Pharmazie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Hoher Blutdruck trotz Behandlung
Etwa 1,4 Milliarden Menschen weltweit litten im Jahr 2024 an Bluthochdruck. Betroffen sind vor allem Einwohner von Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen, nur etwa jeder fünfte erhält eine adäquate Behandlung. In Deutschland sind rund 20 Millionen Erwachsene zwischen 30 und 79 Jahren von Bluthochdruck betroffen, bei nur etwa der Hälfte davon ist die Erkrankung unter Kontrolle. Welche Ursachen gibt es für eine resistente Hypertonie und was kann man dagegen tun?Show moreBio-Lavendel aus Deutschland
Bio-Lavendel aus Deutschland? Das hätte sich Axel Meyer 1991, als die erste Auflage seines Buchs „Lexikon der Düfte“ erschien, nicht träumen lassen. Vor genau 25 Jahren markierte dieses Buch die Gründung der Taoasis Natur Duft Manufaktur, die aus dem Taoasis Verlag hervorgegangen ist. Den aromatischen Pflanzen ihre flüchtigen Essenzen zu entlocken und die Kostbarkeiten in kleinen braunen Fläschchen „einzufangen“, war eine seiner Visionen, die mittlerweile längst Wirklichkeit geworden ist.Show moreDaclizumab als „Robin Hood der IL-2-Verteilung“
Mit der Zulassung von Daclizumab (Zinbryta®) betritt ein neues Wirkprinzip die therapeutische Bühne der schubförmig remittierenden multiplen Sklerose. Der Antikörper richtet sich gegen die CD25-Untereinheit des Interleukin-2-Rezeptors und soll das Wachstum aktivierter T-Zellen eindämmen – und damit die Entwicklung von Entzündungsherden und die Zerstörung der Myelinscheiden. Erreicht wird in klinischen Studien eine im Vergleich zu Placebo und zu IFN beta-1a signifikant niedrigere Schubrate und signifikant verbesserte kernspintomografische Parameter.Show moreFragliche Stabilität der INR
ms | Patienten mit Vorhofflimmern profitieren von einer Therapie mit Warfarin. Für einen optimalen Behandlungserfolg muss der INR-Wert konstant in einem vorher definierten Zielbereich liegen. Wie eine englische Studie zeigt, bleibt bei einem großen Anteil der Patienten eine einmal eingestellte INR allerdings nicht über einen langen Zeitraum stabil.Show moreErst Schnupfen, dann Husten – oder umgekehrt
gmc | Ein Entzündungsprozess in den oberen beziehungsweise in den unteren Atemwegen kann oft auf die gesamten Atemwege übergreifen. Meist setzt die Infektion oben an und geht dann tiefer – ein sogenannter Etagenwechsel findet statt. Ein umgekehrter Wechsel von unten nach oben – also erst Husten, dann Schnupfen ist jedoch auch nicht selten. Daher spricht man auch von den „United Airways“, da die Atemwege eine barrierefreie Einheit bilden. Das pflanzliche Spezialdestillat ELOM-080 (GeloMyrtol® forte) ist in jedem Fall eine gute Empfehlung – sowohl bei akuten als auch bei chronischen Atemwegsinfekten. Show moreOrale Kontrazeptiva und Depressionen
Frauen erkranken nach der Pubertät doppelt so häufig an Depressionen wie Männer; ein Grund hierfür könnte der Einfluss von Estrogen und Progesteron sein. Da Varianten dieser Sexualhormone auch zur Empfängnisverhütung eingesetzt werden, könnten hormonelle Kontrazeptiva ebenfalls das Depressionsrisiko erhöhen. Ob diese Assoziation besteht, wurde in einer prospektiven Kohortenstudie untersucht.Show moreÜber kurz oder lang
Europäische und amerikanische Leitlinien bewerten den Einsatz von Betablockern nach einem akuten Myokardinfarkt bei Patienten ohne Herzinsuffizienz unterschiedlich. Eine französische Beobachtungsstudie zeigte, dass eine frühzeitige Gabe von Betablockern die Mortalität innerhalb der ersten 30 Tage senkt. Eine Fortsetzung der Einnahme über das erste Jahr hinaus brachte jedoch keine Überlebensvorteile.Show moreNeue und alte Wirkstoffe gegen Zika
Derzeit gibt es weder einen Impfstoff noch Arzneimittel, mit dem sich Zikavirus-Infektionen gezielt behandeln lassen. Eine neue Studie hat nun 6000 Wirkstoffe auf ihre Wirksamkeit gegen Zikaviren untersucht und einige interessante Kandidaten gefunden, die zukünftig eine gezielte Therapie ermöglichen könnten.Show more
Neues gegen „eine der schlimmsten Krankheiten der Welt"
„Welche neuen Krebsmittel verlängern unser Leben?“ – unter dieser Überschrift stellt die „Bild am Sonntag“ in ihrer Ausgabe vom vergangenen Wochenende innovative Wirkstoffe gegen Tumorerkrankungen vor. Sie weist allerdings auch darauf hin, dass sich noch erweisen muss, wie wirksam die neuen Arzneimittel wirklich sind. Show more
HIV-Prophylaxe mit Truvada
Das erste Arzneimittel zur HIV-Prophylaxe ist zugelassen und ab sofort in Deutschland verkehrsfähig. Ärzte dürfen Truvada nun zur Therapie und Prophylaxe von HIV verordnen. Die Präventionsstrategie sieht auch Safer Sex-Praktiken vor. Show more
Eine lukrative Geldquelle?
