Arzneimittel und Therapie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Erster Kombinationsimpfstoff gegen Grippe und COVID zugelassen
Mit mCombriax® soll bald schon der erste mRNA-Kombinationsimpfstoff in ganz Europa auf den Markt eingeführt werden. Die Europäische Kommission hat die mRNA-Vakzine von Moderna Mitte April 2026 zugelassen.Show morearzneimittel-und-therapie
pharmazie
mRNA-Vakzine
23.04.2026, 13:00 Uhr
Mit Sauerstoff gegen den Schmerz
Cluster-Kopfschmerz ist ein quälendes primäres Kopfschmerz-Syndrom, das durch extrem starke periodisch wiederkehrende Schmerzattacken geprägt ist. Aktuell sind die Serotonin-Antagonisten Sumatriptan und Zolmitriptan für die Behandlung akuter Cluster-Schmerzattacken zugelassen. Es gibt schon seit Langem Hinweise darauf, dass die Inhalation von hochkonzentriertem medizinischem Sauerstoff die Schmerzattacken effektiv bekämpft. Eine Studie bestätigte jetzt diese Hinweise und leistet so einen Beitrag zur Etablierung einer wirksamen und nebenwirkungsarmen Alternative zur Triptan-Therapie.Show moreCluster-Kopfschmerzen
03.02.2010, 23:00 Uhr
Kombination aus molekularer und morphologischer Bildgebung
Durch eine Kombination aus Positronen-Emissions-Tomographie (PET) und Computertomographie (CT) werden optimale Auflösung und eine hohe Empfindlichkeit miteinander verknüpft, so dass kleinste Tumore nachgewiesen werden können. Das bildgebende Verfahren kann neben der Diagnostik auch zur frühzeitigen Verlaufskontrolle und Optimierung der Therapie eingesetzt werden.Show morePET/CT-Diagnostik
03.02.2010, 23:00 Uhr
Genomanalyse zeigt globale und lokale MRSA-Ausbreitung
Gegen Antibiotika resistente Staphylococcus-aureus-Stämme (MRSA) sind mittlerweile weltweit als Erreger nosokomialer Infektionen gefürchtet. Wissenschaftler vom Wellcome Trust Sanger Institute in Cambridge haben jetzt mit modernen Techniken das gesamte Genom von 42 MRSA-Isolaten verglichen, die zwischen 1982 und 2003 an verschiedenen Orten der Erde gesammelt wurden, und so einen genetischen "Stammbaum" der Bakterien entwickelt. Aber auch die Verbreitung des Keimes innerhalb des Klinikbetriebs kann auf diese Weise genau nachvollzogen werden.Show moreInfektionskrankheiten
03.02.2010, 23:00 Uhr
Blutplättchen vermehren sich selbst ohne Zellkern
Thrombozyten oder Blutplättchen sind essenziell für Blutgerinnung und Blutstillung. Ihre Aufgabe ist es, Wunden zu verschließen und somit einen Blutverlust und das Eindringen von potenziellen Krankheitserregern zu verhindern. Eine internationale Gruppe von Wissenschaftlern entdeckte jetzt, dass sie sich vermehren können, obwohl sie keinen Zellkern mit Erbsubstanz besitzen.Show moreAus der Forschung
03.02.2010, 23:00 Uhr
Erster therapeutischer Krebsimpfstoff für Hunde zugelassen
Das amerikanische US-Ministerium für Landwirtschaft (USDA) hat den ersten therapeutischen Krebsimpfstoff für Hunde zugelassen. Das Mittel gegen Melanome wurde unter dem Markennamen Oncept™ von dem amerikanischen Unternehmen Merial entwickelt, einer Tochterfirma von Sanofi-Aventis. Die Technologie für dieses Produkt stammt vom kalifornischen Impfstoffspezialisten Vical, der in einer klinischen Phase-III-Studie einen ähnlichen Impfstoff für Menschen gegen metastasierenden Hautkrebs testet. Die Ergebnisse dieser Studie sollen noch in diesem Jahr vorgelegt werden.Show moreOnkologie
27.01.2010, 23:00 Uhr
Sibutramin-Vermarktung wird europaweit ausgesetzt
Ende November 2009 hatte die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA vorläufige Ergebnisse einer Sibutramin-Studie zum Anlass genommen, auf ein erhöhtes kardiovaskuläres Risiko unter diesem Appetitzügler hinzuweisen. Inzwischen hat der Ausschuss für Humanarzneimittel der EMA die Datenlage bewertet und das Ruhen der Zulassung für die europäischen Mitgliedstaaten empfohlen. Als Konsequenz daraus werden nun europaweit alle Sibutramin-haltigen Arzneimittel vom Markt genommen.Show moreNeue Risikobeurteilung
27.01.2010, 23:00 Uhr
Fingolimod vermindert Schübe bei multipler Sklerose
