Arzneimittel und Therapie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Die Leber leidet unter Cenobamat
Unter der Therapie mit dem Antiepileptikum Cenobamat wurden schwere Leberschäden beobachtet. Der PRAC empfiehlt daher, die Leberfunktion engmaschig zu kontrollieren und die Nebenwirkung in die Produktinformationen des Präparats aufzunehmen.Show morearzneimittel-und-therapie
pharmazie
Überwachen, gegebenenfalls absetzen
13.04.2026, 13:00 Uhr
Revolutioniert orales Fingolimod die MS-Therapie?
Zur Monotherapie für Erwachsene mit hochaktiver, schubförmig-remittierender MS erhielt am 18. März 2011 Fingolimod die europaweite Zulassung. Gilenya® ist ein Novum in zweierlei Hinsicht: Es kann als Kapsel genommen werden und weist einen neuen Therapieansatz auf. Fingolimod bremst über den Sphingosin-1-Rezeptor das Eindringen von T-Zellen ins Gehirn, wo sie Entzündung und Neurodegeneration verursachen. Seine Wirksamkeit bei schubförmiger MS übertrifft nach Studienlage die der eingeführten Immuntherapien. Der Eingriff ins Immunsystem wird erkauft mit einer höheren Infektionsneigung und weiteren Besonderheiten.Show moreMultiple Sklerose
30.03.2011, 22:00 Uhr
Neuer Ansatz für eine Vakzine gegen Noroviren
Noroviren sind weltweit ein gefürchteter Erreger von Infektionen des Gastrointestinaltrakts. Ein Impfstoff steht bislang nicht zur Verfügung. Ein neuer methodischer Ansatz US-amerikanischer Wissenschaftler könnte die Einführung einer Vakzine schon bald realisieren. Sie bauten in das Erbgut eines anderen, für den Menschen ungefährlichen Virus, ein Gen des Norovirus ein. Das Immunsystem von Mäusen reagierte auf das genmanipulierte Virus mit der vermehrten Bildung von Antikörpern. Auch Krankheitssymptome waren im Tierversuch nicht zu beobachten.Show moreInfektionen
23.03.2011, 23:00 Uhr
Therapieerfolg mit Sunitinib
In einer Phase-III-Studie wurde der Multi-Tyrosinkinase-Hemmer Sunitinib (Sutent®) bei fortgeschrittenen pankreatischen neuroendokrinen Tumoren mit einer best-supportive-care-Strategie verglichen. Da sich in der Sunitinib-Gruppe deutlich bessere Behandlungsergebnisse abzeichneten, wurde die Studie vorzeitig abgebrochen.Show morePankreatische neuroendokrine Tumoren
23.03.2011, 23:00 Uhr
Problem: resistente Tuberkuloseerreger
Die Tuberkulose ist längst schon kein Thema mehr, das nur die sogenannten Entwicklungs- und Schwellenländer betrifft. Auch in Deutschland ist sie nach wie vor ein relevantes Gesundheitsproblem. Dem Robert Koch-Institut wurden nach dem neuen RKI-Bericht zur Epidemiologie der Tuberkulose 2009 insgesamt 4444 Fälle übermittelt, im Jahr 2008 waren es 4512 gewesen. Der Trend ist zwar rückläufig, allerdings verringert sich die Zahl der Betroffenen nicht mehr so schell wie früher. Über ein Drittel der Lungentuberkulosen gehört zur besonders ansteckenden Form.Show moreWelttuberkulosetag
23.03.2011, 23:00 Uhr
Antibiotikum Tigecyclin nur bei fehlenden Alternativen
Unter dem Reserveantibiotikum Tigecyclin (Tigacyl®) ist in klinischen Studien eine im Vergleich zu Kontrollgruppen erhöhte Mortalität aufgefallen. Davor hatte die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA schon im September 2009 gewarnt. Nun informiert der Hersteller Pfizer in Absprache mit der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) und dem BfArM in einem Rote-Hand-Brief über eine Einschränkung aller Anwendungsgebiete aufgrund einer erhöhten Mortalität in klinischen Studien.Show moreSchwere Infektionen
23.03.2011, 23:00 Uhr
Weibliches Progesteron steuert männliche Spermien
Spermien irren auf der Suche nach der Eizelle nicht ziellos umher. Das weibliche Sexualhormon Progesteron weist dabei den Samenzellen den Weg. Eine weitere Funktion des Hormons ist die Steuerung der Geschwindigkeit der Spermien. Um die Eihülle zu durchdringen, bedarf es einer besonderen Aktivität der Spermiengeißeln. Auch dieser Mechanismus wird vom Progesteron gesteuert. In unmittelbarer Nähe der Eizelle werden die Schlagbewegungen nochmals verändert. Diese Ergebnisse könnten zur Entwicklung neuer Kontrazeptiva führen.Show moreAus der Forschung
23.03.2011, 23:00 Uhr
Omalizumab schwächt saisonale Asthmaattacken ab