Das Handelsblatt und das ARD-Magazin Plusminus haben diese Woche Arzneimittel gegen seltene Erkrankungen (Orphans Drugs) aufs Korn genommen. „Der Milliarden Trick“ titelte das Handelsblatt provokant und attackierte damit die Pharmaindustrie, die die seltenen Krankheiten als lukrative Geldquelle entdeckt haben soll.Show more

Black Box für Sovaldi & Co.
Die FDA hat ein Box-Warning für die neuen Hepatitis-C-Arzneimittel verfügt. Der Grund: Die hocheffektiven, direkt antiviralen Arzneimittel reaktivierten bei manchen Patienten latente Hepatitis-B-Infektionen – mit teils tödlichem Ausgang.Show more
Neue Methode reduziert Fehler beim Langzeitblutzucker
Eine neue Methode für die Schätzung des Blutzuckerspiegels könnte die diagnostischen Fehler bei der aktuellen Bestimmung über den HbA1c-Wert um mehr als 50 Prozent senken. Dies hat eine Studie mit mehr als 200 Diabetikern ergeben, deren Ergebnisse beim Clinical Research Day des Massachusetts General Hospitals (MGH) Anfang Oktober in Boston vorgestellt wurden.Show more
Absetzen kann Mutter und Kind gefährden
Etwa jede zweite Frau, die Antidepressiva einnimmt, setzt diese ab, wenn sie schwanger wird – meist aus Angst vor Fehlbildungen. Dies geschieht nicht nur auf eigene Faust, sondern offensichtlich zum Teil auch auf den Rat von Ärzten, die mit dem Thema Pyschopharmaka in der Schwangerschaft überfordert sind. Show more
Mamma mia, farmacia!
Mit der aktuellen DAZ fahren Sie noch einmal in den Urlaub und lernen das italienische Apothekenwesen etwas genauer kennen. Außerdem: Was bietet die Impfstoff-Pipeline bei Herpes Zoster?Show more
Hände weg vom Hirndoping
Pünktlich zum Beginn des neuen Studienjahres warnt die britische Arzneimittelbehörde MHRA die Erstsemester und andere Studenten vor den möglichen Risiken von Mitteln zu Hirndoping. Das gefährlichste Einfallstor für die Mittel ist das Internet.Show more
EMA erteilt dritte PUMA-Zulassung
Die EMA hat dem dritten PUMA-Arzneimittel die Zulassung erteilt. Sialanar mit dem Wirkstoff Glycopyrroniumbromid steht als spezielles Kinderarzneimittel fortan pädiatrischen Patienten ab drei Jahren bei Sialorrhö zur Verfügung. Es hemmt übermäßigen Speichelfluss aufgrund neurologischer Grunderkrankungen.Show more
Pharmazie soll in Online-Studienplatzbörse integriert werden
Das Verteilsystem für Studienplätze in Numerus-Clausus-Fächern soll besser werden. Unter anderem sollen Pharmazie und Medizin in die Online-Studienplatzbörse des „Dialogorientierten Serviceverfahrens" integriert werden. Sie wurden bisher zu einem großen Teil nach der alten Vergabepraxis nach Abitur-Note und Wartezeit zugeteilt.Show moreNeuer Zoster-Impfstoff ist willkommen
Seit drei Jahren ist ein Impfstoff gegen Herpes Zoster für Personen ab 50 Jahren in Deutschland zugelassen und verfügbar. Eine bundesweite Impfempfehlung gibt es nicht. Welche Fragen noch offen sind, erläutert Prof. Dr. Andreas Sauerbrei vom Uniklinikum Jena.Show more
Gastroduodenale Ulcuskrankheit
Gastroduodenale Ulcera resultieren aus einer Dysbalance zwischen schleimhautprotektiven und –aggressiven Faktoren. Primär ursächlich für die Entstehung eines peptischen Ulcus ist die chronische Gastritis, welche durch eine Infektion mit dem Bakterium Helicobacter pylori (H. pylori) sowie die Einnahme von nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAR) hervorgerufen werden kann. Die beiden genannten Risikofaktoren liegen insbesondere bei älteren Patienten vergesellschaftet vor und wirken sich synergistisch auf das Risiko einer Mukosaschädigung und Ulceration aus. Beim H.-pylori-induzierten Ulcus steht aufgrund fehlender Präventionsstrategien die medikamentöse Behandlung im Vordergrund.
In
diesem Beitrag wird die Krankheit aufgearbeitet sowie die
leitliniengerechte und evidenzbasierte Therapie erläutert und an zwei
Patientenfällen aus der Praxis angewendet. | Von Carina John und Olaf Rose
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