Arzneimittel und Therapie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
KI-Chatbots mangelt es an Gesundheitsexpertise
In einer aktuellen Studie haben die Autoren fünf beliebte KI-Chatbots einem Stresstest zu Gesundheitsthemen unterzogen [1]. Das Ergebnis: Rund die hälfte der Antworten stufen Experten als problematisch ein.Show morearzneimittel-und-therapie
pharmazie
Dr. Googles Erben im Stresstest
24.04.2026, 12:00 Uhr
Pneumonie: Raschere Genesung im Kindesalter mit Zink
In Entwicklungsländern sterben jährlich beinahe zwei Millionen Kinder unter fünf Jahren an einer Lungenentzündung. Kann die Erkrankung frühzeitig behandelt werden, können viele Kinder gerettet werden. Das therapeutische Vorgehen muss sich dabei an den strukturellen, medizinischen und finanziellen Möglichkeiten ausrichten. Wie eine Studie zeigt, hat die frühzeitige Gabe von Zink einen deutlichen Benefit. Zinkpräparate sind billig und leicht verfügbar und somit auch in ärmeren Ländern eine sinnvolle und praktikable therapeutische Option.Show more11.07.2004, 16:01 Uhr
Hirntumore: Länger überleben mit kombinierter Radio-Chemotherapie
Moderne Bildgebung ermöglicht genauere OP- und Bestrahlungstechniken, und diese haben die düstere Prognose bei malignen Hirntumoren spürbar aufgehellt. Darauf aufbauend zeichnen sich Fortschritte in der Chemotherapie dieser heiklen Krebserkrankung ab. Von der rein palliativen oder Rezidiv-Behandlung entwickelt sie sich zur begleitenden Primärtherapie.Show more11.07.2004, 16:01 Uhr
Osteoporose: Strontium – eine neue Therapieoption
Das Erdalkalimetall Strontium ist in der Medizin nicht unbekannt: bereits in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurde das Element in der Osteoporosetherapie eingesetzt, die Betastrahler Strontium-89 und Strontium-90 finden in der Behandlung von Knochenmetastasen Anwendung. Jetzt erlebt Strontium eine Renaissance in Form von Strontiumranelat, das aus zwei Atomen stabilen Strontiums und einem organischen Rest der Ranelinsäure besteht.Show more11.07.2004, 16:01 Uhr
Diabetes mellitus: Folgeschäden können verhindert werden
Etwa sechs Millionen Diabetiker zählen wir derzeit in Deutschland, und auf jeden manifesten kommt wahrscheinlich ein unerkannter. Die Prävalenzen steigen fast explosionsartig, im Jahr 2010 werden es zehn Millionen sein Ų "wenn nichts geschieht", sagten Mediziner auf dem diesjährigen Kongress der Deutschen Diabetes Gesellschaft. Sie fordern mehr Gesundheitsaufklärung, Früherkennung und bessere interdisziplinäre Zusammenarbeit. Denn die größten Probleme bereiten die diabetischen Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall, diabetischer Fuß, Dialyse und Erblindung.Show more04.07.2004, 16:01 Uhr
Insomnie: Wirkprinzip im Baldrian entdeckt
Die jahrzehntelange Suche nach dem schlaffördernden Wirkprinzip im Baldrian hat zu einem Treffer geführt: Ein im Extrakt enthaltenes hydrophiles Lignan greift partiell am Adenosin-1-Rezeptor an und erniedrigt dadurch das postsynaptische Potenzial von Nervenzellen im Gehirn. Ein solcher A1-Rezeptor-Agonismus ist nach derzeitigen Erkenntnissen nicht mit unerwünschten Wirkungen verbunden und unterscheidet sich darin von dem GABAA-Rezeptor-Agonismus, auf dem die Wirkung der meisten synthetischen Hypnotika beruht, die als Arzneimittel zugelassen sind.Show more04.07.2004, 16:01 Uhr
Verschreibungspflicht: Entscheidungen des Sachverständigenausschusses
Der Sachverständigenausschuss für Verschreibungspflicht tagte am 29. Juni 2004 beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Er ist gemäß § 48 AMG regelmäßig anzuhören, wenn Anträge zur Umstufung in der Verschreibungspflicht von Arzneimitteln anstehen.Show more04.07.2004, 16:01 Uhr
