Pharmazie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Eisenmangelanämie: Fraktur-Risiko Ferricarboxymaltose?
Intravenös verabreichte Eisenpräparate werden vor allem dann eingesetzt, wenn eine orale Therapie nicht ausreicht, nicht vertragen wird oder eine rasche Behandlung der Eisenmangelanämie erforderlich ist. Eine retrospektive Kohortenstudie zeigt nun, dass zwei häufig eingesetzte Eisenkomplexe den Knochenstoffwechsel unterschiedlich beeinflussen können.Show morearzneimittel-und-therapie
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Intravenöse Therapie mit Eisenpräparaten
30.04.2026, 14:00 Uhr
Verdachtsmeldungen und das Blutungsrisiko unter Pradaxa®
Die Meldungen zu dem neuen Blutgerinnungshemmer Dabigatranetexilat (Pradaxa®) überschlagen sich. Hatte die Wochenzeitschrift "Die Zeit" zunächst von weltweit 50 Todesfällen unter dem Antikoagulans gesprochen, wartete Spiegel.online am Wochenende mit Hunderten Todesfällen auf. Dass aus solchen Meldungen keine Rückschlüsse auf das tatsächliche Risiko zu ziehen sind, machte das BfArM gegenüber der DAZ deutlich.Show moreDiskussion um Todesfälle
16.11.2011, 23:00 Uhr
Sägepalmenfrüchte-Extrakte nicht wirksamer als Placebo?
Extrakte aus Sägepalmenfrüchten (Sabal serrulata) sollen bei benigner Prostatahyperplasie (BPH) die Symptomatik wie Mik tions beschwerden und nächtliches Wasserlassen lindern. Doch schon eine 2006 veröffentlichte Studie mit zweimal täglich 160 mg Extrakt hatte keinen signifikanten Einfluss auf Nykt urie, maximalen Harnfluss und weitere Symptome nachweisen können [1]. Nun hat eine weitere im JAMA veröffentlichte randomisierte Studie gezeigt, dass auch bei steigender Dosierung bis zu Tagesdosierungen von 960 mg kein über Placebo hinausgehender Effekt zu erwarten ist [2].Show moreProstatahyperplasie
16.11.2011, 23:00 Uhr
Verursachen Herpesviren einen Bandscheibenvorfall?
Beim Bandscheibenvorfall (Discusprolaps) treten Teile der Bandscheibe in den Wirbelkanal über. Dabei wird der Faserknorpelring der Bandscheibe ganz oder teilweise durchgerissen. Oft ist eine Überlastung bei Vorschädigung der Bandscheiben die Ursache, vielfach kann ein Prolaps aber auch ohne erkennbaren Anlass auftreten. Einen weiteren Faktor, der für die Degeneration von Bandscheiben verantwortlich sein könnte, haben griechische Ärzte jetzt entdeckt. In 13 Proben aus Gewebetrümmern von Bandscheiben fanden sie DNA von Herpesviren.Show moreAus der Forschung
16.11.2011, 23:00 Uhr
Fumarsäure halbiert Schubrate
Fumarsäure kann offenbar die Schubrate bei der multiplen Sklerose (MS) annähernd halbieren und auch die MS-typischen Schädigungen des Gehirns deutlich reduzieren. Das ist das Ergebnis einer klinischen Studie, die nach einer Meldung der Deutschen Gesellschaft für Neurologie im Oktober auf dem Fachkongress ECTRIMS in Amsterdam vorgestellt wurde.Show moreMultiple Sklerose
16.11.2011, 23:00 Uhr
Transmembranprotein für hohe Infektiosität verantwortlich
Das Masernvirus besitzt eine sehr hohe Ansteckungsfähigkeit. Es wird durch Tröpfcheninfektion übertragen, und schon ein kurzer Kontakt mit einem Infizierten reicht aus, um sich anzustecken. Eine internationale Arbeitsgruppe, darunter auch Wissenschaftler des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI), hat jetzt die Ursache für diese hohe Infektiosität gefunden. Über das Transmembranprotein Nectin-4 gelangen die Viren nach ihrer Vermehrung in die Atemwege zurück. Das Eiweiß war bereits als Tumormarker bekannt, und jetzt wird ein möglicher Einsatz der Viren in der Krebstherapie untersucht.Show moreMasern
