Arzneimittel und Therapie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
KI-Chatbots mangelt es an Gesundheitsexpertise
In einer aktuellen Studie haben die Autoren fünf beliebte KI-Chatbots einem Stresstest zu Gesundheitsthemen unterzogen [1]. Das Ergebnis: Rund die hälfte der Antworten stufen Experten als problematisch ein.Show morearzneimittel-und-therapie
pharmazie
Dr. Googles Erben im Stresstest
24.04.2026, 12:00 Uhr
Literaturverzeichnis "Pharmako-logisch: Schlafstörungen und Angst"
Schlafstörungen
02.03.2011, 23:00 Uhr
Schlaf, Schlafstörungen und Angst
Etwa 15 bis 35% der Bevölkerung leiden unter leichten bis schweren Schlafstörungen. Die Prävalenz wird mit 3 bis 8% angegeben, bei Älteren steigt sie auf bis zu 30%. In Deutschland sollen insgesamt 10% der Bevölkerung an Schlafstörungen leiden; diese Zahl wird plausibel, wenn man allein die 800.000 Patienten bedenkt, die an Schlafapnoe leiden. Die Nicht-Diagnose und entsprechend die Nicht-Behandlung verursacht indirekte Kosten in Milliardenhöhe inklusive der vermeidbaren Frühberentungen.Show moreVerlust der inneren Ruhe
02.03.2011, 23:00 Uhr
Teriparatid baut Kieferknochen auf
In einer kleinen Pilotstudie konnte durch Teriparatid der Kieferknochenverlust bei einer schweren Parodontitis verringert werden. Ob sich dieses Vorgehen in der Praxis umsetzen lässt, müssen weitere Studien zeigen.Show moreParodontalerkrankungen
02.03.2011, 23:00 Uhr
Kein Beweis für Asthma durch Paracetamol
Die Pharmakovigilance Working Party (PhVWP) der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) sieht bislang keinen ursächlichen Zusammenhang zwischen Paracetamol-Einnahme während der Schwangerschaft oder der frühen Kindheit und dem Auftreten von Asthma bei Kindern. Regulatorische Maßnahmen werden nicht für erforderlich gehalten.Show morePharmakovigilanz-Gruppe der EMA
02.03.2011, 23:00 Uhr
Neue Behandlungsstrategien gegen Prostatakarzinome
Die vielfach eingesetzte Hormontherapie zur Behandlung des Prostatakarzinoms ist häufig nur begrenzt erfolgreich, da die Krebszellen den Androgenrezeptor nach einer bestimmten Zeit über den Botenstoff Interleukin 6 (IL-6) dennoch aktivieren können. Eine neue Therapiestrategie besteht darin, die Aktivität von Interleukin 6 direkt auszuschalten. In einer Phase-I-Studie konnte die Aktivität des Botenstoffs mit dem Interleukin-6-Antikörper Siltuximab herunterreguliert und die Apoptose so erhöht werden.Show moreAus der Forschung
23.02.2011, 23:00 Uhr
Dabigatran als Alternative zu Warfarin bei Vorhofflimmern?
