Beratung

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Citizen Science: Wenn Patienten die Forschung übernehmen
Bürgerwissenschaften gewinnen im Gesundheitsbereich zunehmend an Bedeutung. Für Apothekenteams ergeben sich daraus neue Herausforderungen in der Beratung, insbesondere wenn Patient*innen mit dem Wunsch nach experimentellen Therapieansätzen wie Nicotin-Pflaster gegen Long-COVID in die Offizin kommen.Show moreberatung-pharmazie
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Im Beratungsgespräch über Risiken aufklären
13.05.2026, 08:00 Uhr

„Marcumar für meine Frau“
Jede zwischenmenschliche Kommunikation basiert auf einem Informationsaustausch zwischen den Teilnehmern. Dabei sollte die inhaltliche Nachricht des Senders im Idealfall als identischer Sachinhalt vom Empfänger aufgenommen werden. Dass dies nicht immer ohne Probleme möglich ist, zeigen Missverständnisse, die auch im Apothekenalltag regelmäßig auftreten und ein z.T. nicht unerhebliches Risikopotenzial darstellen – so können z.B. Falscheinnahmen oder Fehldosierungen die Folge sein. Die Ursachen für solche Kommunikationsprobleme sind sehr unterschiedlich. Ein Beispiel zeigt die folgende Beratungssituation.Show more21.08.2014, 00:00 Uhr
Wege aus dem Stau
Von Ralf Schlenger | Klagen von Venenpatienten klingen banal – wer kennt nicht „schwere Beine“? Von Betroffenen wie auch von Heilkundlern wird das Volksleiden nicht selten bagatellisiert. Dabei sind Venenbeschwerden nur anfangs harmlos. Die Erkrankung verläuft chronisch progredient – von symptomlosen Krampfadern (Varikose) hin zur chronisch-venösen Insuffizienz (CVI) mit üblen Folgen. Wichtig ist, Aufmerksamkeit für die Symptome zu wecken, und zu einer frühzeitigen Therapie zu raten. Patienten, die Kompressionsstrümpfe nicht mögen, helfen auch Phytotherapeutika. Show more14.08.2014, 00:00 Uhr

Vorsicht Partialagonisten
Eine gute Schmerztherapie ist bei Tumorpatienten unerlässlicher Bestandteil der Therapie, um die Lebensqualität – soweit möglich – zu erhalten. Die zur Verfügung stehenden Medikamente werden unterteilt in nicht-opioide Analgetika, schwache Opioide und starke Opioid-Analgetika; die Therapie erfolgt im Idealfall nach dem WHO-Stufenschema. Die starken Opioide werden teilweise als transdermale Systeme appliziert, die eine besonders intensive Beratung des Patienten bezüglich der korrekten Applikation und Handhabung erfordern. Gleichzeitig müssen auch Wechselwirkungen und Kontraindikationen mit der weiteren Medikation abgeklärt oder ausgeschlossen werden.Show more07.08.2014, 00:00 Uhr
Damit die Galle nicht überläuft
Von Martin Smollich und Birgit Blumenschein | Das Gallenstein-Leiden gehört in Deutschland zusammen mit der gastroösophagealen Refluxerkrankung zu den epidemiologisch häufigsten und gesundheitsökonomisch teuersten gastrointestinalen Erkrankungen [1]. So sind mittlerweile ca. 40% der über 50-jährigen Frauen Steinträgerinnen [1]. Wie andere Zivilisationserkrankungen auch ist das Gallenstein-Leiden im Wesentlichen eine vermeidbare Folge der Adipositas-Epidemie, die den westlichen Lebensgewohnheiten mit hyperkalorischer Ernährung und nicht ausreichender körperlicher Aktivität geschuldet ist [2, 3]. Entsprechend gibt es zahlreiche diätetische Faktoren, die die Entstehung von Gallensteinen fördern oder hemmen und die deshalb in der Prävention, aber auch in der Begleittherapie von Gallenstein-Leiden berücksichtigt werden sollten. Die zahlreichen, in der Laienpresse vielfach noch immer als „Gallendiäten“ oder „Gallenschonkost“ beworbenen Ernährungsformen dagegen besitzen keine objektivierbare Wirksamkeit, weshalb den Patienten von derartigen Empfehlungen abgeraten werden sollte.Show more31.07.2014, 00:00 Uhr

