Arzneimittel und Therapie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Topisches Testosteron + SGLT-2-Inhibitoren = Erythrozytoserisiko
Auch auf der Haut angewendetes Testosteron birgt das Risiko für Nebenwirkungen. Grund dafür ist die systemische Wirkung des lokal angewendeten Arzneimittels. Ein neu entdecktes Risiko ist die mögliche Interaktion bei gleichzeitiger Anwendung von SGLT-2-Inhibitoren und Testosteron. Show morearzneimittel-und-therapie
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Interaktionen von Testosteron-Gelen
07.04.2026, 07:45 Uhr
Endokrine Therapie beim Mammakarzinom: Was kommt nach Tamoxifen?
Patientinnen mit Hormonrezeptor-positivem Mammakarzinom profitieren von Tamoxifen, allerdings nur über fünf Jahre. Der Aromatasehemmer Letrozol kann dann in die Bresche springen, wie Interimsergebnisse einer aktuellen Studie nun zeigten.Show more01.08.2004, 16:01 Uhr
Migräne: Herzfehler möglicherweise für Attacken verantwortlich
Wer immer wieder unter heftigen Migräne-Attacken leidet und mit Schmerzmitteln keine ausreichenden Erfolge erzielt, wird sich früher oder später nach vorbeugenden Maßnahmen umschauen. Neben Betablockern und anderen bewährten Prophylaxe-Strategien kommen dafür in Zukunft möglicherweise auch Herzeingriffe in Betracht, denn ein Defekt zwischen den Vorhöfen könnte möglicherweise für viele Attacken verantwortlich sein.Show more01.08.2004, 16:01 Uhr
Neues atypisches Neuroleptikum: Aripiprazol bessert schizophrene Symptome
Aripiprazol (Abilify®) ist ein neues atypisches Antipsychotikum zur Therapie der Schizophrenie bei Erwachsenen. Es ähnelt in seiner Struktur den atypischen Neuroleptika Risperidon und Ziprasidon, hat aber einen anderen Wirkansatz. Als partieller Dopamin-D2-Agonist blockiert Aripiprazol die postsynaptischen Dopamin-D2-Rezeptoren, während es gleichzeitig die präsynaptischen Autorezeptoren stimuliert. Aripiprazol hemmt das dopaminerge System überwiegend dort, wo es überaktiv ist und zum Beispiel Wahnsymptome verursacht, und aktiviert es in Bereichen zu geringer Aktivität. Die häufigsten Nebenwirkungen sind Benommenheit, Schläfrigkeit, Akathisie, Tremor, verschwommenes Sehen, Kopfschmerzen und gastrointestinale Symptome. Der Wirkstoff wird intensiv in der Leber über die Cytochrom-Enzyme CYP3A4 und 2D6 verstoffwechselt. Daraus ergibt sich ein erhebliches Wechselwirkungspotenzial.Show more25.07.2004, 16:01 Uhr
Basistherapie rheumatoider Arthritis: Frühzeitig alle Möglichkeiten ausschöpf
Wurde früher langsam eskalierend therapiert, wird heute der frühzeitige und aggressive Einsatz von Basistherapeutika bei rheumatoider Arthritis angemahnt. Als Standardmedikation gilt dann Methotrexat. Versagt die Therapie, wird frühzeitig kombiniert. Und seit einiger Zeit haben die Rheumatologen noch einen weiteren Trumpf im Ärmel: die TNF-alpha-Blockade.Show more25.07.2004, 16:01 Uhr
Dialysepatienten: Cinacalcet senkt Parathormon-Spiegel
Das Calcimimetikum Cinacalcet greift am Calciumionen-Sensor an, der die Ausschüttung von Parathormon reguliert. In zwei Studien mit 741 Dialysepatienten senkte Cinacalcet den Parathormon-Plasmaspiegel und erhöhte so den Anteil der Patienten mit gut kontrolliertem sekundärem Hyperparathyreoidismus.Show more25.07.2004, 16:01 Uhr
Aus der Forschung: Tumorvakzine auf RNA-Basis
An immuntherapeutischen Verfahren gegen Tumoren wird derzeit intensiv gearbeitet. Die Tübinger CureVac GmbH präsentiert einen neuen Ansatz auf der Basis von stabilisierter Ribonukleinsäure (RNA). RNActive™ wird derzeit bereits in klinischen Studien an der Universitätsklinik Tübingen erprobt.Show more25.07.2004, 16:01 Uhr
