Pharmazie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Hoher Blutdruck trotz Behandlung
Etwa 1,4 Milliarden Menschen weltweit litten im Jahr 2024 an Bluthochdruck. Betroffen sind vor allem Einwohner von Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen, nur etwa jeder fünfte erhält eine adäquate Behandlung. In Deutschland sind rund 20 Millionen Erwachsene zwischen 30 und 79 Jahren von Bluthochdruck betroffen, bei nur etwa der Hälfte davon ist die Erkrankung unter Kontrolle. Welche Ursachen gibt es für eine resistente Hypertonie und was kann man dagegen tun?Show moreBenzodiazepin-Missbrauch gezielt ansprechen
Wie klappt der Einstieg in den Ausstieg?
In Deutschland sind rund 1,4 Millionen Menschen arzneimittelabhängig, davon etwa 70 Prozent von Benzodiazepinen. Ein Arzneimittelmissbrauch liegt nach Schätzungen bei rund 2,8 Millionen Menschen vor. Insbesondere ältere Frauen sind von diesem Problem betroffen. Ganz im Sinne der Nationalen Strategien zur Drogen- und Suchtpolitik der Bundesregierung 2012 hat die Bundesapothekerkammer bereits im vergangenen Jahr einen Leitfaden für die apothekerliche Praxis herausgegeben.Show moreErfolgreiche Langzeittherapie bei Psoriasis
Neue umfassende Langzeitdaten zeigen die gute Wirksamkeit und Verträglichkeit sowie die Verbesserung der Lebensqualität bei erwachsenen Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis unter der Therapie von Ustekinumab (Stelara®).Show moreGut gemeint oder gut gemacht?
Gastrointestinale Beschwerden und Selbstmedikation
Gut gemeint oder gut gemacht? Auf dem diesjährigen Kongress Viszeralmedizin 2012 wurde auch darüber gesprochen, wie sich Fehler bei der Arzneimitteltherapie in der Gastroenterologie vermeiden lassen. Im Fokus: Protonenpumpenhemmer in der Selbstmedikation und alkoholhaltige Kinderarzneimittel. Das Fazit: Omeprazol ist auch in der Selbstmedikation wirksam und sicher. Und: Anders als alkoholhaltige Getränke lösen alkoholhaltige Kinderarzneimittel keine gastrointestinalen Beschwerden aus.
Show moreTherapie und Umgang mit Glucocorticoiden
Die "Cortison-Angst" ist in den meisten Fällen unbegründet. Bei der längeren Einnahme höherer Dosierungen können präventiv einige Nebenwirkungen vermindert werden, ebenso wie durch alternierende Gabe oder Dosisminderung. In jedem Fall muss der Patient gut beraten werden.Show moreGlycopyrronium bei COPD zugelassen | Crizotinib für Patienten mit NCSLC | Tolperison: Einschränkung der Indikation
Corticoid-Nebenwirkungen
Cortison-haltige Arzneimittel sind wegen ihrer Nebenwirkungen gefürchtet, die mit der Dosis und Dauer der Glucocorticoid-Einnahme korrelieren. Bei korrekter Indikation ist grundsätzlich von einem positiven Nutzen-Nebenwirkungs-Verhältnis auszugehen. Die kurzfristige Einnahme von Glucocorticoiden ist in der Regel unproblematisch. Bei topischer Gabe muss weniger mit systemischen als mit lokalen Reaktionen gerechnet werden. Insgesamt dürfen Glucocorticoide als gut verträglich gelten, wenn die Einnahmedauer kurz ist oder das 7,5 mg-Prednisolon-Äquivalent über eine längere Zeit nicht überschritten wird.Show more"Best of the year" in der Onkologie
Strategien, um Zytostatika an den Wirkort zu bringen
Vom 19. bis 23. Oktober 2012 trafen sich zum 75-jährigen Bestehen der deutschen Fachgesellschaft DGHO (Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie) knapp 5000 Ärzte, Wissenschaftler und Pflegekräfte in Stuttgart, um über aktuelle Forschungsergebnisse aus der Onkologie und deren Umsetzung in die Praxis zu diskutieren. Traditionsgemäß wurden in der Eröffnungssitzung die wichtigsten Neuerungen dieses Jahres aus der Sicht eines Hämatologen und eines Onkologen zusammengefasst.Show moreGlucocorticoide – die Wirkstoffe
Es gibt eine Vielzahl von synthetischen Glucocorticoiden, die zur Therapie zahlreicher Krankheiten eingesetzt werden. Die Glucocorticoide unterscheiden sich in der Applikationsform und ihrer Wirkstärke. Akute Krankheiten erfordern den Einsatz hochpotenter Glucocorticoide. Die inhalativ verabreichten Glucocorticoide werden in einem späteren Artikel zum Thema Asthma und COPD besprochen.Show more
Glucocorticoide
Endogenes Cortisol und synthetische Glucocorticoide sind Hormone für das Leben. Zudem zählen Glucocorticoide zu den wichtigsten und wirkungsvollsten Arzneistoffen, die jedoch wegen ihrer Nebenwirkungen gefürchtet und oft gemieden werden. Bei richtiger Anwendung ist das Nutzen-Schaden-Verhältnis der Glucocorticoide dennoch immer positiv.
Von Thomas Herdegen
Neuer Wirkstoff bei COPD
Aclidinium bewirkt nachhaltige Bronchodilatation
Aclidinium (Eklira®, Bretaris®) ist ein neuer Wirkstoff für die bronchodilatatorische Dauertherapie bei Patienten mit chronisch obstruktiver Bronchitis (COPD). Er ist für die zweimal tägliche Inhalation mittels Multidosis-Pulverinhalator (Genuair®) zugelassen. Durch seine hohe Affinität zum M3-Rezeptor bewirkt Aclidinium eine effektive Bronchodilatation. COPD-Symptome wie Dyspnoe, Husten und Auswurf können damit wirkungsvoll gemildert und Exazerbationen verhindert werden.
