Arzneimittel und Therapie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Topisches Testosteron + SGLT-2-Inhibitoren = Erythrozytoserisiko
Auch auf der Haut angewendetes Testosteron birgt das Risiko für Nebenwirkungen. Grund dafür ist die systemische Wirkung des lokal angewendeten Arzneimittels. Ein neu entdecktes Risiko ist die mögliche Interaktion bei gleichzeitiger Anwendung von SGLT-2-Inhibitoren und Testosteron. Show morearzneimittel-und-therapie
pharmazie
Interaktionen von Testosteron-Gelen
07.04.2026, 07:45 Uhr
Placeboeffekt im Rückenmark messbar
Die Schmerzwahrnehmung kann über psychologische Faktoren gesteuert werden. Für einen Placeboeffekt hatten Neurowissenschaftler bislang folgende Erklärung: Der Glaube an die Wirksamkeit eines Schmerzmittels veranlasst die Ausschüttung endogener Opiate im Gehirn. Jetzt wurde mithilfe der Kernspintomographie nachgewiesen, dass das Schmerzempfinden mit einer verringerten Nervenzellaktivität im Rückenmark einhergeht. Wenn ein Mensch keinen oder weniger Schmerz erwartet wird also bereits der Übergang von der Haut ins Rückenmark geblockt.Show moreSchmerzforschung
04.11.2009, 23:00 Uhr
Rosuvastatin zur Primärprophylaxe kardiovaskulärer Ereignisse
Eine weitere Analyse des Datenmaterials der 2008 veröffentlichten Jupiter-Studie ergab: Bei asymptomatischen Personen, die sich zu einer medikamentösen Prophylaxe kardiovaskulärer Ereignisse mithilfe von Statinen entschließen, sind die Senkung der LDL-Cholesterol-Werte und die Senkung des C-reaktiven Proteins wichtige Indikatoren für die erfolgreiche Behandlung mit dem Statin.Show moreStatintherapie
04.11.2009, 23:00 Uhr
Neuer DPP-4-Hemmer Saxagliptin eingeführt
Trotz einer Vielzahl an verfügbaren Therapieoptionen erreichen mehr als 50% der Typ-2-Diabetiker nicht die optimalen Blutzucker-Zielwerte. Dies hat zur Folge, dass viele Patienten unter schwerwiegenden Komplikationen wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Erblindung oder Amputationen leiden. Neue antidiabetische Wirkansätze wie die DPP-4-Hemmung könnten künftig zu einer besseren Blutzuckerkontrolle beitragen. Mit Saxagliptin (OnglyzaTM) wurde der dritte DPP-4-Inhibitor zugelassen.Show moreDiabetes mellitus Typ 2
04.11.2009, 23:00 Uhr
CAT: Neuer Kurztest für COPD-Patienten
Einfach und im Praxisalltag durchführbar, gleichzeitig zielgenau und wissenschaftlich abgesichert – ein solcher Test fehlte bislang für Patienten mit einer chronisch-obstruktiven Bronchialerkrankung (COPD). Für sie wurde ein Fragebogen entwickelt, der diese Hürden nehmen soll. Der COPD Assessment TestTM (CAT) erlaubt eine wiederholbare, validierte Beurteilung des Krankheitsverlaufs von COPD-Patienten in der Praxis.Show moreCOPD
04.11.2009, 23:00 Uhr
Nach Brustkrebsoperation Heben von Gewichten erlaubt
Entgegen den herkömmlichen Ratschlägen, nach einer Brustkrebsoperation den Arm zu schonen und keine schweren Lasten zu tragen, wirkt sich ein sukzessiv gesteigertes Gewichtheben nicht negativ auf die Symptomatik eines Lymphödems aus. Die zusätzliche Stärkung der Muskelkraft und gesundheitsökonomische Aspekte sprechen ebenfalls für eine maßvolle Belastung der Arme, so das Fazit einer amerikanischen Studie.Show moreLymphödem
04.11.2009, 23:00 Uhr
Biomarker Procalcitonin in Leitlinien aufgenommen
