Arzneimittel und Therapie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Erster Kombinationsimpfstoff gegen Grippe und COVID zugelassen
Mit mCombriax® soll bald schon der erste mRNA-Kombinationsimpfstoff in ganz Europa auf den Markt eingeführt werden. Die Europäische Kommission hat die mRNA-Vakzine von Moderna Mitte April 2026 zugelassen.Show morearzneimittel-und-therapie
pharmazie
mRNA-Vakzine
23.04.2026, 13:00 Uhr
Antikörper Rituximab beeinflusst Grippeimpfung
Nach einer Behandlung mit dem CD20-Antikörper Rituximab (MabThera®) kann eine Impfung gegen die saisonale Grippe unwirksam sein, so das Ergebnis einer niederländischen Untersuchung an der Universität Groningen. Elf Patienten waren vier- bis sechs Wochen nach der Gabe von Rituximab mit dem üblichen trivalenten Impfstoff gegen die saisonale Grippe geimpft worden. Gegen keines der drei Impfstoffviren wurde ein ausreichender Antikörpertiter induziert.Show moreSaisonale Grippe
13.01.2010, 23:00 Uhr
Rasche Gewichtszunahme unter atypischen Neuroleptika
Gewichtszunahme ist eine bekannte Nebenwirkung atypischer Neuroleptika. In einer amerikanischen Studie nahmen Kinder und Jugendliche unter einer erstmaligen Behandlung mit Aripiprazol, Olanzapin, Quetiapin bzw. Risperidon jedoch ungewöhnlich rasch zu: innerhalb von nur elf Wochen gelangten zwischen 10 und 36% von ihnen in den Status des Übergewichts oder der Fettleibigkeit.Show moreAntipsychotika
13.01.2010, 23:00 Uhr
Molekularbiologisch zu neuen Wegen der Osteoporosetherapie
Die konventionelle Osteoporosetherapie mit Bisphosphonaten kann den weiteren Knochenabbau zwar erfolgreich stoppen und die Frakturrate stark senken, die Forschung konzentriert sich jedoch auf die Entwicklung knochenanaboler Medikamente. Das körpereigene Eiweiß Oncostatin M regelt sowohl den Knochenaufbau als auch -abbau. Hierfür sind zwei unterschiedliche Rezeptoren verantwortlich. Australische Forscher konnten jetzt im Tierversuch den für den Knochenabbau zuständigen Rezeptor ausschalten. Die Zahl der aufbauenden Knochenzellen und damit auch die Knochendichte stiegen daraufhin deutlich an.Show moreAus der Forschung
13.01.2010, 23:00 Uhr
Zusätzlicher Infektionsschutz für Säuglinge und Kleinkinder
Durch die Einführung eines neuen 13-valenten Pneumokokken-Konjugat-Impfstoffs wird der Infektionsschutz bei Säuglingen und Kleinkindern optimiert. Mit dem Vakzin, das sechs zusätzliche Serotypen umfasst und damit die breiteste Serotypenabdeckung bietet, können Kinder zwischen sechs Wochen und fünf Jahren geimpft werden, wobei die Umstellung auf den neuen Impfstoff jederzeit möglich ist.Show more13-valenter Pneumokokken-Konjugat-Impfstoff
06.01.2010, 23:00 Uhr
Suizid verhindern: Was können Antidepressiva?
