Arzneimittel und Therapie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Topisches Testosteron + SGLT-2-Inhibitoren = Erythrozytoserisiko
Auch auf der Haut angewendetes Testosteron birgt das Risiko für Nebenwirkungen. Grund dafür ist die systemische Wirkung des lokal angewendeten Arzneimittels. Ein neu entdecktes Risiko ist die mögliche Interaktion bei gleichzeitiger Anwendung von SGLT-2-Inhibitoren und Testosteron. Show morearzneimittel-und-therapie
pharmazie
Interaktionen von Testosteron-Gelen
07.04.2026, 07:45 Uhr
Schwache Daten für Neuraminidasehemmer
Eine aktuelle Metaanalyse bescheinigt Neuraminidasehemmern nur eine begrenzte Effektivität bezüglich der Influenzasymptome. Im Zusammenhang mit dieser Metaanalyse wurde zwischen dem Tamiflu® -Hersteller Roche und den Autoren des Cochrane-Reviews eine kontroverse Diskussion um die Offenlegung von Studiendaten geführt. Kommentatoren fordern einen transparenten Umgang mit Studienunterlagen.Show moreMetaanalyse
16.12.2009, 23:00 Uhr
Fortschritt bei der Behandlung von Vorhofflimmern
Das Antiarrhythmikum Dronedaron wurde Ende November zugelassen und wird als Multaq® 400 mg Tabletten ab Januar 2010 verfügbar sein. Es ist angezeigt bei erwachsenen, klinisch stabilen Patienten mit nicht-permanentem Vorhofflimmern, um das Wiederauftreten von Vorhofflimmern zu verhindern oder die ventrikuläre Herzfrequenz zu senken. Es ist das einzige Antiarrhythmikum, das bei Vorhofflimmer-Patienten nachweislich zu einer deutlichen Abnahme von kardiovaskulärbedingten Krankenhausaufenthalten oder Todesfällen führt.Show moreDronedaron
16.12.2009, 23:00 Uhr
Sulfonylharnstoffe erhöhen Mortalität
Die tägliche "Zuckertablette" ist nicht so harmlos wie ihre Bezeichnung im Volksmund suggeriert. Das kardiovaskuläre Risikoprofil oraler Antidiabetika birgt noch offene Fragen. Eine retrospektive Kohortestudie des Imperial College of London stellte sich der Aufgabe, Mortalität, kongestive Herzinsuffizienz und die Zahl der Herzinfarkte unter oralen Antidiabetika zu untersuchen. Die Ergebnisse könnten lang gehegte Therapiegewohnheiten ändern – zum Wohle der Patienten.Show moreOrale Antidiabetika
16.12.2009, 23:00 Uhr
Deutlich mehr Infektionen auf Intensivstationen
Trotz aller Bemühungen zur Eindämmung nosokomialer Infektionen hat sich die Zahl der infizierten Patienten auf Intensivstationen weiter erhöht. Das ergab die bislang weltweit größte Studie, deren Ergebnisse jetzt im US-amerikanischen Fachjournal JAMA veröffentlicht wurden [1]. Von den mehr als 14.000 Patienten, zu denen Angaben gemacht wurden, litten etwa die Hälfte an einer Infektion, deutlich mehr als 1995. Seinerzeit wurde von weniger als 45% Infizierten berichtet. Auch das Erregerspektrum hat sich in diesem Zeitraum erheblich verändert.Show moreNosokomiale Infektionen
16.12.2009, 23:00 Uhr
Schmerzreduktion verbessert Therapieerfolg
Schmerzen im Rahmen einer Depression verringern die Chance, die Erkrankung insgesamt erfolgreich behandeln zu können. Umgekehrt steigt die Wahrscheinlichkeit für einen langfristigen Therapieerfolg, wenn komorbide Schmerzen frühzeitig auf eine Behandlung ansprechen. Der duale Serotonin- und Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer Duloxetin (Cymbalta®) erweist sich gerade im Hinblick auf eine frühe Schmerzreduktion als wirksam und verbessert damit die Aussichten auf eine erfolgreiche Depressionstherapie mit anhaltender Remission.Show moreDepressionen
16.12.2009, 23:00 Uhr
BfArM will Datenlage prüfen
Es ist unbestritten, dass bei systemischer Anwendung von Diclofenac Leberschäden auftreten können. In den USA muss nun auch bei topischen Diclofenac-haltigen Zubereitungen in den Produktinformationen auf das Risiko hingewiesen werden. In Deutschland wurde bislang keine Notwendigkeit gesehen, entsprechende Hinweise aufzunehmen. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) teilte jedoch auf Anfrage mit, dass es vor dem Hintergrund der Maßnahmen in den USA prüfen werde, ob Einschränkungen der Anwendung topischer Diclofenac-haltiger Zubereitungen notwendig sind.Show moreLeberschäden unter topischem Diclofenac?
