Arzneimittel und Therapie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Erster Kombinationsimpfstoff gegen Grippe und COVID zugelassen
Mit mCombriax® soll bald schon der erste mRNA-Kombinationsimpfstoff in ganz Europa auf den Markt eingeführt werden. Die Europäische Kommission hat die mRNA-Vakzine von Moderna Mitte April 2026 zugelassen.Show morearzneimittel-und-therapie
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mRNA-Vakzine
23.04.2026, 13:00 Uhr
Narkosemittel können der kindlichen Entwicklung schaden
Die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA hat erneut eine Expertentagung zur Sicherheit von Narkosemitteln bei der Behandlung von Kleinkindern anberaumt. Bereits 2007 hatte eine erste Tagung stattgefunden, nachdem tierexperimentelle Untersuchungen auf eine potenzielle Schädigung von Hirnzellen in der Entwicklungsphase des Gehirns durch Anästhetika hinwiesen. Die daraufhin durchgeführten Studien haben zwar noch keine eindeutigen Ergebnisse gezeigt, die FDA sah sich aufgrund der vorläufigen Daten jedoch genötigt, diese neue Tagung einzuberufen.Show moreAnästhetika
16.03.2011, 23:00 Uhr
Belimumab erfolgreich in Phase-III-Studie
Der vollhumane monoklonale Antikörper Belimumab ist eine neue Option für die Behandlung des systemischen Lupus erythematodes. In den USA ist er bereits für diese Indikation zugelassen (Handelsname: BenlystaTM), die europäische Zulassung wird demnächst erwartet. In einer kürzlich veröffentlichten Phase-III-Studie zeigte sich bei Patienten, die unter der systemischen Form dieser unheilbaren Autoimmunerkrankung leiden, ein gutes Ansprechen auf die Behandlung mit Belimumab.Show moreLupus erythematodes
16.03.2011, 23:00 Uhr
Umstrittene Studie zu Pankreatitis und Krebsrisiko
Eine Analyse von Daten des FDA-Nebenwirkungsregisters hatte den Verdacht erhärtet, dass eine Therapie des Typ-2-Diabetes mit den auch als Inkretinmimetika bezeichneten GLP-1-Analoga (z. B. Exenatid) sowie den DPP-4-Inhibitoren (z. B. Sitagliptin) nicht nur das Pankreatitis-Risiko erhöhen kann, sondern auch das Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs und weitere Krebsarten. Doch die Studie ist höchst umstritten.Show moreGLP-1-Analoga und Gliptine
16.03.2011, 23:00 Uhr
Neues Sartan in den USA zugelassen
Die amerikanische Zulassungsbehörde FDA hat den neuen Angiotensin-II-Rezeptorantagonist Azilsartan (vorgesehener Handelsname Edarbi ® ) zur Behandlung von Patienten mit Bluthochdruck zugelassen.
Show moreAngiotensin-II-Rezeptorantagonist
09.03.2011, 23:00 Uhr
Magnesiummangel unter PPI-Langzeitbehandlung
Protonenpumpeninhibitoren (PPI) wie Omeprazol, Esomeprazol, Pantoprazol, Lansoprazol und Rabeprazol können bei Langzeitbehandlung zu einem Magnesiummangel führen. Das Risiko steigt, wenn Protonenpumpenblocker mit weiteren, Magnesiumspiegel-senkenden Arzneistoffen eingesetzt werden. Die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA rät dringend dazu, bei Dauertherapie mit Protonenpumpenblockern Magnesiumspiegel regelmäßig zu kontrollieren.Show moreProtonenpumpeninhibitoren
09.03.2011, 23:00 Uhr
Erhöht längere Einnahme das Risiko erektiler Dysfunktion?
Ein möglicher Zusammenhang der Beteiligung entzündlicher Prozesse bei der Entstehung einer erektilen Dysfunktion ist verschiedentlich diskutiert worden. Andererseits zeigte eine kleine frühere Studie aus Finnland, dass offensichtlich aber auch eine Korrelation zwischen einer längerfristigen Medikation mit nicht-steroidalen Antiphlogistika möglich ist. Diese Ergebnisse wurden jetzt nach der Auswertung der Patientendaten von über 80.000 Männern durch amerikanische Ärzten bestätigt.Show moreNicht-steroidale Antiphlogistika
09.03.2011, 23:00 Uhr
Ibuprofen senkt möglicherweise Risiko für Morbus Parkinson
Frühere Untersuchungen deuteten auf eine mögliche Senkung des Risikos für M. Parkinson durch nicht-steroidale Antiphlogistika hin. Eine jetzt veröffentlichte Auswertung von zwei prospektiven Studien mit insgesamt 136.000 Teilnehmern scheint diese Vermutung zu bestätigen. Sie weist auf einen Zusammenhang zwischen der Ibuprofen-Einnahme und dem Risiko einer Parkinsonerkrankung hin. Für Acetylsalicylsäure und andere NSAID konnte diese Korrelation nicht beobachtet werden.