Der Schweregrad einer Depression korreliert mit dem Selbstmordrisiko. Wie erkennt man Suizidalität? Gibt es spezielle "antisuizidale" Antidepressiva? Initial werden derzeit vier von fünf ambulanten depressiven Patienten mit einem selektiven Serotonin-Reuptake-Inhibitor (SSRI) behandelt. SSRI haben erheblich gegenüber klassischen Trizyklika gewonnen, weil sie verträglicher sind, bei vergleichbarer Wirksamkeit. Wirksamkeitsvergleiche mit Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmern (SNRI) fallen weniger einheitlich aus.Show moreSchwere Depression
06.01.2010, 23:00 Uhr
Canakinumab: Interleukin-Inhibitor gegen Entzündungen
Canakinumab (Ilaris®) ist ein vollständig humaner monoklonaler Antikörper gegen Interleukin 1 beta. Canakinumab verhindert die durch IL-1 beta induzierte Genaktivierung und Bildung von Entzündungsmediatoren, indem es die Interaktion mit IL-1-Rezeptoren blockiert. Canakinumab kommt zur Behandlung von Patienten ab vier Jahren auf den Markt, die an einem der drei Cryopyrin-assoziierten periodischen Syndrome (CAPS) leiden.Show moreNeues orphan drug
06.01.2010, 23:00 Uhr
FDA sieht kein erhöhtes Krebsrisiko unter Ezetimib
Mitte 2008 hatte die sogenannte SEAS-Studie für Aufsehen gesorgt. Sie ließ nicht nur Zweifel an der Wirksamkeit einer kombinierten Ezetimib- und Simvastatin-Behandlung aufkommen, sondern auch den Verdacht, dass durch Ezetimib das Krebsrisiko erhöht wird. Schon damals wurde vermutet, dass das statistisch signifikant erhöhte Krebsrisiko unter Ezetimib ein Zufallsbefund gewesen sein könnte. Nun gibt die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA Entwarnung: Ezetimib soll das Krebsrisiko nicht erhöhen.Show moreEntwarnung für Cholesterinsenker
06.01.2010, 23:00 Uhr
Antibiotikaresistenz durch Desinfektionsmittel
Bakterien können nicht nur gegen Antibiotika Resistenzen entwickeln, sondern auch gegen Desinfektionsmittel. Dabei ist es durchaus möglich, dass der Mechanismus, der zur Resistenz gegen ein Desinfektionsmittel führt, gleichzeitig die Empfindlichkeit gegen Antibiotika herabsetzt. So kann der Problemkeim Pseudomonas aeruginosa durch niedrige Konzentrationen von Benzalkoniumchlorid in die Lage versetzt werden, nicht nur das Desinfektionsmittel selber aus der Zelle zu pumpen, sondern auch das Antibiotikum Ciprofloxacin.Show moreHygiene
06.01.2010, 23:00 Uhr
Folsäuresupplementation mit erhöhtem Krebsrisiko assoziiert
Zwei aktuelle norwegische Studien weisen auf einen Zusammenhang zwischen der langfristigen Folsäurezufuhr und einer erhöhten Krebsinzidenz hin. Sollte dieses Ergebnis in weiteren Untersuchungen bestätigt werden, muss eine Anreicherung von Folaten in Lebensmitteln – wie bereits in einigen Ländern praktiziert – überdacht werden.Show moreFolsäure
06.01.2010, 23:00 Uhr
Kontroverse Diskussion zur HIV-Postexpositionsprophylaxe
Weltweit sind mehr als 33 Millionen Menschen HIV-infiziert; 7400 infizieren sich an jedem Tag. Die Zahl der Neuinfektionen ist in den letzten Jahren allerdings gesunken. In Deutschland betrug die Zahl der Menschen, die mit HIV/Aids leben, Ende 2008 zwischen 64.000 und 70.000. Die HIV-Postexpositionsprophylaxe (HIV-PEP), die "Pille danach", senkt das Infektionsrisiko nach Kontakt mit dem Virus. Die Anwendung dieser Kombination verschiedener antiviraler Medikamente nach möglicher HIV-Exposition ist aber nicht unumstritten [1].Show moreInfektionskrankheiten
06.01.2010, 23:00 Uhr
Schwache Daten für Neuraminidasehemmer
Eine aktuelle Metaanalyse bescheinigt Neuraminidasehemmern nur eine begrenzte Effektivität bezüglich der Influenzasymptome. Im Zusammenhang mit dieser Metaanalyse wurde zwischen dem Tamiflu® -Hersteller Roche und den Autoren des Cochrane-Reviews eine kontroverse Diskussion um die Offenlegung von Studiendaten geführt. Kommentatoren fordern einen transparenten Umgang mit Studienunterlagen.Show moreMetaanalyse
16.12.2009, 23:00 Uhr
Fortschritt bei der Behandlung von Vorhofflimmern