Eine Asthmaerkrankung verläuft bei Kindern häufig chronisch. Verbunden ist sie oft mit saisonalen Erkrankungsgipfeln in Frühjahr und Herbst. Die meisten Asthmatiker zeigen erhöhte Werte für den Antikörper Immunglobulin E (IgE), der Bestandteil der Immunabwehr ist. Eine US-amerikanische Studie zu einer Anti-IgE-Therapie mit dem monoklonalen Antikörper Omalizumab (Xolair®), der auch in Deutschland zur verbesserten Asthmakontrolle zugelassen ist, zeigte positive Ergebnisse. Dabei konnten vor allem saisonale Asthmaattacken weitgehend unterbunden werden.Show moreAsthma
23.03.2011, 23:00 Uhr
Orale Antikoagulanzien verbessern Schlaganfallprävention
Mit neuen Antikoagulanzien lassen sich hämodynamisch bedingte Schlaganfälle mit einem besseren Nutzen-Risiko-Verhältnis verhindern als bisher. Auch für Patienten, bei denen eine herkömmliche antikoagulativ wirksame Prophylaxe mit Vitamin-K-Antagonisten nicht infrage kommt, scheinen die neuen Substanzen einen Fortschritt zu bieten. So konnte mit dem Faktor-Xa-Inhibitor Apixaban gegenüber der bisherigen Dauerprophylaxe mit Thrombozytenaggregationshemmern das Schlaganfallrisiko um mehr als die Hälfte gesenkt werden. Der CHMP hat schon die Zulassungsempfehlung für Apixaban (Eliquis®) ausgesprochen.Show moreVorhofflimmern
23.03.2011, 23:00 Uhr
Schützen Cholesterinsenker vor Virusinfektionen?
Über den Zusammenhang zwischen menschlichem Immunsystem und einem möglicherweise veränderten Metabolismus nach einer viralen Infektion ist derzeit noch wenig bekannt. Eine internationale Gruppe von Wissenschaftlern hat jetzt bei der Bearbeitung dieser Fragestellung eine neue interessante Therapieoption entdeckt. Während die bislang verwendeten antiviralen Medikamente das Virus direkt angreifen und häufig Resistenzen die Folge sind, könnten Virusinfektionen künftig durch Präparate bekämpft werden, die auch den Cholesterinspiegel senken.Show moreAus der Forschung
16.03.2011, 23:00 Uhr
ASS und Ibuprofen schützen vor Darmkrebs
Wer längerfristig Entzündungshemmer wie ASS oder Ibuprofen einnimmt und dann an Darmkrebs erkrankt, hat ein um nahezu 20% verringertes Risiko, an seiner Krankheit zu versterben. Das berichten jetzt Wissenschaftler um Prof. Dr. Cornelia Ulrich vom Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT), Heidelberg.Show moreTumorerkrankungen
16.03.2011, 23:00 Uhr
Lungenerkrankung im CT bei starken Rauchern erkennbar
Rauchen gilt als gesicherter Risikofaktor für zahlreiche Erkrankungen. Neben Lungenkrebs und Lungenemphysemen, Herzinfarkten und Herzgefäßerkrankungen sowie einer chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) sind zahlreiche weitere Erkrankungen bekannt, die auf Tabakrauchen zurückzuführen sind. Eine neue Studie, die nach genetischen Risikofaktoren für die COPD sucht, konnte jetzt auch das häufige Vorkommen einer interstitiellen Lungenerkrankung bei vielen starken Rauchern durch hochauflösende Computertomografie (CT) zeigen.Show moreInterstitielle Lungenerkrankung
16.03.2011, 23:00 Uhr
Weniger Rezidive unter Fidaxomicin
In einer Phase-III-Studie erwies sich das neue Antibiotikum Fidaxomicin bei Clostridium-difficile-Infektionen als ebenso wirksam wie Vancomycin. Ferner kam es unter Fidaxomicin zu deutlich weniger Rezidiven als unter Vancomycin. Angesichts bislang unzureichender Therapiemöglichkeiten und steigender Inzidenz der Erkrankung sind dies interessante Ergebnisse.Show moreClostridium difficile
16.03.2011, 23:00 Uhr
Erhöhtes Hautkrebsrisiko unter topischem Tacrolimus
Die Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) nimmt den Fall eines 43-jährigen Neurodermitis-Patienten zum Anlass, auf ein potenzielles Hautkrebsrisiko bei hochdosierter topischer Langzeitanwendung von Calcineurin-Inhibitoren wie Tacrolimus hinzuweisen. Bei dem Patienten wurde nach einer knapp dreijährigen Therapie mit Protopic® 0,03% Salbe eine multiple aktinische Keratose diagnostiziert.Show moreNeurodermitis
16.03.2011, 23:00 Uhr
Narkosemittel können der kindlichen Entwicklung schaden
