Arzneimittel und Therapie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Topisches Testosteron + SGLT-2-Inhibitoren = Erythrozytoserisiko
Auch auf der Haut angewendetes Testosteron birgt das Risiko für Nebenwirkungen. Grund dafür ist die systemische Wirkung des lokal angewendeten Arzneimittels. Ein neu entdecktes Risiko ist die mögliche Interaktion bei gleichzeitiger Anwendung von SGLT-2-Inhibitoren und Testosteron. Show morearzneimittel-und-therapie
pharmazie
Interaktionen von Testosteron-Gelen
07.04.2026, 07:45 Uhr
Zulassungserweiterung für Sitagliptin
Für den DPP-4-Hemmer Sitagliptin (Januvia®, Xelevia®) haben die europäischen Behörden die Zulassung erweitert: Er ist nun auch indiziert für die Monotherapie bei Metforminunverträglichkeit oder -kontraindikationen sowie für die Dreifachtherapie mit Metformin und einem Glitazon. Bisher war es in einer oralen Zweifach-Kombinationstherapie mit Metformin, einem Sulfonylharnstoff bzw. mit einem Thiazolidindion zur Behandlung des Typ-2-Diabetes indiziert.Show moreDiabetes Typ 2
02.09.2009, 22:00 Uhr
Genetische Ausstattungbeeinflusst Clopidogrelwirkung
Der Thrombozytenaggregationshemmer Clopidogrel ist ein Prodrug, das erst nach einer Metabolisierung am Cytochrom P450-2C19 in seiner eigentlichen Wirkform als Thiolderivat vorliegt. Seit Längerem wurde beobachtet, dass individuelle Probleme im Zusammenhang mit Clopidogrel auftreten: Es wirkt nicht bei allen Patienten gleich gut. Jetzt wurde in einer Studie eine weit verbreitete Genvariante im P450-Enzymsystem mit einem erhöhten Komplikationsrisiko nach perkutaner koronarer Intervention assoziiert.Show moreThrombozytenaggregationshemmer
02.09.2009, 22:00 Uhr
Migränetherapie – Triptane im Vergleich
Triptane stellen eine sehr interessante Stoffgruppe in der Migränetherapie dar. In vielen umfangreichen Studien zeigten sich die oralen Triptane Placebo gegenüber überlegen. Mittlerweile stehen sieben Vertreter – zwei davon für die Selbstmedikation – mit ihren Vor- und Nachteilen zur Verfügung. Sie sind sehr gut wirksam, aber bei allen Triptanen wurden auch Paresen, Schwindel und Schläfrigkeit sowie thorakales Engegefühl als unerwünschte Arzneimittelwirkungen festgestellt.Show moreKopfschmerztherapie
26.08.2009, 22:00 Uhr
Komplexe Zuckermoleküle hemmen Tumorentwicklung
Eine Basalmembran begrenzt die extrazelluläre Matrix (ECM) fast überall gegen Endothelien und Epithelien. Die Struktur dieser Membranen, die vielfach durch Glykoproteine bestimmt ist, und ihre Barrierefunktion sind dabei von entscheidender Bedeutung für zahlreiche physiologische, aber auch pathologische Prozesse. Amerikanische Wissenschaftler haben jetzt gezeigt, dass in dem komplexen Zusammenspiel unterschiedlicher Proteine Laminin-bindende Glykane, die wiederum an α-Dystroglykane gebunden sind, das Wachstum von Tumoren beeinflussen können.Show moreAus der Forschung
26.08.2009, 22:00 Uhr
Mobilisierungsfaktor zur Stammzelltransplantation
Die Europäische Kommission hat dem CXCR-4-Chemokin-Rezeptorantagonist Plerixafor (Mozobil®) die Zulassung erteilt. Plerixafor wird bei Patienten mit Lymphom und multiplem Myelom in Kombination mit dem Wachstumsfaktor G-CSF eingesetzt, um bei der autologen Stammzelltransplantation die Mobilisierung von hämatopoetischen Stammzellen in das periphere Blutsystem zu verstärken. So kann die Aussicht auf eine erfolgreiche autologe Stammzelltransplantation erhöht werden.Show moreOnkologie
26.08.2009, 22:00 Uhr
Orlistat: Auf Zeichen einer Leberschädigung achten!