16.12.2009, 23:00 Uhr
Frühe Behandlung reduziert Risiken für Mutter und Kind
Die Folgen westlichen Lebenswandels machen auch vor Schwangerschaftsvorsorge und Kreißsaal nicht halt. Gestationsdiabetes ist ein international wachsendes Problem mit einer Häufigkeit zwischen 1 und 20% aller Schwangerschaften und ein Risikofaktor für eine Reihe von Komplikationen für Mutter und Kind. Der Grenzwert, ab dem eine mütterliche Glucoseintoleranz behandelt werden sollte, ist allerdings noch unklar. Eine randomisierte Studie untersuchte nun in den USA den Nutzen einer frühen Therapie des milden Gestationsdiabetes.Show moreGestationsdiabetes
09.12.2009, 23:00 Uhr
Neuer aggressiver Salmonellen-Stamm in Afrika
Seit einigen Jahren wird aus Afrika über eine Erkrankung mit schweren Verläufen berichtet, deren eigentliche Ursache unbekannt war. Zunächst wurde vermutet, dass eine Immunschwäche der Patienten, die häufig HIV-infiziert waren oder an Malaria, Anämie oder Unterernährung litten, der Grund für diese schweren Erkrankungen ist. Wie eine Forschergruppe jetzt nachweisen konnte, ist es vielmehr zur Ausbreitung eines neuen Stamms von Salmonella typhimurium gekommen, der wie der Typhuserreger an den Menschen angepasst und gegen verschiedene Antibiotika resistent ist.Show moreInfektionskrankheiten
09.12.2009, 23:00 Uhr
Warnung vor Leberschäden auch bei Diclofenac-Gel
Mit einem Healthcare Professional Letter wurde in den USA darauf hingewiesen, dass die Fachinformationen aller Diclofenac-haltiger Produkte bezüglich möglicher Leberschäden aktualisiert worden sind. Aufgenommen wurden neue Warnhinweise und Anweisungen für die Durchführung von Leberfunktionstests während der Therapie. Diese Hinweise müssen auch bei topischen Diclofenac-haltigen Präparaten (diclofenac sodium topical gel 1%) aufgeführt werden.Show moreFDA
09.12.2009, 23:00 Uhr
Teratogenes Risiko von Valproinsäure beachten
Die FDA appelliert eindringlich an Ärzte, bei Verschreibung von Valproinsäure, Natriumvalproat und Divalproex Sodium das hohe teratogene Risiko in Form von Neuralrohr- und anderen Defekten bei Anwendung in der Schwangerschaft zu beachten. Frauen im gebärfähigen Alter müssen unbedingt über die Risiken aufgeklärt werden und auf einen effektiven Konzeptionsschutz achten.Show moreFDA-Appell
09.12.2009, 23:00 Uhr
Neue fachübergreifende S3-Leitlinie „Demenzen“
Auf der diesjährigen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) wurde eine neue S3-Leitlinie zu Demenzerkrankungen vorgestellt. S3 bezeichnet dabei die höchstmögliche Entwicklungsstufe einer derartigen Leitlinie. Das heißt, die darin enthaltenen Aussagen basieren auf systematischen Evidenz-Recherchen und einem Konsensprozess unter Beteiligung nahezu aller Gesellschaften und Verbände, die Demenzkranke behandeln und betreuen.Show moreTherapie von Demenzerkrankungen
09.12.2009, 23:00 Uhr
Neue Galenik für die Langzeittherapie
In der Behandlung der Schizophrenie stellt die Langzeittherapie eine besondere Herausforderung dar. Häufig kommt es zu folgenschweren Rückfällen. Sehr oft ist dafür mangelnde Compliance verantwortlich. Eine Option, die Einnahmetreue von Schizophrenie-Patienten zu verbessern, bietet die neue Formulierung des atypischen Neuroleptikums Olanzapin (ZypAdhera®) als Depot-Injektionssuspension, die ein Applikationsintervall von zwei oder vier Wochen ermöglicht.Show moreSchizophrenie
