Pharmazie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Teplizumab hält Typ-1-Diabetes auf
Der innovative Antikörper Teplizumab (Teizeild®) ist gegen das hauptsächlich auf T-Lymphozyten vorkommende Oberflächenprotein CD3 gerichtet und für Patienten mit Typ-1-Diabetes im Stadium 2 indiziert. Der Wirkstoff kann bereits bei Kindern ab acht Jahren eingesetzt werden. Durch eine insgesamt nur vierzehntägige Therapie ist es möglich, eine klinisch relevante Verzögerung der Erkrankungsprogression in das Stadium 3 zu bewirken.Show moreEltrombopag stimuliert Knochenmark | QT-Zeitverlängerung unter Ondansetron | Zonisamid als Monotherapie bei Epilepsie
Dequaliniumchlorid und Clindamycin gleichwertig
Bakterielle Vaginosen sind bei Frauen im gebärfähigen Alter die häufigste Ursache für Störungen der Vaginalflora. Behandelt werden sie mit Metronidazol (oral oder intravaginal) oder Clindamycin in Form einer 2%igen Vaginalcreme. Alternativ dazu könnte zukünftig das bakterizid wirkende Chinolonderivat Dequaliniumchlorid empfohlen werden, da es in einer randomisierten Studie der Clindamycin-Behandlung nicht unterlegen war.Show morePotenzial supportiver und palliativer Therapien nutzen
Der diesjährige amerikanische Krebskongress ASCO befasste sich auch mit Studien zur Supportiv- und Palliativmedizin. Auf einer von der Deutschen Krebsgesellschaft und kooperierenden Gesellschaften organisierten Veranstaltung am 22. Juni 2012 in Frankfurt wurden wichtige Studien zur Palliativ- und Supportivmedizin referiert und kommentiert.Show moreGefährdete Kinder mit Gluten "impfen"
Zöliakie ist stark genetisch determiniert. Wie man gefährdete Säuglinge ernährt, nimmt großen Einfluss darauf, ob die Krankheit tatsächlich ausbricht. Nach den bisherigen Empfehlungen soll mindestens bis zum sechsten Monat gestillt werden. Aber wann darf Gluten in die Säuglingsnahrung eingeführt werden? Neue Studien deuten darauf hin, dass es ein enges Zeitfenster gibt.
Show moreMeningokokken im Visier
Zur Prävention invasiver Meningokokkenerkrankungen stehen bislang monovalente Impfstoffe gegen Meningokokken der Serogruppe C sowie tetravalente Impfstoffe gegen die Serogruppen A, C, W-135 und Y zur Verfügung. Konjugatimpfstoffe sind zu bevorzugen, insbesondere weil sie eine bessere und länger anhaltende Immunität auslösen. Noch immer auf sich warten lässt ein Impfstoff gegen B-Meningokokken. Mit Nimenrix™ ist nun der erste tetravalente Meningokokken-Konjugatimpfstoff gegen die Serogruppen A, C, W-135 und Y verfügbar, der bereits ab dem vollendeten zwölften Lebensmonat verimpft werden kann.Show moreIn der Pipeline: Crofelemer gegen Diarrhö
Crofelemer ist ein Substanzgemisch von Proanthocyanidin-Oligomeren. Es wird aus dem sogenannten Drachenblut gewonnen, dem Harz der südamerikanischen Pflanze Croton lechleri, einem Wolfsmilchgewächs. Es soll zur Behandlung von Diarrhöen bei Patienten mit einer HIV-Infektion eingesetzt werden.
Show moreDiabetes mellitus: Erhöhtes Risiko durch Psoriasis
In Deutschland leiden mehr als 1,5 Millionen Menschen an Psoriasis. Das häufigste Symptom der nicht ansteckenden Erkrankung sind schuppende, punktförmige bis handtellergroße, oft stark juckende Hautstellen sowie Veränderungen an den Nägeln. Die oft chronisch verlaufende Entzündungserkrankung erhöht aber nicht nur das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und für verschiedene Krebsarten des Verdauungstraktes. Eine amerikanische Megastudie zeigt jetzt zusätzlich ein erhöhtes, von der Schwere der Psoriasis abhängiges Diabetesrisiko.
