Arzneimittel und Therapie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Asundexian reduziert Schlaganfallrisiko ohne erhöhte Blutungsgefahr
Der Faktor XIa-Hemmer Asundexian verringerte in der Phase-3-Studie OCEANIC-STROKE erneute ischämische Schlaganfälle um 26% – ohne das Risiko für schwere Blutungen zu erhöhen. Das macht Asundexian zu einem starken Kandidaten für die Sekundärprävention bei nicht-kardioembolischen Schlaganfällen.Show morearzneimittel-und-therapie
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Sekundärprävention
16.04.2026, 15:30 Uhr
Pflanzliche Beruhigungsmittel: Auf sanfte Art zur Ruhe kommen
Ein- und Durchschlafschwierigkeiten sind ein häufiges Gesundheitsproblem. Etwa 20 bis 30% der Bevölkerung in westlichen Industrienationen schlafen nicht so, wie sie es sich eigentlich wünschen. Vielfach ist Stress die Ursache des Problems Ų denn wer tagsüber ständig unter Strom steht, dem fällt es schwer, abends abzuschalten. Hilfreich kann in diesen Fällen der Einsatz pflanzlicher Beruhigungsmittel sein, wie eine Anwendungsbeobachtung mit der Kombination aus Baldrianwurzel, Hopfenzapfen und Passionsblumenkraut (Kytta-Sedativum® Dragees) belegt.Show more03.09.2006, 16:20 Uhr
Koronare Herzkrankheit: Mit Adiponektin das Risiko für Herzinfarkt abschätzen
Heidelberger Mediziner fanden heraus, dass ein Zusammenhang besteht zwischen der Konzentration des Fettzellen-Hormons Adiponektin im Blut und dem Zustand der Herzkranzgefäße. Personen mit koronarer Herzkrankheit (KHK) weisen deutlich niedrigere Spiegel des Botenstoffs auf als Personen, bei denen keine KHK besteht. Auch ist die Krankheit umso ausgeprägter, je niedriger der Wert ist.Show more03.09.2006, 16:20 Uhr
Aids-Prävention: Hoffen auf Impfstoff
Der Weg zu einem Impfstoff gegen Aids ist lang und steinig. Derzeit wird in Deutschland, Belgien und Indien eine klinische Studie für den Impfstoff-Kandidaten tgAAC09 (AAV2) durchgeführt. Die ersten Zwischenergebnisse der klinischen Phase-1-Studie wurden am 30. August auf der AIDS-Impfstoffkonferenz in Amsterdam vorgestellt. Zwar erwies sich der Impfstoff als gut verträglich und sicher Ų eine Immunantwort war jedoch nur bei jenen Probanden zu beobachten, die mit der höchsten Dosierung geimpft wurden.Show more03.09.2006, 16:20 Uhr
Multiple Sklerose: Langfristig die Neurodegeneration hemmen
Ziel der Behandlung der multiplen Sklerose (MS) ist es nicht nur, die entzündlichen Prozesse zurückzudrängen, sondern auch, die Neurodegeneration aufzuhalten. Möglich scheint dies mit Glatirameracetat (Copaxone®) zu sein, welches nach dem Ergebnis einer neuen Langzeitstudie über zehn Jahre die Schubrate nachhaltig verzögert und die Behinderungszunahme bei schubförmiger MS bremst.Show more03.09.2006, 16:20 Uhr
Neu in der Osteoporosetherapie: Rekombinantes Parathormon stimuliert Knochenaufb
Parathormon stellt ein medikamentöses Wirkprinzip in der Osteoporosetherapie dar, das erstmals den Knochenaufbau stimuliert. Denn die gebräuchlichen Bisphosphonate bremsen lediglich den Abbau vorhandener Knochensubstanz. Hingegen wirkt Parathormon bei intermittierender Gabe knochenaufbauend. Am 28. August 2006 wurde nun das erste rekombinante, langkettige, naturidentische Parathormon (PTH 1-84, Preotact®) eingeführt.Show more03.09.2006, 16:20 Uhr
Spanische Grippe: Erfolgreiche Serumtherapie auch bei Vogelgrippe?
