Pharmazie
Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Atogepant jetzt auch zur akuten Migränebehandlung zugelassen
Seit 2023 ist der orale Calcitonin Gene-Related-Peptide (CGRP)-Rezeptorantagonist für die Migräneprophylaxe zugelassen. Nun erfolgte eine Zulassungserweiterung für die Akuttherapie.Show moreAntihypertensiva abends einnehmen
Die spanische MAPEC-Studie hat den Zusammenhang zwischen dem nächtlichen Blutdruckabfall und dem Risiko, an Typ-2-Diabetes zu erkranken, analysiert. War der Blutdruck im Schlaf nur wenig reduziert, begünstigte dies die Entstehung eines Diabetes. Zudem wurden Hypertoniker in zwei Gruppen eingeteilt, die ihre gewohnte Blutdruckmedikation entweder morgens oder abends einnahmen. Eine abendliche Einnahme war mit einem geringeren Diabetes-Risiko verbunden. Show more
Freihandelsabkommen der EU mit Indien stockt
Weil der indische Pharmadienstleister GVK Bio Zulassungsstudien manipuliert haben soll, ließ die EU-Kommission für Hunderte von Generika die Zulassung ruhen. Zu Unrecht, finden der Konzern und die indische Regierung. Nun liegen die Gespräche über ein gemeinsames bilaterales Freihandelsabkommen deswegen auf Eis. Show more
Kandidaten gibt es, aber werden sie für alle bezahlbar sein?
Die Access to Medicine Foundation hat die Impfstoff-Pipelines der 20 weltweit größten Pharmaunternehmen analysiert. Was tun die Konzerne, damit ihre Neuentwicklungen auch für ärmere Länder erschwinglich sein werden? Die Bilanz fällt eher trübe aus. Show more
Von OTC bis MAB
Im OTC-Bereich kann sich eine Apotheke durch ein sinnvolles Angebot mit einer kompetenten Beratung profilieren. Beratungsaktive Apotheker und PTA werden ihren Kunden auch weiterhin Calcium- und Vitamin-D-Supplemente empfehlen, obwohl zwei Metaanalysen deren Nutzlosigkeit zur Osteoporoseprophylaxe behaupteten. Bei der Prophylaxe durch Impfstoffe weist das Paul-Ehrlich-Institut auf Alternativen hin, wenn das Präparat der Wahl nicht lieferbar ist. Die Zukunft des Arzneimittelmarktes gehört den gentechnisch hergestellten Biologika wie den monoklonalen Antikörpern, von denen Nivolumab Männern mehr nützen kann als Frauen, so eine aktuelle Erkenntnis des IQWiG, die Sie am Ende dieser Wochenschau finden. Show more
HIV früher behandeln und mehr Prophylaxe
Die Weltgesundheitsorganisation hat neue Vorab-Leitlinien zur Behandlung von einer HIV-Erkrankung veröffentlicht. Die Empfehlungen könnten die Zahl der Menschen, die sich infizieren oder daran sterben, erheblich reduzieren. Show more
Risiken von Viagra & Co
Die am weitesten verbreitete Indikation der Phosphodiesterase-5(PDE-5)-Inhibitoren ist die erektile Dysfunktion, die meist Männer im höheren Lebensalter betrifft. Darüber hinaus finden die Wirkstoffe Einsatz bei Patienten mit pulmonaler arterieller Hypertonie (siehe POP-Fall S. 46). Aufgrund ihrer gefäßerweiternden Wirkung sollte der Einsatz der PDE-5-Inhibitoren vor allem bei Patienten mit kardiovaskulären Grunderkrankungen sorgfältig abgewogen werden. Zudem können eine Reihe von Arzneimittel-Interaktionen auftreten, da die Wirkstoffe intensiv über Cytochrom P450-Enzyme metabolisiert werden
Von Bettina Krieg

Eine Patientin mit pulmonaler arterieller Hypertonie
Frau K.S. ist eine adipöse 43-jährige Patientin mit Bluthochdruck,
Diabetes mellitus und leichtem Asthma. Als Hauptbeschwerden gibt sie
intermittierende Luftnot und Schwindel an. Sie berichtet, dass sie sich
vor ein paar Tagen nach dem Duschen sehr matt gefühlt habe und sich
starke Kreislaufprobleme mit Luftnot entwickelt hätten. Die Luftnot sei
zuvor schon öfter aufgetreten. Zudem fühle sie sich sehr müde und
schlapp und leide unter gelegentlichem Herzrasen. Ab und zu seien ihre
Knöchel geschwollen. Die Symptome träten auch unter alltäglicher
körperlicher Belastung auf, jedoch nicht in Ruhe. Für die Luftnot wurde
ihr Salbutamol-Spray verschrieben, allerdings empfindet die Patientin
keinerlei Besserung der Atemnot nach Inhalation.