09.11.2011, 23:00 Uhr
B-Zell-Antikörper Ocrelizumab wirkt bei multipler Sklerose
Die multiple Sklerose (MS), an der in Deutschland mehr als 120.000 Menschen leiden, ist eine der häufigsten neurologischen Krankheiten bei jungen Erwachsenen. Auslöser für die Autoimmunerkrankung sind Entzündungen an den Markscheiden der Nervenfasern. Die genauen Ursachen sind nicht bekannt, und die Erkrankung ist bislang nicht heilbar. Der Antikörper Ocrelizumab, der wie das Antirheumatikum Rituximab die Bildung von B-Zellen hemmt, zeigte jetzt in einer Phase-II-Studie eine sehr gute Wirkung, allerdings kam es unter der Therapie mit dem Präparat auch zu einem Todesfall.Show moreAus der Forschung
09.11.2011, 23:00 Uhr
COPD-Patienten profitieren von Tiotropium
Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) wurde vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) beauftragt, den Nutzen einer inhalativen COPD-Dauertherapie mit Tiotropiumbromid (Spiriva ®) im Vergleich zu einer Placebogabe oder anderen medikamentösen Therapieoptionen hinsichtlich patientenrelevanter Endpunkte zu bewerten und zwar einzeln oder in Kombination. Show moreIQWiG-Vorbericht zu Tiotropium
09.11.2011, 23:00 Uhr
Drei Frühchen sterben an Klebsiella-Infektion
Drei Frühchen sind im Klinikum Bremen-Mitte an einer Klebsiella-Infektion verstorben, vier weitere Babys sind schwer erkrankt. Insgesamt ist der Keim bei 15 Kindern seit August nachgewiesen worden. Derzeit suchen Experten und Behörden nach der Ursache für die Infektionen. Das Bakterium ist für nosokomiale Pneumonien bei immuninkompetenten stationären Patienten bekannt. Klebsiellen besitzen eine natürliche Resistenz gegen Penicillin G und Ampicillin. Als kritisch wird die Verbreitung ESBL (extended-spectrum beta-lactamases)-bildender Stämme gesehen.Show moreKrankenhauskeime
09.11.2011, 23:00 Uhr
Selbstmordgefahr unter Vareniclin besonders hoch?
Eine Raucherentwöhnung mit Vareniclin (Champix®) und Bupropion (Zyban®) kann mit einem erhöhten Risiko für neuropsychiatrische Nebenwirkungen bis hin zu suizidalem Verhalten verbunden sein. Schon im Juli 2009 hatte die FDA entsprechende Meldungen zum Anlass für einen verschärften Warnhinweis (Boxed Warning) genommen. Eine Auswertung des Adverse-Event-Reporting-Systems (AERS) der FDA legt jetzt den Verdacht nahe, dass eine Raucherentwöhnung mit Vareniclin wesentlich häufiger zu Depressionen, Suizidgedanken und Selbstmord führt als eine Entwöhnung mit Bupropion.Show moreRaucherentwöhnung
09.11.2011, 23:00 Uhr
Wenn der "Honeymoon" zu Ende geht
Früher oder später schwächt sich bei Parkinsonpatienten die Wirkung der dopaminergen Medikation ab. Das wearing-off genannte Phänomen läutet das Ende des "Honeymoons" ein und ist ein Signal, die Medikation anzupassen. Nur so kann dem Parkinson-Kranken etwas länger eine bessere Lebensqualität erhalten werden. Verschiedene Strategien stehen zur Verfügung, wie Fraktionierung und Retardierung der Medikation, oder die weitgehende Hemmung der Levodopa-abbauenden Enzyme.Show moreMorbus Parkinson
09.11.2011, 23:00 Uhr
Alternative Ernährungsformen im Fokus