Der Biomarker Procalcitonin (PCT) ist in die neue S3-Leitlinie zu Epidemiologie, Diagnostik, antimikrobieller Therapie und dem Management erwachsener Patienten mit ambulant erworbenen tiefen Atemwegsinfektionen sowie Pneumonie aufgenommen worden. Das von der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) veröffentlichte Konsensdokument verweist insbesondere bei der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) und der ambulant erworbenen Pneumonie auf Procalcitonin als Entzündungsparameter.Show moreAtemwegsinfekte
04.11.2009, 23:00 Uhr
Fixe Dreifachkombination: HCT plus Valsartan plus Amlodipin
Mit ExforgeHCT® steht die erste fixe Dreifachkombination für die Therapie der Hypertonie zur Verfügung. Sie enthält die drei Antihypertensiva Amlodipin, Valsartan und Hydrochlorothiazid, die seit Langem in der Bluthochdruckbehandlung eingesetzt werden. Zugelassen ist das Präparat bei essenzieller Hypertonie als Ersatztherapie bei erwachsenen Patienten, deren Blutdruck durch die Kombination aus Amlodipin, Valsartan und Hydrochlorothiazid, die entweder in Form der drei einzelnen Komponenten oder als Zweierkombination und einer Einzelkomponente gegeben wurde, ausreichend kontrolliert ist.Show moreHypertonietherapie
04.11.2009, 23:00 Uhr
HIV-Impfstoffkombination bietet nur geringen Schutz
Ende September 2009 wurden erstmals Erfolge mit einem kombinierten HIV-1-Impfstoff vermeldet und die schon fast aufgegebene Hoffnung auf eine wirksame Vakzine gegen Aids keimte wieder auf. Jetzt wurde die zugrunde liegende Studie mit dem Namen RV144 im New England Journal of Medicine veröffentlicht. Nach der anfänglichen Euphorie macht sich nun Ernüchterung breit. Die Impfung bot nur einen geringen Schutz und könnte auch ein Zufallsergebnis gewesen sein.Show moreAids
28.10.2009, 23:00 Uhr
Indacaterol: Betamimetikum mit 24-Stunden-Wirkung
Ein rascher Wirkeintritt und vor allem die 24-stündige Wirkdauer, die eine nur einmal tägliche Inhalation möglich macht, sind Vorteile des neuen, damit praktisch ultra-langwirkenden Beta-2-Sympathomimetikums Indacaterol (vorgesehener Handelsname Onbrez®). Die Zulassung des Bronchodilatators zur Behandlung der COPD in den Stadien II bis IV wird nach Angaben des Herstellers noch in diesem Jahr erwartet.Show moreTherapie der COPD
28.10.2009, 23:00 Uhr
Tapentadol kombiniert zwei Wirkmechanismen
Tapentadol ist ein neues, zentral wirksames Analgetikum, das zur Behandlung von starken Schmerzen eingesetzt wird. Tapentadol wirkt als μ-Opioid- Rezeptor-Agonist und auch als Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmer. In den USA ist das neue Analgetikum bereits auf dem Markt, die Zulassung für Deutschland wird für 2010 erwartet.Show moreNeues Analgetikum
28.10.2009, 23:00 Uhr
Neuer TNF-alpha-Blocker für drei rheumatische Indikationen
In der Rheumatologie steht das siebte Biologikum zum Einsatz nach Versagen von DMARD-Therapien zur Verfügung: Golimumab (Simponi®), ein monoklonaler humaner IgG1-Antikörper, der das proinflammatorische Zytokin TNF α neutralisiert. Das biotechnologisch hergestellte Präparat erhielt gleichzeitig eine europaweite Zulassung für rheumatoide Arthritis, ankylosierende Spondylitis und Psoriasis-Arthritis. Eine Besonderheit ist die patientenfreundliche Anwendung. Golimumab muss nur einmal monatlich subkutan injiziert werden, entweder mit einer Fertigspritze oder auch via Autoinjektor durch den Patienten selbst.Show moreRheumatologie
28.10.2009, 23:00 Uhr
Paracetamolgabe kann Impferfolg beeinträchtigen
Die prophylaktische Paracetamolgabe bei einer Impfung kann die Immunantwort beeinträchtigen und zu einem verminderten Impfschutz führen, so das Fazit einer aktuellen tschechischen Untersuchung. Die Studienautoren raten daher von einer routinemäßigen Applikation des Analgetikums bei der Impfung ab.Show moreImpfungen in der Pädiatrie