In zwei klinischen Studien der Phase III mit Patienten mit schubförmiger multipler Sklerose verringerte sich durch die Therapie mit Fingolimod die Schubhäufigkeit um 54 bis 60% im Vergleich zu Placebo und um 38 bis 52% im Vergleich zu einer Interferontherapie. In Europa und den USA wurden bereits Zulassungsanträge für das neue Immunsuppressivum gestellt.Show moreNeues Immunsuppressivum
27.01.2010, 23:00 Uhr
Levetiracetam auch als Zusatztherapie für Kleinkinder
Die Europäische Kommission hat die Zulassung von Levetiracetam (Keppra®) für die Zusatzbehandlung fokaler Anfälle mit und ohne sekundärer Generalisierung bei Säuglingen mit Epilepsie ab einem Alter von einem Monat bis zum vollendeten dritten Lebensjahr erweitert, zusätzlich zur bisherigen Indikation für Kinder ab vier Jahren und Erwachsene.Show moreZulassungserweiterung
27.01.2010, 23:00 Uhr
Für die Lebensqualität: Ein zweifaches Tabu behandeln
Liebe und Sexualität spielen im Alter eine größere Rolle als gemeinhin angenommen. Als Hemmschuh wirken soziale, aber auch körperliche Faktoren: Schon eine überaktive Blase kann Libido und sexuelle Aktivität vor allem bei Frauen lahm legen. Erst recht eine Inkontinenz. Darüber sprechen ältere Menschen von sich aus kaum. Fachleute müssen sie auf die Tabuthemen ansprechen. Für urologische wie für sexuelle Störungen gibt es (geschlechts-)spezifische Therapien; allerdings beeinträchtigen zahlreiche Medikamente ausgerechnet Libido und Potenz.Show moreHarninkontinenz und Sexualität
27.01.2010, 23:00 Uhr
Zu häufig verordnet: Antibiotika bei Atemwegsinfekten
Apotheker wissen es, Ärzte auch: Bei Atemwegsinfekten wird oft viel zu häufig zu einem Antibiotikum gegriffen. Die Gründe dafür sind vielfältig. Doch die Zahl der Antibiotikaverordnungen lässt sich senken. Und zwar dann, wenn Ärzte und Patienten besser miteinander kommunizieren, denn eine verbesserte Arzt-Patienten-Kommunikation verändert das Verordnungsverhalten.Show moreInfekte der Atemwege
27.01.2010, 23:00 Uhr
Telomerasehemmer Imetelstat bei Hirntumoren wirksam?
Imetelstat wird bereits in klinischen Studien als Wirkstoff gegen Brust- und Lungenkrebs untersucht. Er könnte aber auch gegen Hirntumore wirksam sein. Die Substanz hemmt die Aktivität der Telomerase. Dieses Enzym gilt als ein möglicher Schlüsselfaktor bei der Krebsentstehung. Im Tierversuch konnten US-Wissenschaftler jetzt zeigen, dass Imetelstat im Gegensatz zu anderen potenziellen Wirkstoffen die Blut-Hirn-Schranke überwindet und somit auch zur Therapie von Glioblastomen und anderen bösartigen Hirntumoren eingesetzt werden könnte [1].Show moreOnkologie
27.01.2010, 23:00 Uhr
Neue gezielte Strategie gegen Grippeviren
Gegen zahlreiche Virustatika sind Viren – und ganz besonders Influenzaviren – mittlerweile resistent. Wegen der hohen Wandlungsfähigkeit der Viren müssen auch Impfstoffe immer wieder an den aktuellen Stamm angepasst werden. Die "Schweinegrippe", die sich im letzten Jahr innerhalb weniger Wochen weltweit ausbreitete, hat die Dringlichkeit neuer Bekämpfungsstrategien aufgezeigt. Jetzt haben Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie nachgewiesen, wie die sogenannte RNA-Interferenz-Technologie neue Angriffsmöglichkeiten eröffnen könnte.Show moreAus der Forschung
27.01.2010, 23:00 Uhr
Bei Dosierung von Antibiotika das Gewicht berücksichtigen
Die beobachtete Zunahme von Resistenzen gegen Antibiotika nehmen griechische Wissenschaftler zum Anlass, damit zusammenhängenden Aspekte in einem aktuellen Viewpoint-Artikel im Lancet zu diskutieren. Ihre Forderung: Um die Wirkung zu optimieren, sollten Antibiotika und antimikrobiell wirksame Arzneistoffe nicht nach einem festen Schema dosiert werden, sondern individuell zugeschnitten auf das Körpergewicht. Dabei reiche es nicht, nur den Body-mass-Index zugrunde zu legen.Show moreResistenzentwicklung
20.01.2010, 23:00 Uhr
Rauchen erhöht Osteoporoserisiko unter Depotkontrazeptivum
Medroxyprogesteronacetat zählt zu den Arzneistoffen, die bei langfristiger Anwendung die Entstehung einer Osteoporose begünstigen können. Rauchen und eine zu niedrige Calciumaufnahme können diese Entwicklung fördern. Dies zeigt eine Beobachtungsstudie nach der Anwendung von Medroxyprogesteronacetat als Depotkontrazeptivum.Show moreOsteoporose-Risikofaktoren
20.01.2010, 23:00 Uhr
Rezeptfreie Analgetika-Großpackungen zu gefährlich?