Das Antiarrhythmikum Dronedaron wurde Ende November zugelassen und wird als Multaq® 400 mg Tabletten ab Januar 2010 verfügbar sein. Es ist angezeigt bei erwachsenen, klinisch stabilen Patienten mit nicht-permanentem Vorhofflimmern, um das Wiederauftreten von Vorhofflimmern zu verhindern oder die ventrikuläre Herzfrequenz zu senken. Es ist das einzige Antiarrhythmikum, das bei Vorhofflimmer-Patienten nachweislich zu einer deutlichen Abnahme von kardiovaskulärbedingten Krankenhausaufenthalten oder Todesfällen führt.Show moreDronedaron
16.12.2009, 23:00 Uhr
Sulfonylharnstoffe erhöhen Mortalität
Die tägliche "Zuckertablette" ist nicht so harmlos wie ihre Bezeichnung im Volksmund suggeriert. Das kardiovaskuläre Risikoprofil oraler Antidiabetika birgt noch offene Fragen. Eine retrospektive Kohortestudie des Imperial College of London stellte sich der Aufgabe, Mortalität, kongestive Herzinsuffizienz und die Zahl der Herzinfarkte unter oralen Antidiabetika zu untersuchen. Die Ergebnisse könnten lang gehegte Therapiegewohnheiten ändern – zum Wohle der Patienten.Show moreOrale Antidiabetika
16.12.2009, 23:00 Uhr
Deutlich mehr Infektionen auf Intensivstationen
Trotz aller Bemühungen zur Eindämmung nosokomialer Infektionen hat sich die Zahl der infizierten Patienten auf Intensivstationen weiter erhöht. Das ergab die bislang weltweit größte Studie, deren Ergebnisse jetzt im US-amerikanischen Fachjournal JAMA veröffentlicht wurden [1]. Von den mehr als 14.000 Patienten, zu denen Angaben gemacht wurden, litten etwa die Hälfte an einer Infektion, deutlich mehr als 1995. Seinerzeit wurde von weniger als 45% Infizierten berichtet. Auch das Erregerspektrum hat sich in diesem Zeitraum erheblich verändert.Show moreNosokomiale Infektionen
16.12.2009, 23:00 Uhr
Schmerzreduktion verbessert Therapieerfolg
Schmerzen im Rahmen einer Depression verringern die Chance, die Erkrankung insgesamt erfolgreich behandeln zu können. Umgekehrt steigt die Wahrscheinlichkeit für einen langfristigen Therapieerfolg, wenn komorbide Schmerzen frühzeitig auf eine Behandlung ansprechen. Der duale Serotonin- und Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer Duloxetin (Cymbalta®) erweist sich gerade im Hinblick auf eine frühe Schmerzreduktion als wirksam und verbessert damit die Aussichten auf eine erfolgreiche Depressionstherapie mit anhaltender Remission.Show moreDepressionen
16.12.2009, 23:00 Uhr
BfArM will Datenlage prüfen
Es ist unbestritten, dass bei systemischer Anwendung von Diclofenac Leberschäden auftreten können. In den USA muss nun auch bei topischen Diclofenac-haltigen Zubereitungen in den Produktinformationen auf das Risiko hingewiesen werden. In Deutschland wurde bislang keine Notwendigkeit gesehen, entsprechende Hinweise aufzunehmen. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) teilte jedoch auf Anfrage mit, dass es vor dem Hintergrund der Maßnahmen in den USA prüfen werde, ob Einschränkungen der Anwendung topischer Diclofenac-haltiger Zubereitungen notwendig sind.Show moreLeberschäden unter topischem Diclofenac?
16.12.2009, 23:00 Uhr
Frühe Behandlung reduziert Risiken für Mutter und Kind
Die Folgen westlichen Lebenswandels machen auch vor Schwangerschaftsvorsorge und Kreißsaal nicht halt. Gestationsdiabetes ist ein international wachsendes Problem mit einer Häufigkeit zwischen 1 und 20% aller Schwangerschaften und ein Risikofaktor für eine Reihe von Komplikationen für Mutter und Kind. Der Grenzwert, ab dem eine mütterliche Glucoseintoleranz behandelt werden sollte, ist allerdings noch unklar. Eine randomisierte Studie untersuchte nun in den USA den Nutzen einer frühen Therapie des milden Gestationsdiabetes.Show moreGestationsdiabetes
09.12.2009, 23:00 Uhr
Neuer aggressiver Salmonellen-Stamm in Afrika
Seit einigen Jahren wird aus Afrika über eine Erkrankung mit schweren Verläufen berichtet, deren eigentliche Ursache unbekannt war. Zunächst wurde vermutet, dass eine Immunschwäche der Patienten, die häufig HIV-infiziert waren oder an Malaria, Anämie oder Unterernährung litten, der Grund für diese schweren Erkrankungen ist. Wie eine Forschergruppe jetzt nachweisen konnte, ist es vielmehr zur Ausbreitung eines neuen Stamms von Salmonella typhimurium gekommen, der wie der Typhuserreger an den Menschen angepasst und gegen verschiedene Antibiotika resistent ist.Show moreInfektionskrankheiten
09.12.2009, 23:00 Uhr
Warnung vor Leberschäden auch bei Diclofenac-Gel