28.10.2009, 23:00 Uhr
Botulinumtoxin Typ A speziell für die ästhetische Medizin
Die ästhetische Medizin wird immer populärer. Insbesondere Botulinumtoxin gegen kleinere und größere Fältchen erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Mit Azzalure® steht seit Kurzem ein Botulinumtoxin vom Typ A zur Verfügung, das speziell für die ästhetische Medizin entwickelt wurde. Zugelassen ist es für die Glättung der mittelstarken bis starken Glabellafalte.Show moreDas Ende der "Zornesfalte"
28.10.2009, 23:00 Uhr
Hohe Harnsäurespiegel bremsen Fortschreiten
Das Ergebnis ist nicht ganz neu: Bereits 2008 veröffentlichten US-amerikanische Wissenschaftler die Ergebnisse einer Studie, nach der Teilnehmer mit besonders hohen Harnsäurespiegeln zu Studienbeginn letztlich nur halb so häufig ernsthaft an Morbus Parkinson erkrankten. Die Auswertung einer seit 1987 laufenden Studie zur Therapie von Parkinson-Patienten kommt jetzt zu einem ähnlichen Ergebnis. Fraglich bleibt, ob diese Befunde zu einer Empfehlung für eine purinreiche Kost bei beginnender Parkinson-Erkrankung führen können.Show moreMorbus Parkinson
28.10.2009, 23:00 Uhr
NSAR schädigen auch die Darmmukosa
Enger als oft angenommen sind die Assoziationen zwischen Gelenkbeschwerden und Darmerkrankungen. Das gilt direkt auf der Krankheitsebene, ist aber auch bei der Therapie zu bedenken. Denn die üblicherweise bei rheumatischen Erkrankungen verordneten nicht-steroidalen Antirheumatika verursachen zum Teil erhebliche Komplikationen im Darmbereich – eine Nebenwirkung, die bislang noch wenig Beachtung findet.Show moreNicht-steroidale Antirheumatika
21.10.2009, 22:00 Uhr
Eng miteinander assoziiert: Herz und Schilddrüse
Subklinische Hypo- und Hyperthyreosen sind bei älteren Menschen besonders schwer zu erkennen und bleiben oft unbehandelt. Eine zielgerichtete Therapie ist jedoch häufig erforderlich, auch um kardiovaskuläre Risiken zu senken.Show moreSchilddrüsenfunktionsstörungen
21.10.2009, 22:00 Uhr
Neue Faktoren zur Früherkennung von Typ-1-Diabetes
Diabetes-Typ-1 ist die häufigste Stoffwechselerkrankung bei Kindern und Jugendlichen. Allein in Deutschland sind rund 11.000 Kinder betroffen. Das Durchschnittsalter der Kinder bei der Diagnose beträgt etwa achteinhalb Jahre. Da viele Betroffene bereits zu diesem Zeitpunkt schwere Stoffwechselschäden haben, ist eine Früherkennung der Erkrankung von erheblicher Bedeutung. Wissenschaftlern aus München und Dresden ist es jetzt gelungen, wichtige Marker zur Erweiterung des bisherigen Risiko-Screenings aufzudecken [1].Show moreAus der Forschung
21.10.2009, 22:00 Uhr
Nortriptylin und Gabapentin gemeinsam wirkungsvoller
Sowohl Nortriptylin als auch Gabapentin gelten als erste Wahl zur Behandlung neuropathischer Schmerzen. Der Behandlungserfolg der Monotherapie mit den Einzelsubstanzen wird jedoch durch das Auftreten von unerwünschten Nebenwirkungen limitiert, so dass in knapp zwei Drittel aller Fälle keine völlige Schmerzreduktion zu erreichen ist. Im Rahmen einer doppelblinden Cross-over-Studie wurde die effektivere Symptomreduktion einer zeitgleichen Kombination von Gabapentin und Nortriptylin im Vergleich zur Monotherapie nachgewiesen.Show moreNeuropathische Schmerzen
21.10.2009, 22:00 Uhr
Fortschritt durch weniger Nebenwirkungen und Interaktionen
