Arzneimittel und Therapie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Erster Kombinationsimpfstoff gegen Grippe und COVID zugelassen
Mit mCombriax® soll bald schon der erste mRNA-Kombinationsimpfstoff in ganz Europa auf den Markt eingeführt werden. Die Europäische Kommission hat die mRNA-Vakzine von Moderna Mitte April 2026 zugelassen.Show morearzneimittel-und-therapie
pharmazie
mRNA-Vakzine
23.04.2026, 13:00 Uhr
Metastudie belegt erhöhtes Melanomrisiko
Ein Zusammenhang zwischen Morbus Parkinson und einem erhöhten Risiko für die Erkrankung an Melanomen bei diesen Patienten war bereits seit Langem vermutet worden. Seit Mitte der 60er Jahre liegen verschiedene Studien vor, die eine Assoziation nahelegen. US-amerikanische Wissenschaftler haben jetzt in einer Metastudie ein doppelt erhöhtes Melanom-Risiko für männliche Parkinson-Patienten nachgewiesen. Als eine mögliche Ursache für die Risikoerhöhung wird eine genetisch bedingte Variation der Melanin-Synthese diskutiert, die auch die Entstehung von Morbus Parkinson begünstigen könnte.Show moreMorbus Parkinson
15.06.2011, 22:00 Uhr
Wenn der Zucker am Nerv nagt
Etwa jeder dritte an Diabetes Typ 1 oder 2 Erkrankte entwickelt eine diabetische Polyneuropathie. Häufig leidet der Patient an Schmerzen und Missempfindungen. Die Neuropathie wird dennoch oft übersehen, gar nicht oder falsch behandelt. Als kausale Therapie gilt die normnahe Stoffwechseleinstellung. Gegen Schmerzen helfen eine Reihe recht spezifisch wirkender Substanzen. Die viel verordneten nicht-steroidalen Analgetika gehören nicht dazu.Show moreDiabetische Polyneuropathie
15.06.2011, 22:00 Uhr
Längeres Überleben durch Hemmung gestörter Signale
Ungefähr die Hälfte aller Melanome weist eine bestimmte Mutation auf, die durch Stimulation einer Kinase zu unkontrolliertem Wachstum führt. Durch die Hemmung dieser onkogenen Kinase mithilfe des BRAF-Inhibitors Vemurafenib konnten in einer Phase-III-Studie das progressionsfreie Überleben und das Gesamtüberleben von Melanompatienten verbessert werden. Diese Ergebnisse wurden auf dem diesjährigen amerikanischen Krebskongress diskutiert und werden in der aktuellen Ausgabe des New England Journal of Medicine vorgestellt.Show moreMetastasiertes Melanom
15.06.2011, 22:00 Uhr
Erster MOR-NRI überzeugt durch gute Analgesie
Mit Tapentadol (Palexia® retard) ist seit Ende 2010 ein erster Vertreter der neuen Wirkstoffklasse der MOR-NRI verfügbar geworden. Das Betäubungsmittel wirkt als μ-Opioid-Rezeptor-Agonist (MOR) und Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (NRI) zugleich und vermittelt eine den starken Opioiden bei entsprechender Dosierung vergleichbar gute Analgesie bei jedoch deutlich weniger Nebenwirkungen. Tapentadol ist indiziert für die Behandlung starker, chronischer Schmerzen bei Erwachsenen, die nur mit Opioidanalgetika angemessen behandelt werden können.Show moreSchmerztherapie
15.06.2011, 22:00 Uhr
Weniger Neuinfektionen, aber trotzdem keine Entwarnung
Zwar werden dem Robert Koch-Institut seit einigen Tagen deutlich weniger Erkrankungen an HUS/EHEC gemeldet. Auch ist es gelungen, den EHEC-Stamm O104:H4 zu charakterisieren sowie rohe Sprossen als Überträger für die EHEC-Infektionen zu identifizieren. Doch Entwarnung kann nicht gegeben werden, denn noch immer ist unklar, wo die eigentliche Infektionsquelle liegt. Es sollten weiterhin die Hygieneempfehlungen im Umgang mit Lebensmitteln und Patienten streng befolgt werden.Show moreEHEC
15.06.2011, 22:00 Uhr
Antikörper gegen Adalimumab gefährden Therapieerfolg
