Arzneimittel und Therapie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Erster Kombinationsimpfstoff gegen Grippe und COVID zugelassen
Mit mCombriax® soll bald schon der erste mRNA-Kombinationsimpfstoff in ganz Europa auf den Markt eingeführt werden. Die Europäische Kommission hat die mRNA-Vakzine von Moderna Mitte April 2026 zugelassen.Show morearzneimittel-und-therapie
pharmazie
mRNA-Vakzine
23.04.2026, 13:00 Uhr
Rosiglitazon und das kardiovaskuläre Risiko
Rosiglitazon steht seit einiger Zeit in dem Verdacht, das Herzinfarktrisiko bei Typ-2-Diabetikern zu erhöhen. Der Hersteller von Rosiglitazon, GlaxoSmithKline, hat immer wieder die kardiovaskuläre Sicherheit von Rosiglitazon beteuert und hierzu auf die Record-Studie verwiesen, die dies belegen sollte. Nun liegen die Endergebnisse vor. Ein im Vergleich zur Sulfonylharnstoff- und Metformin-Therapie erhöhtes kardiovaskuläres Risiko unter Rosiglitazon ist nicht zu erkennen. Doch Kritiker halten die Studie nicht für aussagekräftig.Show moreRecord-Studie
17.06.2009, 22:00 Uhr
Degarelix zur Behandlung des hormonabhängigen Prostata-Ca
Der GnRH-Antagonist Degarelix ist seit Juni 2009 unter dem Namen Firmagon® in Deutschland erhältlich und ist zur Behandlung des fortgeschrittenen hormonabhängigen Prostatakarzinoms zugelassen. Er ermöglicht eine schnelle, deutliche und lang anhaltende Testosteron-Suppression und PSA-Reduktion und ist dabei gut verträglich.Show moreProstatakarzinom
10.06.2009, 22:00 Uhr
Antihypertensiva bei Dialysepatienten einsetzen
Der Nutzen einer blutdrucksenkenden Therapie in der allgemeinen Bevölkerung zur Senkung des Herzinfarkt- und Schlaganfallrisikos ist eindeutig erwiesen. Dagegen besteht in der speziellen Patientengruppe der Dialysepatienten eine gewisse Unsicherheit, ob die Antihypertensiva hier im gleichen Maße indiziert sind. Nun wurde in einer Metaanalyse gezeigt, dass auch Dialysepatienten von einer Blutdruck senkenden Therapie profitieren.Show moreKardiovaskuläres Risiko
10.06.2009, 22:00 Uhr
Neuer Impfstoff gegen japanische Enzephalitis
Die halbe Weltbevölkerung lebt in Risikogebieten der japanischen Enzephalitis. Für westliche Reisende ist die durch Stechmücken übertragene virale Hirnentzündung eine exotische Zoonose – sehr selten, aber potenziell tödlich. Der Verlauf der ausgebrochenen Erkrankung ist schicksalhaft. Je einer von drei Betroffenen stirbt, zeigt anhaltende neurologische Symptome oder gesundet. Eine Therapie gibt es nicht, aber seit Mai 2009 einen Impfstoff (Ixiaro®), der nach den Zulassungsstudien wirksam und verträglich ist.Show moreReisemedizin
10.06.2009, 22:00 Uhr
Neuer Therapieansatz für das Pankreaskarzinom
Charakteristisch für Bauchspeicheldrüsenkrebs ist, dass Frühsymptome selten sind und der Tumor erst in fortgeschrittenen Stadien diagnostiziert wird. Auch ist der Tumor gegen die meisten Chemotherapeutika resistent. So besteht für die überwiegende Zahl der Erkrankten kaum eine Aussicht auf Heilung. In einer präklinischen Studie konnte jetzt im Tierversuch mit einer Kombinationstherapie von der Substanz IPI-926, die sich von einem pflanzlichen Steroidalkaloid ableitet, und dem Zytostatikum Gemcitabin eine Verdoppelung der Lebenszeit erzielt werden.Show moreAus der Forschung
10.06.2009, 22:00 Uhr
Metamizol nur bei starken Schmerzen anwenden!
