Arzneimittel und Therapie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
FDA genehmigt oralen GLP-1-Rezeptoragonist Orforglipron
Eli Lilly bringt mit Orforglipron in Foundayo™ einen small-molecule GLP-1-Rezeptoragonisten in den USA auf den Markt, der einmal täglich als Tablette eingenommen wird – ohne Injektionen und ohne Mahlzeitenbindung.Show morearzneimittel-und-therapie
pharmazie
„Abnehmpille"
02.04.2026, 11:30 Uhr
Arzneimittelinduzierte schwere Hautreaktionen
Das Spektrum der durch Arzneimittel verursachten schweren Hautreaktionen umfaßt drei Erkrankungsbilder: 1.Erythema exsudativum multiforme majus (EEMM), 2.Steven-Johnson-Syndrom (SJS), 3.Toxische Epidermale Nekrolyse (TEN; früher: medikamentöses Lyell-Syndrom). Bereits 1984 und 1991 hatte die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) über diese oft, allerdings nicht ausschließlich im Zusammenhang mit der Einnahme bestimmter Arzneimittel, vorkommenden schweren Hautreaktionen berichtet. Nachfolgend wird über die in diesem Zusammenhang wichtigsten Risiko-Medikamente und die Organisation diesbezüglicher Meldungen informiert.Show more06.12.1998, 16:21 Uhr
Spendebereitschaft rettet Leben
Allein in Deutschland werden jährlich etwa 2300 Nieren, 580 Herzen, 780 Lebern und 4000 Augenhornhäute transplantiert. Allerdings stehen rund fünfmal so viele Patienten auf der Warteliste für eine Nierentransplantation, und rund doppelt so viele Patienten warten auf ein Spenderorgan für eine Herz- oder eine Lebertransplantation. Nicht wenige davon müssen wegen des Mangels an Spenderorganen vorzeitig sterben. Nur 65% aller Deutschen sind zu einer Organspende bereit, aber 95% möchten im Krankheitsfall ein Organ transplantiert bekommen.Show more29.11.1998, 16:20 Uhr
Heilkraft des Salzes wird unterschätzt
Eine Art Renaissance erlebt derzeit die Salztherapie, also die Anwendung von Salz in Form von Tinkturen, Inhalationen, Bädern oder, sehr aktuell, in Form der regelmäßigen Nasenspülung mit isotoner Salzlösung zur Vorbeugung von Erkältungen. Seit vielen Jahrhunderten schon ist die Heilkraft des Salzes bekannt und wird in der Balneologie genutzt. Nachdem sich die heilenden Effekte nicht generell nach schulmedizinischen Kriterien fassen ließen, gerieten die Verfahren aber in Vergessenheit. Eine neue Theorie geht nun davon aus, daß Salzbäder nicht bei allen Menschen gleich wirksam sind. Ähnlich wie es von der Homöopathie bekannt ist, scheinen ihre heilenden Effekte von der konstitutionellen Verfassung des Patienten abhängig und vor allem bei einer "lymphatischen Diathese" indiziert zu sein. Bei der Salztherapie handelt es sich somit um ein Behandlungsprinzip, das nicht nur gezielt bei bestimmten Erkrankungen angezeigt ist, sondern auch wenn es gilt, eine allgemein den Organismus stärker "tonisierende" Wirkung zu vermitteln.Show more29.11.1998, 16:20 Uhr
Basiliximab - neuer monoklonaler Antikörper gegen T-Zell-Rezeptor
Die Transplantationsmedizin hat seit der ersten klinisch erfolgreichen Nierentransplantation 1954 eine stürmische Entwicklung genommen. Dies ist vor allem auf die Erfolge der immunsuppressiven Behandlung zurückzuführen. Jetzt wurde das neue Immunsuppressivum Basiliximab (Simulect(r)) eingeführt. Der monoklonale Antikörper richtet sich gegen einen T-Zell-Rezeptor, der maßgeblich an der Immunabwehr beteiligt ist. Basiliximab ist seit November 1998 zunächst für die Nierentransplantation zugelassen. Mit der Zulassung für Herz- und Lebertransplantationen wird in den nächsten Jahren gerechnet.Show more29.11.1998, 16:20 Uhr
