Pharmazie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Geschlechtersensible Therapie bei Schizophrenie
Am 24. Mai ist der Welttag der Schizophrenie. Der Tag wurde zu Ehren des Geburtstags von Dr. Philippe Pinel gewählt, einem französischen Psychiater des 18. Jahrhunderts, der als einer der Begründer des humanen Ansatzes in der Behandlung psychischer Erkrankungen gilt. Der Weltschizophrenietag soll helfen, Stereotype und Stigmatisierung gegenüber Menschen mit dieser Diagnose abzubauen.Show moreberatung-pharmazie
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22.05.2026, 03:55 Uhr
Fidaxomicin bei Clostridium-difficile-Infektionen: Wirksam und verträglich wie Vancomycin
Infektionen mit Clostridium difficile gehören zu den häufigsten nosokomialen Infektionen. Eine internationale Studie unter Leitung von Wissenschaftlern der Universitätsklinik Köln zur Effektivität und Sicherheit der Antibiotika Fidaxomicin und Vancomycin bei der Behandlung von Patienten mit einer Clostridium-difficile-Infektion zeigt bei vergleichbarer Verträglichkeit einen dauerhafteren Behandlungserfolg mit dem Makrolidantibiotikum Fidaxomicin, der über den bislang üblichen Behandlungsstandard hinausgeht.Show more30.05.2012, 22:00 Uhr
Nutzenbewertung: Knackpunkt ist die Vergleichstherapie
Linagliptin in Deutschland vorerst nicht im Handel
Am 26. April, drei Tage nach Beginn der Preisverhandlungen mit dem GKV-Spitzenverband zu Linagliptin (Trajenta®), ist der Zulassungsinhaber Boehringer Ingelheim aus den Verhandlungen ausgestiegen. Ein Erstattungspreis wie bei generischen Sulfonylharnstoffen im niedrigen zweistelligen Centbereich komme für das Unternehmen nicht infrage, sagten Firmenvertreter beim Kongress der Deutschen Diabetes-Gesellschaft in Stuttgart am 16. Mai. Das Unternehmen fordert vom G-BA eine "erneute und sachgerechte Nutzenbewertung".Show more30.05.2012, 22:00 Uhr
Richtig ernährt bei Lebererkrankungen
Pathophysiologie und ernährungstherapeutische Ansätze (Ernährungs-Update 2012)
Bereits in den 1960er Jahren konnten Wissenschaftler zeigen, dass die Ernährung bei Personen mit Lebererkrankungen für Prognose und Therapie von großer Bedeutung ist. Mittlerweile gehören diätetische Maßnahmen fest zum Behandlungsschema von Leberkrankheiten. Der nachfolgende Beitrag beleuchtet die Pathophysiologie verschiedener Krankheitsbilder der Leber und stellt jeweils aktuelle ernährungstherapeutische Ansätze vor.Show more30.05.2012, 22:00 Uhr
Probiotika zur Prävention von Durchfall: Wirksamkeit bei Antibiotikatherapie belegt
Frühere Untersuchungen hatten eine mögliche präventive Wirkung von Probiotika, Nahrungsergänzungsmitteln mit lebenden Bakterien, bei Antibiotika-assoziierten Diarrhöen aufgezeigt, die Ergebnisse waren jedoch umstritten. Eine aktuelle Studie belegt jetzt die Wirksamkeit einer Medikation mit Probiotika zur Prävention von Durchfallerkrankungen. Eine US-amerikanische Metaanalyse wertete 82 randomisierte kontrollierte Studien mit nahezu 12.000 Patienten aus. Eine weitere englische Studie soll die Wirksamkeit spezifischer probiotischer Bakterien bei älteren, hospitalisierten Patienten aufzeigen.Show more30.05.2012, 22:00 Uhr

Lebererkrankungen durch Phytopharmaka?