Zwar ist es stiller geworden um die Vogelgrippe und die drohende Pandemiegefahr, doch im Hintergrund wird weltweit nach brauchbaren Strategien gesucht, mit denen eine näher rückende Influenzapandemie bewältigt werden könnte. Dabei besinnt man sich auch auf Methoden, die während der Spani–schen Grippe im Jahr 1918 angewendet worden sind.Show more03.09.2006, 16:20 Uhr
Nicht-steroidale Antirheumatika: Acetylsalicylsäure kann vor Prostatahyperplasi
Nicht-steroidale Antirheumatika (NSAID) wie Acetylsalicylsäure oder Ibuprofen scheinen die Entstehung einer benignen Prostata–hyperplasie verhindern oder verzögern zu können. Das Prostatahyperplasie-Risiko soll bei Männern, die NSAIDs anwenden, um 50% reduziert sein.Show more03.09.2006, 16:20 Uhr
Herzinfarkt und Schlaganfall: Clopidogrel ohne Zusatznutzen?
Der Thrombozytenaggregationshemmer Clopidogrel (Iscover®, Plavix®) hat einer Nutzenbewertung des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) zufolge gegenüber einer Monotherapie mit Acetylsalicylsäure (ASS) keinen Zusatznutzen, wenn es um die Sekundärprophylaxe von Herzinfarkt und Schlaganfall geht.Vorteile gegenüber Acetylsalicylsäure sieht das IQWiG nur für Patienten mit peripherer arterieller Verschlusskrankheit.
Show more27.08.2006, 16:20 Uhr
Adhäsionsmolekül-Inhibitor: Natalizumab zur Behandlung der multiplen Sklerose
Der neue monoklonale Antikörper Natalizumab (Tysabri®) kommt für die krankheitsmodifizierende Monotherapie bei schubförmig remittierend verlaufender multipler Sklerose (MS) zur Prävention von Schüben und zur Verlangsamung der Behinderungsprogression auf den Markt. Wegen der Gefahr von zwar sehr seltenen, aber lebensbedrohlichen Nebenwirkungen wird Natalizumab bei uns zunächst nur bei schweren Verläufen und bei Patienten, bei denen eine Therapie mit Interferon beta nicht anschlägt, eingesetzt.Show more27.08.2006, 16:20 Uhr
Biomarker: Diagnose der Schizophrenie bereits im Frühstadium möglich
Wissenschaftler der Universitäten Köln, Cambridge und London haben einen Biomarker für Schizophrenie entdeckt, mit dem erstmals ein messbarer Nachweis der Schizophrenie gelungen ist. Sie bestimmten in der Zerebrospinalflüssigkeit mittels HNMR-Spektroskopie eine Art Fingerprint der Energiestoffwechselprodukte, der sich bei Schizophrenie-Patienten sehr klar von dem Gesunden unterscheidet.Show more27.08.2006, 16:20 Uhr
Brustkrebs: Trastuzumab schädigt das Herz
Die Kardiotoxizität von Anthrazyklinen erschwert die Therapie des Mammakarzinoms. Doch auch die Behandlung mit dem monoklonalen Antikörper Trastuzumab (Herceptin®) kann das Herz schädigen. Das belegt erneut eine jüngst veröffentlichte retro–spektive Untersuchung nach Trastuzumab-Behandlung beim metastasierten Mammakarzinom.Show more27.08.2006, 16:20 Uhr
Akuter ischämischer Schlaganfall: Benefit durch den Radikalfänger NXY-059
Nach einem akuten Schlaganfall muss rasch gehandelt werden, um mögliche neurologische Folgeschäden wie Störungen der Motorik oder des Sprach- und Sehvermögens zu begrenzen. Wurde der Radikalfänger NXY-059 innerhalb von sechs Stunden nach Einsetzen des akuten ischämischen Schlaganfalls gegeben, so konnten auftretende Behinderungen verringert werden. Ausmaß und Dauer des Benefits müssen in weiteren Studien geklärt werden.Show more27.08.2006, 16:20 Uhr
Pneumonien: Wie lange sollten Antibiotika verordnet werden?