Schwindel unter Polymedikation
Die regelmäßige Kontrolle von Laborparametern gehört bei einer Vielzahl von Arzneistoffklassen mit zur Medikationskontrolle und bildet daher einen signifikanten Pfeiler der Arzneimitteltherapiesicherheit. Besonders bei multimorbiden Menschen, die viele Medikamente zu sich nehmen müssen, können durch diese Kontrolle unerwünschte Arzneimittelwirkungen minimiert oder sogar verhindert werden. Auch die Apotheke, als letztes Glied der Arzneimittelversorgung, kann für diese Problematik sensibilisieren, zum Beispiel im Rahmen einer umfassenden Medikationsanalyse (Neue ABDA-Definitionen siehe Kasten).Show more24.07.2014, 00:00 Uhr
Leise rieselt's wie Schnee
Von Julia Borsch | Bei jeder Bewegung des Kopfes rieseln sie wie Schnee, und das Tragen dunkler Kleidung wird fast unmöglich. Zu dem ästhetischen Problem kommt oft ein lästiger Juckreiz. Die Rede ist von Kopfschuppen, einer der häufigsten Erkrankungen der Kopfhaut. Je nach Informationsquelle variiert die Anzahl Betroffener zwischen knapp über 20% und 70%. Allerdings ist niemand gezwungen, unter Kopfschuppen zu leiden, denn sie lassen sich in der Regel mit entsprechenden Shampoos und Lösungen behandeln. Show more17.07.2014, 00:00 Uhr

Tabletten teilen - Fluch oder Segen?
Tabletten werden vor allem aus zwei Gründen geteilt: zum einen aus wirtschaftlichen Gründen, weil „die Packung ja dann länger reicht“. Das ist zweifelsohne eine fragwürdige Praxis, die aber nicht auszumerzen ist. Zum anderen, weil die benötigte Dosierung anders nicht verwirklicht werden kann, hier gibt es wenig Alternativen zum Teilen. Aus welchem Grund auch immer geteilt werden soll, die Wahrscheinlichkeit, dass arzneimittelbezogene Probleme auftreten, ist groß. Es gilt, sie zu identifizieren und zu lösen. Wie das in der Praxis aussehen kann, zeigt Apotheker Christian Schulz im folgenden Fall. Show more10.07.2014, 00:00 Uhr
Die Haut führt Konto
ck | Noch Anfang des letzten Jahrhunderts galt braune Haut als Merkmal der armen Leute, die ihren Lebensunterhalt durch Feldarbeit verdienen mussten. Die „vornehme Blässe“ galt dagegen als Zeichen von Wohlstand. Um diese zu behalten, wurde in den 30-er Jahren des 20. Jahrhunderts der Sonnenschutz für die Haut erfunden. Aber unser Schönheitsideal hat sich gewandelt: Sonnengebräunte Haut gilt in unserer Zeit für viele als Schönheitsideal. Ein braun gebrannter Körper gilt als gesund und als Ausdruck eines von viel Freizeit und häufigen Reisen geprägten Lebensstils. Nur langsam setzt sich die Erkenntnis durch, dass ein Zuviel an Sonnenbestrahlung das Risiko erhöht, an Hautkrebs zu erkranken.Show more03.07.2014, 00:00 Uhr
Fetter Fisch für alle?
Von Martin Smollich und Birgit Blumenschein | Schützen Omega-3-Fettsäuren und Fischölkapseln wirklich vor Herzinfarkt und Schlaganfall? Was in den 1970er Jahren als „Eskimo-Diät“ begann und insbesondere unter kardioprotektivem Aspekt postuliert wird, steht aufgrund aktueller Studien immer noch und immer wieder in der Diskussion. Unzweifelhaft ist die physiologische Bedeutung der Omega-3-Fettsäuren, doch an der präventiven und der therapeutischen Wirksamkeit gibt es weiterhin Zweifel. Entsprechend unübersichtlich ist die Studienlage, die mittlerweile Untersuchungen aus über vier Jahrzehnten umfasst.Show more03.07.2014, 00:00 Uhr
Wenn einer eine Reise tut ...
Von Beate Fessler | Voller Vorfreude auf die bald beginnenden Sommerferien betreten viele Kunden derzeit die Apotheke und wollen sich beraten lassen. Entscheidend ist dann, genauer nachzufragen: Wo geht es hin? Wer reist mit? Wie lange sind Sie unterwegs? Mit welchem Verkehrsmittel reisen Sie? Denn nur dann ist eine individuelle Reiseberatung möglich. Hier finden Sie Antworten auf viele wichtige Fragen, wie: Was muss in die Reiseapotheke? Wie nehme ich die „Minipille“ ein, wenn ich in die USA fliege. Und wie spritze ich mein Insulin, wenn es nach Norwegen oder nach Neuseeland geht? Und nicht zuletzt: Welcher Versicherungsschutz ist empfehlenswert? Show more03.07.2014, 00:00 Uhr

