
Pharmazie
Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Grünes Gemüse - jetzt noch punkten!
Bis kommenden Dienstag, den 30. Juni 2026, können Sie noch die Fragen zu unserem aktuellen Lernen-und-Punkten-Beitrag beantworten und einen Fortbildungspunkt sammeln!Show more

Homöopathin will Patienten nicht betrügen...
Die Heidelberger Ärztin und Homöopathin Natalie Grams behandelte ihre Patienten jahrelang homöopathisch. Jetzt bekam sie Gewissensbisse und gab ihre Praxis auf — obwohl ihre Patienten sie in einem Ärztebewertungsportal mit sehr gut einstuften. In einem Interview mit dem „Stern“ wirft sie sich vor, nicht kritisch genug gegenüber dieser Heilmethode gewesen zu sein. Heute hat sie den homöopathischen Arzneianwendungen abgeschworen.Show more
Risiko einer Uterusperforation
Bei Frauen, die Kupfer-haltige bzw. Levonorgestrel-haltige Intrauterinpessare anwenden, kann eine Uterusperforation mit einer Häufigkeit von ca. 1 auf 1000 Insertionen auftreten. Darüber informierte Jenapharm in einem Rote-Hand-Brief. Weiterhin überwiege aber der Nutzen das Risiko, so der Hersteller.Show more
Weitere Generika-Zulassungen müssen in Deutschland ruhen
Der Ausschuss für Humanarzneimittel der EMA (CHMP) hat seine Überprüfung generischer Arzneimittel abgeschlossen, deren Zulassung auf zweifelhaften Studiendaten der indischen Firma GVK-Biosciences beruhten. Das Fazit: Europaweit müssen ab dem 21. August 2015 bis zu 700 Zulassungen ruhen. Für Deutschland sind 49 generische Zulassungen gelistet, die zum Teil schon auf der BfArM-Liste zu finden waren oder noch sind. Auch ihre Zulassung wird ruhen müssen, es sei denn, der Hersteller konnte inzwischen durch Vorlegen neuer Studiendaten die Zweifel an der Zulassung ausräumen. Show more
Wann kommt der Impfstoff?
Denkt man an Zecken, denkt man sofort an Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME). Ein Fehler! Denn die häufigste durch Zecken verbreitete Krankheit ist die Borreliose. Geschätzt werden zwischen 60.000 und 100.000 Neuerkrankungen pro Jahr. Zum Vergleich: An FSME erkrankten im Jahre 2014 in Deutschland laut Robert-Koch-Institut 265 Menschen, 2013 waren es 420. Zwischen der 24. und 30. Kalenderwoche ist die Gefahr einer Infektion mit den humanpathogenen Bakterien der Gattung Borrelia am größten. Empfohlen wird dann eine frühzeitige antibiotische Therapie. Das Problem: einen frühen Infekt sicher zu diagnostizieren, ist nicht möglich, und auch ein Impfstoff steht nicht zur Verfügung.Show moreLipidsenker und das Risiko fürs Gedächtnis
Die Studienlage schien vielversprechend. Eine Behandlung mit Statinen besitzt möglicherweise eine positive Wirkung auf die Entwicklung von Demenz, da neben der Erniedrigung des Cholesterolspiegels auch die β-Amyloid-Bildung gesenkt zu werden scheint. Doch Fallberichte über Vergesslichkeit und Verwirrtheit behandelter Personen stellen nun die postulierten Effekte dieser Lipidsenker infrage.Show more
Eine ältere Patientin unter Polymedikation
Erika Rottmann* ist eine 73-jährige, multimorbide Patientin. Frau Rottmann und ihr Arzt äußern den Wunsch, die inzwischen sehr umfangreiche medikamentöse Therapie aufarbeiten zu lassen. Es besteht auch die Erwartungshaltung, dass einige Medikamente abgesetzt werden können. Als Hauptbeschwerden gibt Frau Rottmann starke Schmerzen in der Lendenwirbelsäule, in beiden Beinen, der rechten Hüfte sowie im rechten Knie an. Eine Belastungsdyspnoe, Mobilitätseinschränkung und Knöchelödeme werden als beeinträchtigend genannt.