Vitamin D und Calcium halbieren das Sturzrisiko
Eine Vitamin-D-Prophylaxe, wie sie für Säuglinge selbstverständlich ist, sollten in Zukunft auch deren Großeltern durchführen. Denn sie können so ihr Risiko für gefährliche Schenkelhalsfrakturen reduzieren. Diese Konsequenz läßt sich aus einer jüngst in Bad Pyrmont durchgeführten Interventionsstudie zur Wirkung von Calcium und Vitamin D ableiten.Show more29.11.1998, 16:20 Uhr
Pharmazeutische Betreuung von Krebspatienten
Studien zur Pharmazeutischen Betreuung haben bereits verschiedene Patientengruppen erfaßt. Krebspatienten standen noch nicht im Mittelpunkt einer solchen Studie. Frau Prof. Marion Schaefer von der Arbeitsgruppe Arzneimittelepidemiologie/Sozialmedizin an der Humboldt-Universität Berlin faßte zusammen, was für die Pharmazeutische Betreuung von Krebspatienten wichtig sein könnte.Show more29.11.1998, 16:20 Uhr
Misteltherapie bei Krebserkrankungen
Mistelpräparate sind als Anthroposophika, Homöopathika oder Phytotherapeutika im Rahmen der "besonderen Therapierichtungen" zugelassen. Sie genießen also einen Sonderstatus; anstelle eines Wirksamkeitsnachweises genügen bei diesen Arzneimitteln begründete Wirksamkeitsvermutungen für die Zulassung. Kann man Krebspatienten die Misteltherapie jedoch guten Gewissens empfehlen?Show more29.11.1998, 16:20 Uhr
Knorpel stabilisieren, Nebenwirkungen reduzieren
Rheumakranke können hoffen, die Forschung der NSAR, der nichtsteroidalen Antirheumatika ist in Bewegung gekommen. Zum einen hoffen die Pharmakologen, die bei NSARs unerwünschten Wirkungen drastisch zu reduzieren, zum anderen werden neue Medikamente entwickelt, die den Knorpel in den Gelenken schützen.Show more22.11.1998, 16:20 Uhr
Aggressive Cholesterinsenkung nützt dem Herzen
Patienten mit stabiler koronarer Herzkrankheit haben einen signifikanten kardiovaskulären Nutzen durch eine aggressive LDL-Cholesterin-Senkung (LDL-C, auch als "schlechtes" Cholesterin bezeichnet) auf Werte unter 100 mg/dl (2,6 mmol/l). Die Ergebnisse der AVERT-Studie (Atorvastatin Versus Revascularisation Treatments) zeigen, daß 87% der in die Atorvastatin-Gruppe randomisierten Patienten keine kardiovaskulären Ereignisse erlitten, obwohl sie an Stelle der eigentlich empfohlenen Ballondilatation die medikamentöse Therapie für die Dauer der 18monatigen Studienzeit erhielten.Show more22.11.1998, 16:20 Uhr
Efavirenz: HIV-Patienten profitieren von einmal täglicher Einnahme
Der nicht-nukleosidische Reverse-Transkriptase-Inhibitor (NNRTI) Efavirenz (DMP 266) ist das erste HIV-Therapeutikum, das nur einmal täglich eingenommen werden muß. Efavirenz wurde von der amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) im September 1998 zugelassen; in Deutschland wird Efavirenz von DuPont Pharma, Bad Homburg, voraussichtlich im Frühjahr 1999 unter dem Warenzeichen Sustiva(r) in den Markt eingeführt.Show more22.11.1998, 16:20 Uhr
Entacapon: peripher wirksamer COMT-Hemmer
Nach Tolcapon, das jetzt vom Markt genommen wurde, ist Ende Oktober mit Entacapon (Comtess(r)) der zweite COMT-Hemmer zur Therapie des Morbus Parkinson eingeführt worden. Er zeichnet sich durch eine bessere Verträglichkeit aus. Insbesondere scheint die Häufigkeit gravierender Diarrhöen seltener zu sein. Schwere Leberschäden, wie sie unter Tolcapon beschrieben wurden, sind zumindest bislang noch nicht aufgetreten.Show more22.11.1998, 16:20 Uhr
Wie läßt sich unfreiwilliger Urinverlust verhindern?
