Arzneimittel und Therapie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Topisches Testosteron + SGLT-2-Inhibitoren = Erythrozytoserisiko
Auch auf der Haut angewendetes Testosteron birgt das Risiko für Nebenwirkungen. Grund dafür ist die systemische Wirkung des lokal angewendeten Arzneimittels. Ein neu entdecktes Risiko ist die mögliche Interaktion bei gleichzeitiger Anwendung von SGLT-2-Inhibitoren und Testosteron. Show morearzneimittel-und-therapie
pharmazie
Interaktionen von Testosteron-Gelen
07.04.2026, 07:45 Uhr
Levetiracetam auch als Zusatztherapie für Kleinkinder
Die Europäische Kommission hat die Zulassung von Levetiracetam (Keppra®) für die Zusatzbehandlung fokaler Anfälle mit und ohne sekundärer Generalisierung bei Säuglingen mit Epilepsie ab einem Alter von einem Monat bis zum vollendeten dritten Lebensjahr erweitert, zusätzlich zur bisherigen Indikation für Kinder ab vier Jahren und Erwachsene.Show moreZulassungserweiterung
27.01.2010, 23:00 Uhr
Für die Lebensqualität: Ein zweifaches Tabu behandeln
Liebe und Sexualität spielen im Alter eine größere Rolle als gemeinhin angenommen. Als Hemmschuh wirken soziale, aber auch körperliche Faktoren: Schon eine überaktive Blase kann Libido und sexuelle Aktivität vor allem bei Frauen lahm legen. Erst recht eine Inkontinenz. Darüber sprechen ältere Menschen von sich aus kaum. Fachleute müssen sie auf die Tabuthemen ansprechen. Für urologische wie für sexuelle Störungen gibt es (geschlechts-)spezifische Therapien; allerdings beeinträchtigen zahlreiche Medikamente ausgerechnet Libido und Potenz.Show moreHarninkontinenz und Sexualität
27.01.2010, 23:00 Uhr
Zu häufig verordnet: Antibiotika bei Atemwegsinfekten
Apotheker wissen es, Ärzte auch: Bei Atemwegsinfekten wird oft viel zu häufig zu einem Antibiotikum gegriffen. Die Gründe dafür sind vielfältig. Doch die Zahl der Antibiotikaverordnungen lässt sich senken. Und zwar dann, wenn Ärzte und Patienten besser miteinander kommunizieren, denn eine verbesserte Arzt-Patienten-Kommunikation verändert das Verordnungsverhalten.Show moreInfekte der Atemwege
27.01.2010, 23:00 Uhr
Telomerasehemmer Imetelstat bei Hirntumoren wirksam?
Imetelstat wird bereits in klinischen Studien als Wirkstoff gegen Brust- und Lungenkrebs untersucht. Er könnte aber auch gegen Hirntumore wirksam sein. Die Substanz hemmt die Aktivität der Telomerase. Dieses Enzym gilt als ein möglicher Schlüsselfaktor bei der Krebsentstehung. Im Tierversuch konnten US-Wissenschaftler jetzt zeigen, dass Imetelstat im Gegensatz zu anderen potenziellen Wirkstoffen die Blut-Hirn-Schranke überwindet und somit auch zur Therapie von Glioblastomen und anderen bösartigen Hirntumoren eingesetzt werden könnte [1].Show moreOnkologie
27.01.2010, 23:00 Uhr
Neue gezielte Strategie gegen Grippeviren
Gegen zahlreiche Virustatika sind Viren – und ganz besonders Influenzaviren – mittlerweile resistent. Wegen der hohen Wandlungsfähigkeit der Viren müssen auch Impfstoffe immer wieder an den aktuellen Stamm angepasst werden. Die "Schweinegrippe", die sich im letzten Jahr innerhalb weniger Wochen weltweit ausbreitete, hat die Dringlichkeit neuer Bekämpfungsstrategien aufgezeigt. Jetzt haben Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie nachgewiesen, wie die sogenannte RNA-Interferenz-Technologie neue Angriffsmöglichkeiten eröffnen könnte.Show moreAus der Forschung
27.01.2010, 23:00 Uhr
Bei Dosierung von Antibiotika das Gewicht berücksichtigen
Die beobachtete Zunahme von Resistenzen gegen Antibiotika nehmen griechische Wissenschaftler zum Anlass, damit zusammenhängenden Aspekte in einem aktuellen Viewpoint-Artikel im Lancet zu diskutieren. Ihre Forderung: Um die Wirkung zu optimieren, sollten Antibiotika und antimikrobiell wirksame Arzneistoffe nicht nach einem festen Schema dosiert werden, sondern individuell zugeschnitten auf das Körpergewicht. Dabei reiche es nicht, nur den Body-mass-Index zugrunde zu legen.Show moreResistenzentwicklung
20.01.2010, 23:00 Uhr
Rauchen erhöht Osteoporoserisiko unter Depotkontrazeptivum
Medroxyprogesteronacetat zählt zu den Arzneistoffen, die bei langfristiger Anwendung die Entstehung einer Osteoporose begünstigen können. Rauchen und eine zu niedrige Calciumaufnahme können diese Entwicklung fördern. Dies zeigt eine Beobachtungsstudie nach der Anwendung von Medroxyprogesteronacetat als Depotkontrazeptivum.Show moreOsteoporose-Risikofaktoren
20.01.2010, 23:00 Uhr
Rezeptfreie Analgetika-Großpackungen zu gefährlich?