Show moreWarum grüner Tee und roter Wein vor Krebs schützen
Ubiquitär kommen in der Pflanzenwelt bioaktive Stoffe mit krebspräventiver Wirkung vor. Nach neueren Erkenntnissen, die vor Kurzem bei einem vom Institut Danone veranstalteten Journalisten-Workshop vorgestellt wurden, entfalten sie Wirkungen aufs Epigenom. Auf diesem Weg kann eine gemüse- und obstreiche Ernährung unter günstigen Umständen "westlichen" Ernährungsfehlern Paroli bieten. Indes scheint am Prinzip "Weniger Essen ist Mehr" kein Weg vorbeizuführen.
Show moreEffektiv bei gastrointestinalen Stromatumoren
Das neue zielgerichtete orale Medikament Regorafenib vervierfacht das progressionsfreie Überleben bei Patienten mit gastrointestinalen Stromatumoren, die Resistenzen gegen andere verfügbare Therapieoptionen wie Imatinib und Sunitinib entwickelt haben. Das war das Ergebnis einer internationalen Phase-III-Studie, die Anfang Juni während der 48. Jahrestagung der US-amerikanischen Onkologen (ASCO) vorgestellt wurde.Show moreRisiko für Antibiotika-Versagen gesenkt
Wenn Säuglinge im Alter zwischen sieben und 120 Tagen an schweren Infektionen wie Pneumonie, Sepsis oder Meningitis leiden, kann eine orale Gabe von täglich 10 mg Zink das Risiko eines Versagens der Antibiotikatherapie um 40% senken. So das Ergebnis einer im Lancet publizierten Studie indischer Forscher.Show moreUnter Antihypertensiva Harnsäurespiegel kontrollieren!
Viele Patienten mit einer arteriellen Hypertonie leiden gleichzeitig an einem erhöhten Harnsäurespiegel, einer Hyperurikämie, die als Risikofaktor für eine akute und/oder Gicht gilt. Dabei ist das Risiko für eine Gichterkrankung umso höher, je stärker die Harnsäure-Werte ansteigen. Eine Megastudie, die die Daten von nahezu 25.000 Patienten mit Bluthochdruck auswertete, zeigt einen Zusammenhang zwischen dem Gichtrisiko und der Medikation mit verschiedenen Antihypertensiva auf. Bei Diuretika, Betablockern, ACE-Hemmern und anderen AT-II-Blockern war das Risiko signifikant erhöht.Show moreTriptane in der Selbstmedikation
Sorgfältige Beratung von Migränepatienten ein Muss
Mit Naratriptan und Almotriptan stehen derzeit zwei Triptane für die Selbstmedikation der Migräne zur Verfügung. Sie sind hochwirksam und im Allgemeinen gut verträglich. Doch es gibt Fallstricke. Deshalb erfordern sie eine sorgfältige Beratung, die Kontraindikationen, Nebenwirkungen und Interaktionen ebenso umfasst wie den richtigen Einnahmezeitpunkt. Doch zuallererst muss die Frage geklärt werden: Hat der Patient tatsächlich eine Migräne?Show moreVorteil für den oralen Gerinnungshemmer Rivaroxaban
Der orale Gerinnungshemmer Rivaroxaban (Xarelto®) zeigte sich bei der Behandlung von Patienten mit einer akuten symptomatischen Lungenembolie als genauso sicher und wirksam wie die derzeitige Standardtherapie. Möglicherweise steht in Zukunft mit Rivaroxaban eine einfachere Alternative zur Verfügung.Show more2. Publikation zur Herstellung hochinfektiöser Viren
Was die Natur bislang noch nicht geschafft hat, ist in Laborversuchen gelungen: die "Herstellung" von hochinfektiösen humanpathogenen H5N1-Influenza-Viren. Dabei haben sich zwei Forschergruppen ein Kopf-an-Kopf-Rennen geliefert, auch in den umstrittenen Publikationen der "Bauanleitungen". Das erste Paper wurde vor wenigen Wochen in der Wissenschaftszeitschrift Nature veröffentlicht, das zweite soeben in Science.Show moreFimH-Inhibitor verhindert Andocken von Erregern
Zu den häufigsten Infektionen des menschlichen Organismus gehören Harnwegsinfektionen. Etwa 70% der Erkrankungen sind auf eine Infektion mit Escherichia coli zurückzuführen. Eine Therapie mit Antibiotika ist zwar recht effektiv, kann aber auch verschiedene Probleme verursachen wie Resistenzentwicklung oder Schädigung der körpereigenen Darmflora. Schweizer Wissenschaftler haben jetzt eine neue Gruppe von Wirkstoffen erfolgreich im Tiermodell getestet, die die Adhäsion der Bakterien an Zellen des Harntrakts verhindern.Show moreAufrecht im Alter