Neben absorbierenden Einlagen, Beckenboden- und Toilettentraining stehen zahlreiche Pharmaka zur Behandlung von Harninkontinenz zur Verfügung. Der Erfolg einer Medikation hängt von Art und Ursache des unfreiwilligen Urinverlusts ab. Deshalb sollte zuvor möglichst eindeutig geklärt sein, um welche Form der Inkontinenz es sich handelt.Show more22.11.1998, 16:20 Uhr
Per Familienuntersuchung das persönliche Risiko abschätzen
Meist wissen wir, welche Krankheiten "in der Familie liegen", eine gezielte Analyse der persönlichen Konsequenzen aber erfolgt nicht. Das könnte sich nun ändern. Denn in Berlin-Buch wurde ein computergestütztes Programm zur Familienuntersuchung entwickelt, mit dem sich das persönliche Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen genauer bestimmen läßt.Show more15.11.1998, 16:20 Uhr
Fomivirsen in den USA zugelassen
Für AIDS-Patienten mit Retinitis, die durch das Cytomegalievirus (CMS) ausgelöst wird, hat die amerikanische Zulassungsbehörde FDA das Medikament Fomivirsen (Vitravene(tm)) zugelassen. Der Hersteller Ciba Vision strebt nun auch in Europa die Zulassung an. Fomivirsen ist das erste Antisense-Oligonukleotid-Medikament, das es bis zur Marktreife gebracht hat.Show more15.11.1998, 16:20 Uhr
Meerwasser hilft trockenen Nasen
Trockene Nasenschleimhaut, Borkenbildung mit Verstopfungsgefühl und häufig auch Nasenbluten - das sind die Kennzeichen einer Rhinitis sicca. Auslöser ist in vielen Fällen eine trockene Raumluft, weitere Noxen sind Staub und Rauch. Da in Flugzeugen die Luftfeuchtigkeit nur bei 10 bis maximal 30% liegt, stellt die Rhinitis sicca für das Flugpersonal ein typisches Beschwerdebild dar.Show more15.11.1998, 16:20 Uhr
Die Frühtherapie wird immer wichtiger
Die Frühtherapie der Multiplen Sklerose (MS) gewinnt aufgrund zahlreicher ermutigender Studienergebnisse immer mehr an Bedeutung. Wenn die Patienten schon zu Beginn der Erkrankung mit Beta-Interferon oder Glatirameracetat behandelt werden, lassen sich die Schübe verringern und die Behinderungen verzögern. Leider ist eine optimale Behandlung für viele Patienten noch graue Theorie, denn die Praxis sieht anders aus. Nur etwa 15%, das sind 8900 der 43000 Patienten in Deutschland, die für eine der neuen immunmodulierenden Therapien in Frage kommen, werden auch entsprechend behandelt.Show more15.11.1998, 16:20 Uhr
„Nicht nur die Liebe geht durch den Magen“
Der große Erfolg des 1. Deutschen Darmtages im vergangenen Jahr hat die Gastro-Liga angespornt. Sie veranstaltet am Samstag, den 21. November 1998, in 50 deutschen Städten den 1. Deutschen Magentag. Ziel ist es, die Bevölkerung dafür zu sensibilisieren, Magenbeschwerden ernst zu nehmen. Auf einer Vorab-Pressekonferenz machten Vertreter der Gastro-Liga deutlich, daß "nicht nur die Liebe durch den Magen geht".Show more15.11.1998, 16:20 Uhr
Patientenbetreuung durch den Allgemeinarzt oder in der Klinik?