Monoklonaler Antikörper: Cetuximab gegen Darmkrebs zugelassen
Die EMEA hat die Zulassung für den chimären monoklonalen IgG1-Antikörper Cetuximab (Erbitux®) erteilt, wie Merck bekannt gab. Cetuximab ist in Kombination mit Irinotecan (Campto®) zur Behandlung von Patienten mit EGFR (epidermaler Wachstumsfaktor-Rezeptor)-exprimierendem metastasierendem Kolorektalkarzinom zugelassen, wenn eine Chemotherapie mit Irinotecan als Komponente versagt hat.Show more04.07.2004, 16:01 Uhr
Morbus Parkinson: Apomorphin in der Spätphase
In der Spätphase einer Parkinsonerkrankung treten verstärkt Episoden der plötzlichen Unbeweglichkeit auf, die mit gängigen Dopamin-Agonisten nicht mehr therapierbar sind. Durch eine Apomorphininjektion kann dieser Zustand sehr rasch aufgehoben werden. Je nach Krankheitsbild kann Apomorphin als einmaliges Rescue mit Hilfe eines Pens oder als Dauertherapie über eine Pumpe verabreicht werden.Show more04.07.2004, 16:01 Uhr
Dopamin-Agonist: Rotigotin-Pflaster reduziert Parkinson-Symptome
Der Dopamin-Agonist Rotigotin kann die Symptome der Parkinson-Krankheit signifikant reduzieren, wie eine randomisierte, plazebokontrollierte Phase-III-Studie zum Nachweis von Wirksamkeit, Verträglichkeit und Sicherheit von Rotigotin an Patienten in einem frühen Stadium des M. Parkinson zeigt. Rotigotin wird einmal täglich als Pflaster auf die Haut aufgebracht und konstant über 24 Stunden freigesetzt, so Schwarz Pharma.Show more04.07.2004, 16:01 Uhr
Sekundärprävention des Schlaganfalls: Schutz durch ASS plus Dipyridamol
In der Sekundärprävention des Schlaganfalls spielen Thrombozytenfunktionshemmer eine zentrale Rolle. Die Kombination des Basistherapeutikums Acetylsalicylsäure (ASS) mit retardiertem Dipyridamol verbessert den Schutz der Patienten vor weiteren Schlaganfällen und transitorischen ischämischen Attacken deutlich, ohne das Blutungsrisiko zu erhöhen.Show more27.06.2004, 16:00 Uhr
Kolorektales Karzinom: Angiogenesehemmer Bevacizumab
Der monoklonale Antikörper Bevacizumab (Avastin®) verlängert in Kombination mit einem etablierten Chemotherapie-Regime das Überleben beim kolorektalen Karzinom signifikant um fünf Monate Ų das entspricht 30 Prozent. Bevacizumab hemmt die Gefäßneubildung im Tumor, die Angiogenese. Die europaweite Zulassung von Bevacizumab bei Patienten mit metastasiertem kolorektalem Karzinom ist Anfang 2005 zu erwarten.Show more27.06.2004, 16:00 Uhr
Depression und Angststörungen: Escitalopram bei sozialer Phobie
Seit September 2003 ist Escitalopram (Cipralex®), das S-Enantiomer aus dem Racemat Citalopram, für die Behandlung von Episoden einer Major Depression und Panikstörungen mit oder ohne Agoraphobie zugelassen. Jetzt wurde die Zulassung für die Indikation soziale Phobie erweitert.Show more27.06.2004, 16:00 Uhr
Prophylaxe von Thrombosen: Direkter Thrombininhibitor Ximelagatran eingeführt
Als erster oraler Vertreter der direkten Thrombininhibitoren zur Prophylaxe thromboembolischer Ereignisse bei elektiven Hüft- und Kniegelenksersatz-Operationen ist Ximelagatran (Exanta®) zugelassen worden, wie Astra Zeneca mitteilte. Die Erstzulassung betrifft eine reine Klinikanwendung, das heißt, Exanta® ist nur durch Krankenhausapotheker direkt beim Hersteller zu beziehen.Show more27.06.2004, 16:00 Uhr
Hormonersatztherapie: Bei postmenopausalen Frauen auf Dickdarmkrebs screenen