Um dem Patienten zu signalisieren, dass Analgetika keinesfalls harmlos sind, sollen nach dem Willen des Sachverständigenausschusses für Verschreibungspflicht in Zukunft nur noch Kleinpackungen ohne Rezept in der Apotheke erhältlich sein. Folgt der Gesetzgeber der Empfehlung des Sachverständigenausschusses, dann dürften beispielsweise rezeptfrei erhältliche 100er ASS-Packungen bald der Vergangenheit angehören.Show moreDiskussion um Verschreibungspflicht
20.01.2010, 23:00 Uhr
Niedriger dosiert: Depot-Gestagen zur Langzeitverhütung
Für die hormonelle Langzeitverhütung steht mit Sayana® ein Depot-Gestagen mit ovarieller Suppression für die dreimonatige subkutane Applikation zur Verfügung. Mit 104 mg Medroxyprogesteronacetat (MPA) enthält es etwa ein Drittel weniger Wirksubstanz als das Vorläuferpräparat Depo-Clinovir® , das intramuskulär injiziert wird. Die Verhütungssicherheit ist vergleichbar. Um einem Verlust an Knochendichte entgegenzuwirken, sollte auf eine ausreichende Zufuhr von Calcium und Vitamin D geachtet werden.Show moreAuf die Knochendichte achten
20.01.2010, 23:00 Uhr
Inkretinmimetikum Liraglutid kann beim Abspecken helfen
Bei der Suche nach medikamentöser Unterstützung für Gewichtsreduktion geraten Wirkstoffe, die das Inkretinsystem beeinflussen, in den Fokus des Interesses. Liraglutid, als Victoza® zur Behandlung des Typ-2-Diabetes zugelassen, konnte in einer Studie über 20 Wochen zur signifikanten Gewichtsreduktion bei Adipositas beitragen. Die notwendigen einmal täglichen Injektionen von Liraglutid schienen die Therapietreue nicht negativ zu beeinflussen.Show moreBehandlung der Adipositas
20.01.2010, 23:00 Uhr
Mit Capsaicin gegen den neuropathischen Schmerz
Mit Qutenza® hat die europäische Zulassungsbehörde ein Capsaicin-haltiges Pflaster zur kutanen Behandlung von peripheren neuropathischen, das heißt durch Nervenschädigungen in der Haut hervorgerufene Schmerzen zugelassen. Die Markteinführung wird für 2010 erwartet. Aufgrund seines Wirkprofils und der Gefahr von Anwendungsfehlern erfordert die Handhabung des verschreibungspflichtigen Arzneimittels allerdings einige Sicherheitsvorkehrungen, so dass die Applikation durch geschultes, medizinisches Fachpersonal vorgesehen ist.Show moreNeuropathie
20.01.2010, 23:00 Uhr
Amifampridin gegen Muskelschwäche
Die Europäische Kommission hat Amifampridin für die Behandlung von Patienten mit Lambert-Eaton-myasthenischem Syndrom (LEMS) zugelassen. Amifampridin verbessert die Acetylcholinfreisetzung an den Synapsen. Es soll voraussichtlich im März 2010 unter dem Handelsnamen Zenas® einführt werden.Show moreNeu zugelassen
20.01.2010, 23:00 Uhr
Glycyrrhizin gegen Infektionen nach Verbrennungen
Das Saponin Glycyrrhizin aus der Wurzel der Süßholzpflanze (Glycyrrhiza glabra L.) ist offensichtlich gegen Infektionen wirksam, die durch Pseudomonas aeruginosa hervorgerufen werden. Im Tierversuch konnten amerikanische Wissenschaftler zeigen, dass nach Verbrennungen der natürliche Schutzschild aus antimikrobiellen Peptiden geschädigt ist. Durch die Applikation von Glycyrrhizin wurde nicht nur die Funktion wiederhergestellt, auch die Sepsis, die von einer Pseudomonas-aeruginosa-Wundinfektion herrührte, war anschließend kontrollierbar.Show moreAus der Forschung
20.01.2010, 23:00 Uhr
Sequenz- oder Monotherapie?
