Arzneimittel und Therapie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Asundexian reduziert Schlaganfallrisiko ohne erhöhte Blutungsgefahr
Der Faktor XIa-Hemmer Asundexian verringerte in der Phase-3-Studie OCEANIC-STROKE erneute ischämische Schlaganfälle um 26% – ohne das Risiko für schwere Blutungen zu erhöhen. Das macht Asundexian zu einem starken Kandidaten für die Sekundärprävention bei nicht-kardioembolischen Schlaganfällen.Show morearzneimittel-und-therapie
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Sekundärprävention
16.04.2026, 15:30 Uhr
Neues Analgetikum Tapentadol
Tapentadol ist ein neuartiges, zentral wirksames Opioid-Analgetikum, das seit 2009 in den USA in schnell freisetzender Formulierung (NucyntaTM) zur Akutschmerz-Therapie zugelassen ist. In Deutschland steht eine retardierte Form (Palexia® retard) zur Behandlung starker chronischer Schmerzen bei Erwachsenen zur Verfügung. Tapentadol hat sich in Studien sowohl bei nozizeptiven als auch neuropathischen Schmerzen als wirksam und gut verträglich erwiesen.Show moreTherapie starker Schmerzen
06.10.2010, 22:00 Uhr
Auf dem Prüfstand: adjuvierter Influenzaimpfstoff für Kinder
Der hohe Anteil an Influenzafällen bei Kindern in der letzten Influenza-Saison hat die Diskussion um eine Grippeimpfung für diese Altersgruppe neu entfacht. Zumal erkrankte Kinder neben Senioren am häufigsten deswegen hospitalisiert werden. Noch steht für diese Altersgruppe allerdings kein ausreichend immunogener Impfstoff zur Verfügung. Mit einem Adjuvans lässt sich die Wirkung steigern. Studien zeigen nun, dass ein adjuvierter Impfstoff sicher und verträglich ist.Show moreGrippeimpfung
06.10.2010, 22:00 Uhr
Nilotinib auch zur Erst-Linien-Therapie empfohlen
Der CHMP der europäischen Arzneimittelagentur hat jetzt eine positive Empfehlung zur EU-weiten Zulassung von Nilotinib (Tasigna®) für die Therapie erwachsener Patienten mit neu diagnostizierter Philadelphia-Chromosom-positiver chronischer myeloischer Leukämie (Ph+ CML) in der chronischen Phase abgegeben. Die EU-Kommission folgt üblicherweise den Empfehlungen des Ausschusses für Humanarzneimittel und trifft ihre Entscheidung innerhalb von drei Monaten nach dessen Empfehlung.Show moreChronisch myeloische Leukämie
06.10.2010, 22:00 Uhr
Chronische Schmerzen mit Tai Chi lindern?
Die im alten China entwickelte Kampfkunst Tai Chi, auch Tai Chi Chuan (andere Schreibweise: Taijiquan) oder chinesisches Schattenboxen genannt, wird im Fernen Osten seit mehreren Jahrhunderten praktiziert. Ein zwölfwöchiger Tai-Chi-Intensivkurs führte in einer kleinen randomisierten Studie bei Patienten mit Fibromyalgie zu signifikanten Verbesserungen in der Beweglichkeit und Lebensqualität.Show moreFibromyalgie
06.10.2010, 22:00 Uhr
Pharmakotherapie bei demenziellen Erkrankungen
Die pharmakologische Therapie aller demenziellen Syndrome ist symptomatisch und zielt auf eine allgemeine Verbesserung der Alltagskompetenz. Die tragende Rolle spielen die ChE-Inhibitoren, unterstützt von dem Neuroprotektivum Memantin. Die Komorbiditäten erfordern oft eine umfangreiche Pharmakotherapie, die besonders auf die zerebralen Funktionsein-schränkungen Rücksicht nehmen muss. So gilt es beispielsweise, Neuropharmaka mit einem anticholinergen Nebenwirkungspotenzial zu vermeiden.Show more06.10.2010, 22:00 Uhr
Fördern Statine den Abbau von Plaques bei Alzheimer?