Für großes Aufsehen hatte im Juli 2002 der Abbruch des Estrogen-Gestagen-Studienarms der Women's Health Initiative(WHI)- Studie gesorgt. Aber es gab nicht nur Negativ-Schlagzeilen: unter der Hormontherapie sank das relative Risiko von Kolorektalkarzinomen um 37%, das von Hüftfrakturen um 34%. In einer Untersuchung wurden nun die Inzidenz, die Typen und Stadien der Kolorektalkarzinome, die sich bei den Teilnehmerinnen des Studienarms entwickelt hatten, näher untersucht. Es zeigte sich, dass gleichzeitig zur Risikoreduktion ein häufigerer Lymphknotenbefall sowie eine größere Metastasierungsrate beobachtet wurden.Show more27.06.2004, 16:00 Uhr
Multiple Sklerose: Selektiver Adhäsionsmolekül-Inhibitor als Therapieoption
Für Natalizumab (Antegren®), einem Wirkstoff der selektiven Adhäsionsmolekül(SAM)-Inhibitoren, wurde die Zulassung zur Behandlung der Multiplen Sklerose in Europa und den USA beantragt, wie Biogen Idec und Elan mitteilten. Die Behandlung mit Natalizumab führte bei MS-Patienten zu einer Reduktion der Schubrate.Show more27.06.2004, 16:00 Uhr
Osteoporose-Prävention: Niedrigst-dosiertes Estradiol-Pflaster
Die US-amerikanische Arzneimittelzulassungsbehörde FDA (Food and Drug Administration) hat das niedrigst-dosierte Estradiol-Pflaster (Menostar™) zur Vorbeugung von Osteoporose für den amerikanischen Markt zugelassen, wie die Schering AG bekannt gab. Aus einem 3,25 cm2 großen Pflaster, das einmal wöchentlich gewechselt wird, werden täglich 14 Mikrogramm pflanzlich basiertes Estradiol abgegeben.Show more27.06.2004, 16:00 Uhr
Diabetes mellitus: Rechtzeitig auf Insulin umstellen
Von der Insulintherapie wird bei Diabetikern zu wenig und häufig zu spät Gebrauch gemacht. Dies ist das einhellige Fazit von Diabetes-Experten zum Start der bundesweiten Informationskampagne "Besser leben Ų dank Insulin". Die Kampagne, die von der Deutschen Diabetes Union e.V. (DDU), dem Deutschen Diabetiker Bund e.V. (DDB), dem Kirchheim Verlag und dem Internetportal diabetes-world.net sowie von den beiden Pharmaunternehmen Pfizer und Aventis getragen wird, will zu einer zielgerichteten Diabetestherapie, Vermeidung von Folgekrankheiten und einer Steigerung der Lebensqualität von Diabetikern beitragen.Show more20.06.2004, 16:00 Uhr
Probiotika helfen bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen
Probiotika werden aus Sicht der Schulmedizin oft noch in den Bereich des Alternativen oder sogar des Mystischen verwiesen. Doch bei den chronisch entzündlichen Darmerkrankungen gibt es Hinweise auf eindeutige Therapieeffekte. Allerdings steht die Entwicklung der neuen Therapieoption erst am Anfang und die Zukunft muss zeigen, inwieweit sich die viel versprechenden Ansätze wissenschaftlich etablieren können.Show more20.06.2004, 16:00 Uhr
Colitis ulcerosa: Zäpfchen, Schaum oder Klysma?
Bei den meisten Patienten mit leichter bis mittelgradiger Colitis ulcerosa ist die Entzündungsaktivität durch orale oder rektale Gabe von 5-Aminosalicylsäure (5-ASA, Mesalazin) zu kontrollieren. Erst bei schweren Schüben kommen Corticoide zum Einsatz. Als rektale Therapeutika stehen Zäpfchen, Klysmen und neuerdings Schäume zur Verfügung. Diese Darreichungsformen sind ganz und gar nicht austauschbar.Show more20.06.2004, 16:00 Uhr
Cholesterinsenker: Simvastatin in Großbritannien rezeptfrei
Die britische Regierung hat entschieden, ab Juli dieses Jahres für Personen mit moderatem Risiko für eine kardiovaskuläre Erkrankung den Cholesterinsenker Simvastatin (Denan®, Zocor®) aus der Verschreibungspflicht zu entlassen. Im Lancet werden Bedenken angemeldet bezüglich dieser Entscheidung.Show more20.06.2004, 16:00 Uhr
Nierentransplantation: ASS sichert Organerhalt