Rheumatoide Arthritis: Mit Infliximab gegen die Gelenkzerstörung
Infliximab (Remicade®) ist ab sofort zur First-line-Therapie der frühen rheumatoiden Arthritis in Kombination mit Methotrexat zugelassen, wie essex pharma mitteilte. Infliximab plus Methotrexat ist bei Patienten mit schwerer, aktiver und fortschreitender rheumatoider Arthritis nun auch bereits dann indiziert, wenn noch keine Behandlung mit Methotrexat oder anderen krankheitsmodifizierenden Medikamenten (DMARDs) vorangegangen ist.Show more25.07.2004, 16:01 Uhr
Impfempfehlungen aktualisiert: Windpockenimpfung für alle Kinder empfohlen
Die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut (STIKO) hat ihre Impfempfehlungen aktualisiert. Die wesentlichen Veränderungen betreffen die Windpockenimpfung, die jetzt für alle Kinder empfohlen wird, die Keuchhustenimpfung, die nun allen Frauen mit Kinderwunsch sowie vor der Geburt eines Kindes allen engen Kontaktpersonen geraten wird, und Präzisierungen für die Impfung chronisch Kranker.Show more25.07.2004, 16:01 Uhr
Kopfschmerzen: Akupunktur besser als Medikamente
In einer großen englischen Studie wurde gezeigt, dass Akupunktur die Beschwerden von Migränepatienten besser lindert als eine herkömmliche Therapie. Der Erfolg hält lange an und eine dreimonatige Behandlung wirkt noch nach einem Jahr. Die erhöhten Therapiekosten sind im Vergleich mit anderen Aufwendungen gering.Show more25.07.2004, 16:01 Uhr
Dranginkontinenz: Pflaster mit Oxybutynin zugelassen
Die Europäische Zulassungsbehörde EMEA (European Agency for the Evaluation of Medicinal Products) hat die Zulassung für ein transdermales System mit Oxybutynin zur symptomatischen Behandlung der Dranginkontinenz erteilt, wie UCB Pharma mitteilte. Im Vergleich zur oralen Gabe scheint die transdermale Anwendung von Oxybutynin Ų bei vergleichbarer Wirksamkeit Ų weniger Mundtrockenheit und andere anticholinerge Nebenwirkungen zu verursachen.Show more18.07.2004, 16:01 Uhr
Aus der Forschung: BAY-9006 bei fortgeschrittenem Nierenkarzinom
Eine Studie von der University of Chicago, die während des ASCO-Kongresses 2004 in New Orleans vorgestellt wurde, zeigte eine deutliche Wirkung der Substanz BAY 43-9006 (Sorafenib) für Patienten mit fortgeschrittenem Nierenkarzinom. BAY 43-9006 ist ein Inhibitor der Signaltransduktion und hemmt die Tumorproliferation und Angiogenese durch Hemmung verschiedener Ų von der Raf-Kinase induzierter Ų Stoffwechselwege.Show more18.07.2004, 16:01 Uhr
Nierenkrebs: Benefit durch Tumorzellimpfung
Bei bis zu 50% aller Patienten mit einem lokal begrenzten Nierenzellkarzinom tritt nach einer radikalen Nephrektomie ein Rezidiv auf. Da gängige onkologische Interventionen wie Bestrahlungen oder Chemotherapie wenig erfolgreich sind, wird nach anderen Möglichkeiten gesucht, eine Progression des Tumorwachstums zu verhindern. Nachdem eine Pilotstudie mit autologer Tumorzellimpfung günstige Ergebnisse gezeigt hat, wurde diese Methode mit Erfolg in einer randomisierten Phase-III-Studie eingesetzt.Show more18.07.2004, 16:01 Uhr
Epilepsie: Pregabalin bereichert die Therapie
Auch wenn in den vergangenen Jahren einige neue Antiepileptika auf den Markt gekommen sind, leiden immer noch viele Epilepsie-Patienten unter schwer kontrollierbaren Anfällen und andere wiederum unter gravierenden Nebenwirkungen der medikamentösen Therapie. Nicht zuletzt aufgrund ihres günstigen pharmakokinetischen Profils verspricht die neue Substanz Pregabalin eine wertvolle Ergänzung der gegenwärtigen Therapieoptionen bei fokalen Anfällen zu werden.Show more18.07.2004, 16:01 Uhr
Chronisch-obstruktive Lungenerkrankung: Bei AHA-Zeichen zum Arzt