Show moreMit Ambroxol gegen Halsschmerzen
Therapie von akuten Halsschmerzen mit ambroxolhaltigen Lutschtabletten
Halsschmerzen sind ein häufiges Beratungsthema in der Apotheke. Meist treten sie im Rahmen einer Erkältung auf und bedürfen somit nicht zwingend einer Therapie. Allerdings können Halsschmerzen sehr belastend sein. Im Fokus der modernen Halsschmerztherapie sollte daher die Schmerzlinderung stehen. Aus diesem Grund stellen insbesondere Lokalanästhetika einen sinnvollen Therapieansatz dar.Show moreZum Nutzen und Risiko von Massenimmunisierungen
Welche Nebenwirkungen kommen wie häufig vor?
Massenimpfungen gegen Erreger altbekannter Erkrankungen wie Masern, Mumps und Röteln in der Pädiatrie oder neu entdeckter Viren wie H1N1 gehören in der modernen Medizin zur üblichen Vorgehensweise. Immer wieder gibt es Schlagzeilen zu sogenannten Impfzwischenfällen, die sich im modernen Kommunikationssystem schnell verbreiten und zu einer gewissen Impfmüdigkeit führen. Eine dänische Kohortenstudie gibt nun eine Hilfestellung zur Risikobewertung von Nebenwirkungen, die möglicherweise nach Massenimpfungen auftreten.Show moreAufgaben der Glucocorticoide
Das endogene Cortisol und die synthetischen Glucocorticoide sind in dreierlei Hinsicht "Hormone für das Leben": Der Körper bildet in seiner aktiven Tagesphase ständig Cortisol, das als überwiegend kataboles Hormon die Energie für körperliche und psychische Aktivitäten bereitstellt und das Immunsystem kontrolliert. Durch die immunsuppressiv-immunmodulatorische und antientzündliche Wirkung sind Glucocorticoide lebensrettend bei schweren allergischen und auto-immunologischen Reaktionen sowie bei Organtransplantation; schließlich schützen die antientzündlichen Glucocorticoide Organe, Gewebe und Gelenke vor Zerstörung.Show moreErnährung für gesunde Gelenke
Ernährungs-Update: Rheumatische Erkrankungen
Erkrankungen der Bewegungsorgane, die meist mit Schmerzen einhergehen, werden gemäß der Weltgesundheitsorganisation unter dem Begriff Rheuma zusammengefasst. Die Krankheitsbilder sind vielfältig. Zu den bekanntesten zählen wohl die rheumatoide Arthritis sowie Arthrose. Mithilfe der Ernährungstherapie kann das Krankheitsbild von Rheuma-Patienten gemildert werden, wobei die Entzündungskontrolle von großer Wichtigkeit ist.Show moreLeitlinie ordnet Therapie bei Gelenkrheuma neu
Vollständige Krankheitsremission schnell erreichen
Eine S1-Leitlinie für die sequenzielle medikamentöse Therapie der rheumatoiden Arthritis hat die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) bei ihrem Jahreskongress im September vorgestellt. Neu ist gegenüber dem früheren Algorithmus eine klare zeitliche Strukturierung mit verkürzten Kontrollabständen und Fristen für eine Therapieeskalation. Das Armamentarium von Glucocorticoiden bis hin zu Biologika bleibt gleich, wird aber neu geordnet. Erstmals gibt es auch Hinweise für eine Therapie-Deeskalation.Show moreHormonersatztherapie in der Menopause
Herzinfarktrate signifikant reduziert
Eine aktuelle dänische Studie zeigt kardioprotektive Effekte einer postmenopausalen Hormonsubstitution auf. So reduzierte eine früh eingeleitete Hormonersatztherapie die Häufigkeit von Herzerkrankungen und Todesfällen. Diese Ergebnisse stehen im Widerspruch zur WHI-Studie, die ein erhöhtes kardiovaskuläres Risiko unter einer Hormonersatztherapie gezeigt hatte.Show moreKurz gemeldet: Decitabin zugelassen | Neuer Endothelin-Rezeptor-Antagonist | Abatacept zur subkutanen Anwendung | Zulassungsempfehlung für Ultra-Langzeitinsulin
Schützt Vitamin D vor Atemwegsinfekten?
Kritische Anmerkungen zu einer aktuellen Studie
In einer aktuellen, doppelblinden und placebokontrollierten Studie konnte die Supplementierung von 100.000 I.E. Vitamin D pro Monat die Häufigkeit und Schwere von Atemwegsinfekten bei Erwachsenen nicht senken. Ist Vitamin D somit unwirksam in der Prävention von Infekten der oberen Atemwege?Show moreVitaminzufuhr – wie gut ist sie?
Aktuelle Analyse der Zufuhrdaten weist eine Reihe von kritischen Vitaminen und Risikogruppen aus
Vitamine gelten als Inbegriff von Gesundheit und Wohlbefinden. Allerdings werden sie in den (Fach)medien auch immer wieder kontrovers diskutiert – insbesondere die Frage der Vitaminversorgung. Schlagworte wie "Vitaminmangelland" auf der einen und "Vitaminlüge" auf der anderen Seite sind hierfür kennzeichnend. Nun hat ein Autorenteam im "British Journal of Nutrition" die Datenlage zur Vitaminzufuhr analysiert und mit den Soll-Werten verglichen. Herausgekommen ist eine übersichtliche "Ampelkennzeichnung", die auch für die Beratungspraxis als Orientierungshilfe genutzt werden kann.Show moreRechtliches
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