Jeder Zehnte über 80-Jährige leidet an Vorhofflimmern mit dem Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden. Gerinnungshemmende Wirkstoffe können diese Gefahr deutlich reduzieren. In den USA ist für diese Indikation Warfarin Bestandteil einer Standardtherapie. Nachdem die Ergebnisse einer umfangreichen Studie vorgelegt worden waren, hat die US-Gesundheitsbehörde FDA 2010 Dabigatran (Pradaxa®) zugelassen. Jetzt haben US-Fachgesellschaften den direkten Thrombinhemmer als gleichwertige Alternative zu Warfarin bei bestimmten Indikationen empfohlen.Show moreSchlaganfallprophylaxe
23.02.2011, 23:00 Uhr
Wirkung von Schmerzmitteln hängt von der Erwartung ab
In der Schmerzforschung ist der Placebo-Effekt bereits gut untersucht, da Schmerzen experimentell relativ einfach von außen zugefügt und entsprechende Reaktionen nachgewiesen werden können. Beeindruckend sind jetzt Ergebnisse einer Untersuchung mit Remifentanil. Auch die Wirkung des starken Opioids hängt entscheidend von der individuellen Erwartungshaltung des Probanden ab. Es war sowohl ein eindeutiger Placebo- als auch ein Nocebo-Effekt nachweisbar: die Magnetresonanztomographie zeigte eine Aktivierung unterschiedlicher Hirnregionen.Show moreSchmerztherapie
23.02.2011, 23:00 Uhr
Kombination senkt Blutdruck stärker als Monotherapien
Bei vielen Hypertonikern reicht eine Monotherapie nicht aus, um den Zielblutdruckwert zu erreichen. In einer im Lancet veröffentlichten Studie testete man eine – in Deutschland noch nicht zugelassene – Kombination aus dem Renininhibitor Aliskiren und Amlodipin zunächst gegen die jeweiligen Monotherapien; nach 16 Wochen wurde die Kombibehandlung dann allen Studienteilnehmern zuteil. Besonders stark profitierten diejenigen Patienten, die von Anfang an mit der Kombination behandelt worden waren.Show moreHypertonietherapie
23.02.2011, 23:00 Uhr
Direktvergleich von Candesartan und Losartan
Die Analyse von Daten eines großen schwedischen Herzinsuffizienz-Registers ergab, dass unter einer Behandlung mit Candesartan signifikant mehr Patienten ein bzw. fünf Jahre überlebten als unter einer Behandlung mit Losartan. Die Relevanz dieser Ergebnisse wird kontrovers diskutiert, da derartige Beobachtungsstudien nicht die Aussagekraft randomisierter kontrollierter Studien besitzen.Show moreHerzinsuffizienz
23.02.2011, 23:00 Uhr
EMA fehlt Beweis für Narkolepsie durch Pandemrix
Unerwartet viele Berichte zum Auftreten einer Narkolepsie nach Impfung mit dem Pandemieimpfstoff Pandemrix® in Finnland und Schweden beschäftigen die Überwachungsbehörden. Während das finnische Gesundheitsinstitut THL einen Zusammenhang zwischen Impfung und Narkolepsie für wahrscheinlich hält, fehlen dem Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) bislang die Beweise für einen ursächlichen Zusammenhang, so das Fazit des CHMP auf seiner Februarsitzung.Show moreImpfung gegen Neue Grippe
23.02.2011, 23:00 Uhr
Enzymdefekt als Ursache der fortgeschrittenen AMD
Die Mehrheit der an einer Makuladegeneration Erkrankten ist von der altersbedingten Makuladegeneration (AMD) betroffen. Die atrophe (trockene) Form macht etwa 80% der Fälle aus. Sie beginnt zunächst mit der Ablagerung von Alterspigmenten (Lipofuszinen). In fortgeschrittenem Stadium kann sie dann in einen flächigen Zelltod des retinalen Pigmentepithels übergehen. Dies ist möglicherweise auf die rückläufige Leistung eines spezifischen Enzyms zurückzuführen, das toxische Genprodukte aus der Netzhaut entfernt. Im Mausmodell zeigten sich bereits erfolgreiche Therapieansätze.Show moreAus der Forschung
16.02.2011, 23:00 Uhr
Biologika rollen die Therapie von hinten auf
Die Therapie von Morbus Crohn und Colitis ulcerosa folgt in aktuellen Leitlinien einem Stufenschema. Am Ende der Treppe stehen als ultima ratio TNF-alpha-Antikörper, die auch bei refraktären Verläufen noch eine Remission erzielen können. Das Step-up-Schema der Therapie wird in neueren Studien auf den Kopf gestellt. Die kostenintensive Top-down-Strategie mit vorgezogenem Einsatz von Biologika eignet sich aber nur bei bestimmten (Crohn)-Patienten. Nebenwirkungen und Kosten steigen. Zur Auswahl geeigneter Patienten und zur Therapiesteuerung könnten zukünftig die endoskopische Mukosaheilung und die Bestimmung der Biologika-Talspiegel dienen.Show moreChronisch-entzündliche Darmerkrankungen
