Arzneimittel und Therapie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Semaglutid gegen Fettleber zugelassen
Die EU-Kommission hat Semaglutid zur Behandlung der Metabolismus-assoziierten Steatohepatitis zugelassen. Zulassungsinhaber Novo Nordisk möchte diese Indikation nun als Label Update für das Arzneimittel Wegovy® beantragen. Semaglutid ist der zweite Wirkstoff, für den eine Wirksamkeit bei Fettleber bestätigt wird.Show morearzneimittel-und-therapie
pharmazie
Subkutane Therapie gegen MASH
08.04.2026, 11:00 Uhr
Mit Romiplostim die Thrombozytenzahlen dauerhaft erhöhen
Wer unter einer seltenen Krankheit leidet, hat oft Pech. Denn der Anreiz zur Entwicklung innovativer Medikamente ist gering. Umso bemerkenswerter ist es, dass nun erstmals speziell für die seltene chronische Immunthrombozytopenie, an der in Deutschland etwa 8000 Erwachsene leiden, ein Medikament entwickelt wurde. Romiplostim (Nplate®) stimuliert den (Thrombopoetin-(TPO)-Rezeptor und damit die Thrombopoese. Seit Anfang Februar ist das Arzneimittel für die 2nd-line-Therapie dieser schweren Autoimmunkrankheit europaweit zugelassen.Show moreImmunthrombozytopenie
18.03.2009, 23:00 Uhr
Mifamurtid für die Behandlung des Osteosarkoms
Mifamurtid (vorgesehener Handelsname Mepact®) hat jetzt von der Europäischen Kommission die Zulassung für die Behandlung von Patienten mit nicht metastasiertem, operablem Osteosarkom erhalten. Darüber informierte die US-amerikanische Herstellerfirma IDM Pharma.Show moreEU-Zulassung
18.03.2009, 23:00 Uhr
Gonadorelin-Antagonist Degarelix zugelassen
Der Gonadotropin-Releasing-Hormon-(GnRH)-Antagonist Degarelix (Firmagon®) hat die Zulassung zur Behandlung von erwachsenen männlichen Patienten mit fortgeschrittenem hormonabhängigen Prostatakarzinom erhalten, die Einführung wird im Juni 2009 erwartet. Degarelix bindet kompetitiv und reversibel an die hypophysären GnRH-Rezeptoren und führt zu einer schnellen Reduktion der Ausschüttung von Gonadotropinen, luteinisierendem Hormon (LH) und follikelstimulierendem Hormon (FSH).Show moreProstatakarzinom
11.03.2009, 23:00 Uhr
Ranolazin schützt vor Ischämie
Das Piperazinderivat Ranolazin (Ranexa®) wird zur Behandlung der koronaren Herzkrankheit eingesetzt. Die neue Substanz ist als Ergänzungstherapie zur symptomatischen Behandlung von Patienten mit stabiler Angina pectoris indiziert, bei denen antianginöse Mittel der ersten Wahl (wie Betablocker und/oder Calciumantagonisten) nicht ausreichend wirken oder nicht vertragen werden.Show moreKoronare Herzkrankheit
11.03.2009, 23:00 Uhr
Perioperative Betablockade birgt Risiken
Der perioperative Einsatz von Metoprolol bei kardiovaskulären Risikopatienten, die sich einer nicht-kardialen Operation unterziehen, ist nicht unproblematisch: Einer großen kanadischen Studie zufolge steht der Senkung der Myokardrate eine erhöhten Rate der Gesamtmortalität und einer Zunahme an Schlaganfällen gegenüber.Show moreKoronare Herzkrankheit
11.03.2009, 23:00 Uhr
Sarkosin als zuverlässiger Urintest für Prostatakrebs?
