Pharmazie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Orale Tumortherapie: Es gibt nichts, was nicht schiefgehen kann
Orale Chemotherapie verlagert Hochrisiko-Arzneistoffe aus der Klinik in das häusliche Setting, wobei ihre Wirksamkeit und Sicherheit entscheidend von der korrekten Einnahme abhängen. Strukturierte Beratung – unabhängig von einer pDL – darf bei keiner Abgabe fehlen. Doch worauf kommt es an?Show more
Eine multimorbide Patientin mit Herzinsuffizienz
Frau T.S. ist eine 72-jährige adipöse Patientin mit chronisch
obstruktiver Lungenerkrankung (COPD), globaler Herzinsuffizienz NYHA
III, Hypertonie, Hypercholesterolämie und Diabetes Typ 2. Infolge des
Diabetes leidet sie an Polyneuropathie. Das Hüftgelenk auf der rechten
Seite wurde vor vier Jahren durch eine Endoprothese ersetzt. Aktuell
fühle sie sich dauerhaft müde und antriebslos und sei nur eingeschränkt
belastbar. Es sei „alles so sinnlos“, sagt sie. Sie leide unter ihrem
Übergewicht und moderaten bis starken Rückenschmerzen. Wegen
Schwindelattacken ist sie früher bereits gestürzt. Aus der Angst heraus,
dass sie wieder stürzen könnte, bewegt sie sich wenig. Sie neigt zur
Ödembildung in den Extremitäten.
Von Dorothee C. Dartsch, Olaf Rose, Christian Fechtrup und Hartmut Derendorf
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Dreifacher Herzschutz
Von Olaf Rose | Die Mineralocorticoid-Rezeptor-Antagonisten Spironolacton und Eplerenon bilden neben Betablockern und ACE-Hemmern bzw. Sartanen eine wichtige Säule in der Therapie der Herzinsuffizienz. Doch sie können unterschiedliche Probleme verursachen, die im Rahmen von Medikationsanalyse und -management zu beachten sind.Show moreNicht zu viel und nicht zu wenig
Bei Kindern ist die Dosisfindung für Antibiotika besonders komplex. In der Praxis werden jedoch schnell anwendbare Strategien gebraucht. Deshalb wird üblicherweise nach Gewicht, Gewichtsklasse oder Alter dosiert. Eine englische Forschergruppe untersuchte am Beispiel von Aminopenicillinen, inwieweit diese Dosierungsstrategien den Dosis-Zielbereich treffen und wie praktikabel sie sind. Da sich keine Methode als universell anwendbar erwies, müssen individuelle Aspekte zusätzlich berücksichtigt werden.Show more
Erleichterung!
Von Claudia Bruhn | Bei jüngeren Kindern mit Verstopfung ist die Diagnostik wegen der eingeschränkten Mitteilungsfähigkeit schwieriger als bei Erwachsenen. Viel häufiger muss die Möglichkeit einer Fehlbildung im Magen-Darm-Trakt in Betracht gezogen werden. Auch die Zahl der einsetzbaren Laxanzien und die Evidenz für die Therapieoptionen sind bei Kindern viel geringer als bei Erwachsenen. Dennoch kann man in der Apotheke bei diesem Problem aktiv werden: durch die Empfehlung geeigneter Mittel sowie die Beratung verunsicherter Eltern zur richtigen Anwendung von Zäpfchen und Klistieren.Show moreInformation von Orifarm: 2016 mit neuem Außendienst von Jade.team
Mexiko lässt Dengue-Impfstoff zu
Wenn nach einem Moskitostich im Urlaub in den Tropen nach einigen Tagen Symptome wie Fieber, Kopfschmerzen oder Hautausschläge auftreten, können diese von einer Vielzahl von Erregern ausgelöst werden. Besteht die Hoffnung, dass eine Impfung bald vor einer der möglichen Ursachen schützen kann? Der weltweit erste Impfstoff gegen das Knochenbrecherfieber Dengue, Dengvaxia® von Sanofi Pasteur, wurde jetzt in Mexiko zuge-lassen.Show moreSensible Substanzen