Antikonvulsiva können gar nicht verträglich genug sein: 60% aller Betroffenen müssen die Anfallsblocker ein Leben lang einnehmen. Klassische Antiepileptika wie Carbamazepin, Phenytoin und Barbitale sind zwar wirksam, aber stark limitiert durch Nebenwirkungen und Interaktionen. Von einem neuen Antiepileptikum erwartet man heute nicht nur wirksame und anhaltende Anfallskontrolle, sondern auch begrenzte Nebenwirkungen und eine gute Kombinierbarkeit. Vielversprechend erscheint hier Eslicarbazepinacetat (Zebinix®), eine Weiterentwicklung von Carbamazepin.Show moreNeues Antiepileptikum
21.10.2009, 22:00 Uhr
Hydromorphon hat geringes Interaktionspotenzial
Die meisten älteren Menschen benötigen regelmäßig Arzneimittel, zum Beispiel wegen degenerativer Erkrankungen des Bewegungsapparates mit starken chronischen Schmerzen oder auch wegen verschiedener Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Schmerzmittel, die hier bei akuten Schmerzen eingesetzt werden, sollten also ein möglichst geringes Interaktionspotenzial aufweisen.Show moreSchmerztherapie
21.10.2009, 22:00 Uhr
Deutliche Hemmung der Progression unter CD52-Antikörper
Der CD52-Antikörper Alemtuzumab (MabCampath®) bewirkt bei Patienten mit schubförmiger multipler Sklerose eine signifikante Reduktion der mittleren jährlichen Schubrate. Der gentechnologisch hergestellte humanisierte monoklonale IgG1-Kappa-Antikörper, mit dem die Patienten nur einmal jährlich behandelt werden, hemmt außerdem die Progression von Behinderungen infolge der multiplen Sklerose.Show moreMultiple Sklerose
14.10.2009, 22:00 Uhr
Ulipristalacetat wirkt innerhalb von fünf Tagen
Der neue selektive Progesteronrezeptor-Modulator Ulipristalacetat (Ellaone®, engl. ausgesprochen "ella wan") ist zur Notfallkontrazeption innerhalb von 120 Stunden (fünf Tagen) nach einem ungeschützten Geschlechtsverkehr oder Versagen der Kontrazeption zugelassen. Damit ist Ulipristal länger wirksam als das Gestagen Levonorgestrel, das bisher als "Pille danach" (z. B. Unofem® , Levogynon®) verwendet wurde und innerhalb von drei Tagen wirkt.Show moreNotfallkontrazeption
14.10.2009, 22:00 Uhr
„Schwerwiegende Ereignisse mahnen zur Vorsicht!“
Immer wieder sorgen Berichte über schwere Nebenwirkungen nach einer HPV-Impfung für Verunsicherung, so auch der vor Kurzem gemeldete Tod eines zunächst für gesund befundenen britischen Mädchens wenige Stunden nach einer HPV-Impfung. Verantwortlich dafür soll eine schwere Tumorerkrankung gewesen sein. Wir haben mit Prof. Dr. Wolf-Dieter Ludwig, dem Vorsitzenden der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AKdÄ), über die Hintergründe zu dem Todesfall und die Sicherheit der HPV-Impfstoffe gesprochen.Show moreHPV-Impfung
14.10.2009, 22:00 Uhr
DPP-4-Hemmer Saxagliptin neu im Markt
Ab sofort ist mit Saxagliptin OnglyzaTM ein weiterer Dipeptidyl-Peptidase-4-(DPP-4)Hemmer zur Behandlung des Typ-2-Diabetes erhältlich. Damit stehen mit Vildagliptin (Galvus®) und Sitagliptin (Januvia® , Xelevia®) insgesamt drei orale DPP-4-Hemmer für die Diabetesbehandlung zur Verfügung. Sie sind nur in Kombination mit Metformin, Sulfonylharnstoffen oder Thiazolidindionen zugelassen.Show moreDiabetes mellitus Typ 2
14.10.2009, 22:00 Uhr
Kein neuer Neurokinin-1-Rezeptorantagonist
GlaxoSmithKline hat die Zulassungsanträge für den Neurokinin-1-Rezeptorantagonisten Casopitant bei chemotherapieinduzierter und postoperativer Übelkeit und Erbrechen zurückgezogen. Die Zulassung war im Juli 2008 bei der amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) und der European Medicines Agency (EMEA) eingereicht worden.Show moreZulassungsantrag für Casopitant zurückgezogen
14.10.2009, 22:00 Uhr
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