Von Ina Richling, Olaf Rose, Christian Fechtrup und Hartmut Derendorf
Show moreMikrobiom: Das Organ im Darm
Die vielfältige Bedeutung des bakteriellen Ökosystems im Darm wird derzeit mit großem Aufwand erforscht. Studien zeigen Wechselwirkungen des Mikrobioms mit Ernährung, Zivilisationserkrankungen und Infektionen. Noch in den Kinderschuhen stecken therapeutische Anwendungen, wie die Stuhltransplantation, die vor allem bei Clostridium-difficile-Infektionen hohe Heilungsraten erzielt.Show moreGefährliche Nahrungsergänzungsmittel
jb | Kardiale Symptome durch Schlankmacher, Muskelaufbaupräparate oder Potenzmittel, allergische Reaktionen auf Vitamine und Spurenelemente: Nahrungsergänzungsmittel (NEM) sind keineswegs immer harmlos. So kommt es in den USA zu über 23.000 Notfallbehandlungen und mehr als 2100 Hospitalisierungen nach Einnahme von „dietary supplements“. Das ergab eine gemeinsame Untersuchung der amerikanischen Seuchenschutzbehörde Centers for Disease Control and Prevention (CDC) und der Aufsichtsbehörde FDA.Show moreDas Update 2015 der Beers-Liste
Am 8. Oktober 2015 hat die American Geriatrics Society im Journal ihres Verbandes das Update der Beers Criteria for Potentially Inappropriate Medication Use in Older Adults publiziert. Die insbesondere in den USA wichtigste Liste der für Senioren potenziell problematischen Arzneistoffe, die aber auch außerhalb Amerikas zu den am meisten konsultierten Hilfsmitteln für die Arzneimitteltherapiesicherheit zählt, ist damit wieder auf dem neuesten Stand. Das Update enthält einige Überraschungen, die auch in Deutschland zum Nachdenken über eingeschliffene Therapiegewohnheiten anregen sollten.Show moreAripiprazol: Etwa jeder Siebte profitiert
Ältere Patienten, die unter einer therapieresistenten Depression leiden, können von einer zusätzlichen Aripiprazol-Einnahme profitieren. Einer US-amerikanischen Studie zufolge spricht etwa jeder siebte Betroffene auf die Kombination des Antidepressivums Venlafaxin und des atypischen Neuroleptikums Aripiprazol an.Show moreWeniger Mehrlingsgeburten unter Letrozol
Neben der kostspieligen In-Vitro-Fertilisation (IVF) steht Paaren mit unerfülltem Kinderwunsch als alternative Methode die ovarielle Stimulation – eventuell gefolgt von intrauteriner Insemination – zur Verfügung. Neben der Standardtherapie mit Clomifen oder Gonadotropin kann auch der Aromatase-Hemmer Letrozol eingesetzt werden, der mit weniger Mehrlingsschwangerschaften assoziiert wird. In einer randomisierten Studie wurde nun überprüft, ob Letrozol verglichen mit Gonadotropin und Clomifen zu weniger Mehrlingsgeburten führt, ohne dabei die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden, herabzusetzen.Show moreRechtliches
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