Cholesterinsenker können vermutlich auch den Abbau gefährlicher Proteine im Gehirn beschleunigen. Das zeigt eine Studie der Universität Bonn, die jetzt im Journal of Biological Chemistry erschienen ist. Demnach sorgen Wirkstoffe aus der Gruppe der Statine dafür, dass Immunzellen im Gehirn vermehrt ein bestimmtes Enzym ausscheiden. Dieses Enzym kann, das Amyloid-beta-Peptid zerstören, das für den Tod der Nervenzellen bei Alzheimer verantwortlich sein soll. Show moreAus der Forschung
06.10.2010, 22:00 Uhr
Antidementiva
Krankheitsspezifische Ansätze zur Behandlung der Demenz bestehen in der Verstärkung der cholinergen Transmission sowie dem Einsatz von neuroprotektiven Wirkstoffen. Neuartige Ansätze, die aber noch zu keinen Zulassungen geführt haben, sind die frühe Unterdrückung der Amyloid-Aβ-Ablagerung und die spätere Hemmung der Neurofibrillenbildung. Für Nootropika fehlen Evidenz-basierte Daten.Show more06.10.2010, 22:00 Uhr

Auflösung der gewachsenen Hirnstrukturen
Die neuronalen Vernetzungen unseres Gehirns spiegeln unsere Lebensbiografie wider. Demenzielle Syndrome beruhen auf dem Zerfall der neuronalen Netze und damit unserer Persönlichkeit. Die vielschichtigen Prozesse der Neurodegeneration sind dabei noch unklar. Die Pharmakotherapie bewegt sich zwischen mäßigen – aber durchaus spürbaren – Effekten und schweren Nebenwirkungen, denn gerade Demenzpatienten reagieren sehr sensitiv auf neuropharmakologische Nebenwirkungen. | Von Thomas Herdegen
Demenz
06.10.2010, 22:00 Uhr
Keine Zulassung für Cladribin
Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA (European Medicines Agency) hat jetzt eine negative Stellungnahme zum Antrag auf Marktzulassung für Cladribin-Tabletten als Therapie der schubförmigen multiplen Sklerose (MS) abgegeben. Darüber informierte die Merck KGaA. Das Purin-Analogon Cladribin wird bisher als Zytostatikum bei der Haarzell-Leukämie eingesetzt.Show moreMultiple Sklerose
06.10.2010, 22:00 Uhr
Vorbeugend cremen verhindert den Schub
Eine atopische Dermatitis entsteht, wenn Triggerfaktoren auf Risikogene treffen. Die erbliche Veranlagung begünstigt Störungen der Hautbarriere und der Immunität. Entsprechend mehrgleisig fährt die Therapie. Patienten mit mittleren und schweren Verläufen werden zunehmend "proaktiv", also vorbeugend behandelt, wie auf einer Fortbildungsveranstaltung für Dermatologen in München zu erfahren war. Sie bot ein Update der Pathophysiologie und der Therapie des atopischen Ekzems – und einen Blick in die Zukunft.Show moreAtopische Dermatitis
06.10.2010, 22:00 Uhr
Klinik und Pathogenese demenzieller Erkrankungen
Demenzielle Erkrankungen wie der Morbus Alzheimer umfassen einen komplexen Formenkreis von Krankheiten des höheren Alters, deren Hauptsymptom der Verlust von erworbenen (kognitiven, geistigen) Fähigkeiten ist. Sie können idiopathisch ohne erkennbare Ursache entstehen oder als Folge ischämischer Ereignisse bei vaskulären Störungen und auch im Zusammenhang mit einer Parkinson-Pathogenese auftreten. Das wesentliche pathologische Merkmal ist die Ablagerung von Amyloid aus Aβ-Peptiden und von Neurofibrillen aus hyperphosphoryliertem Tau, deren Auftreten mit der Degeneration von Nervengewebe verbunden ist. Die Diagnose wird hauptsächlich klinisch gestellt. Die Bestimmung von Biomarkern aus dem Liquor dient der Diagnosesicherung und Risikoabschätzung.Show more
06.10.2010, 22:00 Uhr
„Honigsüßer Durchfluss“ als neues Therapieprinzip
Das Voranschreiten der Volkskrankheit Typ-2-Diabetes ist der Motor für die Suche nach neuen Zielstrukturen für Arzneistoffe. Dapagliflozin als Vertreter einer neuen Wirkstoffgruppe von Hemmstoffen der renalen Glucoserückresorption befindet sich in klinischer Prüfung. In einer Phase-III-Studie konnte der HbA1c - Spiegel von schlecht eingestellten Diabetikern mit Dapagliflozin stärker gesenkt werden als durch Placebo.Show moreDiabetestherapie
29.09.2010, 22:00 Uhr
Update Mammakarzinom
Die Therapie des Mammakarzinoms richtet sich nach der jeweiligen Tumorbiologie und den Risikofaktoren der Patientin. Das Ziel, anhand prädiktiver und prognostischer Faktoren bereits im Vorfeld entscheiden zu können, wer von einer Therapie profitiert und wer nur unter ihr leidet, ist noch nicht erreicht. Erste Schritte in diese Richtung sind aber bereits getan, so Prof. Possinger beim 9. NZW-Süd in Ravensburg.Show moreOnkologie
29.09.2010, 22:00 Uhr
Rosiglitazon-Vertrieb wird zum 1. November eingestellt
Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) hatte am 23. September 2010 empfohlen, die Zulassung für das Antidiabetikum Rosiglitazon (Avandia® , Avandamet® , Avaglim®) auszusetzen. Daraufhin hat das BfArM die Vertriebseinstellung zum 1. November 2010 angeordnet. Bis zum 31. Oktober 2010 bleiben die Präparate verkehrsfähig. Die Zeit soll von Patienten und Ärzten für eine Umstellung auf andere Therapien genutzt werden.Show moreTyp-2-Diabetes
29.09.2010, 22:00 Uhr
Clopidogrel und die Bedeutung von CYP2C19
Das Ergebnis einer jüngst im New England Journal of Medicine publizierten Analyse von Paré und Mitarbeitern, dass Mutationen mit herabgesetzter Aktivität des CYP2C19-Enzyms für die Wirkung von Clopidogrel keine Rolle spielen, war überraschend. Waren alle Warnungen, nach denen mit einer eingeschränkten Wirkung bei sogenannten CYP2C19-Poor-Metabolizern zu rechnen ist, ungerechtfertigt, sind Genotypisierungen überflüssig? Wir haben den Pharmakologen Dr. Dietmar Trenk vom HerzZentrum Bad Krozingen um eine Bewertung gebeten.Show moreGenotypisierung zielführend?
