von Mikronährstoffsupplementen
Von Alexander Ströhle, Maike Wolters und Andreas Hahn
Wie bereits in Teil 1 des Beitrags "Immunbiologische Effekte von Mikronährstoffen" (DAZ 2011, Nr. 8, S. 42ff) erläutert, beeinflussen Vitamine und Spurenelemente verschiedene Stoffwechselbereiche, die unmittelbar mit den Immunfunktionen in Beziehung stehen. In diesem Kontext ist Vitamin D auf wachsendes Interesse gestoßen. Diskutiert wird dabei die Frage, ob und in welchem Umfang Vitamin D zur Prävention – und möglicherweise auch zur Behandlung – von Infektionen und Autoimmunerkrankungen beitragen kann. Während zahlreiche Beobachtungsstudien die Hypothese untermauern, dass ein Vitamin-D-Defizit das Risiko für Autoimmunerkrankungen wie Diabetes mellitus Typ 1, multiple Sklerose, Psoriasis und rheumatoide Arthritis erhöht, mangelt es bislang an aussagekräftigen Interventionsstudien, die einen therapeutischen Effekt einer Vitamin-D-Supplementierung hinreichend belegen. Generell stellt der Immunstatus einen sensitiven Indikator für die Versorgung mit Mikronährstoffen dar. Umgekehrt übt die Aktivität des Immunsystems einen Einfluss auf den Nährstoffstatus und den Nährstoffbedarf aus.Show more23.03.2011, 23:00 Uhr
Heuschnupfen topisch therapiert
Der Tropfen an der Nase ist wie die Spitze eines Eisbergs. Dahinter schwelt die Entzündung als Ausdruck der allergischen Spätreaktion. Insbesondere bei wiederholtem Allergenkontakt verstärkt und verlängert sie die Beschwerden. Während sich die allergische Sofortreaktion gut durch orale oder topische Antihistaminika kontrollieren lässt, helfen gegen die Entzündung topische Glucocorticoide am besten.Show moreAllergische Rhinitis
23.03.2011, 23:00 Uhr
BfArM steht zur Zulassung von Lasea®
Leistet das BfArM mit der Erteilung der Zulassung des Lavendelöl-Präparates Lasea® bei "Unruhezuständen mit ängstlicher Verstimmung" der Medikalisierung von Befindlichkeitsstörungen Vorschub? Diesen Vorwurf erhebt zumindest die Zeitschrift arznei-telegramm. Das BfArM kontert, dass die Linderung von Beschwerden bei Befindlichkeitsstörungen der Definition eines Arzneimittels nach Arzneimittelgesetz (AMG) entspricht und in der Phytotherapie durchaus üblich ist.Show moreMedikalisierung von Befindlichkeitsstörungen?
23.03.2011, 23:00 Uhr
Problem: resistente Tuberkuloseerreger
Die Tuberkulose ist längst schon kein Thema mehr, das nur die sogenannten Entwicklungs- und Schwellenländer betrifft. Auch in Deutschland ist sie nach wie vor ein relevantes Gesundheitsproblem. Dem Robert Koch-Institut wurden nach dem neuen RKI-Bericht zur Epidemiologie der Tuberkulose 2009 insgesamt 4444 Fälle übermittelt, im Jahr 2008 waren es 4512 gewesen. Der Trend ist zwar rückläufig, allerdings verringert sich die Zahl der Betroffenen nicht mehr so schell wie früher. Über ein Drittel der Lungentuberkulosen gehört zur besonders ansteckenden Form.Show moreWelttuberkulosetag
23.03.2011, 23:00 Uhr
Antibiotikum Tigecyclin nur bei fehlenden Alternativen
Unter dem Reserveantibiotikum Tigecyclin (Tigacyl®) ist in klinischen Studien eine im Vergleich zu Kontrollgruppen erhöhte Mortalität aufgefallen. Davor hatte die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA schon im September 2009 gewarnt. Nun informiert der Hersteller Pfizer in Absprache mit der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) und dem BfArM in einem Rote-Hand-Brief über eine Einschränkung aller Anwendungsgebiete aufgrund einer erhöhten Mortalität in klinischen Studien.Show moreSchwere Infektionen
23.03.2011, 23:00 Uhr
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