Arzneimittel und Therapie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Asundexian reduziert Schlaganfallrisiko ohne erhöhte Blutungsgefahr
Der Faktor XIa-Hemmer Asundexian verringerte in der Phase-3-Studie OCEANIC-STROKE erneute ischämische Schlaganfälle um 26% – ohne das Risiko für schwere Blutungen zu erhöhen. Das macht Asundexian zu einem starken Kandidaten für die Sekundärprävention bei nicht-kardioembolischen Schlaganfällen.Show morearzneimittel-und-therapie
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Sekundärprävention
16.04.2026, 15:30 Uhr
Komplikationen bei Diabetes mellitus: Proteinkinase-Hemmer gegen diabetische Ret
Gefäßveränderungen an der Netzhaut sind eine der gefürchtetsten Folgeschäden des Diabetes mellitus. Eine wichtige Rolle bei der Entstehung dieser Komplikation wird der Proteinkinase C-Beta (PKC-β), einem Schlüsselenzym der zellulären Signaltransduktion, zugeschrieben. Mit Ruboxistaurin befindet sich eine Substanz in der Zulassungsphase, die über eine spezifische Hemmung dieses Enzyms der Entwicklung einer diabetischen Retinopathie entgegenwirken könnte.Show more03.12.2006, 17:22 Uhr
Morbus Crohn: Neue Anti-TNF-Strategie mit Certolizumab pegol
Für die Therapie des schwer verlaufenden Morbus Crohn wird mit Certolizumab pegol eine neue Anti-TNF-Strategie untersucht. Nun liegen die Ergebnisse der Phase-III-Studie PRECiSE auf dem Tisch. Mit dem subkutan anzuwendenden Certolizumab wurden hohe Ansprech- und Remissionsraten erzielt. Certolizumab (Cimizoia™) ist im Frühjahr 2006 zur Zulassung bei Morbus Crohn in den USA und Europa eingereicht worden, die UCB GmbH Deutschland rechnet mit der Markteinführung ab Mitte 2007.Show more03.12.2006, 17:22 Uhr
Aus der Forschung: Ursache chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen gefunden?
Morbus Crohn und Colitis ulcerosa haben vermutlich eine genetische Ursache. Ein kanadisch-amerikanisches Forscherteam entdeckte eine Genvariante, die vermutlich vor chronischen Darmentzündungen schützt.Show more03.12.2006, 17:22 Uhr
Trichotillomanie: Zwanghaftes Haareausreißen teilweise genetisch bedingt
In einer Studie konnten amerikanische Forscher zumindest für einige Fälle der Trichotillomanie eine genetische Ursache feststellen. Hierbei wurde das Erbgut von betroffenen Familien untersucht und dabei zwei Genveränderungen entdeckt, die zwar bei den Trichotillomanie-Patienten auftraten, nicht jedoch bei ihren gesunden Verwandten. Die Forscher sind der Ansicht, dass diese Abweichungen in etwa 5% der Fälle den Zwang auslösen, sich immer wieder die Haare auszureißen.Show more03.12.2006, 17:22 Uhr
Sexuelle Funktionsstörungen: Dapoxetin hilft bei vorzeitiger Ejakulation
Eine Verzögerung der Ejakulation ist bei selektiven Serotonin-Reuptakeinhibitoren (SSRI) als Nebenwirkung bekannt. Nun könnte diese Wirkung bei Dapoxetin zur gewünschten Hauptwirkung werden und Patienten mit vorzeitigem Samenerguss (Ejaculatio praecox) helfen.Show more03.12.2006, 17:22 Uhr
Virale Durchfallerkrankungen: RKI warnt vor Norovirus-Gastroenteritiden
Seit Anfang Oktober 2006 hat die Norovirus-Aktivität bundesweit deutlich zugenommen. Innerhalb von drei Wochen hat sich die Zahl der Erkrankungsfälle sowie die Zahl der Ausbrüche verdreifacht, heißt es im Epidemiologischen Bulletin 48/2006, in dem das Robert Koch-Institut (RKI) vor den hoch ansteckenden Noroviren warnt und auf die Einhaltung der dringend empfohlenen Hygienemaßnahmen drängt.Show more03.12.2006, 17:22 Uhr
Hintergrund: Spezifische Immuntherapie mit Allergentabletten
Neue Entwicklungen zur Therapie allergischer Atemwegserkrankungen betreffen die Applikation von Allergenpräparaten zur sublingualen Immuntherapie (SLIT). Bisher standen ausschließlich Produkte in flüssiger Form zur Verfügung.Show more26.11.2006, 17:22 Uhr
Hysterektomie: Testosteronpflaster für die Frau belebt die Lust