Wenn Patienten mit rheumatoider Arthritis nicht auf eine Behandlung mit Adalimumab (Humira®) ansprechen, können Autoantikörper die Ursache dafür sein. Über die klinische Relevanz dieses Phänomens für die Langzeitbehandlung war bisher wenig bekannt. In einer aktuellen niederländischen Studie zeigte sich, dass die Bildung von Anti-Adalimumab-Antikörpern mit einem negativen Outcome für die RA-Patienten verbunden war.Show moreRheumatoide Arthritis
08.06.2011, 22:00 Uhr
Studie zur Niacin-Therapie vorzeitig abgebrochen
Bislang war man von "gutem" und "schlechtem" Cholesterin ausgegangen, wenn es um eine Bewertung der HDL- bzw. LDL-Cholesterinspiegel als kardiovaskulären Risikofaktoren ging. Während sich die Senkung des LDL-Cholesterins unter einer Statintherapie auch als erfolgreich erwiesen hat, konnte eine Erhöhung der HDL-Werte unter Niacin keine Verbesserung der Prognose für Patienten zeigen. Eine große Endpunktstudie wurde daher jetzt vorzeitig abgebrochen. Niacin ist der dritte Wirkstoff, der trotz Erhöhung der HDL-Werte die Prognose nicht verbesserte.Show moreKardiovaskuläre Erkrankungen
08.06.2011, 22:00 Uhr
Verkehrsteilnahme ist ein wichtiger Risikofaktor
Belgische Epidemiologen werteten 36 Studien aus um herauszufinden, welche der bekannten Herzinfarkt-Risikofaktoren die größte Bedeutung haben. Sie stellten fest, dass Kokainkonsum zwar für den Einzelnen das größte Risiko darstellt, bezogen auf die Gesamtbevölkerung ist jedoch der Risikofaktor Straßenverkehr der Spitzenreiter.Show moreHerzinfarkt-Risikofaktoren
08.06.2011, 22:00 Uhr
Vier-Jahres-Daten für Odanacatib
Inhibitoren von Kathepsin K werden für die Therapie der Osteoporose entwickelt. Odanacatib hat bislang die Nase vorn. Die Ergebnisse der Phase-IIb-Studien sind vielversprechend, Mitte 2011 werden die Daten einer Phase-III-Frakturstudie mit 16.300 Patienten erwartet.Show moreOsteoporosetherapie
08.06.2011, 22:00 Uhr
Neues Therapieziel bei Brustkrebs
Da das Wachstum der meisten Mammakarzinome durch das Sexualhormon Östrogen gefördert wird, hat der Therapieansatz mit Östrogen-Rezeptor-Modulatoren die Behandlung von Brustkrebs revolutioniert. Es kommt jedoch oft zu Resistenzen, deren Ursache das Enzym Lemur-Tyrosin-Kinase-3 (LMTK-3) ist. Jetzt ist es im Tierversuch gelungen, die Bildung dieses Proteins zu blockieren und die Tumorgröße zu verringern.Show moreAus der Forschung
08.06.2011, 22:00 Uhr
Therapieziel: dauerhafte Virussuppression
Die chronische Hepatitis B wird vorrangig mit Nukleosid- bzw. Nukleotidanaloga behandelt. Für den jüngsten Vertreter, das Tenofivir, wurden auf dem diesjährigen Kongress der European Association for the Study of the Liver (EASL) in Berlin die Vier-Jahres-Daten präsentiert. Sie belegen eine anhaltende Virussuppression und, was mindestens so wichtig ist, das Risiko einer Resistenz geht zumindest bislang gegen Null.Show moreChronische Hepatitis B
08.06.2011, 22:00 Uhr
Eribulin – erster Vertreter einer neuen Substanzklasse
Mit dem Wirkstoff Eribulin (Halaven®) ist für Patienten mit fortgeschrittenem Brustkrebs nun eine neue Option zur Chemotherapie verfügbar geworden. Es handelt sich um den ersten Vertreter der neuen Substanzklasse der Halichondrine. Der Wirkstoff, der Studien zufolge eine signifikante Verlängerung des Gesamtüberlebens bewirkt, wurde zur Monotherapie des lokal fortgeschrittenen oder metastasierten Mammakarzinoms nach Vorbehandlung mit einem Anthracyclin und einem Taxan zugelassen.Show moreFortgeschrittener Brustkrebs
08.06.2011, 22:00 Uhr
Sativex®: erstes Cannabis-haltiges Fertigarzneimittel
Ab 1. Juli 2011 ist es so weit: Das erste Cannabinoid-haltige Medikament steht in Deutschland zur Verfügung: Sativex®, ein Oromukosalspray, der die beiden therapeutisch wirksamen Cannabinoide Tetrahydrocannabinol und Cannabidiol enthält, ist zugelassen für die Zusatzbehandlung der mittelschweren bis schweren Spastik bei Patienten mit multipler Sklerose, die auf eine andere antispastische Therapie nicht angesprochen haben. Erst Mitte Mai war auch in Deutschland vonseiten des Gesetzgebers der Weg für Cannabis-haltige Medikamente frei gemacht worden.Show moreMultiple Sklerose
