Arzneimittel und Therapie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Eisenmangelanämie: Fraktur-Risiko Ferricarboxymaltose?
Intravenös verabreichte Eisenpräparate werden vor allem dann eingesetzt, wenn eine orale Therapie nicht ausreicht, nicht vertragen wird oder eine rasche Behandlung der Eisenmangelanämie erforderlich ist. Eine retrospektive Kohortenstudie zeigt nun, dass zwei häufig eingesetzte Eisenkomplexe den Knochenstoffwechsel unterschiedlich beeinflussen können.Show morearzneimittel-und-therapie
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Intravenöse Therapie mit Eisenpräparaten
30.04.2026, 14:00 Uhr
A. Brand, S. Hentschel, K. NieberDer Adenosinrezepto
Adenosin vermittelt vielfältige biologische Wirkungen im ZNS und in zahlreichen peripheren Geweben. Seine neuro- und kardioprotektiven Wirkungen sind schon seit längerem bekannt und gut untersucht. Die kurze Halbwertszeit und die Unfähigkeit, die Blut-Hirn-Schranke zu überwinden, schränken jedoch die therapeutischen Anwendungsmöglichkeiten von Adenosin bei der Behandlung des Schlaganfalls oder des Herzinfarktes ein. Eine Alternative stellen stabile Adenosinrezeptorliganden dar. Vom Adenosinrezeptor, der zur Superfamilie der G-Protein-gekoppelten Rezeptoren gehört, wurden bisher die vier Subtypen A1, A2A, A2B und A3 durch molekulare Klonierung identifiziert und pharmakologisch charakterisiert. Während die physiologische und pathophysiologische Bedeutung des A1- und des A2A-Rezeptors mit Hilfe selektiver Liganden in zahlreichen Arbeiten untersucht wurde, stehen selektive A3-Rezeptoragonisten und -antagonisten erst seit einigen Jahren für pharmakologische Untersuchungen an A3-Rezeptoren zur Verfügung. Es ist möglich, dass sie in Zukunft auch als Arzneimittel eingesetzt werden können.Show more09.09.2001, 15:36 Uhr
Neue Studie: Paradigmen-Wechsel beim akuten Koronarsyndrom
Die jetzt im renommierten New England Journal of Medicine veröffentlichte Studie TACTICS-TIMI 18 läutet einen Paradigmen-Wechsel in der Behandlung des akuten Koronarsyndroms ein. Die neue Strategie der Wahl ist die frühzeitige Koronarintervention unter optimalem antithrombotischen Schutz, wie MSD berichtete.Show more09.09.2001, 15:36 Uhr
Frischer Herzinfarkt: Fibrinolytikum mit Glykoprotein-IIb/IIIa-Hemmer kombinie
Im "Lancet" wurden Ergebnisse der großen Herzinfarktstudie GUSTO V veröffentlicht. Die gute Nachricht: Die 30-Tage-Sterblichkeit der Infarktpatienten ist im Vergleich zu früheren Studien weiter gesunken. Die schlechte Nachricht: Die 30-Tage-Sterblichkeit ließ sich durch Kombination von niedrig dosierter Reteplase mit dem Glykoprotein-IIb/IIIa-Hemmer Abciximab im Vergleich zur Reteplase-Monotherapie nicht weiter verringern.Show more09.09.2001, 15:36 Uhr
Toxikologie: Fomepizol gegen Methanolvergiftung
Mit dem Alkoholdehydrogenasehemmer Fomepizol steht erstmals ein effektives Antidot bei Methanolvergiftungen zur Verfügung, dessen Wirksamkeit - im Gegensatz zu dem sonst verwendeten Ethanol - in einer multizentrischen Studie nachgewiesen wurde.Show more09.09.2001, 15:36 Uhr
Pneumokokken: STIKO erweitert Impfempfehlung
Die neuen Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut sind jetzt im Epidemiologischen Bulletin Nr. 28 veröffentlicht worden. Eine wesentliche Erweiterung betrifft nach einer Information von Wyeth Pharma die Impfung gegen Pneumokokken-Infektionen. Dank des neuen Konjugat-Impfstoffes Prevenar können erstmals auch Säuglinge und Kleinkinder ab dem vollendeten 2. Lebensmonat bis zum vollendeten 2. Lebensjahr geschützt werden. Die STIKO empfiehlt jetzt zusätzlich zu den bekannten Risikogruppen die Impfung von Frühgeborenen (< 38 Wochen), von Kindern mit niedrigem Geburtsgewicht (< 2500 g) sowie von Kindern mit Gedeihstörungen oder neurologischen Krankheiten.Show more09.09.2001, 15:36 Uhr