Das Pflaster ist Ų gemäß Zulassung Ų kein "Viagra für die Frau". Es soll physiologische Testosteronwerte von Frauen wieder herstellen, denen Gebärmutter und Eierstöcke entfernt wurden. Denn die chirurgische Menopause ist ein Eingriff, der die Wechseljahre der Frau auf "Wechseltage" verkürzt. Im Zeitraffer können sich die körperlichen und seelischen Folgen einstellen, zu denen auch sexuelle Lustlosigkeit zählt. Zu deren Therapie wurde im Juli 2006 das erste Testosteronpflaster für die Frau (Intrinsa®) zugelassen, es soll Anfang 2007 eingeführt werden.Show more26.11.2006, 17:21 Uhr
Insomnie: Neues Schlafmittel Gaboxadol in der Entwicklung
Gaboxadol wirkt zwar am gleichen Rezeptor wie Benzodiazepine, ist aber ein direkter Agonist an den GABA-Rezeptoren und zeigt Affinität zu einer bestimmten Untergruppe von Rezeptoren. Die neue Substanz soll daher nicht die bekannten Nebenwirkungen wie schnelle Gewöhnung und Minderung der Schlafqualität haben. Derzeit laufen Phase-III-Studien mit Gaboxadol.Show more26.11.2006, 17:21 Uhr
Systemische Mykosen: Schwierige Diagnosestellung und oft empirische Therapie
Medizinische Fortschritte und neue Therapien haben zu einer Zunahme invasiver Mykosen mit verändertem Erregerspektrum geführt. Obwohl mehrere potente Antimykotika zur Verfügung stehen, weisen systemische Mykosen hohe Mortalitätsraten auf, da sie häufig zu spät erkannt werden.Show more26.11.2006, 17:21 Uhr
Diabetes mellitus Typ 2: EU-Zulassung für Inkretin-Mimetikum
Die Europäische Kommission hat Exenatide (Byetta®) als erstem Vertreter der Inkretin-Mimetika die europäische Zulassung erteilt, in den USA ist es seit April 2005 zugelassen. Exenatide ist eine Entwicklung der Unternehmen Eli Lilly and Company und Amylin Pharmaceuticals Inc. und wird in Deutschland voraussichtlich ab Mitte 2007 verfügbar sein.Show more26.11.2006, 17:21 Uhr
Gräserpollenallergie: Hyposensibilisierung jetzt auch mit einer Tablette
Soeben ist mit Grasax® in Deutschland erstmals eine Tablette zur sublingualen Immuntherapie der Gräserpollenallergie eingeführt worden. Sie wird unter der Zunge platziert und zerfällt dort umgehend. Ob sie, wie der Hersteller verkündet, die spezifische Immuntherapie revolutionieren wird, bleibt abzuwarten.Show more26.11.2006, 17:21 Uhr
Antibiotikaresistenz: Anwenderfreundliche Angaben in den Fachinformationen
Ab sofort fließen alle in Deutschland verfügbaren geeigneten Daten zur Resistenzsituation bei Antibiotika in die Fachinformationen dieser Arzneimittel ein. Dies ist das Ergebnis der Umsetzung einer europäischen Leitlinie, die auf Initiative des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) seit Herbst 2003 vorbereitet worden war.Show more26.11.2006, 17:21 Uhr
Gastrologische Endoskopie: Aktuelle Entwicklungen
Die gastrologische Endoskopie befindet sich zurzeit in einer Phase extrem dynamischer Innovationen. Auf einer Pressekonferenz zum 14. EndoClub Nord wurden einige dieser Entwicklungen vorgestellt. Die Palette reichte von verbesserten visuellen Möglichkeiten bis zur Vorstellung der neuen Methode der transgastrischen Operation.Show more26.11.2006, 17:21 Uhr
Schwere Diarrhö: Nitazoxanid als neue Option bei Rotavirus-Infektion?
Rotaviren sind weltweit die häufigsten Erreger schwerer Durchfallerkrankungen bei kleinen Kindern. Vor allem in armen Ländern sterben immer noch viele Kinder an den Folgen einer schweren Dehydratation. Eine Drei-Tages-Therapie mit dem Breitspektrum-Antiinfektivum Nitazoxanid verkürzte in einer randomisierten, doppelblinden Studie die Dauer Rotavirus-induzierter Durchfallerkrankungen im Vergleich zu Placebo von 75 auf 31 Stunden.Show more19.11.2006, 17:21 Uhr
Zulassungserweiterung: Posaconazol zur Prophylaxe invasiver Mykosen
Die Europäische Kommission hat das Triazol-Antimykotikum Posaconazol (Noxafil®) zur antimykotischen Prophylaxe und First-line-Therapie der oropharyngealen Candidose zugelassen, wie die essex pharma GmbH mitteilte. Posaconazol ist bereits seit Oktober 2005 zur Salvage-Therapie von schweren invasiven Mykosen bei Erwachsenen zugelassen.Show more19.11.2006, 17:21 Uhr
Welt-Aids-Tag: Antisense-RNA als neue Waffe gegen HIV
Trotz bedeutender Fortschritte bei der medikamentösen Behandlung von HIV-Infektionen gelang bis heute keine wirksame Kontrolle der HIV-Epidemie. Eine neuartige Gentherapie, die mittels Antisense-RNA die Vermehrung der HI-Viren unterbinden soll, hat jetzt die erste Hürde der klinischen Erprobung genommen.Show more19.11.2006, 17:21 Uhr