Beim rezeptorpositiven Mammakarzinom verlängert eine antihormonelle Therapie das krankheitsfreie Überleben und senkt die Brustkrebsmortalität. Die BIG-Studie untersucht Therapieregime mit Letrozol und Tamoxifen. Einer aktuellen Auswertung zufolge scheint zwischen verschiedenen Sequenzprotokollen und einer Monotherapie mit Letrozol kein auffallender klinischer Unterschied zu bestehen.Show moreEndokrine Therapie des Mammakarzinoms
13.01.2010, 23:00 Uhr
Antidepressiva wirksam nur bei schweren Depressionen?
Serotonin-Wiederaufnahmehemmer und trizyklische Antidepressiva sind nur bei schweren Depressionen wirksamer als Placebos. Zu diesem Ergebnis kommt eine Metaanalyse, die die Ergebnisse von sechs randomisierten klinischen Studien aus den Jahren 1980 bis 2009 zusammenfasst [1]. Über die Veröffentlichung ähnlicher Daten wurde bereits vor zwei Jahren heftig diskutiert [2]. Die jetzt vorgelegte Untersuchung wertet allerdings zum ersten Mal den Erfolg einer Behandlung bei Hunderten von Patienten aus, die vorwiegend leichtere Symptome zeigten.Show morePsychische Erkrankungen
13.01.2010, 23:00 Uhr
24-Stunden-Betaagonist: Weite Bronchien rund um die Uhr
Indacaterol ist der erste europaweit zugelassene Bronchodilatator für COPD-Patienten, der eine rasch einsetzende mit einer 24 Stunden anhaltenden Wirkung verbindet. Die Europäische Kommission erteilte die Zulassung für Onbrez® Breezhaler® Anfang Dezember 2009 zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit COPD. Der lipophile Betaagonist soll mindestens so wirksam sein wie die etablierten Bronchodilatatoren, für den Patienten aber durch die Einmalgabe komfortabler.Show moreCOPD
13.01.2010, 23:00 Uhr
Antikörper Rituximab beeinflusst Grippeimpfung
Nach einer Behandlung mit dem CD20-Antikörper Rituximab (MabThera®) kann eine Impfung gegen die saisonale Grippe unwirksam sein, so das Ergebnis einer niederländischen Untersuchung an der Universität Groningen. Elf Patienten waren vier- bis sechs Wochen nach der Gabe von Rituximab mit dem üblichen trivalenten Impfstoff gegen die saisonale Grippe geimpft worden. Gegen keines der drei Impfstoffviren wurde ein ausreichender Antikörpertiter induziert.Show moreSaisonale Grippe
13.01.2010, 23:00 Uhr
Rasche Gewichtszunahme unter atypischen Neuroleptika
Gewichtszunahme ist eine bekannte Nebenwirkung atypischer Neuroleptika. In einer amerikanischen Studie nahmen Kinder und Jugendliche unter einer erstmaligen Behandlung mit Aripiprazol, Olanzapin, Quetiapin bzw. Risperidon jedoch ungewöhnlich rasch zu: innerhalb von nur elf Wochen gelangten zwischen 10 und 36% von ihnen in den Status des Übergewichts oder der Fettleibigkeit.Show moreAntipsychotika
13.01.2010, 23:00 Uhr
Molekularbiologisch zu neuen Wegen der Osteoporosetherapie
Die konventionelle Osteoporosetherapie mit Bisphosphonaten kann den weiteren Knochenabbau zwar erfolgreich stoppen und die Frakturrate stark senken, die Forschung konzentriert sich jedoch auf die Entwicklung knochenanaboler Medikamente. Das körpereigene Eiweiß Oncostatin M regelt sowohl den Knochenaufbau als auch -abbau. Hierfür sind zwei unterschiedliche Rezeptoren verantwortlich. Australische Forscher konnten jetzt im Tierversuch den für den Knochenabbau zuständigen Rezeptor ausschalten. Die Zahl der aufbauenden Knochenzellen und damit auch die Knochendichte stiegen daraufhin deutlich an.Show moreAus der Forschung