Um dem Patienten zu signalisieren, dass Analgetika keinesfalls harmlos sind, sollen nach dem Willen des Sachverständigenausschusses für Verschreibungspflicht in Zukunft nur noch Kleinpackungen ohne Rezept in der Apotheke erhältlich sein. Folgt der Gesetzgeber der Empfehlung des Sachverständigenausschusses, dann dürften beispielsweise rezeptfrei erhältliche 100er ASS-Packungen bald der Vergangenheit angehören.Show moreDiskussion um Verschreibungspflicht
20.01.2010, 23:00 Uhr
Niedriger dosiert: Depot-Gestagen zur Langzeitverhütung
Für die hormonelle Langzeitverhütung steht mit Sayana® ein Depot-Gestagen mit ovarieller Suppression für die dreimonatige subkutane Applikation zur Verfügung. Mit 104 mg Medroxyprogesteronacetat (MPA) enthält es etwa ein Drittel weniger Wirksubstanz als das Vorläuferpräparat Depo-Clinovir® , das intramuskulär injiziert wird. Die Verhütungssicherheit ist vergleichbar. Um einem Verlust an Knochendichte entgegenzuwirken, sollte auf eine ausreichende Zufuhr von Calcium und Vitamin D geachtet werden.Show moreAuf die Knochendichte achten
20.01.2010, 23:00 Uhr
Inkretinmimetikum Liraglutid kann beim Abspecken helfen
Bei der Suche nach medikamentöser Unterstützung für Gewichtsreduktion geraten Wirkstoffe, die das Inkretinsystem beeinflussen, in den Fokus des Interesses. Liraglutid, als Victoza® zur Behandlung des Typ-2-Diabetes zugelassen, konnte in einer Studie über 20 Wochen zur signifikanten Gewichtsreduktion bei Adipositas beitragen. Die notwendigen einmal täglichen Injektionen von Liraglutid schienen die Therapietreue nicht negativ zu beeinflussen.Show moreBehandlung der Adipositas
20.01.2010, 23:00 Uhr
Mit Capsaicin gegen den neuropathischen Schmerz
Mit Qutenza® hat die europäische Zulassungsbehörde ein Capsaicin-haltiges Pflaster zur kutanen Behandlung von peripheren neuropathischen, das heißt durch Nervenschädigungen in der Haut hervorgerufene Schmerzen zugelassen. Die Markteinführung wird für 2010 erwartet. Aufgrund seines Wirkprofils und der Gefahr von Anwendungsfehlern erfordert die Handhabung des verschreibungspflichtigen Arzneimittels allerdings einige Sicherheitsvorkehrungen, so dass die Applikation durch geschultes, medizinisches Fachpersonal vorgesehen ist.Show moreNeuropathie
20.01.2010, 23:00 Uhr
Amifampridin gegen Muskelschwäche
Die Europäische Kommission hat Amifampridin für die Behandlung von Patienten mit Lambert-Eaton-myasthenischem Syndrom (LEMS) zugelassen. Amifampridin verbessert die Acetylcholinfreisetzung an den Synapsen. Es soll voraussichtlich im März 2010 unter dem Handelsnamen Zenas® einführt werden.Show moreNeu zugelassen
20.01.2010, 23:00 Uhr
Glycyrrhizin gegen Infektionen nach Verbrennungen
Das Saponin Glycyrrhizin aus der Wurzel der Süßholzpflanze (Glycyrrhiza glabra L.) ist offensichtlich gegen Infektionen wirksam, die durch Pseudomonas aeruginosa hervorgerufen werden. Im Tierversuch konnten amerikanische Wissenschaftler zeigen, dass nach Verbrennungen der natürliche Schutzschild aus antimikrobiellen Peptiden geschädigt ist. Durch die Applikation von Glycyrrhizin wurde nicht nur die Funktion wiederhergestellt, auch die Sepsis, die von einer Pseudomonas-aeruginosa-Wundinfektion herrührte, war anschließend kontrollierbar.Show moreAus der Forschung
20.01.2010, 23:00 Uhr
Sequenz- oder Monotherapie?
Beim rezeptorpositiven Mammakarzinom verlängert eine antihormonelle Therapie das krankheitsfreie Überleben und senkt die Brustkrebsmortalität. Die BIG-Studie untersucht Therapieregime mit Letrozol und Tamoxifen. Einer aktuellen Auswertung zufolge scheint zwischen verschiedenen Sequenzprotokollen und einer Monotherapie mit Letrozol kein auffallender klinischer Unterschied zu bestehen.Show moreEndokrine Therapie des Mammakarzinoms
13.01.2010, 23:00 Uhr
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