G. Binder, W.A. König, F.-C. CzyganÄtherische Öle
Die gute Qualität ätherischer Öle ist eine wesentliche Voraussetzung für deren erfolgreichen therapeutischen Einsatz. Für eine Qualitätsminderung können zahlreiche Faktoren verantwortlich sein. Dazu zählen der Zusatz synthetischer Substanzen, der Verschnitt mit anderen ätherischen Ölen oder deren Einzelkomponenten, die Verwendung ungeeigneten Pflanzenmaterials, ungünstige Extraktionsbedingungen sowie zu lange Lagerung. In dieser Untersuchung wurden als Pfefferminzöl, Bergamottöl bzw. Zitronenöl deklarierte Produkte des Handels auf ihre Identität und Qualität hin überprüft und bewertet.Show more09.09.2001, 15:36 Uhr
Akute Koronarsyndrome: Abciximab bei Patienten ohne frühe Koronarintervention n
Patienten mit akutem Koronarsyndrom profitieren davon, wenn sie zusätzlich zur Basistherapie parenteral mit einem Glykoprotein-IIb/IIIa-Hemmer behandelt werden. Diesen Schluss zog man aus mehreren großen klinischen Studien. Praktisch das Gegenteil ergab die kürzlich veröffentlichte GUSTO-IV-ACS-Studie: Hier war Abciximab bei Patienten mit akutem Koronarsyndrom ohne frühe Koronarintervention nicht wirksamer als Plazebo.Show more09.09.2001, 15:36 Uhr
Migränetherapie: Eletriptan – ein neuer Serotonin-Rezeptoragonist
Mit den Triptanen konnte eine wesentliche Verbesserung in der Migränetherapie geschaffen werden. Seit der Einführung von Sumatriptan (Imigran®) wurden weitere Triptane entwickelt, um eine bessere Verträglichkeit und Ansprechbarkeit zu erzielen. Eine dieser Neuentwicklungen ist Eletriptan, das über eine bessere Bioverfügbarkeit, eine höhere Responderrate und ein günstigeres Nebenwirkungsprofil als Imigran verfügt.Show more09.09.2001, 15:36 Uhr
COX-2-Hemmer: Bericht über Nebenwirkungen häufen sich
Die Einführung der COX-2-Hemmer Rofecoxib und Celecoxib sollte die Rheumatherapie revolutionieren: Die neuen Wirkstoffe versprachen eine selektivere Wirkung und sollten im Vergleich zu herkömmlichen nichtsteroidalen Antirheumatika ein deutlich verringertes Risiko für die gefürchteten Schäden an Magen und Darm aufweisen. Das schien auch den hohen Preis für die Innovationen zu rechtfertigen. Doch jetzt geraten die neuen Substanzen unter Druck. Nachdem das "arznei-telegramm" seit Monaten Berichte über unerwünschte Wirkungen veröffentlicht, greift nun der "Spiegel" vom 10. September dieses Thema auf. Der Hauptvorwurf: COX-2-Hemmer könnten Herzinfarkte begünstigen.Show more09.09.2001, 15:36 Uhr
FDA-Beraterkomitee: Parathormon zur Behandlung der postmenopausalen Osteoporos
Wie Eli Lilly and Company, Indianapolis, bekannt gaben, hat ein Beraterkomitee der U. S. Food and Drug Administration (FDA) die Zulassung von Teriparatid (Parathormon, rhPTH 1-34) zur Behandlung der postmenopausalen Osteoporose empfohlen. Mit Teriparatid soll ein Medikament mit nachgewiesener fraktursenkender Wirkung zur Verfügung stehen, das über eine Stimulation der Osteoblasten direkt die Neubildung des Knochens fördert.Show more02.09.2001, 15:36 Uhr
Bisphosphonate: Zulassungsgesuch für Zoledronsäure gegen krebsbedingte Knochen
Novartis gibt bekannt, dass sie bei der Europäischen Agentur für die Beurteilung von Arzneimitteln (EMEA) ein Zulassungsgesuch für Zoledronsäure (Zometa®) zur Behandlung von Knochenmetastasen in Zusammenhang mit einem breiten Spektrum von Tumorarten eingereicht hat.Show more02.09.2001, 15:36 Uhr
Neues Antimykotikum: Caspofungin bei invasiven Aspergillosen
Das neuartige Antimykotikum Caspofungin wurde nach einer Information von MSD vom Committee for Proprietary Medicinal Products (CPMP) der europäischen Zulassungsagentur EMEA positiv bewertet und zur europaweiten Zulassung empfohlen. Ende 2001 soll das Echinocandin-Antimykotikum auch in Deutschland erhältlich sein.Show more02.09.2001, 15:36 Uhr