01.06.2011, 22:00 Uhr
Therapieversagen bei HIV-infizierten Kindern
Das Therapieversagen unter einer antiretroviralen Dreifachtherapie ist bei Kindern relativ gering, liegt aber höher als bei Erwachsenen. Da infizierte Kinder eine lebenslange Therapie benötigen, sind Strategien zur Verbesserung der Compliance, zur frühen Identifizierung von Therapieversagern und zur Vereinfachung der Therapie dringend erforderlich.Show moreAntiretrovirale Dreifachtherapie
01.06.2011, 22:00 Uhr
Rosacea – nicht heilbar, aber meist behandelbar
Rosacea, eine chronische und oft juckende Hauterkrankung, entstellt nicht selten das Gesicht des Betroffenen. Eine kausale Behandlungsmöglichkeit gibt es nicht, aber bei phasengerechter Therapie ist die Rosacea gut kontrollierbar. Empfohlen werden hierzu verschiedene topische und systemische Behandlungen. Jedoch existieren nur für wenige Substanzen reproduzierbare Aussagen zur Wirksamkeit, vor allem für Metronidazol, Azelainsäure und Doxycyclin.Show moreCochrane Review
01.06.2011, 22:00 Uhr
Regadenoson verbessert Diagnosemöglichkeiten
Der selektive A2A-Adenosinrezeptoragonist Regadenoson (Rapiscan®) wurde jetzt zur Diagnose der koronaren Herzkrankheit eingeführt. Er wirkt, indem er an die A2A-Adenosinrezeptoren in den Wänden der Herzblutgefäße bindet, eine Erweiterung der Blutgefäße verursacht und den koronaren Blutfluss erhöht. Dadurch kann die Durchblutung des Herzens während der Myokardperfusionsaufnahme besser beobachtet werden.Show moreKoronare Herzkrankheit
01.06.2011, 22:00 Uhr
Orales Antithrombotikum Apixaban zugelassen
Durch das Zusammenwirken mehrerer Gerinnungsfaktoren können Blutgerinnsel entstehen, die verschiedene Erkrankungen wie Schlaganfälle, Beinvenenthrombosen oder Lungenembolien verursachen. Standardmedikamente zur Thromboseprophylaxe sind niedermolekulare Heparine und Vitamin-K-Antagonisten, deren Anwendung und Therapiezuverlässigkeit jedoch problematisch sind. Wesentlich erfolgversprechender ist offensichtlich die Medikation mit oralen Antithrombotika. Als dritter Vertreter dieser neuartigen Gerinnungshemmer wurde jetzt Apixaban (Eliquis®) in Europa zugelassen.Show moreThromboseprophylaxe
01.06.2011, 22:00 Uhr
Abwehrpeptid der Haut stoppt Entzündungsreaktion
Rund zwei Millionen Menschen leiden in Deutschland an Psoriasis. Einen neuen Mechanismus, der zu den Hautentzündungen bei der Erkrankung führt, haben Wissenschaftler der Universität München jetzt aufgeklärt. Interleukin 1β (IL-1β) spielt bei diesem Prozess eine Schlüsselrolle. Die Aktivierung des Signalmoleküls verläuft über bestimmte Faktoren, die nur in Keratinozyten von Psoriasis-Läsionen, nicht aber in gesunder Haut nachgewiesen wurden. Ein besonderes Peptid der Haut kann diesen Prozess jedoch stoppen und eröffnet damit eine neue Therapieoption.Show morePsoriasis
25.05.2011, 22:00 Uhr
Schmerzen, Schmerzmittel und das kardiale Risiko
In einer soeben erschienenen dänischen Kohortenstudie wurde der Frage nachgegangen, welchen Einfluss die Einnahme von NSAIDs nach einem Myokardinfarkt auf das Reinfarktrisiko hat. Das Ergebnis: schon eine kurzzeitige NSAID-Anwendung (1 bis 7 Tage) kann das Risiko für einen erneuten Herzinfarkt und das Sterberisiko geringfügig erhöhen. Der Pharmakologe Prof. Dr. Thomas Herdegen, Kiel, hat die Studie zum Anlass genommen, die Datenlage zu kardiovaskulären Risiken von COX-Inhibitoren näher zu beleuchten und kritisiert Berichte, die pauschal titeln: „Schmerzmittel können Herzinfarkt auslösen“.Show moreKommentar
25.05.2011, 22:00 Uhr
LDL-Cholesterol: Je tiefer desto besser?