Vor dem Hintergrund einer möglichen Leberschädigung durch das Antiadipositum Orlistat fordert die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA Orlistat-Anwender zu erhöhter Wachsamkeit auf. Sie sollen bei verdächtigen Symptomen umgehend ihren Arzt aufsuchen.Show moreFDA Ongoing Safety Review Orlistat
26.08.2009, 22:00 Uhr
Famotidin senkt effektiv Risiko von Ulcerationen
Acetylsalicylsäure gilt in der kardiovaskulären Primär- und Sekundärprotektion als Mittel der Wahl. Allerdings kann durch die Einnahme das Risiko für gastrointestinale Blutungen ansteigen. In einer Studie sollte das Potenzial des H2 -Antagonisten Famotidin untersucht werden, die Entwicklung peptidischer Ulcera bei gleichzeitiger Einnahme von ASS zu reduzieren. Das Ergebnis zeigt, dass Famotidin effektiv vor diesen Komplikationen schützt.Show moreKardiovaskuläre Erkrankungen
26.08.2009, 22:00 Uhr
Omalizumab für Kinder mit schwerem Asthma
Der monoklonale Antikörper Omalizumab (Xolair®) hat von der Europäischen Kommission die Zulassung für die Anwendung als Zusatztherapeutikum bei schwerem, anhaltendem allergischen Asthma auch bei sechs- bis elfjährigen Kindern erhalten. Bislang war er erst ab dem 12. Lebensjahr indiziert.Show moreZulassungserweiterung
26.08.2009, 22:00 Uhr
Früher Therapiebeginn kann Überlebenschance verbessern
Der optimale Zeitpunkt für den Beginn einer antiretroviralen Therapie bei asymptomatischen HIV-infizierten Patienten wird nach wie vor kontrovers diskutiert. Das liegt vor allem daran, dass es noch keine randomisierten Studien zu dieser Fragestellung gibt. Interessante Ergebnisse lieferte kürzlich eine Analyse von Beobachtungsstudien, die die Mortalitätsraten bei frühem und verzögertem Therapiebeginn miteinander verglichen hatte.Show moreAntiretrovirale HIV-Therapie
26.08.2009, 22:00 Uhr
Venlafaxin und Duloxetin sind Placebo überlegen
Patienten mit Depressionen können von selektiven Serotonin-und Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmern (SNRI) profitieren, so das Ergebnis des Abschlussberichts des IQWiG: Es sieht den Nutzen von Duloxetin und Venlafaxin in dieser Indikation gegenüber Placebo als belegt an. Die Patienten sprechen besser auf die Therapie an und leiden weniger unter den Beschwerden ihrer Depression. Außerdem gibt es Hinweise, dass beide Substanzen nicht nur die Symptome lindern, sondern auch vor Rückfällen schützen können.Show moreNutzenbewertung der Antidepressiva
26.08.2009, 22:00 Uhr
Wirksamkeit bei Kindern nicht überschätzen
Eine Metaanalyse zeigte, dass die Neuraminidasehemmer Oseltamivir (Tamiflu®) oder Zanamivir (Relenza®) bei Kindern im Alter von zwölf Jahren oder jünger mit vermuteter oder bestätigter saisonaler Influenza nur eine geringe Wirkung aufweisen. Die Krankheitsdauer wurde nur 0,5 bis 1,5 Tage reduziert. Auch unerwünschte Wirkungen wie Asthma traten nicht seltener auf. Risiko und Nutzen einer antiviralen Therapie bei Kindern sollten daher genau abgewogen werden. In Deutschland hat die Gesellschaft für pädiatrische Infektiologie ihre Empfehlung zur Therapie und Prophylaxe der Influenza aktualisiert.Show moreNeuraminidasehemmer
19.08.2009, 22:00 Uhr
Auswertung aktueller Daten: STIKO empfiehlt HPV-Impfung
Die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut (STIKO) hatte 2007 eine Empfehlung zur Impfung gegen humane Papillomviren (HPV) für alle zwölf bis 17 Jahre alten Mädchen ausgesprochen. Die Impfung ist aber hinsichtlich Nutzen, Risiko und Kosten nicht unumstritten. Nach aktueller Auswertung der zur Verfügung stehenden Literatur unter Einbeziehung neu veröffentlichter Daten hält die STIKO die HPV-Impfung für alle Mädchen im Alter von zwölf bis 17 Jahre unverändert für empfehlenswert.Show moreGebärmutterhalskrebs
19.08.2009, 22:00 Uhr
Calciumdobesilat schützt die Augen von Diabetikern nicht
Diabetiker haben ein hohes Risiko, im Laufe ihres Lebens eine Retinopathie zu entwickeln, die unbehandelt zur Erblindung führen kann. Eine gute Blutzucker- und Blutdruckkontrolle können dieses Risiko verringern. Zusätzlich werden derzeit verschiedene Wirkstoffklassen auf ihre Wirksamkeit zur weiteren Reduktion dieses Risikos untersucht. In der fünfjährigen CaldiretStudie konnte Calciumdobesilat Diabetiker mit leichter bis mittelschwerer Retinopathie nicht vor dem Auftreten eines Makulaödems schützen.Show moreDiabetes
19.08.2009, 22:00 Uhr
Ein Immunsuppressivum als Pille für ein längeres Leben?