29.09.2010, 22:00 Uhr
COX-2-Hemmer reduziert Anämie-Risiko
Patienten mit gastrointestinalem Risiko, die eine entzündungshemmende Therapie benötigen, profitieren von dem COX-2-Hemmer Celecoxib. Das hat die vor Kurzem veröffentlichte CONDOR-Studie gezeigt. Klinisch signifikante Anämien bekannten und unbekannten Ursprungs waren seltener als unter einer Kombination aus Diclofenac und Omeprazol. Bei vergleichbarer entzündungshemmender Wirkung.Show moreRheumatoide Arthritis
29.09.2010, 22:00 Uhr
Neue Therapieoption mit Ecallantid
Ecallantid ist ein potenter und spezifischer Inhibitor von Plasma-Kallikrein. In den USA ist der Wirkstoff bereits zur Therapie des hereditären Angioödems zugelassen.Show moreHereditäres Angioödem
29.09.2010, 22:00 Uhr
Von der Anti-Baby-Pille zur Pro-Baby-Pille
Die Zeit der Schwangerschaftsverhütung stellt sich als besonders günstig dar, bei anschließendem Kinderwunsch für die Gesundheit des Kindes Vorsorge zu tragen. So lassen sich hohe Folatspiegel zur Verhinderung von Neuralrohrdefekten nur dann sicherstellen, wenn noch vor der Schwangerschaft daran gedacht wird. Tatsächlich sind aber vier von fünf Frauen im gebärfähigen Alter unterversorgt, und eine Folsäuresubstitution mit Beginn der Schwangerschaft kann den Mangel oft nicht mehr hinreichend ausgleichen.Show moreSicherung der Folsäureversorgung
22.09.2010, 22:00 Uhr
Kein eindeutiges Votum für Sibutramin-Marktrücknahme
Anders als in Europa sind Sibutramin-haltige Schlankheitsmittel in den USA immer noch auf dem Markt. Die FDA wollte ihr Vorgehen von den endgültigen Ergebnissen der SCOUT-Studie abhängig machen. Vorläufige Daten hatten auf ein erhöhtes kardiovaskuläres Risiko unter Sibutramin hingedeutet. Nun hat ein FDA-Gutachtergremium die inzwischen publizierte Studie analysiert und versucht, Empfehlungen für die FDA zu geben. Es konnte sich nicht auf ein eindeutiges Votum einigen.Show moreUSA
22.09.2010, 22:00 Uhr
Leberschäden durch Nahrungsergänzungsmittel
Nahrungsergänzungsmittel, die über das Internet bezogen werden, können zu Leberschäden führen. Viele dieser teilweise illegalen Präparate sind verunreinigt, bei anderen ist die Zusammensetzung völlig unklar. Welche negativen Folgen die Einnahme derartiger Produkte haben können, erklärte Professor Dr. med. Burkhard Göke, München, auf dem Kongress Viszeralmedizin 2010 in Stuttgart.Show moreOnline-Shops
22.09.2010, 22:00 Uhr
Mit Mutationsinhibitor gegen malignes Melanom
Maligne Melanome, bei denen eine bestimmte Genmutation vorliegt, sprachen in einer ersten Studie überraschend gut auf eine Therapie mit PLX4032 an, einem Inhibitor eines bei malignem Melanom mutierten Gens. Auch in weit fortgeschrittenen Krankheitsstadien konnten Remissionen erzielt werden.Show moreOnkologie
22.09.2010, 22:00 Uhr
HPV-Infektion als günstiger prognostischer Parameter
Bei oropharyngealen Karzinomen scheint eine Infektion mit dem humanen Papillomvirus (HPV) einen günstigen Einfluss zu haben, da die Überlebensraten bei HPV-positiven Patienten deutlich höher liegen als bei HPV-negativen Patienten.Show moreOropharyngeale Karzinome
22.09.2010, 22:00 Uhr
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