Risedronat einmal täglich
Wenn mehrere Personen an einem Vorgang beteiligt sind, kommt es an den Schnittstellen häufig zu Problemen bei der Kommunikation und der Weitergabe der Information zwischen den Beteiligten. Das ist dann ein bisschen wie „Stille Post“: bei jeder Weitergabe geht ein Teil der Information verloren oder wird falsch interpretiert und am Ende kommt etwas ganz anderes heraus, als anfangs beabsichtigt war. Im Spiel mag das lustig sein, in der Arzneimitteltherapie können derartige Vorgänge jedoch schwerwiegende Folgen haben.Show more26.06.2014, 00:00 Uhr
Sie hat gestochen!
Von Ines Winterhagen | Die ersten warmen Sommertage ziehen uns raus ins Freie: Ob beim Picknick am See, beim Grillen oder an milden Abenden auf der Terrasse – die Gefahr für Insektenstiche durch Wespen, Bienen, Mücken und Co. steigt. Wie können wir uns schützen? Und vor allem, wie können die Beschwerden schnell und anhaltend gelindert werden? Mit effektiven Arzneimitteln und nützlichen Tipps lassen Sie Ihre Kunden nicht im Stich.Show more19.06.2014, 00:00 Uhr
Sommerzeit ist Pilzzeit
Von Sabine Werner | Juckreiz, schuppige Haut, bröselnde und verfärbte Nägel: Lokale Pilzinfektionen an den Füßen sind unangenehm und vor allem hochansteckend. Mit einer Prävalenz von etwa 30% für den Fußpilz (die Zahlen schwanken hier stark in Abhängigkeit vom untersuchten Kollektiv) beziehungsweise ca. 12% für den Nagelpilz gehören sie zu den häufigsten Infektionskrankheiten der Deutschen. Die Pilzerkrankungen zeigen keine Selbstheilung, können sich auf andere Körperregionen ausbreiten und begünstigen das Auftreten bakterieller Superinfektionen, z.B. eines Erysipels (Wundrose) des Unterschenkels. Daher sollte in der Apotheke, auch wenn die Symptome dem Kunden „nur“ lästig erscheinen in jedem Fall zu einer Behandlung geraten werden. Da die Rezidivrate, unter anderem aufgrund von verfrüht abgebrochenen Therapien, hoch ist, sollte auch ausführlich zur Applikation und zur nötigen Anwendungsdauer der Präparate beraten werden. Show more05.06.2014, 00:00 Uhr

„Ist das normal, dass das Pulver reizt?“
Einen Trockensaft muss man suspendieren, Zäpfchen werden rektal angewendet und in einen Inhalator bläst man nicht hinein. Für einen Apotheker ist alles selbstverständlich, für den Kunden nicht in jedem Fall. Wie wichtig es ist, Anwendungshinweise zu vermitteln und zwar so, dass sie auch verstanden und umgesetzt werden, zeigt der aktuelle „Top beraten“-Fall. Show more29.05.2014, 00:00 Uhr
Nie wieder rauchen!
Von Kerstin Neumann | Seit 1987 wird der Weltnichtrauchertag von der WHO ausgelobt, um auf die Risiken des Rauchens und die Folgeerkrankungen aufmerksam zu machen. Auch in der Apotheke kann der Weltnichtrauchertag zum Anlass genommen werden, um über das Rauchen und dessen Folgen aufzuklären und Wege aus der Tabaksucht zu zeigen. Was sind aber erfolgversprechende Wege, um vom Glimmstängel wegzukommen? Ein Überblick über Rauchen, Nicotin und Tabakentwöhnung.Show more29.05.2014, 00:00 Uhr