Show moreEntzündungshemmer
09.03.2011, 23:00 Uhr
Hohe Cholesterol-Transportkapazität mindert Risiko
Informierte Patienten wissen: HDL-Cholesterol ist das "gute", LDL-Cholesterol dagegen das "böse Cholesterol". Denn Studien haben gezeigt, dass niedrige HDL-Spiegel das Risiko für koronare Ereignisse erhöhen können. Neue Untersuchungen zeigen komplexe Zusammenhänge: In einer Studie fand man einen inversen Zusammenhang zwischen dem Arteriosklerose-Risiko und der Cholesterol-Efflux-Kapazität der HDL. Patienten deren HDL besonders viel Cholesterol aus Lipid-beladenen Makrophagen abtransportieren konnten, waren besser geschützt – unabhängig von der Höhe ihrer HDL-Spiegel.Show moreHDL und Arteriosklerose-Risiko
09.03.2011, 23:00 Uhr
Pirfenidon bei idiopathischer Lungenfibrose
Das Biotechnologie-Unternehmen InterMune hat von der Europäischen Kommission die Zulassung für Pirfenidon (Esbriet ® ) erhalten. Pirfenidon ist zur Behandlung von Erwachsenen mit leichter bis mittelschwerer idiopathischer Lungenfibrose (idiopathic pulmonary fibrosis, IPF), einer fortschreitenden tödlichen Lungenerkrankung, indiziert, für die bisher keine zugelassene medikamentöse Therapie zur Verfügung stand.Show moreNeues Orphan Drug
09.03.2011, 23:00 Uhr
Rotavirus-Impfung halbiert Erkrankungszahlen in Sachsen
Bei Kindern unter einem Jahr senkt die Rotavirus-Schluckimpfung deutlich Erkrankungszahlen und Krankenhauseinweisungen durch Rotavirus-bedingte Gastroenteritiden. Dies zeigen aktuelle Daten aus Sachsen, wo die Rotavirus-Impfung seit 2008 offiziell empfohlen wird. Im ersten Impfjahr wurde noch eine höhere Gesamtinzidenz an Erkrankungen beobachtet. Ab dem zweiten Impfjahr profitieren alle Altersgruppen, am stärksten die jüngeren. Die Impfeffektivität korreliert mit der Durchimpfrate, die im Osten Deutschlands viel höher ist als im Westen.Show morePädiatrie
09.03.2011, 23:00 Uhr
Neuer Vorsitzender der STIKO
Die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut (STIKO) wurde durch das Bundesgesundheitsministerium neu besetzt und hat einen neuen Vorsitzenden. Show moreStändige Impfkommission
09.03.2011, 23:00 Uhr
Eplerenon reduziert kardiovaskuläre Mortalität
Der Aldosteron-Antagonist Eplerenon (Inspra®) ist zur Behandlung der Herzinsuffizienz nach akutem Myokardinfarkt und als Co-Therapeutikum einer Standardtherapie bei Patienten mit einer linksventrikulären Dysfunktion zugelassen, um das Risiko der kardiovaskulären Mortalität und Morbidität zu verringern. In einer neuen Studie konnte nun ein positiver Effekt von Eplerenon bei Patienten mit leichter Herzinsuffizienzsymptomatik gezeigt werden.Show moreHerzinsuffizienz
02.03.2011, 23:00 Uhr

Schlafstörungen und Angst
Endlich wieder einmal gut und erholsam schlafen können, endlich die innere Unruhe und Angst verlieren – dafür werden millionenfach Schlaf- und Beruhigungsmittel verordnet. Dem legitimen Wunsch nach einer "Guten Nacht!" stehen die Gefahr von Medikamentenabhängigkeit und anderer Risiken entgegen, die eine längere Einnahme limitieren. Bei der Bewertung von Schlafstörungen ist zu beachten, dass es sich um wesentliche, behandlungsbedürftige Kofaktoren zahlreicher psychischer und organischer Krankheiten handeln kann. | Von Thomas Herdegen
Show morePharmako-Logisch!
02.03.2011, 23:00 Uhr
Nebenwirkungen und Arzneimittelinteraktionen
Die wirkungsstarken Hypnotika binden entweder an GABA-A- oder H1 -Rezeptoren, was Nebenwirkungen aus entsprechenden pharmakodynamischen Interaktionen und der Dämpfung der (Tages-)Aktivität erklärt. Gerade bei Patienten mit Schlaf- und Angststörungen muss darüber hinaus mit komplexen psychischen Reaktionen gerechnet werden. Rebound und Entzugssymptome erschweren das Absetzen. Das Risiko der Gewöhnung, die Entwicklung einer Abhängigkeit sowie die Sturzgefahr im Alter steigen mit der Verordnungsdauer. Trotzdem ist die Einnahme entsprechender Hypnotika über einen langen Zeitraum nicht immer zu vermeiden. Schließlich sind bei den Antidepressiva und Neuroleptika die bereits bekannten vegetativen Nebenwirkungen zu beachten.Show more
Schlafstörungen
02.03.2011, 23:00 Uhr
Wundermittel gegen Haarausfall?