Proteinwirkstoffe wie Insuline, Hormone, Enzyme, monoklonale Antikörper und Impfstoffe sind heute aus der Prophylaxe und Therapie akuter wie chronischer Erkrankungen nicht mehr wegzudenken. Ihre Herstellung und Formulierung ist jedoch sehr aufwändig und kostenintensiv. Es besteht daher ein großes Interesse daran zu verhindern, dass durch ungünstige Transport- oder Lagerungsbedingungen, Fehler bei der gegebenenfalls notwendigen Rekonstitution oder der Applikation die Wirksamkeit leidet. Was gibt es vonseiten der Hersteller, der Apotheken und der Anwender zu beachten?Show moreUnnötige Neuralrohrdefekte
Laut einer aktuellen Studie mit über neun Millionen Schwangeren in Europa traten in einem Zeitraum von elf Jahren 8400 Fälle von Neuralrohrdefekten auf. Mit einer ausreichenden Versorgung der Schwangeren mit Folsäure hätten die meisten Fälle verhindert werden können. Die Studienautoren bemängeln daher die in ganz Europa fehlende Pflicht, Grundnahrungsmittel mit Folsäure anzureichern.Show moreStrategien für erfolgreiche Apotheken
Steigende Bürokratisierung, der Versandhandel und geänderte Skonti-Regelungen stellen Apotheker immer wieder vor neue Herausforderungen. Und auch die Änderungen der Apothekenbetriebsordnung belasten die Apotheken nachhaltig. Wie kann man sich unter diesen Bedingungen mit seiner Apotheke behaupten? Unter dem Motto „Apotheke 2020 – Perspektiven, Chancen und Risiken“ gab das 2. Küstengespräch von TAD Pharma Mitte November den Teilnehmern Antwort auf diese Frage.Show moreNicotinamid kann vor weißem Hautkrebs schützen
Den Ergebnissen einer australischen Präventionsstudie zufolge reduziert die regelmäßige Einnahme von Nicotinamid die Gefahr, an einem nicht-melanozytären Hautkrebs zu erkranken. Diese Aussage gilt vorerst nur für Risikopatienten.Für einen breiten, präventiven Einsatz von Nicotinamid fehlen derzeit weitere Studien.Show moreVorsicht bei Off-label-Anwendung
Die Off-label-Anwendung von Arzneistoffen ist weit verbreitet. In der Grauzone, in der sich Ärzte diesbezüglich bewegen, ist eine objektive Bewertung der damit verbundenen Nebenwirkungen schwierig. Kanadische Wissenschaftler gingen nun gezielt der Frage nach, in welchem Ausmaß der Off-label-Gebrauch von Arzneimitteln unerwünschte Wirkungen verursacht. Show moreFDA-Warnung für SGLT2-Inhibitoren
ck | In den USA soll in die Fachinformationen der Natrium-Glucose-Kotransporter-2(SGLT2)-Hemmer eine Warnung vor Ketoazidosen und schweren Harnwegsinfekten aufgenommen werden. Show more
Kein Ende des Engpasses in Sicht
L-Thyroxin Tropfen sind seit geraumer Zeit nicht lieferbar. Aus den Apotheken waren sie vorsorglich wegen Ausflockungen des Wirkstoffs zurückgerufen worden. Ein Ende des Engpasses ist nicht in Sicht. Immerhin gibt es bei der Rezeptursubstanz Hoffnung. Sie könnte demnächst wieder verfügbar sein. Show more
ABDA-Änderungen komplett unberücksichtigt
Der Bundesrat hat einer Änderung der Arzneimittelverschreibungsverordnung zugestimmt. Die Anregung der ABDA, das Verfahren für eine Klarstellung zu nutzen, dass Apotheken auf dem Rezept fehlende Telefonnummern oder Vornamen selbst ergänzen dürfen, blieb jedoch unberücksichtigt.Show more

Cholesterin-Senker Evolocumab:
Studie zu kurz – kein Zusatznutzen
Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im
Gesundheitswesen hat seine Dossierbewertung für den PCSK9-Inhibitor Evolocumab (Repatha) veröffentlicht. Das
Fazit: Mangels geeigneter Daten lässt sich aus dem eingereichten Dossier kein Zusatznutzen
ableiten.Show moreRechtliches
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