09.12.2009, 23:00 Uhr

„Synthetische Letalität“ durch PARP-Inhibitoren
Mithilfe eines neuen Wirkstoffs, der bei bestimmten Tumorzellen die DNA-Reparatur unterbindet, gesunde Zellen aber nicht tangiert, konnten in einer ersten klinischen Phase-I-Studie bemerkenswerte Ergebnisse festgestellt werden. So wurden mit dem PARP1-Inhibitor Olaparib bei austherapierten Patienten mit Mamma-, Ovarial- oder Prostatakarzinomen teilweise langfristige Remissionen erzielt.Show moreNeuer onkologischer Therapieansatz
09.12.2009, 23:00 Uhr
Erster elektronischer Injektor für die Interferon-beta-Therapie
Die Therapie der multiplen Sklerose mit Beta-Interferonen erfordert vom Patienten mehrmals wöchentliche Injektionen. Mit RebiSmart™ steht nun der erste elektronische Injektor zur Verfügung. Er soll die Selbstinjektion von Interferon beta-1a erleichtern und die für die Dauertherapie notwendige Patientencompliance fördern.Show moreMultiple Sklerose
02.12.2009, 23:00 Uhr
Dronedaron kontrolliert Herzrhythmus und -frequenz
Dronedaron (Multaq®) hat von der Europäischen Kommission die Zulassung für Patienten mit Vorhofflimmern erhalten, nachdem im September eine positive Empfehlung ausgesprochen wurde. Dronedaron ist angezeigt bei erwachsenen, klinisch stabilen Patienten mit nicht-permanentem Vorhofflimmern, um das Wiederauftreten von Vorhofflimmern zu verhindern oder die ventrikuläre Herzfrequenz zu senken. Die Einführung soll im Januar 2010 erfolgen.Show moreNeues Antiarrhythmikum
02.12.2009, 23:00 Uhr
Periphere arterielle Verschlusskrankheit - Pathogenese und Symptome
Die periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) beschreibt in Analogie zur Schädigung der Gehirnarterien die Atherosklerose in den Extremitätenarterien, überwiegend in den Beinen und im Becken. Im Endstadium kommt es zu erheblichen Einschränkungen des Gehens und einer deutlichen Verkürzung der Lebenserwartung. Die pAVK ist mit einem hohen Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall verbunden und muss genauso intensiv wie diese Organischämien behandelt werden.Show more02.12.2009, 23:00 Uhr
Herstellung rekombinanter therapeutischer Proteine
"The process is the product". Mit diesem Schlagwort kann die Besonderheit eines Biopharmazeutikums charakterisiert werden, dessen biologische und klinische Qualität wesentlich von seinen Herstellungs- und Reinigungsverfahren abhängt. Um Wirksamkeit, Sicherheit und Reinheit zu gewährleisten, sind neben kontinuierlichen Kontrollen spezifizierte und reproduzierbare Prozessabläufe erforderlich.Show moreBiopharmazeutika
02.12.2009, 23:00 Uhr
Moderne Immunsuppressiva bei überschießender Reaktion
Bei Autoimmunerkrankungen wie etwa Psoriasis, rheumatoider Arthritis oder multipler Sklerose liegt eine fehlerhafte Regulierung des Immunsystems vor, was sich in chronischen Entzündungen und degenerativen, destruktiven Prozessen niederschlägt. Einblicke in die Pathophysiologie der zugrunde liegenden Vorgänge haben zu neuen Therapieansätzen geführt, die beim diesjährigen Heidelberger Herbstkongress der Landesapothekerkammer Baden-Württemberg vorgestellt wurden.Show moreImmunologie
02.12.2009, 23:00 Uhr

Periphere arterielle Verschlusskrankheit - Go and stop