Statine führen unabhängig von den Ausgangswerten des Patienten zu einer Reduktion des LDL-Cholesterols und zu einer Abnahme des kardiovaskulären Risikos. Daher sollten vor allem Risikopatienten eine intensivierte Therapie mit potenten Statinen erhalten, so das Resümee einer Metaanalyse.Show morePrävention kardiovaskulärer Erkrankungen
25.05.2011, 22:00 Uhr
Protease-Inhibitor Boceprevir in den USA zugelassen
Erwartungsgemäß ist Boceprevir (Victrelis®) nach Abschluss erfolgreicher Studien von der amerikanischen Zulassungsbehörde FDA zur Behandlung der chronischen Hepatitis C jetzt zugelassen worden. Die Anwendung gilt für Patienten mit bestehender Leberfunktion und in Kombination mit der jetzigen Standardtherapie aus Peginterferon α und Ribavirin. In Europa hat der Ausschuss für Humanarzneimittel der EMA in seiner Sitzung vom 16. bis 19. Mai 2011 empfohlen, Boceprevir für die Behandlung von Patienten mit Hepatitis C zuzulassen.Show moreHepatitis C
25.05.2011, 22:00 Uhr
Enterohämorrhagische E. coli: schwere Krankheitsverläufe
Enterohämorrhagische E. coli (EHEC) sind schon lange bekannt, in den vergangenen Jahren wurden mehrfach Infektionen gemeldet. Allerdings noch nie so viele Fälle in so kurzer Zeit wie in der vergangenen Woche: mittlerweile sind mindestens 140 Menschen infiziert, 160 Verdachtsfälle sind bekannt, der Erreger hat sich in vielen Bundesländern verbreitet. Die Häufung ist außergewöhnlich, ebenso, dass primär Erwachsene betroffen sind. Die Verunsicherung ist groß, zumal bisher auch kein konkretes Lebensmittel als Infektionsquelle identifiziert werden konnte.Show moreLebensgefährliches Darmbakterium
25.05.2011, 22:00 Uhr
Erhaltungstherapie mit nur einmal monatlicher Injektion
Zu einer Verbesserung der Erhaltungstherapie der Schizophrenie kann Paliperidonpalmitat, die Depotformulierung von Paliperidon, beitragen. Das neue Depot-Antipsychotikum Xeplion® muss nur einmal monatlich injiziert werden, was die Compliance der Patienten fördern kann.Show moreSchizophrenie
25.05.2011, 22:00 Uhr
Diagnostik ist das A und O für Kinder mit ADHS
Im April fiel in Berlin der Startschuss für die Informationskampagne "ADHS und Zukunftsträume", initiiert von der Shire Deutschland GmbH. Und gleich in der Auftaktveranstaltung wurde deutlich: Aufklärung ist dringend notwendig, vor allem mit Blick auf die Diagnostik. Denn viele vermeintliche "ADHS-Kinder" sind nicht hyperaktiv. Gleichzeitig wird ADHS oft nicht erkannt. Eines aber ist ADHS sicher nicht: eine Modekrankheit.Show moreInformationskampagne
25.05.2011, 22:00 Uhr
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