Indische Flohsamenschalen
Von Andreas Hensel, Wädenswil, und Sebastian Hose, Würzburg | Im Jahr 1947 schrieb der Apotheker Paul Peter Krahl in seiner Dissertation über die Bedeutung von Flohsamen: "Die Samen werden aber in fast allen Apotheken in kleineren, dem Bedarf angepassten Mengen vorrätig gehalten. Ihr geringer Verbrauch als Arzneimittel ist wohl auf die mangelhafte Kenntnis ihrer Anwendungsmöglichkeiten in Ärzte- und Laienkreisen zurückzuführen." Eine Einschätzung, die heute wohl noch in gleicher Weise geäußert werden kann, obwohl das damals schon erkannte Potenzial der Droge inzwischen wissenschaftlich gut belegt ist. Flohsamen, Indische Flohsamen und Indische Flohsamenschalen sind als pflanzliche Quellstoffe zur Behandlung der Obstipation zugelassen. Darüber hinaus bestehen auch andere Anwendungsmöglichkeiten, die für die Beratungstätigkeit des Apothekers von Bedeutung sein können. Nachfolgend werden Indische Flohsamenschalen aus der Sicht der rationalen Phytotherapie beurteilt.Show more02.09.2001, 15:36 Uhr
Sexuelle Dysfunktion: Zwei neue Phosphodiesterasehemmer in klinischer Prüfung
Die Phosphodiesterasehemmer Vardenafil und Tadalafil (IC-351) zur Therapie der erektilen Dysfunktion befinden sich in der Phase III der klinischen Prüfung. Während bislang Phosphodiesterasehemmer nur zur Therapie der männlichen sexuellen Dysfunktion eingesetzt wurden, wird die Wirksamkeit von Tadalafil auch bei Frauen untersucht.Show more02.09.2001, 15:36 Uhr
Hepatitis C: Pegasys in der Schweiz zugelassen
Die Schweizer Interkantonale Kontrollstelle für Heilmittel, IKS, hat nach einer Mitteilung von Roche das Medikament Pegasys® für die Behandlung von chronischer Hepatitis C zugelassen. Es handelt sich hierbei um die weltweit erste Zulassung von Pegasys® und das erste in der Schweiz eingeführte pegylierte Interferon.Show more02.09.2001, 15:36 Uhr
Bio- und Gentechnik: Rasante Entwicklung in der Arzneimittelforschung
In der aktuellen Diskussion über die Biotechnologie stehen ethische Fragestellungen im Hinblick auf die Präimplantationsdiagnostik oder Forschung mit embryonalen Stammzellen im Mittelpunkt. Dagegen ist der therapeutische Nutzen von gentechnisch hergestellten Medikamenten längst unbestritten. Bei der Suche nach neuen und besseren Medikamenten hat sich die Biotechnologie in den vergangenen zwei Jahrzehnten zu einer unverzichtbaren Schlüsseltechnologie entwickelt, wie der Verband der forschenden Arzneimittelhersteller (VFA) berichtete.Show more02.09.2001, 15:36 Uhr
Pädiatrische Endokrinologie: Niedriges Geburtsgewicht erhöht Krankheitsrisik
Im Vorfeld des Weltkongresses "Pediatric Endocrinology" in Montreal veranstaltete die Firma Serono nach eigenen Angaben einen wissenschaftlichen Workshop. Es ging um die spätere Morbidität im Erwachsenenalter bei Kindern mit zu geringem Geburtsgewicht. Aus epidemiologischen Studien ist bekannt, dass diese so genannten SGA-Kinder (= small for gestational age) ein erhöhtes Risiko für spätere Stoffwechselstörungen und koronare Herzkrankheiten haben.Show more02.09.2001, 15:36 Uhr
Acarbose: Neue Studie belegt Langzeitwirkung
Der Alpha-Glucosidasehemmer Acarbose kann mit allen Antidiabetika kombiniert werden, sowohl mit den oral verabreichten Substanzen als auch mit Insulin. Dass sich die Monotherapie wie auch die Kombinationstherapie in der täglichen Praxis eignen, zeigt nach einer Information der Bayer Vital GmbH eine jüngst publizierte 5-Jahres-Praxisstudie bei 1069 Typ-2-Diabetikern.Show more26.08.2001, 15:36 Uhr
Orphan Drugs: Alpha1-Antitrypsin bei angeborenem Lungenemphysem