Mit einem Healthcare Professional Letter wurde in den USA darauf hingewiesen, dass die Fachinformationen aller Diclofenac-haltiger Produkte bezüglich möglicher Leberschäden aktualisiert worden sind. Aufgenommen wurden neue Warnhinweise und Anweisungen für die Durchführung von Leberfunktionstests während der Therapie. Diese Hinweise müssen auch bei topischen Diclofenac-haltigen Präparaten (diclofenac sodium topical gel 1%) aufgeführt werden.Show moreFDA
09.12.2009, 23:00 Uhr
Teratogenes Risiko von Valproinsäure beachten
Die FDA appelliert eindringlich an Ärzte, bei Verschreibung von Valproinsäure, Natriumvalproat und Divalproex Sodium das hohe teratogene Risiko in Form von Neuralrohr- und anderen Defekten bei Anwendung in der Schwangerschaft zu beachten. Frauen im gebärfähigen Alter müssen unbedingt über die Risiken aufgeklärt werden und auf einen effektiven Konzeptionsschutz achten.Show moreFDA-Appell
09.12.2009, 23:00 Uhr
Neue fachübergreifende S3-Leitlinie „Demenzen“
Auf der diesjährigen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) wurde eine neue S3-Leitlinie zu Demenzerkrankungen vorgestellt. S3 bezeichnet dabei die höchstmögliche Entwicklungsstufe einer derartigen Leitlinie. Das heißt, die darin enthaltenen Aussagen basieren auf systematischen Evidenz-Recherchen und einem Konsensprozess unter Beteiligung nahezu aller Gesellschaften und Verbände, die Demenzkranke behandeln und betreuen.Show moreTherapie von Demenzerkrankungen
09.12.2009, 23:00 Uhr
Neue Galenik für die Langzeittherapie
In der Behandlung der Schizophrenie stellt die Langzeittherapie eine besondere Herausforderung dar. Häufig kommt es zu folgenschweren Rückfällen. Sehr oft ist dafür mangelnde Compliance verantwortlich. Eine Option, die Einnahmetreue von Schizophrenie-Patienten zu verbessern, bietet die neue Formulierung des atypischen Neuroleptikums Olanzapin (ZypAdhera®) als Depot-Injektionssuspension, die ein Applikationsintervall von zwei oder vier Wochen ermöglicht.Show moreSchizophrenie
09.12.2009, 23:00 Uhr

„Synthetische Letalität“ durch PARP-Inhibitoren
Mithilfe eines neuen Wirkstoffs, der bei bestimmten Tumorzellen die DNA-Reparatur unterbindet, gesunde Zellen aber nicht tangiert, konnten in einer ersten klinischen Phase-I-Studie bemerkenswerte Ergebnisse festgestellt werden. So wurden mit dem PARP1-Inhibitor Olaparib bei austherapierten Patienten mit Mamma-, Ovarial- oder Prostatakarzinomen teilweise langfristige Remissionen erzielt.Show moreNeuer onkologischer Therapieansatz
09.12.2009, 23:00 Uhr
Erster elektronischer Injektor für die Interferon-beta-Therapie
Die Therapie der multiplen Sklerose mit Beta-Interferonen erfordert vom Patienten mehrmals wöchentliche Injektionen. Mit RebiSmart™ steht nun der erste elektronische Injektor zur Verfügung. Er soll die Selbstinjektion von Interferon beta-1a erleichtern und die für die Dauertherapie notwendige Patientencompliance fördern.Show moreMultiple Sklerose
02.12.2009, 23:00 Uhr
Dronedaron kontrolliert Herzrhythmus und -frequenz
Dronedaron (Multaq®) hat von der Europäischen Kommission die Zulassung für Patienten mit Vorhofflimmern erhalten, nachdem im September eine positive Empfehlung ausgesprochen wurde. Dronedaron ist angezeigt bei erwachsenen, klinisch stabilen Patienten mit nicht-permanentem Vorhofflimmern, um das Wiederauftreten von Vorhofflimmern zu verhindern oder die ventrikuläre Herzfrequenz zu senken. Die Einführung soll im Januar 2010 erfolgen.Show moreNeues Antiarrhythmikum
02.12.2009, 23:00 Uhr
Periphere arterielle Verschlusskrankheit - Pathogenese und Symptome
Die periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) beschreibt in Analogie zur Schädigung der Gehirnarterien die Atherosklerose in den Extremitätenarterien, überwiegend in den Beinen und im Becken. Im Endstadium kommt es zu erheblichen Einschränkungen des Gehens und einer deutlichen Verkürzung der Lebenserwartung. Die pAVK ist mit einem hohen Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall verbunden und muss genauso intensiv wie diese Organischämien behandelt werden.Show more02.12.2009, 23:00 Uhr
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