Pharmazie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Wer zahlt die Mehrkosten bei Fampyra?
Die Fampridin-Generika sind weg, der Festbetrag dennoch niedrig: MS-Patient*innen, die Fampyra® brauchen, zahlen pro Vier-Wochen-Packung über 80 Euro. Oder übernehmen die Krankenkassen in diesem Ausnahmefall die Mehrkosten? Die DAZ hat recherchiert.Show moreFehl am Platz!
Etwa jede zehnte gesunde Frau ist von Hirsutismus betroffen. Zur Therapie gibt es zahlreiche medikamentöse und alternative Optionen. Im Rahmen der Aktualisierung der Praxisleitlinie „Evaluation und Behandlung des Hirsutismus in der Prämenopause“ unter Federführung der amerikanischen Endokrinen Gesellschaft (Endocrine Society) wurden die Therapiemöglichkeiten kritisch unter die Lupe genommen.Show moreGegen die Qual der Gürtelrose
Herpes zoster, auch als „Gürtelrose“ bekannt, wird durch die Reaktivierung des Varizella-Zoster-Virus verursacht. Mit Shingrix® steht nun ein adjuvantierter Subunit-Totimpfstoff gegen Herpes zoster und Post-Zoster-Neuralgie zur Verfügung. Show more
Folsäure nicht nur für junge Frauen
Von Julia Podlogar und Martin Smollich | Folsäure ist in Form der Tetrahydrofolsäure als Coenzym an der Übertragung von C1-Resten im Aminosäure-, Purin- und Pyrimidinstoffwechsel beteiligt. Neben Leber und grünem Blattgemüse sind Weizenkeime und Sojabohnen gute Folat-Quellen. Die Versorgungssituation ist insgesamt unbefriedigend. Leitsymptom eines Folatmangels ist eine megaloblastäre Anämie; latente Mangelzustände können z. B. depressive Verstimmungen und Schlafstörungen zur Folge haben.Show more
FDA lässt erstes Nichtopioid zum Entzug zu
Die FDA hat Lucemyra® zugelassen. Das Arzneimittel mit dem Wirkstoff Lofexidin soll akute Entzugssymptome bei Betäubungsmittelabhängigen abmildern. Wichtig: Lucemyra® ist kein Substitutionsarzneimittel. Lofexidin erleichtert als α2-Adrenozeptor-Agonist und Antisympathotonikum den Abhängigen bei abruptem Absetzen des Suchtmittels den körperlichen Entzug.Show more
Erste duale HIV-Therapie erhält EU-Zulassung
Ein Arzneistoff weniger – das unterscheidet Juluca® von HIV-Kombinationsarzneimitteln mit drei antiretroviralen Substanzen. Weil das duale Regime in Studien genauso wirksam war wie die Dreifachtherapie, hat die EMA die Zulassung erteilt. Ob die Einsparung eines Wirkstoffes zu einer besseren Verträglichkeit führt, geht aus den bisherigen Daten nicht hervor.Show more
Wirkt Guselkumab besser als Adalimumab?
Der G-BA hat den Nutzen einer Guselkumab-basierten Therapie bei Schuppenflechte bewertet: Er sieht in der Behandlung der mittelschweren bis schweren Plaque-Psoriasis mit dem Interleukin-23-Antikörper in Tremfya® einen beträchtlichen Zusatznutzen gegenüber einer Therapie mit dem TNFα-Antikörper Adalimumab in Humira®. Show more
FDA erteilt Migräne-Antikörper Erenumab die Zulassung
Die US-Arzneimittel- und Zulassungsbehörde FDA hat dem ersten Antikörper zur prophylaktischen Migränetherapie den Marktzugang verschafft. Amgens Erenumab in Aimovig richtet sich gegen den Rezeptor des Calcitonin Gene Related Peptide (CGRP). Für Europa prüft die EMA die Zulassung derzeit noch.Show more
Glaeske: „Cannabisblüten gehören in den AMNOG-Prozess“
Als Rückfall in vorindustrielle Zeiten bewertet Professor Gerd Glaeske den medizinischen Einsatz von Cannabisblüten. Aus seiner Sicht sind die steigenden Verordnungszahlen nicht durch die Datenlage gerechtfertigt. Gemeinsam mit dem Schmerzexperten Professor Michael Schäfer fordert der Versorgungsforscher öffentlich finanzierte Studien, auf deren Basis eine Nutzenbewertung erfolgen kann.Show more
Benralizumab – „Zusatznutzen nicht belegt“
Das IQWiG sieht keinen Zusatznutzen in einer antikörperbasierten Benralizumab-Therapie bei schwerem unkontrolliertem Asthma. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen nimmt Anstoß an der Vergleichstherapie: Die Asthmatiker seien vor Fasenra® nicht maximal eskaliert worden und erhielten Montelukast – was keine Zulassung bei schwerem Asthma habe. Show more
Eine Patientin nach Organtransplantation mit Hepatitis E
Im Mittelpunkt des aktuellen POP-Falls und unseres AMTS-Spezial steht eine Patientin, die eine simultane Nieren- und Pankreastransplantation erhalten hat. Nun ist auch noch eine Infektion mit dem Hepatitis-E-Virus und humanen Papillomviren nachgewiesen worden. Das zeigt das Dilemma: Eigentlich sollen Immunsuppressiva ein Transplantat vor einer Abstoßung durch die körpereigene Abwehr schützen und dadurch das Überleben des Patienten sichern. Bedauerlicherweise wird das Immunsystem in vielen Fällen aber zu stark gedrosselt und Keime können überhandnehmen. Vor allem die ersten sechs bis acht Wochen nach dem Eingriff gelten als besonders gefährlich, eine Infektion zu erleiden. Wie können sich Patienten unter Immunsuppression vor einer Infektion schützen? | Von Dorothee Michel, Robert Möcker, Meike Katz, Olaf Rose und Hartmut Derendorf
Für die Nahrungsergänzung: Apoday® Calcium + D3 und Apoday® Vitamin-Komplex

Ungebetene Gäste
Die weltweit erste Herztransplantation im Dezember 1967 war eine Sensation. Im südafrikanischen Kapstadt gelang es Medizinern erstmals, einem Patienten das Herz einer Verstorbenen zu transplantieren. 18 Tage später verstarb der frisch Transplantierte jedoch – an einer Lungenentzündung. Schuld war die immunsuppressive Therapie, welche damals noch in den Kinderschuhen steckte. | Von Verena StahlShow moreRechtliches
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