Die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA hat erneut eine Expertentagung zur Sicherheit von Narkosemitteln bei der Behandlung von Kleinkindern anberaumt. Bereits 2007 hatte eine erste Tagung stattgefunden, nachdem tierexperimentelle Untersuchungen auf eine potenzielle Schädigung von Hirnzellen in der Entwicklungsphase des Gehirns durch Anästhetika hinwiesen. Die daraufhin durchgeführten Studien haben zwar noch keine eindeutigen Ergebnisse gezeigt, die FDA sah sich aufgrund der vorläufigen Daten jedoch genötigt, diese neue Tagung einzuberufen.Show moreAnästhetika
16.03.2011, 23:00 Uhr
Belimumab erfolgreich in Phase-III-Studie
Der vollhumane monoklonale Antikörper Belimumab ist eine neue Option für die Behandlung des systemischen Lupus erythematodes. In den USA ist er bereits für diese Indikation zugelassen (Handelsname: BenlystaTM), die europäische Zulassung wird demnächst erwartet. In einer kürzlich veröffentlichten Phase-III-Studie zeigte sich bei Patienten, die unter der systemischen Form dieser unheilbaren Autoimmunerkrankung leiden, ein gutes Ansprechen auf die Behandlung mit Belimumab.Show moreLupus erythematodes
16.03.2011, 23:00 Uhr
Umstrittene Studie zu Pankreatitis und Krebsrisiko
Eine Analyse von Daten des FDA-Nebenwirkungsregisters hatte den Verdacht erhärtet, dass eine Therapie des Typ-2-Diabetes mit den auch als Inkretinmimetika bezeichneten GLP-1-Analoga (z. B. Exenatid) sowie den DPP-4-Inhibitoren (z. B. Sitagliptin) nicht nur das Pankreatitis-Risiko erhöhen kann, sondern auch das Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs und weitere Krebsarten. Doch die Studie ist höchst umstritten.Show moreGLP-1-Analoga und Gliptine
16.03.2011, 23:00 Uhr
Neues Sartan in den USA zugelassen
Die amerikanische Zulassungsbehörde FDA hat den neuen Angiotensin-II-Rezeptorantagonist Azilsartan (vorgesehener Handelsname Edarbi ® ) zur Behandlung von Patienten mit Bluthochdruck zugelassen.
Show moreAngiotensin-II-Rezeptorantagonist
09.03.2011, 23:00 Uhr
Magnesiummangel unter PPI-Langzeitbehandlung
Protonenpumpeninhibitoren (PPI) wie Omeprazol, Esomeprazol, Pantoprazol, Lansoprazol und Rabeprazol können bei Langzeitbehandlung zu einem Magnesiummangel führen. Das Risiko steigt, wenn Protonenpumpenblocker mit weiteren, Magnesiumspiegel-senkenden Arzneistoffen eingesetzt werden. Die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA rät dringend dazu, bei Dauertherapie mit Protonenpumpenblockern Magnesiumspiegel regelmäßig zu kontrollieren.Show moreProtonenpumpeninhibitoren
09.03.2011, 23:00 Uhr
Erhöht längere Einnahme das Risiko erektiler Dysfunktion?
Ein möglicher Zusammenhang der Beteiligung entzündlicher Prozesse bei der Entstehung einer erektilen Dysfunktion ist verschiedentlich diskutiert worden. Andererseits zeigte eine kleine frühere Studie aus Finnland, dass offensichtlich aber auch eine Korrelation zwischen einer längerfristigen Medikation mit nicht-steroidalen Antiphlogistika möglich ist. Diese Ergebnisse wurden jetzt nach der Auswertung der Patientendaten von über 80.000 Männern durch amerikanische Ärzten bestätigt.Show moreNicht-steroidale Antiphlogistika
09.03.2011, 23:00 Uhr
Ibuprofen senkt möglicherweise Risiko für Morbus Parkinson
Frühere Untersuchungen deuteten auf eine mögliche Senkung des Risikos für M. Parkinson durch nicht-steroidale Antiphlogistika hin. Eine jetzt veröffentlichte Auswertung von zwei prospektiven Studien mit insgesamt 136.000 Teilnehmern scheint diese Vermutung zu bestätigen. Sie weist auf einen Zusammenhang zwischen der Ibuprofen-Einnahme und dem Risiko einer Parkinsonerkrankung hin. Für Acetylsalicylsäure und andere NSAID konnte diese Korrelation nicht beobachtet werden.
Show moreEntzündungshemmer
09.03.2011, 23:00 Uhr
Hohe Cholesterol-Transportkapazität mindert Risiko
Informierte Patienten wissen: HDL-Cholesterol ist das "gute", LDL-Cholesterol dagegen das "böse Cholesterol". Denn Studien haben gezeigt, dass niedrige HDL-Spiegel das Risiko für koronare Ereignisse erhöhen können. Neue Untersuchungen zeigen komplexe Zusammenhänge: In einer Studie fand man einen inversen Zusammenhang zwischen dem Arteriosklerose-Risiko und der Cholesterol-Efflux-Kapazität der HDL. Patienten deren HDL besonders viel Cholesterol aus Lipid-beladenen Makrophagen abtransportieren konnten, waren besser geschützt – unabhängig von der Höhe ihrer HDL-Spiegel.Show moreHDL und Arteriosklerose-Risiko
09.03.2011, 23:00 Uhr
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