Die steigende Zahl Übergewichtiger und Adipöser, der allgemeine Trend hin zu einer gesünderen Lebensweise, Lebensmittelskandale oder religiöse Aspekte – es gibt viele Gründe, warum sich Menschen nach alternativen Ernährungsweisen umsehen. In den vergangenen Jahrzehnten haben sie zunehmend Verbreitung und Akzeptanz gefunden. Doch was verbirgt sich alles hinter dem Begriff "alternative Ernährung" und welche gesundheitlichen Chancen und Gefahren haben die verschiedenen Ernährungsformen? Einen Überblick über die wichtigsten alternativen Ernährungsweisen sowie eine gesundheitliche Einschätzung der Vollwertkost und des Vegetarismus erhalten Sie in dieser Folge unserer Serie "Ernährungs-Update".Show moreErnährungs-Update 2011 (Folge 9)
09.11.2011, 23:00 Uhr
Polystyrol-Mikrosphären regen die Wundheilung an
Für therapierefraktäre chronische Wunden steht mit Polyheal™ ein innovatives Medizinprodukt zur Verfügung, das, eingebettet in ein Gesamtkonzept, neue Heilungschancen eröffnet. Negativ geladene Polystyrol-Mikrosphären stoßen den endogenen Wundheilungsprozess an und können zu einer "Wund-Dechronifizierung" führen. Verglichen mit einer Standardtherapie lassen sich höhere Granulationsraten erreichen.Show moreChronische Wunden
09.11.2011, 23:00 Uhr
Diskussion um Todesfälle unter Dabigatran (Pradaxa®)
Ein Rote-Hand-Brief zu dem oralen Gerinnungshemmer Dabigatran (Pradaxa®) hat für Unruhe und Irritationen gesorgt. Ausgelöst durch eine Vorabpublikation der Wochenzeitschrift "Die Zeit" häuften sich Schlagzeilen wie "Tödliche Pillen" (sueddeutsche.de), "Schlaganfall-Mittel wirkt tödlich" (RPonline) oder "Tote nach Einnahme von Schlaganfall-Medikament" (Bild). Was ist der Hintergrund? Und geht von Dabigatran tatsächlich eine unerwartet große Gefahr aus?Show moreGerinnungshemmung
09.11.2011, 23:00 Uhr
PDE-4-Hemmer drängt Exazerbationsstatus zurück
COPD-Patienten, die häufig akute Exazerbationen erleiden, profitieren in besonderem Maße von einer Behandlung mit dem Phosphodiesterase-4-(PDE 4)-Hemmer Roflumilast (Daxas®): Dieser senkt nicht nur die Exazerbationsrate, sondern kann aktuellen Daten zufolge auch bewirken, dass sogenannte "häufige Exazerbierer" zu "seltenen Exazerbierern" werden.Show moreCOPD
02.11.2011, 23:00 Uhr
Therapiekonzepte bei Kopf-Hals-Tumoren
Kombinationstherapien mit dem Antikörper Cetuximab (Erbitux®) verbessern die Behandlungserfolge bei malignen Kopf-Hals-Tumoren. Bei der diesjährigen Jahrestagung der Deutschen, Österreichischen und Schweizerischen Gesellschaften für Hämatologie und Onkologie in Basel wurden verschiedene Therapiekonzepte vorgestellt und der Einfluss von HPV-Infektionen auf den Krankheitsverlauf diskutiert.Show moreOnkologie
02.11.2011, 23:00 Uhr
Koanalgetika – die anderen Analgetika
Viele Arzneistoffe können Schmerzen reduzieren, ohne im eigentlichen Sinn Schmerzmittel zu sein. Die Trennung zwischen "Analgetika" oder "Koanalgetika" ist unscharf. Im engeren Sinn sind sowohl Koanalgetika als auch Analgetika Substanzen, die an neuronalen Strukturen angreifen und nozizeptive Prozesse abschwächen.Show more02.11.2011, 23:00 Uhr
Wie Schmerzen entstehen
Man muss sich immer wieder klar machen, dass Schmerzen (wie alle anderen Sinneseindrücke) "lediglich" das Bewusstsein von neuronalen Erregungen aus spezifischen peripheren Nerven und ihren zentralen aufsteigenden Nervenbahnen sind. Wenn hier pathologische Veränderungen auftreten, dann ändert sich die Schmerzempfindung. Diese pathophysiologischen Veränderungen bestimmen auch die Schmerztherapie, daher sind die Kenntnisse von den nozizeptiven Prozessen eine notwendige Grundlage zum Verständnis der analgetischen Strategien.Show more02.11.2011, 23:00 Uhr
"Pille" senkt Ovarialkrebs- und erhöht Brustkrebsrisiko