Leider werden viele COPD-Patienten gar nicht oder erst in einem späten Stadium erkannt. Dabei ist das Screening auf die chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD) eigentlich einfach: Atemnot unter Belastung, Husten und Auswurf (AHA-Symptome), langjähriges Rauchen und Alter über 40 Jahre bei Beschwerdebeginn machen die Diagnose COPD sehr wahrscheinlich. Eine frühe Diagnose und entsprechende Therapie kann den schleichenden Verfall der Lungenfunktion bremsen und dem Patienten viele Lebensjahre schenken. Dauerbehandlung mit lang wirkenden Bronchodilatatoren bessert Symptome und Lebensqualität: Konsistente Daten liegen für das anticholinerge Tiotropium vor.Show more18.07.2004, 16:01 Uhr
Atemwegsinfektionen: Procalcitonin-Test senkt Antibiotikagebrauch
Untere Atemwegsinfektionen werden vermutlich viel häufiger antibiotisch behandelt als notwendig. Die Empfehlung, erst ab einem Procalcitonin-Blutspiegel von mindestens 0,25 µg/l ein Antibiotikum zu geben, reduzierte den Antibiotikagebrauch, ohne das Behandlungsergebnis zu verschlechtern.Show more18.07.2004, 16:01 Uhr
Brustkrebs: Docetaxel und Trastuzumab als First-line-Therapie
Die europäischen Behörden haben die Zulassung für Docetaxel (Taxotere®) in Kombination mit Trastuzumab (Herceptin®) zur Erstbehandlung bei HER2-positivem metastasierendem Brustkrebs erteilt, wie Aventis und Roche mitteilten. Durch die Kombination konnte bei noch nicht vorbehandelten Patientinnen die mediane Überlebenszeit um mehr als zehn Monate verlängert werden.Show more11.07.2004, 16:01 Uhr
Metastasierter Prostatakrebs: Signifikanter Überlebensvorteil durch Docetaxel
Bei der Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) in New Orleans wurden die Ergebnisse von zwei randomisierten Phase-III-Studien mit Docetaxel (Taxotere®) zur Behandlung von Androgen-unabhängigem (hormonrefraktärem) metastasiertem Prostatakrebs vorgestellt. Es zeigte sich, dass eine Chemotherapie mit Docetaxel einen signifikanten Überlebensvorteil für Männer mit Androgen-unabhängigem metastasiertem Prostatakrebs brachte, so Aventis.Show more11.07.2004, 16:01 Uhr
Pneumonie: Raschere Genesung im Kindesalter mit Zink
In Entwicklungsländern sterben jährlich beinahe zwei Millionen Kinder unter fünf Jahren an einer Lungenentzündung. Kann die Erkrankung frühzeitig behandelt werden, können viele Kinder gerettet werden. Das therapeutische Vorgehen muss sich dabei an den strukturellen, medizinischen und finanziellen Möglichkeiten ausrichten. Wie eine Studie zeigt, hat die frühzeitige Gabe von Zink einen deutlichen Benefit. Zinkpräparate sind billig und leicht verfügbar und somit auch in ärmeren Ländern eine sinnvolle und praktikable therapeutische Option.Show more11.07.2004, 16:01 Uhr
Hirntumore: Länger überleben mit kombinierter Radio-Chemotherapie
Moderne Bildgebung ermöglicht genauere OP- und Bestrahlungstechniken, und diese haben die düstere Prognose bei malignen Hirntumoren spürbar aufgehellt. Darauf aufbauend zeichnen sich Fortschritte in der Chemotherapie dieser heiklen Krebserkrankung ab. Von der rein palliativen oder Rezidiv-Behandlung entwickelt sie sich zur begleitenden Primärtherapie.Show more11.07.2004, 16:01 Uhr
Osteoporose: Strontium – eine neue Therapieoption
Das Erdalkalimetall Strontium ist in der Medizin nicht unbekannt: bereits in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurde das Element in der Osteoporosetherapie eingesetzt, die Betastrahler Strontium-89 und Strontium-90 finden in der Behandlung von Knochenmetastasen Anwendung. Jetzt erlebt Strontium eine Renaissance in Form von Strontiumranelat, das aus zwei Atomen stabilen Strontiums und einem organischen Rest der Ranelinsäure besteht.Show more11.07.2004, 16:01 Uhr