Da in den letzten Jahren die Zahl der Verordnungen von Metamizol in Deutschland kontinuierlich zugenommen hat und im gleichen Maße auch die Anzahl der Meldungen über zum Teil schwerwiegende unerwünschte Arzneimittelwirkungen zunahm, nimmt das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte dies zum Anlass, auf die Notwendigkeit einer richtigen Indikationsstellung und die Beachtung von Vorsichtsmaßnahmen und Warnhinweisen hinzuweisen.Show moreWarnhinweis
10.06.2009, 22:00 Uhr
Liraglutid: hohe Homologie und lange Wirkdauer
In der Diabetologie machen derzeit die Inkretin-basierten Therapieoptionen Furore. Als nächster Vertreter dieser neuen Strategie dürfte in Kürze Liraglutid (vorgesehener Handelsname Victoza®) auf den Markt kommen, die EMEA hat eine "positive opinion" ausgesprochen. Es handelt sich um das zweite Inkretinmimetikum, das sich in einigen Eigenschaften von dem bereits verfügbaren Exenatide unterscheidet: Seine längere Halbwertszeit ermöglicht die einmaltägliche Gabe.Show moreNeues Inkretin-Mimetikum
03.06.2009, 22:00 Uhr
Nebenwirkung von Contergan® aufgeklärt
Vor etwa 50 Jahren berichteten Kinderkliniken in der Bundesrepublik Deutschland von gehäuft auftretenden Missbildungen bei Neugeborenen. 1961 äußerten deutsche und australische Ärzte den Verdacht, dass das Schlaf- und Beruhigungsmittel Contergan® die Ursache sein könnte. Jetzt wurde die Nebenwirkung des Wirkstoffs Thalidomid entschlüsselt: Eine antiangiogenetische Wirkung führt in einer bestimmten Phase der Schwangerschaft dazu, dass die Bildung neuer Blutgefäße ausschließlich in den Extremitäten unterbleibt und sich somit die typischen Missbildungen erklären lassen.Show moreUnerwünschte Arzneimittelwirkungen
03.06.2009, 22:00 Uhr
Fampridin verbessert Gehfähigkeit bei jedem Dritten
Für die nachlassende Gehfähigkeit bei multipler Sklerose gibt es bisher außer physiotherapeutischen Maßnahmen keine Behandlungsmöglichkeit. In einer randomisierten, doppelblinden Studie verbesserte der Kaliumkanalblocker Fampridin die Gehfähigkeit bei etwa jedem dritten Betroffenen. Als unerwünschte Wirkung können Krampfanfälle auftreten.Show moreMultiple Sklerose
03.06.2009, 22:00 Uhr
Erhöhte Mortalität nach Erythropoetinen
Einer aktuellen Metaanalyse zufolge ist die Behandlung von Tumorpatienten mit Erythropoetin mit einer erhöhten Mortalität und einem reduzierten Gesamtüberleben assoziiert. Daher sollten Erythropoese-stimulierende Substanzen nur bei einer klaren Indikation eingesetzt sowie Nutzen und Risiken im Einzelfall abgewogen werden.Show moreOnkologie
03.06.2009, 22:00 Uhr
Zulassung für Ulipristal erteilt
Dem selektiven Progesteron-Rezeptor-Modulator Ulipristalacetat (Ellaone®) wurde die Zulassung zur Notfallkontrazeption erteilt. Es kann bis zu fünf Tage nach einer möglichen unerwünschten Befruchtung eingesetzt werden. Die Einführung und Vermarktung von Ellaone® soll im 4. Quartal 2009 in der gesamten Europäischen Union erfolgen.Show moreNotfallkontrazeption
03.06.2009, 22:00 Uhr
Können Antidepressiva Selbstmordgedanken auslösen?