US-amerikanische Forscher haben die Grundlage für einen neuen Urintest zum Nachweis eines Prostatakarzinoms entwickelt. Sie entdeckten im Urin einen Indikator für den Tumor, das Sarkosin, der vermehrt von Patienten mit Prostatakrebs ausgeschieden wird [1]. Vermutlich ermöglicht der Biomarker ein einfacheres und zuverlässigeres Verfahren zum Nachweis als der umstrittene PSA-Bluttest und bessere Behandlungsmethoden des Prostatakarzinoms.Show moreAus der Forschung
11.03.2009, 23:00 Uhr
Remission dank Kombinationstherapie
Bis vor Kurzem war unklar, ob die Remission bei der Behandlung der aktiven rheumatoiden Arthritis überhaupt ein realistisches, erreichbares Ziel ist. Wie die Zwischenergebnisse der Comet-Studie zeigen, konnte nach einjähriger Therapie mit einer Kombination aus Etanercept und Methotrexat bei der Mehrheit der Patienten im frühen Stadium der aktiven rheumatoiden Arthritis nicht nur eine klinische und funktionelle sondern auch eine radiologische Remission erreicht werden. Dabei erwies sich die Kombination gegenüber der Monotherapie mit Methotrexat als überlegen.Show moreRheumatoide Arthritis
11.03.2009, 23:00 Uhr
Orale Therapie mit Fumarsäureester in der Entwicklung
Fumarsäureester werden derzeit zur Behandlung von schweren Formen der Schuppenflechte eingesetzt, wenn andere Wirkstoffe nicht ausreichend wirken. Ob diese Substanzen auch zur Behandlung von multipler Sklerose geeignet sind, wurde in einer placebokontrollierten Dosisfindungsstudie untersucht. Dabei senkte Dimethylfumarat die Anzahl neuer Läsionen im Vergleich zu Placebo über den Studienzeitraum von 24 Wochen signifikant. Über welchen Mechanismus Dimethylfumarat seine Wirkung entfaltet, ist nicht genau bekannt.Show moreMultiple Sklerose
11.03.2009, 23:00 Uhr
FDA warnt vor Spätdyskinesie unter Metoclopramid
Bei Langzeittherapie mit Metoclopramid besteht das Risiko für schwere, oft irreversible Bewegungsstörungen. Die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA sieht in Metoclopramid den Hauptverursacher von solchen Medikamenten-induzierten Dyskinesien. Daher hat sie verfügt, dass in den Fachinformationen von Metoclopramid-haltigen Arzneimitteln auf das Risiko einer tardiven Dyskinesie (Spätdyskinesie) in Form eines umrahmten Warnhinweises (Boxed Warning) hingewiesen wird. Hersteller müssen sicherstellen, dass Patienten durch entsprechendes Informationsmaterial aufgeklärt werden.Show moreLangzeitanwendung
04.03.2009, 23:00 Uhr
Rituximab bei chronisch lymphatischer Leukämie
Rituximab (MabThera®) hat in Kombination mit einer Chemotherapie von der Europäischen Kommission die Zulassung zur Anwendung bei Patienten mit nicht vorbehandelter chronisch lymphatischer Leukämie – der im Erwachsenenalter häufigsten Leukämieform – erhalten.Show moreZulassungserweiterung
04.03.2009, 23:00 Uhr
Erster monoklonaler Antikörper gegen Interleukin 12 und 23
Für die Therapie der Plaque-Psoriasis stehen bislang verschiedene Biologics zur Verfügung, die sich gegen den Entzündungsmediator TNF-alpha richten. Mit Ustekinumab (Stelara™) kommt nun ein Biologic mit einem neuen Wirkprinzip auf den Markt: Der humane monoklonale Antikörper richtet sich gegen die beiden Interleukine 12 und 23, die eine Schlüsselrolle in der Pathogenese der Psoriasis spielen. Zugelassen ist das Präparat für die Second-line-Therapie von erwachsenen Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis.Show moreSchwere Plaque-Psoriasis
04.03.2009, 23:00 Uhr
Aromatisierte Trinktablette erleichtert Einnahme