Eine Arteriosklerose schädigt nicht nur Gefäße in Herz und Gehirn, sondern in besonderer Weise auch die Arterien der Extremitäten. Nach den Erkrankungen des Herzens und dem Schlaganfall steht daher in dieser Folge die periphere arterielle Verschlusskrankheit – pAVK– im Focus. Bekannt ist vor allem die "Schaufenster"-Krankheit, also die pAVK der Beine. Sie ist derart schmerzhaft, dass die Betroffenen immer wieder gezwungen sind, stehen zu bleiben. Mit diesem Beitrag schließt der erste Teil von Pharmako-logisch! zur Pharmakotherapie der kardio-neuro-vaskulären Krankheiten und des metabolischen Syndroms. | Von Prof. Dr. med. Thomas HerdegenShow more02.12.2009, 23:00 Uhr
Plerixafor mobilisiert hämatopoetische Stammzellen
Plerixafor (Mozobil®) soll in Kombination mit dem Granulozyten-Kolonie-stimulierenden Faktor (G-CSF) die Mobilisierung von hämatopoetischen Stammzellen in das periphere Blut verbessern, damit diese entnommen und anschließend autolog transplantiert werden können, wenn Patienten mit Lymphom und multiplem Myelom nicht ausreichend Stammzellen mobilisieren.Show moreCXCR4-Rezeptorantagonist
02.12.2009, 23:00 Uhr
Keine stärkere Sertralinwirkung durch Omega-3-Fettsäuren
Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) sind in der Behandlung von Depressionen seit vielen Jahren etabliert. Eine amerikanische Studie hat jetzt die Hypothese getestet, ob sich das Ansprechen auf den SSRI Sertralin durch die gleichzeitige Gabe von Omega-3-Fettsäuren noch verstärken lässt – jedoch ohne Erfolg.Show moreTherapie der Major Depression
02.12.2009, 23:00 Uhr
Sind Retroviren für chronische Müdigkeit verantwortlich?
Das chronische Müdigkeits- oder Erschöpfungssyndrom ist eine unscharf definierte Erkrankung, die neben der charakteristischen geistigen und körperlichen Erschöpfung eine spezifische Kombination weiterer Symptome zeigt. Dazu gehören z. B. Kopf-, Hals-, Gelenk- und Muskelschmerzen, aber auch Schlaf-, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen. US-Wissenschaftler haben jetzt für die überwiegende Mehrzahl der Patienten Antikörper gegen ein Retrovirus nachgewiesen. Zwei Drittel der Patienten waren mit dem Virus infiziert.Show moreChronisches Erschöpfungssyndrom
02.12.2009, 23:00 Uhr
Der Schlaganfall - Die Pathophysiologie
Jährlich erleiden in Deutschland 200.000 Menschen ihren ersten Schlaganfall. Insgesamt sind in Deutschland etwa eine Million Menschen von den Folgen betroffen, die meisten von ihnen sind älter als 65 Jahre. Im höheren Lebensalter sind die Gefäßschäden vermehrt und die regenerativen und neuroplastischen Fähigkeiten des Gehirns eingeschränkt. Mit über 65.000 Todesfällen belegt der Schlaganfall Platz 3 der deutschen Todesursachenstatistik (2006). Männer sind um 30% häufiger betroffen als Frauen. Ab dem 85. Lebensjahr überwiegt die Sterblichkeit bei Frauen.Show more25.11.2009, 23:00 Uhr
Erhöhtes kardiovaskuläres Risiko unter Sibutramin
Die FDA weist auf die Möglichkeit eines erhöhten kardiovaskulären Risikos bei Einnahme des Appetitzüglers Sibutramin (Reductil®) hin. Hintergrund sind vorläufige Ergebnisse einer Studie, die zeigen sollte, dass eine Gewichtsreduktion mithilfe von Sibutramin das kardiovaskuläre Risiko senkt. Anders als erwartet scheint Sibutramin jedoch das Risiko zu erhöhen.Show moreAppetitzügler
25.11.2009, 23:00 Uhr
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