Diabetiker werden zunehmend von ihrem Allgemeinarzt betreut, obwohl einige Kliniker diesem Vorgehen skeptisch gegenüberstehen. In einer Meta- analyse wurde untersucht, ob die Diabetikerbetreuung besser durch den Hausarzt oder ambulant im Krankenhaus durchgeführt werden soll.Show more15.11.1998, 16:20 Uhr
Dauerhafte Gewichtsreduktion durch Orlistat?
Eine zweijährige Studie zeigt, daß Orlistat in Verbindung mit einer hypokalorischen Diät einen signifikanten Gewichtsverlust bewirkt. Bei anschließender eukalorischer Kost führt Orlistat zu einer geringeren Gewichtszunahme als Plazebo. Die Gewichtsabnahme hat einen günstigen Einfluß auf kardiovaskuläre Risikofaktoren.Show more15.11.1998, 16:20 Uhr
Therapieoption bei diabetischer Polyneuropathie und postzosterischer Neuralgie
Die diabetische Polyneuropathie zählt zu den häufigsten Spätkomplikationen eines Diabetes mellitus. Hinzu kommt, daß die rezidivierend auftretenden Schmerzen oft sehr therapieresistent sind. Eine Therapieoption bietet sich mit der topischen Applikation von Capsaicin an.Show more08.11.1998, 16:20 Uhr
Welche Rolle spielt die Wasserhärte?
Umwelteinflüsse und Lebensstil spielen eine wichtige Rolle bei der Ätiologie atopischer Erkrankungen. Man vermutet, daß auch die Wasserhärte die Prävalenz atopischer Hauterkrankungen beeinflußt. In einer englischen Studie wurde nun genauer untersucht, ob eine Beziehung zwischen der Wasserhärte sowie dem Chlorgehalt des Wassers und der Häufigkeit atopischer Ekzeme bei Schulkindern besteht.Show more08.11.1998, 16:20 Uhr
Immunzellen gegen den Hautkrebs
Das maligne Melanom läßt sich im Spätstadium mit einer gezielten Aktivierung des Immunsystems erfolgreich bekämpfen. Dazu werden sogenannte dendritische Zellen präpariert, zentrale Boten des Immun- systems, damit sie T-Killerzellen gegen den Tumor und seine Metastasen aktivieren.Show more08.11.1998, 16:20 Uhr
Anwendung nun auch bei gesunden Blutzellenspendern zugelassen
Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Berlin, hat für Lenograstim (Granocyte(r), glykosylierter humanidentischer Granulozyten-Kolonien-stimulierender Wachstumsfaktor) zusätzlich die Anwendung zur Mobilisierung von peripheren Blutstammzellen bei gesunden Spendern genehmigt. Damit ist Lenograstim der erste Granulozyten-Kolonie-stimulierende Faktor (G-CSF), der zur Anwendung bei gesunden Spendern zugelassen ist.Show more08.11.1998, 16:20 Uhr
Chemotherapie auch in frühem Stadium sinnvoll?
Eine mehrmonatige Chemotherapie erhöht die Zehn-Jahres-Überlebensrate bei Frauen unter 50 Jahren um 7 bis 11%, bei älteren Frauen um 2 bis 3%. Bei der Entscheidung für oder gegen eine Chemotherapie müssen aber in jedem Fall das individuelle Krankheitsbild und die unerwünschten Wirkungen der Therapie berücksichtigt werden.Show more08.11.1998, 16:20 Uhr
Hämorrhoiden stadiengerecht behandeln
Die wichtigsten Ziele bei der Behandlung von Hämorrhoiden sind eine Linderung oder Beseitigung der Symptome, außerdem sollen sich die Hämorrhoiden zurückbilden und Rezidive verhindert werden. Aber nicht nur die Hämorrhoiden selbst, sondern auch Folgeerscheinungen, wie eine Proktitis oder Fissuren, müssen behandelt werden.Show more08.11.1998, 16:20 Uhr
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