16.02.2011, 23:00 Uhr
FDA: Hydroxyprogesteron zur Prävention von Frühgeburten
Seit Langem laufen Studien zur Prävention von Frühgeburten durch eine Progesteron-Therapie. Obwohl zahlreiche Untersuchungen positive Ergebnisse zeigten, scheiterte die Einführung eines Präparats bislang an offenen Fragen wie einer optimalen Lösung für eine Rezeptur, den Verabreichungsweg, Zeitpunkt und Indikation. Jetzt hat die FDA das Präparat Makena® mit dem Wirkstoff 17-Hydroxyprogesteron zur intramuskulären Injektion unter der Auflage zugelassen, dass weitere Studien zur Wirksamkeit nachgereicht werden.Show moreGestagentherapie
16.02.2011, 23:00 Uhr
Jährlich fast 60.000 neu erworbene Infektionen
Nosokomiale Infektionen stellen in Deutschland nach wie vor ein erhebliches Problem dar. Hochrechnungen ergeben eine Häufigkeit von jährlich fast 60.000 neu erworbenen Infektionen auf Intensivstationen. Das Instrument für die Qualitätssicherung in Krankenhäusern KISS (Krankenhaus-Infektions-Surveillance-System), das unterschiedliche Infektionen, aber auch das Auftreten einer Infektion mit ausgewählten multiresistenten Erregern (MRE) erfasst, zeigt allerdings deutliche Veränderungen in den vergangenen Jahren auf.Show moreKrankenhausinfektionen
16.02.2011, 23:00 Uhr
Escitalopram verringert Hitzewallungen in der Menopause
Die Einnahme des selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmers Escitalopram führt bei Frauen in den Wechseljahren zu einer deutlichen Reduktion der Hitzewallungen. Dieses Ergebnis ist unabhängig von der ethnischen Zugehörigkeit der betroffenen Frau.Show moreWechseljahresbeschwerden
16.02.2011, 23:00 Uhr
Maserneliminierung bis 2015 als Ziel
Am 8. und 9. Februar 2011 fand in Stuttgart die 2. Nationale Impfkonferenz statt. In zahlreichen Vorträgen wurden unterschiedliche Aspekte des Impfens sowie Möglichkeiten zur Erhöhung der Impfraten erörtert. Ein wichtiges Ziel ist die Eliminierung der Masern, die in Europa bis 2015 ausgerottet sein sollen.Show moreNationale Impfkonferenz
16.02.2011, 23:00 Uhr
Schnellerer Therapieerfolg durch Vitamin-D-Gabe?
Eine randomisierte Studie hat den klinischen Nutzen einer Vitamin-D3-Substitution begleitend zu einer Therapie mit Antituberkulotika untersucht. Es zeigte sich, dass nur Patienten mit einem speziellen Genotyp des polymorphen Vitamin-D3-Rezeptorgens von dieser Behandlung profitierten.Show moreTuberkulosetherapie
16.02.2011, 23:00 Uhr
Noch unsicher: Rifaximin beim Reizdarmsyndrom
In einer aktuellen Veröffentlichung im New England Journal of Medicine wurde die Wirkung von Rifaximin (Xifaxan®) auf die Symptomatik des Reizdarmsyndroms mit Diarrhö nach zweiwöchiger Therapie vorgestellt. Die Ergebnisse der beiden gepoolten Studien zeigen eine signifikante Besserung der Symptome der Verumgruppe gegenüber Placebo. Dennoch ist eine Empfehlung zur Behandlung noch kritisch zu sehen.Show moreIrritables Kolonsyndrom
09.02.2011, 23:00 Uhr
Neuer Bluttest auf Prionen
Britische Prionenforscher haben einen neuen Test für die Creutzfeldt-Jakob Erkrankung (vCJD) entwickelt. Er soll die auslösenden Prionen 100.000-fach besser nachweisen als frühere Assays. Eine Studie im Lancet weist auf eine hohe Spezifität hin, ob die Empfindlichkeit ausreichend ist, wird diskutiert.Show moreCreutzfeldt-Jakob Erkrankung
09.02.2011, 23:00 Uhr
Heidelberger Wissenschaftler entdecken neues Krankheitsbild
Zahlreiche Funktionen der muskarinischen Acetylcholin-Rezeptoren sind bekannt. Dennoch war bislang kein klinisches Syndrom bekannt, das auf eine Dysfunktion dieser Rezeptoren zurückzuführen ist. Wissenschaftler am Universitätsklinikum Tübingen haben jetzt ein neues Krankheitsbild identifiziert, dessen Ursache eine Defizienz des muskarinergen Rezeptors Subtyp 3 ist. Die bei einem Patienten beobachtete Symptomkombination ermöglicht erstmalig eine präzise Einschätzung der funktionellen Bedeutung dieses Proteins.Show moreAus der Forschung
09.02.2011, 23:00 Uhr
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