Eine langwährende Verhütung mit kombinierten oralen Kontrazeptiva senkt das Ovarialkrebsrisiko. Damit bestätigt eine aktuelle Auswertung der EPIC-Studie mit mehr als 300.000 Frauen den Einfluss von Hormonen auf das Ovarialkarzinom. Für Frauen, die mindestens zehn Jahre lang auf diese Weise verhüteten, ist das Risiko nahezu halbiert im Vergleich zu Frauen, die entsprechende Präparate höchstens ein Jahr lang oder gar nicht anwenden. Allerdings ist mit dieser Verhütung ein deutlich erhöhtes Brustkrebsrisiko verbunden.Show moreOnkologie
02.11.2011, 23:00 Uhr
Spezifische Schmerztherapie
In der Schmerztherapie sind es die chronischen Schmerzen, die Patienten wie Ärzte vor große Herausforderungen stellen. Oft ist ein Wechsel zwischen den Wirkstoffen des WHO-Schemas und den Koanalgetika sowie eine invasive Analgesie notwendig. Prinzipiell erfordert eine erfolgreiche Therapie chronischer Schmerzen nicht nur das gekonnte Spiel mit den zur Verfügung stehenden Therapieformen, sondern vor allem eine enge Führung des Patienten.Show more02.11.2011, 23:00 Uhr
Verkürzte Wirkung des Impfstoffs bei Adipösen
Ein Zusammenhang zwischen einer erhöhten Morbidität und Mortalität und Adipositas war nach der Schweinegrippe-Pandemie (H1N1 2009/2010) beobachtet worden. Wie eine aktuelle Studie zeigt, ist auch die Grippeimpfung bei fettleibigen Menschen weniger wirksam. Die Immunabwehr reagiert bei ihnen schwächer und weniger lang anhaltend auf den Impfstoff. Die Untersuchungen zeigen eine verminderte Antikörperantwort bei adipösen Menschen. Außerdem ist bei ihnen die Aktivierung bestimmter Gedächtniszellen des Immunsystems eingeschränkt.Show moreInfluenza
02.11.2011, 23:00 Uhr

Schmerzspezifische Analgesie
Schmerzen begleiten die meisten Krankheiten. Sie sind ein Alarmsignal aus dem Körper, das auf bedrohliche und zerstörerische Prozesse hinweist. Mit der Beseitigung der Ursachen hören die Schmerzen meist auf, so dass immer eine ursächliche Therapie anzustreben ist. Große Probleme bereiten Schmerzzustände, die sich nicht (mehr) kausal therapieren lassen, Schmerzen aus geschädigten Nervenfasern oder die Verselbstständigung von Schmerzen als Schmerzkrankheit. Die effektive Analgesie aus der Fülle der Analgetika und Koanalgetika erfordert eine klare Diagnose und damit das Verständnis der Schmerzentstehung.
Von Thomas Herdegen
Pharmako-logisch!
02.11.2011, 23:00 Uhr
Senioren zur Impfung raten
Zu Herbstbeginn legen viele Hausärzte ihren über 60-jährigen Patienten nahe, die von der STIKO empfohlene Grippeschutzimpfung durchführen zu lassen. Weniger aktiv wird nach Expertenmeinung auf die ebenfalls für diesen Personenkreis empfohlene Pneumokokken-Impfung hingewiesen. Dabei sind ältere Menschen, genau wie Säuglinge und Kleinkinder, besonders anfällig für Pneumokokken-Erkrankungen und von schweren Verläufen und Todesfällen häufiger betroffen als jüngere Erwachsene.Show morePneumokokken-Infektion
02.11.2011, 23:00 Uhr
Kopfschmerzen bei Kindern rasch behandeln
Kinder und Jugendliche leiden zunehmend häufiger unter Kopfschmerzen. Meist handelt es sich um Spannungskopfschmerzen, seltener um Migräne, sehr häufig treten beide Formen nacheinander auf. Bei Jugendlichen nimmt die Kopfschmerzinzidenz zu, das Bild ähnelt dem bei Erwachsenen. Die medikamentöse Behandlung akuter Attacken von Migräne und Spannungskopfschmerz bei Kindern ist ähnlich, mit Ausnahme der Triptane. Wichtig ist, nach einer sorgfältigen Anamnese, der rechtzeitige Einsatz ausreichender Dosierungen.Show morePädiatrie
02.11.2011, 23:00 Uhr
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