Arzneimittel und Therapie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Auf der Zielgeraden: BTK-Inhibitor bei MS, neue Gentherapie und siRNA
In ihrer April-Sitzung gibt die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) den Startschuss zur Zulassung für drei neue Arzneimittel. Neben einem Bruton-Tyrosinkinase-Hemmer zur Behandlung der sekundär progredienten multiplen Sklerose (MS) erteilt der Ausschuss für Humanarzneimittel auch ein positives Votum für eine neue Gentherapie zur Behandlung der spinalen Muskelatrophie sowie für eine siRNA.Show morearzneimittel-und-therapie
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EMA empfiehlt drei neue Arzneimittel zur Zulassung
24.04.2026, 14:30 Uhr
Sonnenschutzkleidung: Hell und luftig und trotzdem Schutz vor UV-Strahlen
Pünktlich zum Start der Sommer- und Reisesaison gewinnt auch das Thema Sonnenschutz wieder an Bedeutung. Immer häufiger fordern Haut- und Kinderärzte UV-Schutz durch "sonnengerechte" Bekleidung. "hyphen", eine spezielle Kleidung, die es auch in der Apotheke gibt, soll in Kombination mit einer Sonnenschutzcreme einen optimalen Schutz gegen intensive Sonnenstrahlen gewährleisten, so die Reinschmidt Operations GmbH.Show more06.06.2004, 16:00 Uhr
CSE-Hemmer: LDL-Wert noch drastischer absenken?
Verschiedene klinische Studien der vergangenen Jahre haben gezeigt, dass durch eine Therapie mit CSE-Hemmern (Statinen) das Risiko kardiovaskulärer Erkrankungen und die Mortalitätsraten gesenkt werden können. Die Ergebnisse eines Vergleiches von Atorvastatin (80 mg täglich) mit Pravastatin (40 mg täglich) bezüglich kardiovaskulärer Endpunkte könnten nun dazu führen, dass bei Risikopatienten eine noch drastischere Senkung des LDL-Wertes als bisher empfohlen wird.Show more06.06.2004, 16:00 Uhr
Diabetes mellitus: Kommt jetzt die Inhalation von Insulin?
Diabetiker scheuen vor "der Spritze" zurück, die Injektion ist eine psychologische Hürde, die die Insulintherapie beeinträchtigt. Es wird deshalb schon lange fieberhaft an der Entwicklung anderer Darreichungsformen gearbeitet, wobei vor allem inhalierbares Insulin Erfolg verspricht. Für ein erstes Präparat wurde kürzlich die Zulassung beantragt.Show more06.06.2004, 16:00 Uhr
Morbus Crohn: Beschleunigte Neubildung von neutrophilen Zellen
Neue Follow-up-Daten einer Phase-II-Studie mit Sargramostim (Leukine®) zur Behandlung der mittelschweren bis schweren Verlaufsform des Morbus Crohn zeigen, dass das klinische Ansprechen und die Remission sowie die verbesserte Lebensqualität im Vergleich zu Plazebo auch nach Absetzen erhalten bleiben, so die Schering AG. Der Wachstumsfaktor stimuliert das Immunsystem: Anzahl und Aktivität von neutrophilen Zellen, Monozyten und Makrophagen wird gesteigert.Show more06.06.2004, 16:00 Uhr
Blutdruckmessung: Ellenbogen strecken oder beugen?