Spezifische und validierte Kausalitätsbewertung von Verdachtsfällen
Ein Meinungsbeitrag von Rolf Teschke, Christian Frenzel, Albrecht Wolff, Xaver Glass, Johannes Schulze, Jutta Herzog, Axel Eickhoff | Verdachtsmeldungen über Lebererkrankungen durch Phytopharmaka sind selten und bedürfen einer besonderen Sorgfalt bei der klinischen und regulatorischen Kausalitätsevaluierung. Die hierfür von regulatorischer Seite angewandte WHO-Skala ist in das Zentrum der Kritik geraten, da diese leberunspezifische Skala weder für toxische Lebererkrankungen noch für allgemeine unerwünschte Arzneimittelwirkungen (UAWs) validiert ist und daher für eine nachvollziehbare Kausalitätsevaluation nicht verwertbar ist. Stattdessen wird dringend dazu geraten, die Skala von CIOMS (Council for International Organizations of Medical Sciences) anzuwenden, da diese leberspezifisch ist und bezüglich toxischer Lebererkrankungen validiert wurde. Nur so lassen sich im regulatorischen Bereich zukünftig absolut unnötige und wiederkehrende wissenschaftliche Diskussionen vermeiden.Show more23.05.2012, 22:00 Uhr

Metaanalyse zeigt klare Vorteile einer Primärprävention
Vor etwa einem Jahr empfahlen die Autoren eines Cochrane Reviews einen zurückhaltenden Einsatz von Statinen zur Prävention kardiovaskulärer Erkrankungen. Jetzt zeigt eine aktuelle Metaanalyse, die die Daten von 27 Studien auswertete, überzeugende Vorteile einer Statintherapie zur Primärprävention bei Risikopatienten. Statine könnten das Risiko für hämorrhagische Schlaganfälle und Diabetes gering erhöhen, aber die klaren Vorteile überwiegen diese potenziellen Gefahren, so die Autoren. Die derzeitigen Leitlinien sollten daher geändert werden.Show moreStatintherapie auch bei Risikopatienten
23.05.2012, 22:00 Uhr
Neue Alternative beim fortgeschrittenen Blasenkarzinom
Radio-Chemotherapie besser als Bestrahlung allein
Die Kombination von Strahlen- und Chemotherapie verbessert die Prognose von Patienten mit fortgeschrittenem Blasenkarzinom deutlich. Wie eine aktuelle Studie aus England zeigt, können so Heilungsraten wie nach einer Zystektomie erzielt werden, ohne den Betroffenen dauerhaft zu belasten.Show more23.05.2012, 22:00 Uhr

Erstes Somatostatin-Analogon bei Morbus Cushing
Beim seltenen Morbus Cushing verursacht ein gutartiger Tumor eine ziemlich bösartige Krankheit. Entfernen kann das Hypophysenadenom, das zu Hypercortisolismus führt, der Chirurg nur manchmal. Und Medikamente gegen die Cortisol-Schwemme im Blut sind bislang alle off label. Jetzt wurde das Somatostatin-Analogon Pasireotid (Signifor®) zur Behandlung der Cushing-Krankheit zugelassen. Die Therapie funktioniert im Grunde, aber sie hat einen Haken.Show moreGegen die Cortisol-Flut im Blut
23.05.2012, 22:00 Uhr
Bei chronischer Obstipation ist adäquate Therapie Pflicht
Prucaloprid beschleunigt Darmpassage
Unter chronischer Obstipation leiden häufig ältere Menschen, Patienten mit metabolischen oder neurologischen Erkrankungen oder auch Schmerzpatienten, die Opioide erhalten. Sie müssen adäquat beraten und behandelt werden. Denn chronische Obstipation ist mehr als eine Befindlichkeitsstörung. Der Leidensdruck ist hoch, die Lebensqualität sinkt. Schlagen die üblichen Laxanzien fehl, steht mit dem ersten selektiven Serotonin-5-HT4 -Rezeptoragonisten Prucaloprid (Resolor®) eine weitere Therapieoption zur Verfügung, zumindest für Frauen.Show more23.05.2012, 22:00 Uhr

Aujeszkysche Krankheit
Wie gefährdet sind Hunde?