Eine niedrig dosierte Therapie mit Acetylsalicylsäure (ASS) kann die Funktion und das Überleben von transplantierten Nieren deutlich verbessern. In einer retrospektiven Studie wurden 830 Patienten nach einer Nierentransplantation untersucht und im Mittel über einen Zeitraum von 15 Jahren nachbeobachtet. Dabei ergab sich für die Gruppe von Patienten, die zusätzlich zur medikamentösen Standard-Therapie mit niedrig-dosierter Acetylsalicylsäure behandelt wurden, eine um sechs Jahre längere Überlebenszeit des transplantierten Organs.Show more20.06.2004, 16:00 Uhr
Fettstoffwechselstörungen: Das HDL-Cholesterin erhöhen
Zur Therapie von Fettstoffwechselstörungen gibt es theoretisch mehrere Ansatzpunkte, unter anderem ein Absenken von LDL-Cholesterin oder ein Anheben von HDL-Cholesterin. Der erste Weg wird mit Statinen eingeschlagen, die vorwiegend LDL senken, der zweite Weg mit Fibraten und Niacin, die HDL allerdings nur mäßig erhöhen. Durch eine Hemmung des Cholesterylester Transferproteins (CEPT) erhofft man sich einen stärkeren Anstieg von HDL und somit einen besseren kardiovaskulären Schutz.Show more20.06.2004, 16:00 Uhr
Aromatherapie: Zwischen rationaler Therapie und Esoterik
Die Aromatherapie ist zweifelsohne eine attraktive Möglichkeit für Apotheken, sich gegenüber ihrer Konkurrenz zu profilieren. Das setzt jedoch eine intensive Auseinandersetzung mit einer zunächst einmal alternativen Heilmethode voraus. Versuche, die Aromatherapie auf ein naturwissenschaftliches Fundament zu stellen, stecken noch in den Kinderschuhen. Sie sind möglicherweise zum Scheitern verurteilt. Eine standardisierte Methodik, die sich auf die Untersuchung der Wirkung von Hauptinhaltsstoffen beschränkt, lässt zwangsläufig das Wechselspiel mit anderen Inhaltsstoffen unberücksichtigt. Show more13.06.2004, 16:00 Uhr
CSE-Hemmer: Pravastatin jetzt auch als Generikum
Bereits einige Wochen vor Ablauf des Patentschutzes für Pravastatin (Mevalotin® protect, Pravasin® protect) steht der Wirkstoff seit dem 1. Juni 2004 jetzt auch als Generikum (Paravastatin-ratiopharm®) zur Verfügung. Der kompetitive Hemmer der 3-Hydroxy-3-methylglutaryl-Coenzym A(HMG-CoA)-Reduktase wurde in Deutschland 1990 zugelassen und gilt als das am besten untersuchte und als ein besonders sicheres Statin.Show more13.06.2004, 16:00 Uhr
Tumorerkrankungen: Ist eine Chemoprävention möglich?
Kann Krebs durch Medikamente oder Nahrungsergänzungsmittel verhindert werden? Diese Frage wird erst seit ungefähr 15 Jahren systematisch untersucht. Dabei tauchen mehrere Schwierigkeiten auf: Wird eine Studie prospektiv konzipiert, ist eine extrem lange Studiendauer erforderlich; greift man retrospektiv auf Daten zurück, können oftmals Menge und Dauer einer Arzneimittel- oder Vitamineinnahme nicht mehr exakt bestimmt werden. Hinzu kommt, dass Krebs in der Regel nicht monokausal entsteht und viele zusätzliche Parameter berücksichtigt werden müssen. Show more13.06.2004, 16:00 Uhr
Typ-2-Diabetes: Exenatide – ein neuartiger Therapieansatz
Mit den Inkretin-Mimetika könnte schon in absehbarer Zukunft eine neue Klasse an Antidiabetika verfügbar werden. Der Wirkstoff Exenatide ahmt direkt die Wirkung des Darmhormons GLP-1 nach und kann dadurch wesentlich zu einer besseren Blutzuckerregulation beitragen. Das Polypeptid wird auch als mitdenkendes Antidiabetikum bezeichnet, da es nur solange wirkt, solange Glucose im Blut vorhanden ist.Show more13.06.2004, 16:00 Uhr
Insulinanaloga: Physiologische Insulintherapie bei Kindern
Das kurzwirksame Insulinanalogon Insulin lispro (Humalog®) ist als einziges Insulinanalogon ohne Altersbegrenzung für Kinder zugelassen. Auch ist sein Einsatz während der Schwangerschaft möglich. Zahlreiche pharmakologische Studien zeigen die hohe therapeutische Sicherheit von Insulin lispro.Show more13.06.2004, 16:00 Uhr
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