Um antihypertensive Medikamente optimal zu dosieren, sind regelmäßige Blutdruckkontrollen unerlässlich. Allerdings ist die korrekte Blutdruckmessung eine Kunst für sich. Wer den Druck zum Beispiel mal am gestreckten und mal am gebeugten Arm misst, darf sich über ein Auf und Ab der Werte nicht wundern, wie eine amerikanische Studie zeigt.Show more06.06.2004, 16:00 Uhr
Fieber und Schmerzen: Ibuprofen-Zäpfchen für Kleinkinder
Seit dem 1. Juni 2004 gibt es Ibuprofen in neuer kinderfreundlicher rektaler Darreichungsform: Nurofen® Junior Zäpfchen 125 mg sind zugelassen mit der Indikation Fieber und leichte bis mäßige Schmerzen bei Kindern ab zwei Jahren, wie Boots Healthcare mitteilte. Damit sollen auch Kinder von den positiven Effekten des Ibuprofens profitieren, bei denen eine orale Medikamentengabe aufgrund von Schluckbeschwerden oder fieberbedingter Benommenheit nicht möglich ist.Show more06.06.2004, 16:00 Uhr
Schnarchen: Mit einem Spray gegen die nächtliche Ruhestörung
Ist Schnarchen ein Thema für die Medizin Ų oder eher eines für Karikaturisten? Tatsache ist, dass bis zu 70 Prozent aller Menschen mehr oder weniger regelmäßig schnarchen und dass kaum ein Zeichner ohne das Schriftbild "chchrrrr" auskommt, will er einen Schlafenden darstellen. Tatsache ist aber auch, dass Schnarchen sowohl Ausdruck einer schwerwiegenden Erkrankung sein kann als auch gesundheitliche Störungen nach sich zieht. Eine Linderung der Beschwerden verspricht nun das neue Medizinprodukt Snoreeze®, das von der Madaus AG eingeführt wurde.Show more30.05.2004, 16:00 Uhr
Osteoporosebehandlung: Natrium-Ibandronat zur einmal monatlichen Gabe
Für das Bisphosphonat Natrium-Ibandronat (Bondronat®, Bonviva®) wurde in den USA ein ergänzender Zulassungsantrag für die einmal monatliche Verabreichung bei Osteoporose eingereicht, wie Roche und GlaxoSmithKline bekannt gaben. Es handelt sich dabei um eine neue orale Formulierung von Natrium-Ibandronat. Roche und GlaxoSmithKline beabsichtigen, im späteren Verlauf dieses Jahres das Zulassungsgesuch für die einmal monatliche Behandlung mit oralem Natrium-Ibandronat in Europa einzureichen.Show more30.05.2004, 16:00 Uhr
Onkologie: Chemopräventionsstudien zum Prostatakarzinom
Das Ziel einer primären Chemoprävention ist das Verhindern oder Hinauszögern pathologischer Vorgänge, die zur Entstehung von Krebs führen. Manche dafür in Frage kommenden Stoffe wurden mehr oder weniger empirisch gefunden oder ihr potenzieller Nutzen im Nachhinein aus Studien abgeleitet, andere Stoffe werden gezielt eingesetzt, da sie direkt oder indirekt an der Tumorgenese beteiligt sein können. Dies ist der Fall bei Finasterid, das in den Testosteronstoffwechsel eingreift und ein hormonabhängiges Tumorwachstum beeinflussen kann.Show more30.05.2004, 16:00 Uhr
Hormonersatztherapie nach Brustkrebs: Stopp der HABITS-Studie
Die Ergebnisse der amerikanischen Womans Health Initiative (WHI) und der britischen Million Woman Study haben die Hormonersatztherapie verändert. Unter anderem hatte sich bei den Frauen in diesen Studien ein erhöhtes Brustkrebsrisiko nach Gabe von Estrogen-Gestagen-Kombinationen gezeigt. Im Dezember 2003 wurde die HABITS-Studie abgebrochen, die zum Ziel hatte zu untersuchen, wie sicher eine Hormonersatztherapie bei Frauen mit Brustkrebs in der Anamnese ist.Show more30.05.2004, 16:00 Uhr
Bisphosphonate: Langzeit-Wirksamkeit von Alendronsäure
Postmenopausale Frauen mit Osteoporose bekamen zehn Jahre lang Alendronsäure in einer Tagesdosis von 5 oder 10 mg. Auch nach den ersten fünf Behandlungsjahren blieb der Knochenstoffwechsel reduziert und die Knochendichte stieg weiter (Lendenwirbelsäule) oder blieb stabil (andere Skelettstellen). Bei Frauen, die Alendronsäure nach fünf Jahren absetzten, stieg der Knochenstoffwechsel geringfügig, und die Knochendichte an den meisten Messorten sank allmählich.Show more30.05.2004, 16:00 Uhr
Benigne Prostatahyperplasie: Doxazosin oder Finasterid oder beide?
Eine Kombination aus Doxazosin und Finasterid hat auf lange Frist einen günstigeren Einfluss auf die Progression einer gutartigen Prostatahyperplasie als eine Monotherapie mit diesen Wirkstoffen. Zu diesem Schluss kommt eine multizentrische Langzeitstudie mit mehr als 3000 Patienten.Show more30.05.2004, 16:00 Uhr
Feuchte Wundbehandlung: Wunden heilen schneller ab
Bei kleinen Verletzungen, aber auch bei großflächigen Operationswunden kann die Heilung durch die Art der Wundbehandlung wesentlich beschleunigt werden. Besonders effektiv sind Pflaster und Verbände, die eine feuchte Wundheilung ermöglichen. Seit 1. Mai ist Repithel® auf dem Markt, ein Hydrogel mit PVP-Iod, das die Heilung großer und kleiner Wunden deutlich verbessern kann.Show more23.05.2004, 16:00 Uhr
Kopfhautdermatosen: Betamethasonvalerat als Schaum
Das topische Glucocorticoid Betamethasonvalerat steht jetzt in einer neuen Darreichnungsform als Schaum zur Behandlung von Corticoid-sensiblen Kopfhautdermatosen zu Verfügung. Der Deflatop® Schaum sei einfach anzuwenden, hochwirksam und finde aufgrund seiner kosmetischen Eigenschaften hohe Akzeptanz bei Patienten, so die Fujisawa Deutschland GmbH.Show more23.05.2004, 16:00 Uhr
Migräne: CGRP-Antagonismus – neuer Therapieansatz?