Sabine Wanderburg | Die Aujeszkysche Krankheit (AK) ist eine anzeigepflichtige Tierseuche, die bei Schweinen zu hohen Verlusten führt und daher weltweit zu den wirtschaftlich bedeutsamsten Virusinfektionen gehört. Die Aujeszkysche Krankheit wird auch Pseudowut genannt, weil sie bei Hunden und Katzen mit tollwutähnlichen Symptomen verläuft und innerhalb weniger Tage zum Tode führt. Außerdem können fast alle anderen Säugetiere betroffen sein, nicht jedoch Menschen und andere Primaten sowie Einhufer. Während in Deutschland die Hausschweinebestände seit 2003 als frei von AK gelten, ist die Aujeszkysche Krankheit in der Wildschweinpopulation weiterhin verbreitet. In den letzten Jahren haben sich einige Jagdgebrauchshunde bei der Wildschweinjagd mit AK infiziert und sind verstorben. Wie groß ist die Infektionsgefahr für Hunde?Show more23.05.2012, 22:00 Uhr
Keine Unterschiede bei Herzinsuffizienz-Patienten
Vieles spricht dafür, Herzinsuffizienz-Patienten kontinuierlich mit Antikoagulanzien zu behandeln, um thromboembolische Ereignisse zu verhindern. Nach den Ergebnissen der großangelegten WARCEF-Studie kommen dafür Acetylsalicylsäure (ASS) und Warfarin gleichermaßen infrage, da hinsichtlich der Reduktion des primären Studienendpunkts keine der beiden Substanzen überlegen war.Show moreASS und Warfarin gleichwertig
23.05.2012, 22:00 Uhr
Isotretinoin: Erhöhtes Risiko einer CED? | Kardiovaskuläres Risiko unter Azithromycin | Stufenplan für Alendronat-haltige Arzneimittel
Kurz gemeldet
23.05.2012, 22:00 Uhr
Erhöhtes Thromboserisiko nicht-oraler Kontrazeptiva
Höchstes Risiko bei Verhütungspflastern
Einige Studien haben bereits auf ein erhöhtes Thromboserisiko oraler Kontrazeptiva hingewiesen. Keine hat sich bisher mit dem Thromboserisiko nicht-oraler hormoneller Kontrazeptiva befasst. Eine dänische Datenbankanalyse wies nun für Anwenderinnen von transdermalen Pflastern bzw. Vaginalringen im Vergleich zu Frauen, die keine hormonelle Kontrazeption anwenden, auf ein 7,9- bzw. 6,5-fach höheres relatives Risiko für Thrombosen hin. Subkutane Implantate mit Progesteron steigerten das Risiko, während intrauterine Systeme mit Levonorgestrel nicht zu einem erhöhten Risiko führten, ja eventuell sogar vor Thrombosen schützen.Show more16.05.2012, 22:00 Uhr
Neuer Thrombinrezeptor-Antagonist in der Entwicklung
Vorapaxar zur Sekundärprävention?
Der neue Thrombinrezeptor-Antagonist Vorapaxar konnte in einer aktuellen Studie Herzinfarktpatienten zwar vor kardiovaskulären Komplikationen schützen, aber es wurde auch eine erhöhte Rate an leichten bis schweren Blutungen einschließlich intrakranieller Blutungen beobachtet.Show more16.05.2012, 22:00 Uhr
Alemtuzumab bei multipler Sklerose auf dem Prüfstand
Deutlich weniger Schübe als unter Betainterferon
Der monoklonale Antikörper Alemtuzumab, der sich gegen das Oberflächenantigen CD52 richtet, gilt als viel versprechende Therapieoption bei multipler Sklerose. Er wird derzeit in einem umfassenden Studienprogramm bei therapienaiven und therapieerfahrenen Patienten mit einem Betainterferon verglichen. Die bisher publizierten Daten zeigen bei nicht vorbehandelten Patienten eine Reduktion der Schubrate um etwa 70% und einen günstigen Effekt auf die Behinderungsprogression. Auch bereits vorbehandelte Patienten scheinen zu profitieren. Als Nebenwirkungen müssen neben Infekten Schilddrüsenfunktionsstörungen und eine idiopathische Thrombozytopenie im Auge behalten werden.Show more16.05.2012, 22:00 Uhr
Metastudie zur Ursache von Krebserkrankungen
Ein Sechstel aller Fälle Folge einer Infektion
Bestimmte Infektionserreger stellen einen besonderen Risikofaktor für verschiedene Krebserkrankungen dar. Wie die Auswertung für weltweit acht Regionen durch Wissenschaftler der International Agency for Research on Cancer (IARC) in Lyon zeigt, sind von den 12,7 Millionen neuen Krebsfällen, die 2008 auftraten, zwei Millionen auf Infektionen zurückzuführen. Die Mehrzahl dieser Erkrankungen entfällt dabei auf Entwicklungsländer. Eine Senkung der Krebsrate und der Krebstodesfälle sei daher vor allem in diesen Regionen durch präventive und therapeutische Maßnahmen zu erreichen.Show more16.05.2012, 22:00 Uhr
HIV-Prophylaxe möglich? | Neues Mitoxantron-Derivat gegen Lymphome | Schneckengift bei Typ-II-Diabetes?