Teilen, mörsern, suspendieren
Immer wieder kommt es bei der Abgabe von Medikamenten nach Rabattvertrag zu Problemen. Häufig werden beispielsweise in der Klinik verordnete Originalpräparate auf Rabattarzneimittel umgestellt, ohne dabei zu bedenken, dass wirkstoffgleich nicht zwangsläufig gleichwertig bedeutet, sondern auch die Formulierung eine wichtige Rolle spielt. In der Folge werden Präparate falsch eingenommen bzw. Wirkstoffe verändert freigesetzt. Die Konsequenzen können gravierend sein. Der aktuelle Top-beraten-Fall zeigt, wann beim Austausch welcher Darreichungsformen besondere Vorsicht geboten ist. Show more22.05.2014, 00:00 Uhr
Salz oder kein Salz?
Von Birgit Blumenschein und Martin Smollich | „Bitte nicht schon wieder die Empfehlung, salzarm essen zu müssen“, denken sich viele Hypertoniepatienten, wenn sie die Verordnung zur Ernährungsberatung erhalten. Und tatsächlich klingen aktuelle Ernährungsempfehlungen, die Patienten nach einer Hypertonie-Diagnose erwarten, wie Tipps aus dem vorherigen Jahrhundert. Besonders in der Laienpresse wird Salz immer wieder und immer noch als wichtigster exogener Risikofaktor für die Hypertonie dargestellt. Ist diese stark vereinfachte Sicht tatsächlich zutreffend? Schließlich werden dabei (mindestens!) genauso wichtige exogene Faktoren wie Übergewicht, körperliche Inaktivität, Stress, Kalium- und Calciumzufuhr oder Alkoholkonsum meist völlig außer Acht gelassen. Und wie steht es überhaupt mit der realistischen Umsetzung der für Hypertoniker empfohlenen mediterranen Ernährung? Wie viel Salz ist denn in dieser Kostform enthalten? Show more08.05.2014, 00:00 Uhr

Symptom trockener Mund
Viele insbesondere ältere Menschen sind multimorbide und nehmen eine Vielzahl an Medikamenten ein. Treten neue Symptome auf, lässt sich oft nicht auf den ersten Blick feststellen, ob es sich um eine Nebenwirkung der bestehenden Medikation oder um ein Anzeichen einer Erkrankung handelt. Um Verordnungskaskaden zu verhindern, sollte diesen Patienten in der Apotheke aktiv ein Medikationsmanagement angeboten werden.Show more01.05.2014, 00:00 Uhr

21 + 7 = 28?
21 Tage plus sieben Tage Pause, 28 Tage ohne Pause, mit oder ohne wirkstofffreie Tabletten: Die auf dem Markt befindlichen oralen Kontrazeptiva unterscheiden sich teilweise hinsichtlich ihres Einnahmeschemas. Selbst bei wirkstoffgleichen Präparaten gibt es diesbezüglich Unterschiede, die bei Abschluss von Rabattverträgen und auch bei Anwendung der aut-idem-Regel durch die Apothekensoftware nicht berücksichtigt werden. Besonders bei Präparaten wie der „Pille“, bei denen es für eine zuverlässige Wirkung essenziell ist, sich an das vorgeschriebene Einnahmeschema zu halten, sollte man in der Apotheke daher Wechsel des gewohnten Präparats gegebenenfalls hinterfragen, so wie Christian Schulz und sein Team im folgenden Fall.Show more24.04.2014, 00:00 Uhr