13.01.2010, 23:00 Uhr
Zusätzlicher Infektionsschutz für Säuglinge und Kleinkinder
Durch die Einführung eines neuen 13-valenten Pneumokokken-Konjugat-Impfstoffs wird der Infektionsschutz bei Säuglingen und Kleinkindern optimiert. Mit dem Vakzin, das sechs zusätzliche Serotypen umfasst und damit die breiteste Serotypenabdeckung bietet, können Kinder zwischen sechs Wochen und fünf Jahren geimpft werden, wobei die Umstellung auf den neuen Impfstoff jederzeit möglich ist.Show more13-valenter Pneumokokken-Konjugat-Impfstoff
06.01.2010, 23:00 Uhr
Suizid verhindern: Was können Antidepressiva?
Der Schweregrad einer Depression korreliert mit dem Selbstmordrisiko. Wie erkennt man Suizidalität? Gibt es spezielle "antisuizidale" Antidepressiva? Initial werden derzeit vier von fünf ambulanten depressiven Patienten mit einem selektiven Serotonin-Reuptake-Inhibitor (SSRI) behandelt. SSRI haben erheblich gegenüber klassischen Trizyklika gewonnen, weil sie verträglicher sind, bei vergleichbarer Wirksamkeit. Wirksamkeitsvergleiche mit Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmern (SNRI) fallen weniger einheitlich aus.Show moreSchwere Depression
06.01.2010, 23:00 Uhr
Canakinumab: Interleukin-Inhibitor gegen Entzündungen
Canakinumab (Ilaris®) ist ein vollständig humaner monoklonaler Antikörper gegen Interleukin 1 beta. Canakinumab verhindert die durch IL-1 beta induzierte Genaktivierung und Bildung von Entzündungsmediatoren, indem es die Interaktion mit IL-1-Rezeptoren blockiert. Canakinumab kommt zur Behandlung von Patienten ab vier Jahren auf den Markt, die an einem der drei Cryopyrin-assoziierten periodischen Syndrome (CAPS) leiden.Show moreNeues orphan drug
06.01.2010, 23:00 Uhr
FDA sieht kein erhöhtes Krebsrisiko unter Ezetimib
Mitte 2008 hatte die sogenannte SEAS-Studie für Aufsehen gesorgt. Sie ließ nicht nur Zweifel an der Wirksamkeit einer kombinierten Ezetimib- und Simvastatin-Behandlung aufkommen, sondern auch den Verdacht, dass durch Ezetimib das Krebsrisiko erhöht wird. Schon damals wurde vermutet, dass das statistisch signifikant erhöhte Krebsrisiko unter Ezetimib ein Zufallsbefund gewesen sein könnte. Nun gibt die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA Entwarnung: Ezetimib soll das Krebsrisiko nicht erhöhen.Show moreEntwarnung für Cholesterinsenker
06.01.2010, 23:00 Uhr
Antibiotikaresistenz durch Desinfektionsmittel
Bakterien können nicht nur gegen Antibiotika Resistenzen entwickeln, sondern auch gegen Desinfektionsmittel. Dabei ist es durchaus möglich, dass der Mechanismus, der zur Resistenz gegen ein Desinfektionsmittel führt, gleichzeitig die Empfindlichkeit gegen Antibiotika herabsetzt. So kann der Problemkeim Pseudomonas aeruginosa durch niedrige Konzentrationen von Benzalkoniumchlorid in die Lage versetzt werden, nicht nur das Desinfektionsmittel selber aus der Zelle zu pumpen, sondern auch das Antibiotikum Ciprofloxacin.Show moreHygiene
06.01.2010, 23:00 Uhr
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