Bei moderaten bis ernsten Lungenentzündungen werden mit einer dreitägigen Antibiotikatherapie gleich gute Ergebnisse erzielt wie mit einer achttägigen Behandlung. Dieses Resultat ist insofern von Bedeutung, da kürzere Therapien Kosten sparen, die Compliance fördern und sich günstig auf die Resistenzlage auswirken.Show more27.08.2006, 16:20 Uhr
Einführung von Rimonabant: CB1-Rezeptorantagonist wirkt beim metabolischen Synd
Wen der dicke Bauch als Risikopatient ausweist, der sollte ein Augenmerk auf Blutdruck, Lipidparameter (LDL, HDL, Triglyzeride) und Blutzucker haben. Treten diese Risikofaktoren gleichzeitig auf, verstärken sie sich in ihren Auswirkungen. Das gefährliche Risikobündel "metabolisches Syndrom" lässt sich künftig mit einem neuen Wirkansatz angehen: Ab September steht der CB1-Rezeptorantagonist Rimonabant (Acomplia®) zur Verfügung.Show more20.08.2006, 16:19 Uhr
Indikationserweiterung: Atorvastatin zur Prävention kardiovaskulärer Ereigniss
Die Europäische Kommission hat für Atorvastatin (Sortis®) die EU-Zulassung erweitert und auf die Primärprävention kardiovaskulärer Ereignisse ausgedehnt. Damit ist Atorvastatin ab sofort auch zugelassen zur Vorbeugung kardiovaskulärer Ereignisse bei Patienten, deren Risiko für ein erstes kardiovaskuläres Ereignis als hoch eingestuft wird. {te} Diese Entscheidung basiert auf den Ergebnissen aus der ASCOT-LLA-Studie und der CARDS-Studie, in denen bereits mit der niedrigsten Dosis (10 mg Atorvastatin) eine Reduktion des kardiovaskulären Risikos erreicht werden konnte.Show more20.08.2006, 16:19 Uhr
Osteoporose: Monoklonaler Antikörper erhöht Knochendichte
Bereichern Antikörper die Osteoporosetherapie? Erste Studienergebnisse mit dem monoklonalen Antikörper Denosumab, der auf Osteoklasten hemmend wirkt, sind Erfolg versprechend. Die halbjährliche Injektion des Antikörpers erhöht die Knochen–mineraldichte in gleichem Maß wie die wöchentliche orale Therapie mit dem Bisphosphonat Alendronat. Allerdings müssen Sicherheitsprofil und Langzeitwirkungen der Antikörpertherapie noch abgeklärt werden.Show more20.08.2006, 16:19 Uhr
Epilepsie: Levetiracetam als Monotherapie zugelassen
Das Antiepileptikum Levetiracetam (Keppra®) war bisher zuge–lassen zur Zusatztherapie fokaler epileptischer Anfälle. Nun haben die europäischen Zulassungsbehörden die Indikation auf neu diagnostizierte fokale Epilepsie bei Patienten ab 16 Jahren erweitert, wie die UCB GmbH mitteilte. Levetiracetam scheint auch als Monotherapie nach Diagnosestellung mindestens ebenso wirksam zu sein wie Carbamazepin, so die Ergebnisse einer randomisierten Doppelblindstudie.Show more20.08.2006, 16:19 Uhr
Homocystein: Kein Einfluss auf kognitive Fähigkeiten
In einer Studie wurde die Hypothese untersucht, ob ein Absenken der Plasmahomocysteinwerte die kognitiven Funktionen gesunder, älterer Menschen verbessern kann. Die Zufuhr von Folsäure und Vitamin B senkte zwar den Homocysteinwert signifikant, hat aber keine Auswirkungen auf die kognitiven Fähigkeiten, so das Resümee der zweijährigen, doppelblinden Studie.Show more20.08.2006, 16:19 Uhr
Primäre Osteoporose: Neue Empfehlungen zu Prophylaxe und Therapie
Frakturen verhindern und die Lebensqualität und Funktionsfähigkeit der Betroffenen erhalten Ų so das Ziel der Leitlinien des Dachverbandes Osteologie. Während die alte Version der Leitlinie das Frakturrisiko jüngerer Personen eher überbewertet hat, betont die jetzt vorliegende neue Version vor allem den hohen Nutzen von Prophylaxe, Diagnostik und Therapie im höheren Lebensalter, der bisher unterschätzt wurde.Show more13.08.2006, 16:19 Uhr
Vierfachimpfstoff: Erster MMRV-Impfstoff zugelassen
Schon seit zwei Jahren wird die Impfung gegen Varizellen von der Ständigen Impfkommission am Robert Koch-Institut (STIKO) generell für alle Kinder empfohlen. Deren Akzeptanz ist allerdings bislang eher gering. Nun ist der erste Vierfachimpfstoff gegen Masern, Mumps, Röteln und Varizellen (Priorix-Tetra®) für Kinder in Deutschland zugelassen. Er soll es Pädiatern einfacher machen, die Vorgaben der STIKO umzusetzen.Show more13.08.2006, 16:19 Uhr