Tramadol überdosiert
Immer wieder kommt es bei der Abgabe von Medikamenten nach Rabattvertrag zu Problemen. Und das nicht nur, weil der Hausarzt für die Weiterverordnung kurzfristig nicht erreichbar ist. Oft genug findet kein Abgleich von Klinikmedikation mit der bestehenden Medikation statt. Das kann gravierende Folgen haben, wie unser neuer TOP-beraten!-Fall zu Schnittstellenproblemen zeigt.Show more17.04.2014, 00:00 Uhr
Weg mit der Nahrungskarenz
Von Birgit Blumenschein und Martin Smollich | Darmkrebs gehört in Deutschland zu den häufigsten Krebserkrankungen überhaupt: Jährlich erkranken deutschlandweit knapp 70.000 Menschen [1]; entsprechend häufig ist als Therapie der Wahl daher auch die primäre lokale chirurgische Sanierung („Darmkrebs-Operation“), die je nach Tumorstadium und Operationsergebnis mit einer adjuvanten Chemotherapie kombiniert wird [2].Show more17.04.2014, 00:00 Uhr

„Ist da etwa Cortison drin?“
„Das hat so viele Nebenwirkungen, das nehm ich nicht.“ Diese Aussage hat in dieser oder ähnlicher Form wohl jeder Apotheker schon häufiger gehört. Doch nicht jeder äußert seine Bedenken und verzichtet einfach stillschweigend auf die verordneten Medikamente aus Angst vor potenziellen Nebenwirkungen. Non-Compliance aufgrund von mangelnder oder falscher Information ist einerseits ein großes Problem, andererseits aber auch eine Herausforderung für die Apotheker. Durch gute Beratung und sachliche Aufklärung, die den Patienten die Angst nimmt, können sie einen wesentlichen Beitrag zu einer erfolgreichen Arzneimitteltherapie leisten, denn nur was eingenommen wird, kann auch wirken. Show more20.03.2014, 00:00 Uhr

Unverdaute Tabletten im Stomabeutel?
In unserer Rubrik „Top beraten!“ stellen Ihnen in dieser Woche Dr. Julia Podlogar und Dr. Hendrik Kloss aus der Apotheke des Herz-Jesu-Krankenhauses einen spannenden Fall aus ihrer Klinik vor. Ein bisher stabil mit Ergenyl® chrono 500 mg 2–0–2 eingestellter Epilepsiepatient erleidet nach Anlage eines Ileostomas erneut komplexe fokale Anfälle. Der Patient hatte die Matrixtabletten seit Kurzem gemörsert, da er sie ansonsten „unverdaut“ im Stomabeutel wiedergefunden habe. Nach Aufklärung über die galenische Besonderheit von Ergenyl® chrono durch die Klinikapothekerin nimmt der Patient die Tabletten wieder normal ein und ist seitdem anfallsfrei.Show more13.03.2014, 00:00 Uhr
Was darf man bei Gicht essen?
Von Birgit Blumenschein, Martin Smollich | Über die Ernährungshinweise bei Gicht scheint mit der allseits bekannten Empfehlung „kein Fleisch, kein Alkohol, Gewicht reduzieren“ alles gesagt. Und nach wie vor erscheinen derartige Empfehlungen schwierig in der Umsetzung, da sie für viele Menschen einen großen Verzicht darstellen und Gicht-Patienten auf diese „Therapieoptionen“ häufig empfindlich reagieren. In der Tat ist der Zusammenhang zwischen Gicht und dem übermäßigen Konsum von Fleisch, Fisch und größeren Alkoholmengen unstrittig und auch in Langzeitstudien belegt. Andererseits mussten in letzter Zeit auch bisherige Empfehlungen revidiert werden: Beispielsweise spielen purinreiche pflanzliche Nahrung und die zugeführte Eiweißmenge nur eine untergeordnete Rolle. Dafür wurden jedoch neue Risikofaktoren und protektive Nahrungsinhaltsstoffe entdeckt.Show more13.03.2014, 00:00 Uhr

Doppelt hält besser?
Wird ein Patient aus dem Krankenhaus entlassen, gibt es immer wieder Probleme mit der Anschlussmedikation. In dieser Woche stellen wir Ihnen daher einen spannenden Fall zu dieser Schnittstellenproblematik vor, bei dem eine Patientin nach einem Klinikaufenthalt von der kompetenten pharmazeutischen Betreuung in der öffentlichen Apotheke profitiert. Hier wird ein gravierendes Missverständnis bei der Anwendung alter und neuer Medikamente aufgedeckt.Show more06.03.2014, 00:00 Uhr
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