Der gewaltsame Tod eines Menschen ist ein schockierendes Ereignis, ganz besonders jedoch der gewaltsame Tod von eigener Hand. Der Suizid ist ein Phänomen, das als vollendete oder versuchte Selbsttötung sehr häufig registriert werden muss. Auch verschiedene Arzneimittel können bewusst oder unbewusst suizidales Verhalten stärken.Show moreSucht und Suizid
03.06.2009, 22:00 Uhr
Adipositas und Atherosklerose – Wichtige Neben- und Wechselwirkungen
Die Hyperlipidämie erfordert oft die Kombination verschiedener Fettsenker. Bei ihren Anwendungen müssen die möglichen Arzneimittelinteraktionen im Rahmen der Pharmakotherapie von kardiovaskulären Erkrankungen oder des metabolischen Syndroms beachtet werden.Show more27.05.2009, 22:00 Uhr
Tasimelteon lindert Schlafstörungen bei Schichtarbeit
Der Agonist am Melatoninrezeptor Tasimelteon könnte Schichtarbeitern und Flugreisenden das Umstellen der inneren Uhr erleichtern. Das zeigen die Ergebnisse aus zwei randomisierten Studien. Als generelles Einschlafmittel ist der Wirkstoff jedoch nicht geeignet.Show moreMelatoninagonisten
27.05.2009, 22:00 Uhr
Weniger Asthmasymptome nach Zugabe von Montelukast
Das in modernen Leitlinien formulierte Ziel der totalen Asthmakontrolle wird in der Praxis oft weit verfehlt. Für therapietreue Patienten ist jedoch eine Kontrolle der Symptome meist durch Anpassung der Medikation erreichbar: Wird das Therapieziel unter einer auf inhalativen Steroiden (ICS) bzw. einer Kombination aus ICS und einem langwirksamen Beta-Agonisten (LABA) basierenden Therapie nicht erreicht, besteht eine weitere Option in der Zugabe von Montelukast. Die nicht-interventionelle MONICA-Studie zeigte, dass sich Asthmakontrolle und Lebensqualität bei vielen Patienten bessern.Show moreAsthma bronchiale
27.05.2009, 22:00 Uhr
Adipositas und Atherosklerose – Die Pathophysiologie
Das Geschehen von Adipositas und Atherosklerose ist komplex. Mehr als 50 Gene sind an der Entstehung der Atherosklerose beteiligt. Bei der Entwicklung einer Adipositas spielen psychosoziale Faktoren ebenso eine Rolle wie eine gestörte Appetitregulation, Dysfunktionen endokriner Regelkreise im Gehirn, das metabolische Syndrom sowie die ubiquitäre Verfügbarkeit preiswerter und schnell resorbierbarer Nahrungsmittel.Show more27.05.2009, 22:00 Uhr
Claudin-4 – ein neuer Prognosemarker für Brustkrebs?
Jährlich erkranken über 57.000 Frauen in Deutschland an Brustkrebs, von denen mehr als 23.000 unter 60 Jahren alt sind; etwa 17.000 dieser Patientinnen versterben an der bei Frauen häufigsten Krebserkrankung. In einer jetzt vorgelegten Studie konnte nachgewiesen werden, dass größere Mengen des Proteins Claudin-4 im Tumorgewebe mit einer geringeren Überlebensrate und einem schlechteren Ansprechen auf eine Therapie mit Tamoxifen korrelieren [1]. Somit könnte Claudin-4 ein neuer prognostischer Marker für Brustkrebspatientinnen sein.Show moreMammakarzinom
27.05.2009, 22:00 Uhr
Adipositas und Atherosklerose – Die Pharmakotherapie
Neben der Änderung des Lebensstils (verminderte Kalorienzufuhr und mehr Bewegung) sind Statine in der Regel die Fettsenker der ersten Wahl. Zu beachten sind die myopathischen Nebenwirkungen. Im Gegensatz zur effektiven Senkung der Blutfette gibt es keine überzeugende Pharmakotherapie zur Verminderung des Appetits und der Nahrungsaufnahme.Show more27.05.2009, 22:00 Uhr

Die fatale Endlagerung von überschüssiger Energie
Die Adipositas wird für immer mehr Menschen zu einem bedrohlichen Krankheitsfaktor für Körper und seelisches Wohlbefinden. Direkt verbunden mit dem Übergewicht sind Störungen des Fettstoffwechsels mit erhöhtem Cholesterin und LDL sowie erniedrigtem HDL. Dadurch werden die Arterien geschädigt, es entsteht die gefürchtete Atherosklerose. Die Gefäßschäden betreffen unmittelbar die Herzkranzarterien, die großen Brust- und Baucharterien sowie die Beinarterien. Atherosklerotische Veränderungen sind auch der Ursprung von Thromboembolien mit nachfolgenden Organischämien. | Von Prof. Dr. med. Thomas HerdegenShow more
Adipositas und Atherosklerose
27.05.2009, 22:00 Uhr
Magenkeim eradizieren: wann und wie?