Das Neuropeptid CGRP (Calcitonin gene-related peptid) spielt wahrscheinlich eine kausale Rolle bei der Auslösung des Migränekopfschmerzes. Durch die Gabe des hochspezifischen CGRP-Rezeptor-Antagonisten BIBN 4096 BS konnte in einer doppelblinden randomisierten Studie die Migränesymptomatik, vor allem die Kopfschmerzattacken, bei zwei Drittel der Patienten effektiv gemildert werden. Show more23.05.2004, 16:00 Uhr
Brustkrebs: Erst Tamoxifen, dann Exemestan
Eine fünfjährige Tamoxifen-Einnahme gilt bislang als Standard in der adjuvanten Therapie des Estrogen-Rezeptor-positiven postmenopausalen Mammakarzinoms. In der Intergroup-Exemestan-Studie mit 4742 Patientinnen erhöhte ein Wechsel von Tamoxifen auf den Aromatasehemmer Exemestan nach zwei bis drei Jahren das krankheitsfreie Überleben innerhalb der nächsten drei Jahre.Show more23.05.2004, 16:00 Uhr
Kolorektale Tumore: Benefit durch Targeted-Therapien
Mit zunehmender Kenntnis pathophysiologischer Vorgänge bei der Tumorentstehung verfeinert sich die onkologische Therapie. Die Kombination klassischer zytotoxischer Mittel mit spezifisch wirkenden Substanzen führt beim kolorektalen Karzinom zu verbesserten Therapieergebnissen.Show more23.05.2004, 16:00 Uhr
Zulassungserweiterung: Etanercept jetzt auch bei Morbus Bechterew
Nach Infliximab ist mit Etanercept im Januar 2004 von der europäischen Zulassungsbehörde EMEA ein weiterer Wirkstoff aus der Gruppe der so genannten "Biologicals" zur Therapie des Morbus Bechterew zugelassen worden. Indiziert ist die Substanz bei schweren aktiven Formen der Erkrankung bei Erwachsenen, die unzureichend auf eine konventionelle Behandlung angesprochen haben. Etanercept (Enbrel®) ist bereits zur Behandlung verschiedener Formen der rheumatoiden Arthritis und der Psoriasis-Arthritis bei Erwachsenen sowie der juvenilen chronischen Arthritis bei Kindern zugelassen.Show more16.05.2004, 16:00 Uhr
Glaukom: Früherkennung verhindert Erblinden
Das Glaukom (im Volksmund "grüner Star") ist immer noch eine häufige Erblindungsursache. "In unserem Land dürfte eigentlich keiner mehr am Glaukom erblinden", meinte Dr. Ronald Gerste, Generalsekretär des Initiativkreises zur Glaukom-Früherkennung e. V. Denn ein regelmäßiger Sehnerv-Check beim Augenarzt spürt die Erkrankung frühzeitig auf. In den meisten Fällen stabilisiert eine medikamentöse Behandlung das Sehvermögen eines Glaukom-Patienten, ansonsten helfen Laser-Behandlung oder Operation. Allerdings übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten der Früherkennung nicht.Show more16.05.2004, 16:00 Uhr
Typ-2-Diabetes: Metformin auch für Kinder zugelassen
Das orale Antidiabetikum Metformin (Glucophage®) hat in Europa die Zulassung zur Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit Typ-2-Diabetes erhalten, wie Merck mitteilte. Wie bei erwachsenen Typ-2-Diabetikern ist die medikamentöse Behandlung mit Metformin indiziert, wenn sich der Glucosestoffwechsel durch Allgemeinmaßnahmen nicht normalisiert. Eine strikt normnahe Einstellung bei jungen Patienten ist wegen der mutmaßlich langen Verlaufsdauer und dem resultierenden hohen Komplikationsrisiko anzustreben. Die Zulassungserweiterung sieht eine Behandlung bei Typ-2-Diabetikern ab dem zehnten Lebensjahr vor.Show more16.05.2004, 16:00 Uhr
Rheumatoide Arthritis: Kombination ist Monotherapie überlegen