Im Zusammenhang mit einem Screening auf Substanzen mit lebensverlängernder Wirkung wurde auch das Immunsuppressivum Rapamycin untersucht. Im Tierversuch lebten Mäuse, die einem Menschenalter von etwa 60 Jahren entsprachen, durchschnittlich 14% (Weibchen) bzw. 9% (Männchen) länger als die Kontrollen. Auf den Menschen umgerechnet wären dies etwa sechs bis neun zusätzliche Jahre. Die Autoren sind bei der Bewertung ihrer Versuchsergebnisse allerdings eher zurückhaltend.Show moremTOR-Inhibitor
19.08.2009, 22:00 Uhr
Sicherheit von Metoclopramid in Kohortenstudie bestätigt
Eine retrospektive Kohortenstudie aus Israel kommt zum Schluss, dass eine mütterliche Metoclopramid-Einnahme während der ersten Schwangerschaftswochen keine negativen Auswirkungen auf den Fötus hat.Show moreSchwangerschaftserbrechen
19.08.2009, 22:00 Uhr
STIKO begründet aktualisierte Impfempfehlungen
Um zu einer ausreichenden Impfbereitschaft beizutragen informiert die STIKO umfangreich über die aktuelle Datenlage hinsichtlich Nutzen und Risiken der Standardimpfungen und über die Neuerungen im Impfkalender 2009. Sie betreffen unter anderem die Pertussisimpfung im Erwachsenenalter, die Modifizierung der Varizellenimpfempfehlung sowie die postexpositionelle Meningokokken-Impfung.Show moreStändige Impfkommission
19.08.2009, 22:00 Uhr
Situationseinschätzung zur Neuen Influenza
Wer wird zuerst da sein, die Grippepandemie im Winter oder ein wirksamer Impfschutz? Eine Massenimpfung könnte vor einer Pandemie schützen. Bei der Impfung von Millionen können aber auch seltene Nebenwirkungen auftreten, die nur in großen Studien über einen längeren Zeitraum bemerkt werden können. Als Ausweg gelten Musterimpfstoffe, die für ein bestimmtes Grippevirus entwickelt wurden, jedoch schnell für die aktuellen Grippestämme abgewandelt werden können. Klinische Studien haben begonnen, mit ersten Ergebissen wird im Herbst gerechnet.Show moreNeue Grippe
12.08.2009, 22:00 Uhr
Neue Einheit für den HbA1c- Wert
Die HbA1c-Bestimmung ist elementarer Bestandteil einer Behandlung von Patienten mit Diabetes mellitus. Im Zuge der Umstellung des in Deutschland bisher gebräuchlichen Referenzstandards (NGSP) auf einen neuen international geltenden Referenzstandard (IFCC) wird der HbA1c -Wert zukünftig nicht mehr in der Einheit Prozent sondern in mmol/mol angegeben.Show moreDiabetes mellitus
12.08.2009, 22:00 Uhr
Mit Relaxin gegen Herzversagen
Akutes Herzversagen ist eine große klinische Herausforderung. Einer Zunahme von Morbidität und Mortalität stehen vergleichsweise wenige neue medikamentöse Therapieansätze gegenüber. Aufgrund vasodilatorischer Effekte auf systemische und koronare Blutgefäße wurde das natürliche Hormon Relaxin Gegenstand intensiver Forschung. In einer Studie konnte gezeigt werden, dass es bei schwerer Herzinsuffizienz und Bluthochdruck auch die kardiovaskuläre Sterblichkeit positiv beeinflusst.Show moreAus der Forschung
12.08.2009, 22:00 Uhr
Thalidomid unterdrückt Immunsystem
Thalidomid (Thalidomide® Celgene) wird jetzt bei uns zur Behandlung des multiplen Myeloms eingeführt. Wegen der Gefahr schwerer Missbildungen muss der Wirkstoff über das Thalidomide-Celgene-Schwangerschafts-Präventions-Programm verschrieben und abgegeben werden.Show moreMultiples Myelom
12.08.2009, 22:00 Uhr
Tyrosinkinase-Inhibitoren verbessern die Prognose
Mit der Einführung des Tyrosinkinase-Inhibitors Imatinib hat sich die Prognose fortgeschrittener gastrointestinaler Stromatumore (GIST) deutlich verbessert. Aktuelle Studien befassen sich mit der Verbesserung der adjuvanten Therapie und einer differenzierten Behandlung fortgeschrittener Tumore.Show moreGastrointestinale Stromatumore
12.08.2009, 22:00 Uhr
Verkürzung der Behandlungsdauer durch Moxifloxacin?