Kurz gemeldet
16.05.2012, 22:00 Uhr
Vor Candy Sprays wird gewarnt
Bundesinstitut für Risikobewertung kritisiert hohen Zitronensäuregehalt
Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat sogenannte Candy Sprays unter die Lupe genommen. Candy Sprays sind Süßigkeiten, die in Form von Pumpsprays angeboten und direkt in den Mund gesprüht werden. Um einen sauren Geschmack zu erzielen, enthalten die Sprays häufig große Mengen an Zitronensäure. Deutlich zu große Mengen, lautet die Hauptkritik des BfR. Weiterhin kritisiert das Institut, dass die Sprays, die hauptsächlich für Kinder hergestellt werden, falsch angewendet werden könnten.Show more16.05.2012, 22:00 Uhr

Eine Schmerzpatientin
Patientin Luise D. ist 98 Jahre alt und bereits seit über einer
Woche im Krankenhaus, als der Klinikapotheker sie kennenlernt. Sie ist
verwitwet und Bewohnerin einer Seniorenresidenz, in der sie intensiv von
ihrer ca. 70-jährigen Tochter betreut worden ist. Die Klinikeinweisung wurde vom Hausarzt auf Drängen der Tochter
veranlasst, weil die Patientin im Heim durch Verwirrtheit,
Erregungszustände und Blutdruckspitzen auffiel. / Von Markus Zieglmeier, Hartmut Derendorf und Robert Hermann
Show morePOP - PatientenOrientierte Pharmazie
16.05.2012, 22:00 Uhr
Sativex® zur Behandlung der Spastik
In den aktuellen Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) zur Behandlung der Multiplen Sklerose (MS) wird der Endocannabinoidsystem-Modulator Sativex ® als wichtige Therapieoption bei MS-induzierter Spastik empfohlen, wie Almirall Pharma jetzt mitteilte.Show moreMultiple Sklerose
16.05.2012, 22:00 Uhr

Geriatrische Pharmazie
Biologische und pharmakologische Grundlagen
Markus Zieglmeier | Im Alter verändern sich mit den Strukturen des menschlichen Körpers auch die Wirkungen vieler Arzneimittel. Im Vordergrund stehen dabei eine erhöhte Empfindlichkeit gegen Arzneimittelwirkungen und pharmakokinetische Veränderungen, die meist verstärkte und verlängerte Wirkungen zur Folge haben. In der Geriatrie wird versucht, diesen Gegebenheiten durch Anpassung der Dosierungen, der Arzneimittelauswahl (weit über die Vorgaben der PRISCUS-Liste hinaus) und durch gezieltes Monitoring Rechnung zu tragen. Neben seinen logistischen Aufgaben, etwa in der Versorgung von Senioren- und Pflegeheimen, kann der Apotheker als Klinischer Pharmazeut hier einen wesentlichen Beitrag für die Lebensqualität alter Menschen leisten. Dies könnte in Zukunft ein wesentliches Kriterium für die Auswahl der versorgenden Apotheke durch Heimleitungen werden.Show more16.05.2012, 22:00 Uhr
Metastudie zeigt Überlegenheit von ACE-Hemmern
Geringere Gesamtmortalität
Im Vergleich zu anderen Antihypertonika senken ACE-Hemmer die Gesamtmortalität von Blutdruckpatienten am stärksten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Metastudie, in der die Ergebnisse von 20 Untersuchungen zu kardiovaskulärer Morbidität und Mortalität aus den Jahren 2000 bis 2011 ausgewertet wurden. Verglichen wurden dabei zunächst Patienten, die einen RAAS-Inhibitor erhielten, mit denen, die mit anders wirkenden Antihypertonika oder mit Placebo behandelt wurden.Show more16.05.2012, 22:00 Uhr
Rückfall-Schutz durch Antipsychotika
Review zeigt Benefit für Schizophreniepatienten
Antipsychotika (Neuroleptika) können die Rückfallquote bei Schizophreniepatienten im Vergleich zu Placebo innerhalb eines Jahres effektiv senken. Dies ergab eine umfangreiche Metaanalyse deutscher Wissenschaftler, die kürzlich im renommierten Fachblatt Lancet veröffentlicht worden war. Eine Dauermedikation ist dennoch nicht unbedenklich, so die Autoren, da starke Nebenwirkungen auftreten können und noch nicht genügend Erkenntnisse zur Morbidität und Mortalität nach längerfristiger Gabe vorliegen.Show more16.05.2012, 22:00 Uhr
Brustkrebsentstehung und Umwelt: Wissen um Risikofaktoren ermöglicht gezielte Prävention
Der Einfluss von Umweltfaktoren auf die Brustkrebsentstehung ist offenbar größer als bisher angenommen. Eine kombinierte Hormontherapie und Übergewicht in der Postmenopause, übermäßiger Alkoholkonsum und medizinische Strahlenbelastung sind am engsten mit einem erhöhten Risiko verknüpft, so die Ergebnisse einer groß angelegten amerikanischen Untersuchung, die die Literatur zu dieser Thematik systematisch aufgearbeitet hat.Show more09.05.2012, 22:00 Uhr
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