Arzneimittel und CYP2D6
Genetische Polymorphismen beeinflussen den Therapieerfolg
Kirstin Reinecke, Ruwen Böhm, Ekkehard Haen, Ingolf Cascorbi, Thomas Herdegen | Das Cytochrom-P450-Isoenzym 2D6 (CYP2D6) ist an der Metabolisierung von knapp einem Viertel der gebräuchlichsten Arzneistoffe, insbesondere Psychopharmaka vom Typ der SSRI, Betablocker und Schmerztherapeutika, beteiligt. Genetische Polymorphismen und Arzneimittelinteraktionen können die Aktivität von CYP2D6 stark verändern und dadurch die Plasmaspiegel von Arzneistoffen, die von CYP2D6 metabolisiert werden, erhöhen oder erniedrigen. Dies kann sich auf den therapeutischen Erfolg sowie die Verträglichkeit einer Pharmakotherapie auswirken. Ein Wechsel der Medikation oder eine Anpassung der Dosierung kann dann notwendig sein.