Glucocorticoid-induzierte Osteoporose: Prävention mit Alendronat und Alfacacido
Zur Prävention einer Glucocorticoid-induzierten Osteoporose werden unter anderem Alendronat und Alfacalcidol eingesetzt. In einer placebokontrollierten Studie schnitt das Bisphosphonat Alendronat bei rheumakranken Patienten besser ab als das Vitamin-D-Derivat Alfacalcidol.Show more19.11.2006, 17:21 Uhr
Diabetes mellitus Typ 2: Zimthaltige Präparate bedürfen der Zulassung
Zimthaltige Nahrungsergänzungsmittel und diätetische Lebensmittel, die mit der Aussage beworben werden, bei Diabetes mellitus Typ 2 blutzuckersenkend zu wirken, sind als Arzneimittel einzustufen und bedürfen der Zulassung. Diese Auffassung vertreten sowohl das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) als auch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).Show more19.11.2006, 17:21 Uhr
Orale Antidiabetika: Physiologische Insulinausschüttung mit Gliptinen
Nicht alles, was Pathogenese und Pathophysiologie des Typ-2-Diabetes angeht, spielt sich an der Bauchspeicheldrüse ab. Auch Darmhormone, die so genannten Inkretine, spielen eine wesentliche Rolle im Zuckerstoffwechsel. Hemmstoffe, die das Hormon abbauende Enzym Dipeptidyl-Peptidase-4 (DPP-4) inhibieren, eröffnen neue Perspektiven in der Therapie des Typ-2-Diabetes. Als erster Vertreter dieser Substanzklasse ist jetzt Sitagliptin (Januvia®) in den USA zugelassen worden. Für Europa wird die Zulassung für das kommende Jahr erwartet.Show more19.11.2006, 17:21 Uhr
Gemeinsam gegen Aids: Verantwortung übernehmen für sich selbst und andere
"Stop AIDS. Keep the Promise!" Ų das internationale Motto der diesjährigen Welt-Aids-Kampagne und des Welt-Aids-Tags am 1. Dezember erinnert Politiker in aller Welt an ihr auf der Sondersitzung der Vereinten Nationen vom Juni 2001 gegebenes Versprechen, sich stärker im Kampf gegen die weltweite HIV-/Aids-Epidemie zu engagieren. Das deutsche Motto ergänzt: Nicht nur die Politik, sondern jeder Einzelne trägt Verantwortung für sich selbst und andere.Show more19.11.2006, 17:21 Uhr
Aus der Forschung: Lokale Chemotherapie zur Behandlung von Hirntumoren
Die Diagnose "Glioblastom" Ų bösartiger Hirntumor Ų bedeutet fast immer den absehbaren Tod. Die meisten Menschen, die an einem Glioblastom erkranken, sterben innerhalb von einem Jahr. Mit einem neuen Behandlungsansatz kann die Überlebenszeit verlängert werden: Das Chemotherapeutikum Carmustin wird als Depot-Wirkstoff gleich nach der operativen Entfernung des Tumors gezielt in die Operationshöhle und damit unmittelbar in die Tumor-Randzone platziert.Show more12.11.2006, 17:21 Uhr
L-Dopa zur Diagnose des Restless-Legs-Syndrom
Ein Ansprechen auf L-Dopa kann als ein Diagnostikum zur Erkennung eines Restless-Legs-Syndrom (RLS) herangezogen werden. In einer Untersuchung konnte mit dem L-Dopa-Test bei 90% der Patienten die richtige Diagnose gestellt werden, indem die Symptomstärke vor und nach L-Dopa-Gabe verglichen wurde. Eine negative Response, das heißt weniger als 50% Besserung mit L-Dopa, schließt ein Restless-Legs-Syndrom jedoch nicht aus.Show more12.11.2006, 17:21 Uhr
Wiederzulassung: Nicht-steroidales Antiphlogistikum Nabumeton
Nabumeton (Relifex®), das seit dem 15. Oktober 2006 in Deutschland wieder auf dem Markt ist, ist keine neue Substanz: Ende 1986 wurde es hier zugelassen und unter dem Markennamen Arthaxan® als Antirheumatikum eingeführt. In den USA ist Nabumeton seit langem unter den Namen Relafen® und Relifex®, in der Schweiz als Balmox® auf dem Markt. In Deutschland wurde es Ende 1998 aus dem Handel genommen.Show more12.11.2006, 17:21 Uhr
Schlaganfall: Atorvastatin senkt Rezidivrisiko
Eine aggressive Therapie mit Atorvastatin kann bei herzgesunden Schlaganfall-Patienten einen erneuten Insult verhindern. Dies zeigen die Ergebnisse einer großen Interventionsstudie. Die Reduktion ischämischer Insulte und kardiovaskulärer Ereignisse war allerdings von einer geringen Zunahme hämorrhagischer Schlaganfälle begleitet.Show more12.11.2006, 17:21 Uhr
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