Der Magenkeim Helicobacter pylori gilt als ein erheblicher Risikofaktor für zahlreiche gastrointestinale, aber auch extragastrale Erkrankungen. Die neue S3-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) gibt nun konkrete Empfehlungen zu Diagnostik, Eradikationsindikationen und Eradikationsregimes. Auf dem diesjährigen Internistenkongress in Wiesbaden wurde sie vorgestellt.Show moreNeue S3-Leitlinie
27.05.2009, 22:00 Uhr
Begrenzte Packungsgrößen für alle rezeptfreien Analgetika?
Seit dem 1. April 2009 unterliegen Paracetamol-haltige Analgetika der Verschreibungspflicht, wenn ihr Gesamtgehalt 10 g Paracetamol überschreitet. Nun stehen auch Acetylsalicylsäure-, Ibuprofen- und Diclofenac-haltige Analgetika auf dem Prüfstand. Am 30. Juni 2009 wird der Sachverständigenausschuss für Verschreibungspflicht diskutieren, ob auch die rezeptfreie Abgabe dieser Analgetika auf eine bestimmte Packungsgröße begrenzt werden muss. Wir haben Prof. Dr. Dr. Kay Brune, Erlangen und den BAH-Geschäftsführer Dr. Bernd Eberwein, beide Mitglieder dieses Sachverständigenausschusses, gebeten, die Hintergründe zu erläutern.Show moreArzneimittelsicherheit
20.05.2009, 22:00 Uhr
Avotermin verbessert Narbenbildung
Das am häufigsten verletzte Gewebe des Menschen ist die Haut. Der genaue Prozess der Fibrosierung, der Entstehung von Narben nach einer Vermehrung des Bindegewebes, ist zwar letztlich noch nicht vollständig verstanden, doch scheinen verschiedene Faktoren (TGF-β3, p38-MAPK, Thrombospondin) ihn zu beeinflussen. In einer Studie konnte gezeigt werden, dass sich eine vorbeugende intradermale Applikation des Wachstumsfaktors TGF-β3 Avotermin positiv auf die Wundheilung auswirkt und zu einer verbesserten Struktur der heilenden Haut führt.Show moreWundheilung
20.05.2009, 22:00 Uhr
Einheitliche Analgetika-Packungsgrößen – ist das wirklich notwendig?
Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat für die nächste Sitzung des Sachverständigenausschusses für Verschreibungspflicht am 30. Juni 2009 zwei Punkte auf die Tagesordnung gesetzt, die den Untertitel haben "Konzept zur Begrenzung rezeptfrei erhältlicher Packungsgrößen". Namentlich genannt werden Acetylsalicylsäure, Diclofenac und Ibuprofen, aber auch andere Analgetika, worunter man sich zum Beispiel noch Naproxen und Phenazon, aber auch Paracetamol vorstellen könnte. Man könnte nun fragen: "Warum diese Diskussion jetzt?"Show moreStellungnahme des BAH
20.05.2009, 22:00 Uhr
Herpes-zoster-Risiko unter TNF-α-Inhibitoren erhöht?
Eine Behandlung der rheumatoiden Arthritis mit den TNF-α-Antikörpern (Infliximab, Adalimumab) ist im Vergleich zu einer Behandlung mit herkömmlichen Basismedikamenten mit einem moderat erhöhten Risiko für das Auftreten einer Herpes zoster-Infektion verbunden. Für das TNF-Rezeptor-Fusionsprotein Etanercept ist ein derartig erhöhtes Risiko unklar. Dies ergab die Analyse von Daten eines deutschen Registers für Biologika.Show moreRheumatoide Arthritis
20.05.2009, 22:00 Uhr
Neue Optionen für die Prävention
Impfungen sind die wirkungsvollste Präventionsmaßnahme. Daher sollten auch Apotheken mit ihrer Beratung dafür werben, forderte Dr. Thomas Weinke, Potsdam, beim Niedersächsischen Apothekertag. Skeptiker können mit dem Argument überzeugt werden, dass Impfungen den Mechanismus der natürlichen Immunantwort nutzen. Weinke gab einen Überblick über neue und in naher Zukunft zu erwartende Möglichkeiten zur Impfung.Show moreImpfungen in der Pipeline
20.05.2009, 22:00 Uhr
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