Dauerbrenner PPI
In der langen Arzneimittelliste vieler Patienten sind Protonenpumpeninhibitoren oft vertreten. Die Dauertherapie mit Omeprazol und Co. erfolgt jedoch meist unkritisch und stellt häufig eine Verschleppung einer Akuttherapie oder eine Verordnung außerhalb des Indikationsbereichs dar. Gerade bei älteren Patienten unter Multimedikation sollte regelmäßig eine Überprüfung der Indikation und der Dauer der Verordnung stattfinden, da Protonenpumpenhemmer immer wieder im Verdacht stehen, bei langfristiger Einnahme relevante Nebenwirkungen zu verursachen.
Von Verena Stahl

Hilfe gegen das Hämmern
Von Sabine Werner | Hämmer, die auf den Kopf einschlagen, Schraubstöcke, in denen der Kopf eingezwängt wird: Diese und ähnliche beängstigende Bilder gebrauchen Migränepatienten, wenn sie ihre akuten Beschwerden beschreiben. Viele Betroffene behandeln trotz der schwerwiegenden Symptomatik ihre Migräneattacken mit Präparaten der Selbstmedikation aus der Apotheke, suchen Beratung zur Auswahl des Präparats und zur richtigen Anwendung. Für das pharmazeutische Personal gilt es abzuwägen, wann ein Migränepatient zum Arzt geschickt werden sollte, da auch zahlreiche verschreibungspflichtige Migränetherapeutika zur Verfügung stehen. Show moreGute Wahl bei Kopfschmerzen
HAMBURG (gmc) | In vielen Studien hat sich gezeigt, dass die Kombination aus Coffein, Paracetamol und Acetylsalicylsäure im Durchschnitt schneller eine Besserung von Kopfschmerzen bewirkt als Paracetamol oder Acetylsalicylsäure alleine. Die aktuelle Expertenempfehlung der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) zur Migräne- und Kopfschmerzbehandlung in der Selbstmedikation lautet daher: Die Wirkstoffkombination aus Acetylsalicylsäure, Paracetamol und Coffein (z. B. in Thomapyrin®) ist erste Wahl, und zwar als einziges Mittel mit hervorgehobener Empfehlung.Show moreWenn Medikamente dick machen
Bei vielen Patienten, die Neuroleptika oder Antidepressiva einnehmen, kommt es bereits nach relativ kurzer Behandlungsdauer zu unerwünschter Gewichtszunahme. Diese kann ein Anzeichen für eine psychische Stabilisierung, aber auch eine unerwünschte Wirkung der Medikamente sein. Da häufig die Adhärenz darunter leidet, sind wirksame Interventionen – auch vonseiten der Apotheke – gefragt, um Betroffene zu „entlasten“ oder zumindest einer raschen Zunahme des Körpergewichts vorzubeugen.Show more
Orifarm ruft wieder Präparate zurück
Seit Ende März 2014 tauchten in der legalen Vertriebskette immer wieder Arzneimittel auf, die aus Diebstählen in Italien stammen. Obwohl die Ermittlungen mittlerweile abgeschlossen sind, ist der Spuk offensichtlich immer noch nicht vorbei. Heute ruft Importeur Orifarm vorsorglich drei Präparate zurück.Show more
Von GMP-Schlampereien, AMTS und der Kluft zwischen Wunsch und Wirklichkeit
Dass zwischen einem Plan haben und den Plan umsetzen ein großer Unterschied bestehen kann, wurde in dieser Woche mehrfach deutlich. Beispiel AMTS: Werden einem Patienten Arzneimittel verordnet, so heißt das noch lange nicht, dass er diese auch einnimmt. Das belegte eine Studie der Uni Münster, die ärztliche Medikationspläne und den Brown Bag des Patienten ausgewertet hat. Beispiel Herstellung von Arzneimittel: Auch wenn strenge GMP-Regeln gelten, so halten sich Firmen in Indien und China noch lange nicht daran, wie GMP-Inspektoren aufdeckten. Positiv dagegen ein Projekt aus Leipzig: Während auf politischer Ebene noch gestritten wird, ob und wie Apotheken beim Medikationsplan mitwirken sollen, wurde ein interdisziplinäres Projekt von pharmazeutischer und medizinischer Fakultät der Universität und dem Universitätsklinikum gestartet, das die effektive und sichere Arzneimitteltherapie fördern soll. Das alles und noch viel mehr können Sie in unserer Wochenschau lesen...Show more
Zusatznutzen jetzt für 90 % der Patienten
Mit Dasabuvir (Exviera) und der Fixkombination Ombitasvir, Paritaprevir und Ritonavir (Viekirax) stehen seit Anfang 2015 zwei weitere Präparate zur Hepatitis-C-Behandlung zur Verfügung. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hatte die Nutzenbewertung im April abgeschlossen. Nun weisen nachgereichte Daten auch bei weiteren Patienten auf einen Zusatznutzen hin. Es handelt sich um die Gruppe der vorbehandelten Patienten mit einer Infektion vom Genotyp 1b ohne Zirrhose. Bislang hatte das IQWiG bei diesem Genotyp nur für Therapienaive einen Zusatznutzen gesehen. Show moreRechtliches
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