Diabetes mellitus: Folgeschäden können verhindert werden
Etwa sechs Millionen Diabetiker zählen wir derzeit in Deutschland, und auf jeden manifesten kommt wahrscheinlich ein unerkannter. Die Prävalenzen steigen fast explosionsartig, im Jahr 2010 werden es zehn Millionen sein Ų "wenn nichts geschieht", sagten Mediziner auf dem diesjährigen Kongress der Deutschen Diabetes Gesellschaft. Sie fordern mehr Gesundheitsaufklärung, Früherkennung und bessere interdisziplinäre Zusammenarbeit. Denn die größten Probleme bereiten die diabetischen Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall, diabetischer Fuß, Dialyse und Erblindung.Show more04.07.2004, 16:01 Uhr
Insomnie: Wirkprinzip im Baldrian entdeckt
Die jahrzehntelange Suche nach dem schlaffördernden Wirkprinzip im Baldrian hat zu einem Treffer geführt: Ein im Extrakt enthaltenes hydrophiles Lignan greift partiell am Adenosin-1-Rezeptor an und erniedrigt dadurch das postsynaptische Potenzial von Nervenzellen im Gehirn. Ein solcher A1-Rezeptor-Agonismus ist nach derzeitigen Erkenntnissen nicht mit unerwünschten Wirkungen verbunden und unterscheidet sich darin von dem GABAA-Rezeptor-Agonismus, auf dem die Wirkung der meisten synthetischen Hypnotika beruht, die als Arzneimittel zugelassen sind.Show more04.07.2004, 16:01 Uhr
Verschreibungspflicht: Entscheidungen des Sachverständigenausschusses
Der Sachverständigenausschuss für Verschreibungspflicht tagte am 29. Juni 2004 beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Er ist gemäß § 48 AMG regelmäßig anzuhören, wenn Anträge zur Umstufung in der Verschreibungspflicht von Arzneimitteln anstehen.Show more04.07.2004, 16:01 Uhr
Monoklonaler Antikörper: Cetuximab gegen Darmkrebs zugelassen
Die EMEA hat die Zulassung für den chimären monoklonalen IgG1-Antikörper Cetuximab (Erbitux®) erteilt, wie Merck bekannt gab. Cetuximab ist in Kombination mit Irinotecan (Campto®) zur Behandlung von Patienten mit EGFR (epidermaler Wachstumsfaktor-Rezeptor)-exprimierendem metastasierendem Kolorektalkarzinom zugelassen, wenn eine Chemotherapie mit Irinotecan als Komponente versagt hat.Show more04.07.2004, 16:01 Uhr
Morbus Parkinson: Apomorphin in der Spätphase
In der Spätphase einer Parkinsonerkrankung treten verstärkt Episoden der plötzlichen Unbeweglichkeit auf, die mit gängigen Dopamin-Agonisten nicht mehr therapierbar sind. Durch eine Apomorphininjektion kann dieser Zustand sehr rasch aufgehoben werden. Je nach Krankheitsbild kann Apomorphin als einmaliges Rescue mit Hilfe eines Pens oder als Dauertherapie über eine Pumpe verabreicht werden.Show more04.07.2004, 16:01 Uhr
Dopamin-Agonist: Rotigotin-Pflaster reduziert Parkinson-Symptome
Der Dopamin-Agonist Rotigotin kann die Symptome der Parkinson-Krankheit signifikant reduzieren, wie eine randomisierte, plazebokontrollierte Phase-III-Studie zum Nachweis von Wirksamkeit, Verträglichkeit und Sicherheit von Rotigotin an Patienten in einem frühen Stadium des M. Parkinson zeigt. Rotigotin wird einmal täglich als Pflaster auf die Haut aufgebracht und konstant über 24 Stunden freigesetzt, so Schwarz Pharma.Show more04.07.2004, 16:01 Uhr
Sekundärprävention des Schlaganfalls: Schutz durch ASS plus Dipyridamol
In der Sekundärprävention des Schlaganfalls spielen Thrombozytenfunktionshemmer eine zentrale Rolle. Die Kombination des Basistherapeutikums Acetylsalicylsäure (ASS) mit retardiertem Dipyridamol verbessert den Schutz der Patienten vor weiteren Schlaganfällen und transitorischen ischämischen Attacken deutlich, ohne das Blutungsrisiko zu erhöhen.Show more27.06.2004, 16:00 Uhr
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