Aventis Behring und Inhale Therapeutic Systems geben bekannt, dass die Europäische Kommission ihnen die "Orphan Medicinal Product Designation" für die inhalierbare Darreichungsform des menschlichen Alpha1-Antitrypsins erteilt hat.Show more26.08.2001, 15:36 Uhr
Zulassung in Europa: Kausale Enzymersatztherapie bei Morbus Fabry
Das pharmazeutische Biotechnologie-Unternehmen Genzyme Therapeutics, Boston/Alzenau, hat am 3. August 2001 die Zulassung der Europäischen Arzneimittelzulassungsbehörde (EMEA) für Agalsidase beta (Fabrazyme®) der ersten kausalen Enzymersatztherapie zur Behandlung der Fabry-Erkrankung, erhalten. In Deutschland ist Fabrazyme bereits erhältlich.Show more26.08.2001, 15:36 Uhr
Rekombinantes Wachstumshormon: Therapieoption bei HIV-assoziierter Lipodystrop
Das HIV-assoziierte Lipodystrophiesyndrom ist durch eine Reihe metabolischer und morphologischer Veränderungen gekennzeichnet, die für die Patienten zumeist sehr belastend sind. Der Grund: Eine Lipodystrophie ist auch für Außenstehende leicht erkennbar.Show more26.08.2001, 15:36 Uhr
HIV-Infektion: Resistenz gegen antiretrovirale Arzneimittel – trotzdem wei
Patienten mit einer resistenten HIV-Infektion profitieren dennoch von der weiteren antiretroviralen Therapie. Ein Absetzen der Therapie führt zu einer Veränderung des Virus, das zwar nun empfindlicher auf den Arzneistoff reagiert, aber gleichzeitig eine höhere Replikationsrate aufweist. Da die Plasma-HIV-RNA-Werte unmittelbar nach Therapieabbruch ansteigen, scheint die Pharmakotherapie auch bei einer Resistenz eine antivirale Aktivität aufzuweisen.Show more26.08.2001, 15:36 Uhr
Anti-IgE-Antikörper: Zulassung für Omalizumab verschoben
Die Zulassung des monoklonalen Antikörpers rhu-Mab E25 (Omalizumab®) für die Indikation des allergischen Asthmas und der saisonalen allergischen Rhinitis wird sich nach einer Information von Novartis Pharma um voraussichtlich ein bis drei Jahre verschieben. Ursprünglich hatten Novartis Pharma und Genentech die Zulassung für das Ende dieses Jahres angekündigt.Show more26.08.2001, 15:36 Uhr
HIV-Infektion: Indinavir ist anhaltend wirksam
Indinavir (Crixivan®) ist ein hochwirksamer Proteaseinhibitor mit dauerhaft anhaltender Wirksamkeit. Auch nach fünf Jahren besitzt das Arzneimittel in Kombination mit zwei Nukleosidanaloga eine gute Wirksamkeit auf virologische und immunologische Surrogatmarker der HIV-Infektion. Dies belegen die neuesten Ergebnisse einer kontrollierten Studie, die nach einer Information von MSD auf der ersten Internationalen AIDS Society Conference on HIV Pathogenese and Treatment (IAS) in Buenos Aires präsentiert wurden.Show more26.08.2001, 15:36 Uhr
Erweiterte Zulassung: Irbesartan schützt vor Nierenversagen
Der Angiotensin-II-Blocker Irbesartan soll gegen die fortschreitende Nephropathie bei Diabetikern wirken, wie neueste Studien ergaben. Daher haben Bristol-Myers Squibb und Sanofi-Synthelabo für Irbesartan (Aprovel® und Karvea®) eine Erweiterung der Zulassung bei der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMEA) sowie bei der amerikanischen Zulassungsbehörde FDA (Food and Drug Administration) beantragt. Irbesartan wurde erstmals 1997 für die Behandlung der Hypertonie zugelassen.Show more26.08.2001, 15:36 Uhr
Transplantationsmedizin: Vorsicht beim Wechsel der Ciclosporin-Formulierung
Ärzte, die bei ihren Transplantationspatienten das bisher verwendete Ciclosporin-Präparat auf eine andere Formulierung umstellen wollen, sollten sich vorher mit dem betreuenden Transplantationszentrum in Verbindung setzen, damit die Substanzexposition überprüft und die Dosierung gegebenenfalls angepasst werden kann.Show more26.08.2001, 15:36 Uhr
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