Die lange Therapiedauer ist der wichtigste Grund für einen Misserfolg der Tuberkulosetherapie, denn vielen Patienten fehlt die Geduld für die monatelange regelmäßige Einnahme der Medikamente. Ergebnisse einer jüngst veröffentlichen Studie deuten darauf hin, dass ein Ersatz des standardmäßig eingesetzten Tuberkulosetherapeutikums Ethambutol durch das Chinolonantibiotikum Moxifloxacin die notwendige Therapiedauer weiter verkürzen könnte.Show moreTuberkulose
05.08.2009, 22:00 Uhr
Senken Statine bei Dialysepatienten das Risiko?
Dialysepatienten weisen ein hohes kardiovaskuläres Risiko auf. Die Therapie mit Statinen senkt zwar die Lipidwerte, hat aber keinen Einfluss auf kardiovaskuläre Ereignisse, wie eine jüngst veröffentlichte Langzeitstudie mit Rosuvastatin zeigte. Der Grund hierfür ist wahrscheinlich in pathogenetischen Besonderheiten der renalen Gefäßverkalkung zu suchen.Show moreKardiovaskuläre Erkrankungen
05.08.2009, 22:00 Uhr
Vandetanib hemmt zwei Rezeptortypen gleichzeitig
Während der Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology wurde eine neue, zielgerichtete Substanz vorgestellt, die sich in der Entwicklung befindet und die eine gute Wirksamkeit beim nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinom (NSCLC) in der Zweit-Linien-Therapie aufweisen konnte: Es konnte gezeigt werden, dass Vandetanib (Zactima®), wenn es einer Docetaxel-Therapie hinzugefügt wird, das progressionsfreie Überleben von Patienten mit nicht-kleinzelligem Bronchialkarzinom verlängert.Show moreBronchialkarzinom
05.08.2009, 22:00 Uhr
Orlistat wegen Hepatotoxizität unter Beobachtung
Auf der Liste potenziell gefährlicher Medikamente der amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA befindet sich auch das Diätmittel Orlistat (Xenical® , alli®). Besonderes Augenmerk wird auf eine mögliche Hepatotoxizität gelegt. In Deutschland kann das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte aus den Daten, wie sie derzeit vorliegen, keine steigende Zahl von Nebenwirkungsmeldungen erkennen.Show moreFDA
05.08.2009, 22:00 Uhr
Intranasales Fentanyl bei Durchbruchschmerzen
Als erstes Opioid mit schnellem Wirkeintritt wurde Fentanyl als Spray zur nasalen Anwendung (Instanyl®) von den europäischen Behörden zur Behandlung von Durchbruchschmerzen bei erwachsenen Tumorpatienten zugelassen, die wegen chronischer Schmerzen bereits eine Opioid-Basismedikation erhalten. Der Hersteller Nycomed beabsichtigt, Instanyl® im zweiten Halbjahr 2009 auf den Markt zu bringen.Show moreZulassung erteilt
05.08.2009, 22:00 Uhr
Herzerkrankungen und Psyche hängen zusammen
Dem Einfluss psychosozialer Faktoren auf die Entstehung und den Verlauf kardiovaskulärer Erkrankungen wird in den letzten Jahren verstärkt Bedeutung zugemessen. Zahlreiche Studien haben interessante Zusammenhänge aufgezeigt.Show moreKardiovaskuläre Risikofaktoren
05.08.2009, 22:00 Uhr
Gefitinib zur Behandlung des Lungenkarzinoms
Gefitinib (Iressa®) ist ein niedermolekularer selektiver Inhibitor der Tyrosinkinase des epidermalen Wachstumsfaktor-Rezeptors. Der neue Wirkstoff ist zur Erstlinientherapie von erwachsenen Patienten zugelassen, die an der lokal fortgeschrittenen oder metastasierenden Form des nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinoms leiden und bei denen aktivierende Mutationen dieser Tyrosinkinase nachgewiesen sind.Show moreTyrosinkinase-Hemmer
29.07.2009, 22:00 Uhr
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