Aus der Forschung: Neue Option bei Nierenzell- und Bronchialkarzinom
Das fortgeschrittene Nierenzellkarzinom gilt als schwer zu behandelnde Tumorentität, für die es keine effektive Chemotherapie gibt. Seit Anfang des Jahres ist der Tyrosinkinase- und Angiogeneseinhibitor Sunitinib (Sutent®) von der FDA bereits als Zweit-Linien-Therapie bei fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom und bei gastrointestinalen Stromatumoren (GIST) nach Versagen einer Imatinib-Therapie zugelassen.Show more13.08.2006, 16:19 Uhr
Mammakarzinom: Prognostische und prädiktive Faktoren
Prognostische und prädiktive Faktoren gewinnen bei der individualisierten Therapie des Mammakarzinoms zunehmend an Bedeutung. Prognostische Faktoren geben Auskünfte über den zu erwartenden individuellen Krankheitsverlauf; prädiktive Faktoren weisen auf geeignete therapeutische Maßnahmen hin.Show more13.08.2006, 16:19 Uhr
Renaissance eines Naturheilmittels: Honig heilt fast alle Wunden
Viele Wunden lassen sich nicht mehr mit konventionellen Methoden heilen. Besonders im Klinikbereich erschweren multi–resistente Keime die Behandlung. In dieser Situation erlebt ein altes Naturheilmittel eine Renaissance. Mit Honig sollen sich mit unterschiedlichsten Wundbakterien infizierte Problemwunden erfolgreich behandeln lassen, selbst Methicillin-resistente Staphylokokken (MRSA) werden abgetötet.Show more13.08.2006, 16:19 Uhr
Depressionen: Schneller aus dem Stimmungstief
Die zur Zeit zur Verfügung stehenden Antidepressiva haben einen gravierenden Nachteil. Bis sie wirken, vergehen oft mehrere Tage bis Wochen. Dann kann es für Suizid-gefährdete Patienten schon zu spät sein. Mit Hochdruck werden daher neue Therapieansätze verfolgt. Erste positive Ergebnisse machen Hoffnung. So soll beispielsweise eine Injektion von Ketamin schwer depressive Patienten innerhalb weniger Stunden aus ihrem Stimmungstief holen.Show more13.08.2006, 16:19 Uhr
Pädiatrie: Neue Therapieoption für Schulkinder mit ADHS
Die Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung (ADHS) belastet die betroffenen Kinder in erster Linie während der Schulzeit. Deshalb wurde eine spezielle Darreichungsform des Wirkstoffs Methylphenidat (Equasym® retard) entwickelt, die bei einmal täglicher Gabe eine gute klinische Wirksamkeit über den gesamten Schultag gewährleistet, wie die UCB GmbH mitteilte.Show more06.08.2006, 16:19 Uhr
Informationen zum Mammakarzinom: Neue europäische Leitlinie zur Früherkennung
Zur Früherkennung, Diagnostik und Therapie des Mammakarzinoms existieren mehrere nationale und internationale Leitlinien. Eine wichtige deutsche Leitlinie zur Früherkennung ist die Evidenz-basierte Stufe-3-Leitlinie "Brustkrebs-Früherkennung in Deutschland". Parallel dazu wurden auf Europaebene weitere Leitlinien zur Früherkennung von Brustkrebs entwickelt. Die vierte Auflage einer europäischen Leitlinie liegt seit April dieses Jahres vor.Show more06.08.2006, 16:19 Uhr
Alzheimer-Demenz: Rivastigmin als transdermales Pflaster
Eine sechsmonatige Studie mit 1195 Patienten mit Alzheimer-Krankheit zeigte, dass ein Transdermalpflaster mit dem Cholin–esterasehemmer Rivastigmin (Exelon®) sich positiv auf die Symptome auswirkte und zugleich gut verträglich war, wie die Novartis Pharma GmbH mitteilte. Ein Zulassungsantrag für das Rivastigmin-Transdermalpflaster soll bei den Behörden Ende 2006 eingereicht werden.Show more06.08.2006, 16:19 Uhr
Mammakarzinom: Effektive Prävention mit Tamoxifen und Raloxifen
Bei Risikopatientinnen senken Tamoxifen und Raloxifen in gleichem Umfang das Brustkrebsrisiko. Da die beiden Wirkstoffe ein unterschiedliches Nebenwirkungsprofil aufweisen, können bei der Therapiewahl das Risikoprofil und individuelle Patientenwünsche berücksichtigt werden.Show more06.08.2006, 16:19 Uhr
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