Artemether-Lumefantrin in einer löslichen, aromatisierten Arzneiform ist bei einer unkomplizierten Malaria gleich effektiv wie die herkömmliche Tablette. Da die Trinktablette von Kindern eher akzeptiert wird, könnten so der Therapieerfolg und letztendlich das Überleben verbessert werden, so die Schlussfolgerung der Studieninitiatoren.Show moreMalaria
04.03.2009, 23:00 Uhr
Prasugrel hemmt Thrombozytenaggregation
Der Thrombozyten-Aggregationshemmer Prasugrel (vorgesehener Markenname Efient®) hat von der Europäischen Kommission die Zulassung erhalten. Prasugrel soll nach Angaben der Herstellerfirma Lilly Anfang des zweiten Quartals 2009 auf den Markt kommen.Show moreEU-Zulassung
04.03.2009, 23:00 Uhr
Orale Glucocorticoide bei Kindern mit Giemen nicht effektiv
Im Rahmen viraler Atemwegsinfektion entwickeln viele Kleinkinder zwar asthmaähnliche Symptome mit pfeifenden Atemgeräuschen bis hin zur Atemnot, trotzdem ist eine orale Therapie mit Glucocorticoiden bei Kindern unter sechs Jahren nicht indiziert. So das Ergebnis einer aktuell publizierten Studie.Show moreVirale Atemwegsinfektionen
04.03.2009, 23:00 Uhr
Neue Fixkombination aus Aliskiren und HCT zugelassen
Seit dem 5. Februar 2009 ist in Deutschland eine neue Fixkombination aus Aliskiren und Hydrochlorothiazid (Rasilez HCT®) zur Blutdrucksenkung erhältlich. Der direkte Renininhibitor Aliskiren zeichnet sich schon in der Monotherapie durch eine Senkung der Plasma-Renin-Aktivität (PRA) aus. Aber auch in Kombination mit Hydrochlorothiazid überkompensiert Aliskiren den von dem Diuretikum induzierten PRA-Anstieg, was mit einem erhöhten Organschutzpotenzial zu korrelieren scheint.Show moreBlutdrucksenkung
04.03.2009, 23:00 Uhr
Welche endokrine Therapie in der Postmenopause?
In der Postmenopause werden mit Aromatase-Hemmern bessere Ergebnisse erzielt als mit der alleinigen Tamoxifentherapie. Unklar ist aber nach wie vor, welchem Behandlungsregime der Vorzug zu geben ist. Das derzeitige Vorgehen wurde auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Senologie diskutiert.Show moreMammakarzinom
25.02.2009, 23:00 Uhr
Wie die MS-Therapie verbessert werden soll
Die Behandlungsmöglichkeiten der multiplen Sklerose sind nicht zufriedenstellend. So sind die Patienten bislang auf Arzneistoffe angewiesen, die nur zu injizieren sind. Oral zu verabreichende Arzneistoffe könnten die Therapie für die Betroffenen wesentlich erleichtern. Zudem wird intensiv nach Substanzen gesucht, die einen chronisch progredienten Verlauf aufhalten können sowie neuroprotektiv oder neuroregenerativ wirken.Show moreOrale Arzneistoffe, Antikörper, Zelltherapie
25.02.2009, 23:00 Uhr
Gegen Migräneattacken gezielt und rechtzeitig vorgehen
"Migräne ist keine Befindlichkeitsstörung, sondern eine eigenständige Erkrankung mit leidvollen Symptomen." Von dieser Erkrankung sind in Deutschland etwa zehn Millionen Menschen betroffen, schätzungsweise treten täglich 320.000 Migräneattacken auf. Dabei gibt es wirkungsvolle Therapeutika, die eingesetzt werden können und Linderung verschaffen. Um psychischen Druck und eine Chronifizierung des Kopfschmerzes zu vermeiden, ist es sinnvoll, eine Migräneattacke frühzeitig wirksam zu behandeln.Show moreMigränetherapie
25.02.2009, 23:00 Uhr
Efalizumab: Marktzulassung aussetzen
Die europäische Arzneimittelbehörde EMEA der Europäischen Kommission hat die Aussetzung der Marktzulassung für den therapeutischen monoklonalen Antikörper Efalizumab (Raptiva®) empfohlen, weil unter der Therapie schwerwiegende Infektionen aufgetreten sind. In Deutschland wird Raptiva® von der Merck-Sparte Serono vertrieben.Show moreEuropäische Arzneimittelbehörde
25.02.2009, 23:00 Uhr
Serotonin im Duodenum kontrolliert Knochenwachstum