Stürze vermeiden, Knochengesundheit fördern
Elisabeth Thesing-Bleck, Iris Hinneburg | Sturz, Fraktur, Pflegeheim – für viele Senioren endet so abrupt die Lebensphase, in der sie selbstbestimmt in der eigenen Wohnung leben. Wenn Apotheker geriatrische Patienten zu Fragen der Sturzvermeidung und Knochengesundheit beraten, tragen sie auch dazu bei, die Lebensqualität von älteren Menschen zu erhalten.Show moreErfolgreiche Studien zur Hypersensibilisierung
Das Wiener Biopharma-Unternehmen Biomay AG entwickelt eine neue Immuntherapie oder auch Desensibilisierung gegen Gräserpollen-Allergien. Jetzt teilte die Firma mit, dass diese "Impfung" den Zustand betroffener Patienten in einer Studie der Phase IIa in signifikanter Weise verbessert habe. Die Behandlung mit BM32 erfordert nur drei bis vier Injektionen pro Jahr.Show moreMalnutrition vermeiden
Ernährungstherapie bei chronischer Niereninsuffizienz (Ernährungs-Update 2012)
In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Personen mit chronischer Niereninsuffizienz angestiegen. Bei der Therapie der Betroffenen spielt auch die Ernährung eine wichtige Rolle. Durch eine geeignete Lebensmittelauswahl sollen eine Malnutrition vermieden sowie die Lebensqualität der Patienten verbessert werden. Worauf es dabei ankommt, können Sie im folgenden Beitrag aus unserer Reihe Ernährungs-Update nachlesen.Show moreStatintherapie: Cholesterinsenker als Energiesauger
Geringe Dosen führen zu Ermüdung und Energieverlust
Über Müdigkeit oder Abgeschlagenheit hatten Patienten, die eine Therapie mit Statinen erhielten, bereits früher geklagt. US-amerikanische Wissenschaftler haben jetzt in einer placebo-kontrollierten Studie untersucht, wie häufig dieser Effekt unter körperlicher Belastung und bei welcher Dosierung auftreten kann. Da Patienten bereits unter relativ niedrigen Dosen der Cholesterinsenker bei körperlicher Belastung sehr häufig schnell ermüdeten, halten sie es für notwendig, diese Nebenwirkung bei der Verordnung zu bedenken. Dies gelte ganz besonders für die Anwendung zur Primärprävention.Show more
Eine Hypertonie-Patientin
Die Patientin – in diesem Fall 38 Jahre alt – kommt mit einem Rezept über Fluticason-Nasenspray in die Apotheke. Sie leidet unter saisonaler allergischer Rhinitis und hat mit diesem Medikament in den vorherigen Jahren gute Erfolge gehabt. | Von Andreas Niclas Förster, Hartmut Derendorf und Robert HermannShow more
Vitamin D3 reduziert Schmerz bei einer Brustkrebstherapie
Verbesserte Lebensqualität unter Letrozoltherapie
Ein hoher Vitamin-D3 -Spiegel im Serum kann bei Frauen mit Brustkrebs bei einer Therapie mit Aromatasehemmern lokale Entzündungen, muskuloskeletale Schmerzen und Fatigue reduzieren. Die Supplementierung von 30.000 IU Vitamin D3 pro Woche zu einer Letrozol-Therapie führte in einer Studie mit 147 Frauen im Vergleich zu Placebo zu weniger muskuloskeletalen Schmerzen. Das war das Ergebnis der sogenannten VITAL Studie, die Anfang Juni während der 48. Jahrestagung der US-amerikanischen Onkologen (ASCO) vorgestellt wurde.Show more
Mit Tieren verreisen
Neue Einreisebestimmungen und Reisetipps
Sabine Wanderburg | Die Urlaubszeit naht – und damit auch die Frage, ob und unter welchen Bedingungen das eigene Haustier mitgenommen werden kann. Seit dem 1. Januar 2012 ist die Einfuhr von Hunden, Katzen und Frettchen aus EU-Ländern und Ländern mit EU-Bedingungen weiter vereinheitlicht und insbesondere nach Großbritannien, Irland, Malta, Schweden und Norwegen deutlich erleichtert worden. Kommt das Tier mit, stellen sich weitere Fragen: Wie übersteht es die Autofahrt am besten? Was ist bei Flugreisen zu bedenken? Wie kann Reiseübelkeit vorgebeugt werden und was ist am Urlaubsort zu beachten?Show moreRechtliches
© 2026 Deutsche Apotheker Zeitung