Auch Stress wird als einer der möglichen Gründe für den Verlust des Haares immer wieder diskutiert. Eher zufällig haben US-Wissenschaftler während ihrer Untersuchungen zur Wirkung des Stresshormons Corticotropin (ACTH) und eines Antihormons bei gastrointestinalen Störungen, eine überraschende Entdeckung gemacht. Der synthetische Hemmstoff Astressin B erwies sich im Tierversuch als potentes, langfristig wirksames Haarwuchsmittel.Show moreAus der Forschung
02.03.2011, 23:00 Uhr
Hypertonietherapie mit nur einer Tablette täglich
Der organ- und gefäßprotektive Nutzen einer Blutdrucksenkung bei Hypertonikern ist unumstritten. Obwohl eine Vielzahl antihypertensiv wirksamer Medikamente zur Verfügung steht, erreichen sehr viele Patienten nach wie vor nicht den angestrebten Zielblutdruck. Zu den wichtigsten Gründen für das Therapieversagen zählt die mangelnde Adhärenz seitens der Patienten, die mit steigender Tablettenzahl immer mehr zum Problem wird. Während Fixkombinationen aus zwei antihypertensiven Wirkstoffen mittlerweile zur Routine gehören, sollen in Zukunft Dreifach-Fixkombinationen einen Ausweg aus dem Dilemma verschaffen.Show moreHypertoniebehandlung
02.03.2011, 23:00 Uhr
Impfstoff aus Vero-Zellkultur überzeugt in Phase-III-Studie
Die meisten Impfstoffe werden nach wie vor mithilfe von Hühnerembryonen hergestellt. Dieses Verfahren ist jedoch komplex und zeitaufwendig; im Falle einer Pandemie kann der richtige Impfstoff nicht unmittelbar verfügbar sein. Jetzt wurden Ergebnisse einer randomisierten kontrollierten Phase-III-Studie mit einem Grippeimpfstoff aus einer Vero-Zellkultur veröffentlicht, die in der Saison 2008/09 in 36 US-amerikanischen Zentren durchgeführt wurde. Dieser Impfstoff war danach genauso sicher, immunogen und wirksam wie traditionelle Grippeimpfstoffe.Show moreGrippeimpfstoffe
02.03.2011, 23:00 Uhr
Medikamentöse Therapie
Schlaf- und Beruhigungsmittel sind wirkungsvolle Medikamente, die Ausgeglichenheit und Entspannung herbeiführen sowie das Bewusstsein bis zur Narkose dämpfen können. Die größte und wichtigste Gruppe der Hypnotika bilden die Benzodiazepine und Z-Substanzen, die ausnahmslos über die Stimulation des GABA-A-Rezeptors wirken. Weitere Sedativa bzw. Hypnotika sind außerdem Hemmstoffe des H1-Rezeptors und Melatonin-Rezeptor-Agonisten. Der Vollständigkeit halber werden hier noch die Barbiturate rekapituliert.Show more
Schlafstörungen
02.03.2011, 23:00 Uhr
Entzugssymptome und EPS-Symptome bei Neugeborenen
Eine Therapie mit Antipsychotika kann mit zahlreichen unerwünschten Wirkungen verbunden sein. Offensichtlich kann die Einnahme entsprechender Medikamente in den letzten Monaten einer Schwangerschaft auch zu Bewegungsstörungen (EPS-Symptomen) und Entzugssymptomen bei Neugeborenen führen. Nachdem in der jüngsten Vergangenheit zahlreiche Fälle bekannt wurden, lässt die US-amerikanische Gesundheitsbehörde FDA diese Warnung jetzt in die Fachinformationen aller Wirkstoffe einfügen.Show moreNeuroleptika
02.03.2011, 23:00 Uhr
Quadrupel-Therapie gegen Helicobacter pylori
Helicobacter pylori ist ein Krankheitserreger, der sich in der Magenschleimhaut einnistet und dort zu Entzündungen führen kann. Bestimmte Stämme des Bakteriums produzieren unterschiedliche Pathogenitätsfaktoren, die das Risiko für Geschwüre im Magen und Zwölffingerdarm sowie für Magenkrebs erhöhen. Zunehmende Resistenzen gegen das Antibiotikum Clarithromycin führen mittlerweile häufig zu Therapie-Misserfolgen. Mit einer neuen Therapie ist es möglich, das Magenbakterium Helicobacter pylori auch dann noch zu beseitigen, wenn es gegenüber dem Antibiotikum Clarithromycin resistent ist.Show moreInfektionskrankheiten
02.03.2011, 23:00 Uhr
Therapeutisches Vorgehen
Ernste Schlafstörungen sowie Angststörungen erfordern einen Behandlungsplan. Bei den Schlafstörungen können neben einer optimierten Umgebung entspannende und auch ritualisierende Abendstrukturen hilfreich sein. Bei den Angststörungen muss die Pharmakotherapie in psychotherapeutische Hilfen eingebunden sein. In keinem Fall wirkt die Pharmakotherapie kausal, sie kann aber sehr wirksam die Symptome beseitigen. Alternativ zu den GABAergen Wirkstoffen sind sedierende Antidepressiva und Neuroleptika bei Schlafstörungen sowie bei Angststörungen indiziert.Show more
Schlafstörungen
02.03.2011, 23:00 Uhr
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