Abnehmende Knochenmasse, Abbau der Knochensubstanz und Veränderungen der Struktur sind Kennzeichen der Osteoporose. Die gegenwärtige Therapie zielt auf eine Verhinderung des weiteren Knochenabbaus. Eine neue Strategie könnten die Ergebnisse einer jetzt vorgelegten Studie aufzeigen: Serotonin im Darm kontrolliert im Mausmodell offensichtlich das Knochenwachstum, und eine Verhinderung der Bildung oder der Freisetzung des Gewebshormons könnte demgegenüber zur Neubildung von Knochenmasse führen.Show moreAus der Forschung
25.02.2009, 23:00 Uhr
Analgetikahaltige Arzneiformen bedarfsgerecht auswählen
In der Therapie schwerer Schmerzen sollte nach dem WHO-Stufenschema vorgegangen werden, das eine rechtzeitige Umstellung auf starke Opioide und die Bevorzugung der oralen und transdermalen Applikationsform empfiehlt. Transdermale therapeutische Systeme sind dabei fester Bestandteil zur individuell angemessenen Schmerzlinderung und Minimierung von unerwünschten Arzneimittelwirkungen geworden, haben aber einen hohen Beratungsbedarf. Zusätzlich werden neue Darreichungsformen vor allem bei Durchbruchsschmerzen entwickelt.Show moreSchmerztherapie
25.02.2009, 23:00 Uhr
Interleukin-6-Rezeptorblocker Tocilizumab zugelassen
Für die Therapie der rheumatoiden Arthritis steht seit Januar ein neues Biologikum mit einem innovativen Wirkprinzip zur Verfügung: Der Interleukin-6-Rezeptorblocker Tocilizumab (RoActemra®), ein monoklonaler Antikörper, der in einem umfangreichen Studienprogramm auf den Prüfstand gestellt wurde, ist eine Option für Patienten, bei denen klassische DMARDs oder TNF-Inhibitoren unzureichend wirken oder nicht verträglich waren.Show moreRheumatoide Arthritis
25.02.2009, 23:00 Uhr
Wie die Parkinson-Progression verzögert werden kann
Morbus Parkinson ist eine fortschreitende Erkrankung des zentralen Nervensystems. Unter anderem kommt es zu Einschränkungen und Kontrollverlust von Bewegungen, mit Rigor, Ruhetremor, Standunsicherheit, Sprachstörungen, Hypo- und Akinese. Im Volksmund wird dieses Krankheitsbild daher auch als Schüttellähmung bezeichnet. Eine frühzeitige sachgerechte Therapie kann die Krankheit zwar nicht heilen, aber die Progression um mehrere Jahre hinausschieben.Show moreFrühzeitige Behandlung
25.02.2009, 23:00 Uhr
Zöliakie und Diabetes haben genetische Gemeinsamkeiten
Etwa 5 bis 10% der Menschen mit einem Typ-1-Diabetes leiden ebenfalls an einer Glutenunverträglichkeit (Zöliakie). Ein möglicher Zusammenhang zwischen beiden Erkrankungen war daher verschiedentlich vermutet worden. Jetzt konnte von einer internationalen Forschergruppe gezeigt werden, dass bestimmte Risikogene sowohl bei Zöliakie-Patienten als auch bei Typ-1-Diabetikern nachzuweisen sind [1]. Die Wissenschaftler erhoffen sich Ansätze für neue medikamentöse Therapien.Show moreAus der Forschung
18.02.2009, 23:00 Uhr
Epigenetischer Therapieansatz mit Azacitidin
Das myelodysplastische Syndrom (MDS) ist mit einer Inzidenz von 8000 bis 10.000 jährlichen Neuerkrankungen die häufigste maligne Bluterkrankung in Deutschland. Ein neuer Therapieansatz beruht auf der epigenetischen Modulation eines zugrunde liegenden pathogenen Mechanismus. Der Erfolg dieses Vorgehens wurde in der AZA-001-Studie gezeigt, bei der eine Therapie mit dem Nukleosid-Analogon Azacitidin (Vidaza®) zu einem deutlich verbesserten Gesamtüberleben führte.Show moreMyelodysplastische Syndrome
18.02.2009, 23:00 Uhr
Wann Medikamente gegen Angst helfen können
Angststörungen reichen von Phobien über Panikstörungen bis hin zur generalisierten Angsterkrankung. Eine Pharmakotherapie verspricht in erster Linie bei Panikstörungen, sozialer Phobie und der generalisierten Angsterkrankung Erfolg.Show morePrimäre Angststörungen
18.02.2009, 23:00 Uhr
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