Heute hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass der Progression der rheumatoiden Arthritis vor allem durch eine konsequent und frühzeitig durchgeführte Basistherapie begegnet werden kann. Mittel der ersten Wahl unter den Basistherapeutika ist Methotrexat. Auch die neuartigen Immunbiologika ("Biologicals") Etanercept, Infliximab und Adalimumab, die gegen das für die Erkrankung wohl bedeutsamste proinflammatorische Zytokin, den Tumornekrosefaktor alpha (TNF-alpha), gerichtet sind, werden seit einiger Zeit erfolgreich in der Therapie der rheumatoiden Arthritis eingesetzt. Die TEMPO-Studie hat gezeigt, dass eine Kombinationstherapie mit Etanercept und Methotrexat der jeweiligen Monotherapie signifikant überlegen ist. In Deutschland ist eine solche Kombinationstherapie derzeit noch nicht zugelassen. Show more16.05.2004, 16:00 Uhr
Multiples Myelom: Proteasomen-Inhibitor Bortezomib zugelassen
Mit dem Boronsäuredipeptid Bortezomib steht ein neues Therapiekonzept beim multiplen Myelom zur Verfügung: Proteasomen-Inhibitoren greifen einen Multiproteasen-Komplex an, der eine zentrale Rolle in der Stoffwechselregulierung von Proteinen spielt, die für Zellwachstum und Zelltod von Bedeutung sind. Bortezomib (Velcade®) von Ortho Biotech, Division of Janssen-Cilag, ist zugelassen für die Behandlung von Patienten mit multiplem Myelom, die mindestens zwei vorangehende Therapien durchlaufen haben und bei denen während der letzten Behandlung eine Krankheitsprogression zu beobachten war.Show more16.05.2004, 16:00 Uhr
Non-Hodgkin-Lymphom: Tumorzellen gezielt bestrahlen
Ibritumomab-Tiuxetan (Zevalin®) ist ein neuer Antikörper zur Radioimmuntherapie des Non-Hodgkin-Lymphoms. Der Antikörper wird mit dem Betastrahler Yttrium-90 gekoppelt und leitet nach der Infusion die radioaktive Strahlung gezielt in das erkrankte Gewebe. Dadurch können relativ hohe Strahlendosen direkt auf die Tumorzellen wirken, und das gesunde Gewebe wird so weit wie möglich geschont.Show more09.05.2004, 15:59 Uhr
Phytotherapie: Dürfen Johanniskraut-Präparate verordnet werden?
Johanniskraut ist bzw. war in der primärärztlichen Therapie von leichten bis mittelschweren Depressionen anerkannt und etabliert. Eine neue Studie belegt nun auch seine erfolgreiche Anwendung bei psychosomatischen Beschwerden. Seit dem 1. April 2004 gilt jedoch, dass nur noch Johanniskrautextrakt-Präparate mit einer Dosierung von mindestens 300 mg hydroalkoholischem Extrakt pro Einzeldosis weiterhin auf Kassenrezept verschrieben werden können, sofern sie zur Behandlung einer mittelschweren depressiven Episode verordnet werden: Der behandelnde Arzt und seine Patienten haben da keine großen Auswahlmöglichkeiten.Show more09.05.2004, 15:59 Uhr
Soziale Phobie: Venlafaxin retard erhält Zulassungserweiterung
Venlafaxin retard (Trevilor® retard) hat die Zulassungserweiterung zur Behandlung der sozialen Angststörung (soziale Phobie) erhalten, wie die Firma Wyeth mitteilte. Der selektive Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer Venlafaxin ist bisher zugelassen zur Behandlung von Depressionen mit und ohne Angstsymptomatik sowie für die Erhaltungstherapie und Rezidivprophylaxe depressiver Erkrankungen. Trevilor® retard hat außerdem die Zulassung zur Therapie der generalisierten Angststörung. Show more09.05.2004, 15:59 Uhr
Fettstoffwechselstörungen: HDL-Cholesterin erhöhen
Bei Fettstoffwechselstörungen reicht es nicht aus, nur das Gesamtcholesterin zu senken. Auch das Verhältnis von "gutem" HDL und "schlechtem" LDL muss stimmen. Dieses Verhältnis lässt sich medikamentös unter anderem mit Nicotinsäure beeinflussen. Niaspan® ist ein neues Präparat, aus dem Nicotinsäure verzögert freigesetzt wird und das deshalb besonders gut verträglich ist.Show more09.05.2004, 15:59 Uhr
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